Guten Abend ihr Lieben.
Ja, an diesem Spruch ist oft etwas Wahres dran. Dabei sind es manchmal nur kleine Dinge, die Großes bewirken können. Sei es ein Anruf, eine Mitteilung oder einfach ein Mensch, der in dein Leben tritt. Es gibt auch Situationen, in denen man verzweifelt und sich auf einmal alles von selbst klärt. Oft braucht es nur einen winzig kleinen Anstoß. Egal, ob man selbst darauf kommt oder man damit andere leiten kann.
In meinem Job ist dies ziemlich häufig der Fall. Wir sehen Menschen tagtäglich, die Probleme haben. Sei es gesundheitlich oder seelisch. Letztlich spielt eins aufs andere. Dieses Zusammenspiel gibt es schon immer. Und darum ist es so vielfältig, die Pflege anderer. Wir sollten unsere Arbeit, die wir leisten, mehr wertschätzen, statt ständig zu meckern. Kämpfen wir für das, was wir leisten. Oft wurde im letzten Jahr von der Systemrelevanz gesprochen, die nun schon wieder fast untergegangen ist. Die Pflege ist doch aber wirklich eine eigene Profession, genau wie die Medizin oder jeder andere beliebige Handwerksberuf.
Oft stehen wir als Mittelsmann zwischen den Menschen und der Medizin. Wer wird denn am Ende gefragt oder wer bekommt Kritik oft als erste Instanz entgegen? Ganz ohne ist es eben nicht. Umso wichtiger ist es, die Geste von Lob und Dankbarkeit auch für sich zu erwähnen. Das müssen wir uns mehr annehmen. Kritik wird oftmals mehr auf die Goldwaage gelegt, aber warum? Mit Kritik muss man umgehen können, daraus entweder etwas mitnehmen, also auch aus Fehlern lernen, oder es ist nur allgemein und betrifft nicht direkt mich.
Mir haben die letzten Wochen einiges gezeigt. Dankbarkeit ist toll. Jedes Danke, welches die Menschen einen zukommen lassen, ist ein kleines positives Zeichen. Wir müssen auch mit uns selbst wieder bewusster umgehen. Zeichen sehen und versuchen, den Alltagstrott zu durchbrechen. Gerade auf Arbeit ist das stupide Abarbeiten manchmal tödlich für das Zwischenmenschliche. Mich zumindest plagt bei solch Situationen oft das schlechte Gewissen. Ich empfinde dabei schon, dass es uns im gewissen Maße ziemlich gut geht und wir auf hohem Niveau jammern. Es ist leider wirklich so. Dessen muss man sich immer wieder bewusst machen. Dies funktioniert am besten durch Wechsel der Ansicht. Manchmal jedoch fehlt diese Einsicht.
Bezüglich Jammern auf hohem Niveau… Da sind wir im Land sowieso echt Spitzenreiter. Uns geht es wirklich gut im Vergleich zu anderen. Öffnet alle eure Augen, wenn ihr mal wieder Urlaub in fremden Ländern macht.
Heute möchte ich mich auch noch bei denen entschuldigen, die ich die nächsten Wochen auf Arbeit in Stich lasse. Auf der einen Seite habe ich schon ein schlechtes Gewissen, möchte aber auch an meiner Gesundheit arbeiten, um dann spätestens Ende des kommenden Monats wieder voll da zu sein. Ich liebe meinen Job und fühle mich weiterhin sehr wohl in diesem Team. Seid euch dessen gesagt. Ich wünsche euch ganz viel Durchhaltevermögen.
In diesem Sinne wünsche ich auch allen anderen Lesern noch einen angenehm ausklingenden Tag und ein schönes Wochenende.
Bis bald mal wieder. Danke für eure Treue!