Das Abenteuer geht los

Guten Abend ihr Lieben.

Heute Morgen war der Startschuss für ein Abenteuer ins Ungewisse. Grenzen kennenlernen, sich selbst kennenlernen und Zelten mit Hund.

Was ist geplant gewesen: Die Umrundung des Hohenwarte-Stausees. Eine Herausforderung für 4 geplante Tage mit drei Übernachtungen im Zelt auf Campingplätzen mit 5 Personen und drei Hunden. Caro mit Laura, Cassandra mit Sheldon, Stefan und Lena und natürlich Ava und ich.

Zeitig ging es los, um pünktlich 8 Uhr am Startort zu sein in Steinsdorf. Der Startort allerdings entpuppte sich als keine gute Parkmöglichkeit. So fuhren wir etwas weiter in Richtung Löhma und starteten etwa 8:30 Uhr. Mit Gepäck von 12-20kg und einem kleinen Handwagen mit ähnlichem Gewicht noch einmal verpackt ging es auf Tour.

Spannend war es gleich ziemlich am Anfang innerhalb der ersten Stunde. Wir verfolgten erst einmal das Ziel zum Pumpspeicherwerk Hohenwarte. Dort angekommen führte uns unser Weg schon etwas spannend durchs Brombeer-Gebüsch weiter nach oben. Da hatten wir noch Spaß. Über einen Weg wieder hinunter in die Ortschaft Hohenwarte waren die Höhenmeter anstrengend, da durch Waldarbeiten auch der Weg komplett zerfahren war. Dort gab es irgendwo mittendrin die erste kurze Pause. In Hohenwarte hatten wir nicht viel Zivilisationskontakt und es ging wieder bergauf zum nächsten Aufstieg, der sich dann auch etwas zog. Zuvor nahm die Lena schon eine Abkürzung zum Campingplatz. So blieb die Herausforderung dennoch. Der Aufstieg zog sich sehr und man merkte schon, dass da die Trainingsgrenze ist für uns Flachlanddullies mit Gepäck. Denn was oben ist, muss ja auch wieder hinunter. Also wieder bergab. Das war insgesamt noch zwei Mal der Fall und wir sind dezent von der eigentlichen Strecke abgewichen. Was aber nicht schlimm war. Als wir den See erreichten, erwischten uns zwei kurze heftige Regenhuschen. Ansonsten hielt sich das Wetter gut. Die letzten drei Kilometer zogen sich wie Kaugummi und die Hunde hatten auch das Gehirn ausgeschaltet.

17:30 Uhr war dann die etwaige Ankunft in Saalthal/Alter und es begann die nächste Challenge. Zeltaufbau. Da hab ich tatsächlich mal wieder gemerkt, dass ich keine Geduld habe für den Aufbau von irgendetwas. Det muss eben schnell stehen und erledigt sein. Aber wir wären ja kein Team, wenn man sich nicht zu helfen weiß. Trotzdem wäre wir alle fertig. Ich war froh, als ich alles im Zelt hatte und stellte fest, dass die Isomatte defekt war. Durch Caro erhielt ich aber einen Tipp, wie ich dennoch Luft in diese bekomme.

Fertsch mit der Welt ging es nur noch mal schnell warm duschen und dann ab ins gebaute Nest. Und nun liegen Ava und ich in der Koje und ich hoffe, dass ich erholsam schlafen kann für die nächste Etappe von 14-16km. Es bleibt spannend.

Somit wünsche ich allen eine gute Nacht!

Bis morgen!

Reine Laufzeit angezeigt

Wenn Veränderung wirkt

Guten Abend ihr Lieben.

Ein kleiner feiner Neuanfang bahnt sich an in diesem Jahr. Warum? Ich verlasse diese aktuelle wunderbare Ortschaft und wage eine Veränderung für die Lebenszeit. Was wie eigentlich ein kleiner Schritt aussieht, bedeutet für mich im Kopf ganz ganz viel. Und das wirkt gerade ziemlich krass nach.

Man macht es eben nicht einfach so. Es hat alles irgendwie einen tieferen Sinn, ein Stück Lebensgeschichte eines Ortes hinter sich zu lassen. Wenn es einem dann bewusst wird, ist es auf der einen Seite echt hart. Andererseits ist es aber genau der richtige Weg, den ich gehen werde.

Freunde werden es verstehen, wovon die Rede ist. Andere können es vielleicht nicht nachvollziehen. Manche sind enttäuscht, wiederum freuen sich einige. Aber es ist mein Weg, meine Entscheidung, mein Leben.

Nach 10 Jahren heißt es Tschüß Langenbogen. Ein Ort mit vielen neuen Bekanntschaften, freundlichem Grüßen und einfach einer herrlichen Aussicht. Einen Sternenhimmel, den ich vielleicht missen werde so nach einer Spätschicht bei einer Tasse Tee auf dem Balkon.

Es ist Wahnsinn, wenn einem so bewusst wird, was die Veränderung wirklich bedeutet. Und das ist ein guter Schritt. Es beginnt einfach mal ein neuer Abschnitt mit neuen spannenden Facetten. Schauen wir einfach, was die Zeit bringt. Bis dahin wird hier noch ein wenig von dieser verbracht.

Danke an diejenigen, die da sind und es verstehen.

20 Jahre danach…

Was für eine Zeit!

… ist man um einige Lebenserfahrung reicher.

… wächst man mit seinen Aufgaben.

… versteht man Dinge anders als damals.

… merkt man erst einmal, was man bereits in seinem Leben erreicht hat.

… hat die Zeit Dinge gezeigt, die einem wirklich wichtig sind.

… weiß ich, dass es intuitive Entscheidungen im Leben gibt, die man einfach trifft und erst später einen Sinn ergeben.

20 Jahre, wie im Fluge vergangen, fühle ich mich doch noch so jung, aber im Kopf eben doch gereift. Jeder Schritt, den ich gegangen bin, war richtig für mich. Vielleicht mal kurz falsch abgebogen, aber eben aus diesen Erfahrungen gelernt. Nun habe ich Menschen um mich, die mir gut tun, die mir manchmal die Stirn zeigen und es nicht böse meinen. Sie wünschen sich vielleicht nur das Beste für mich. Aber am Ende gehe ich ganz allein meinen eigenen Weg.

Ob das schon vorbestimmt ist, kann uns nicht einmal die Forschung sagen. Am Ende spielt es keine Rolle. Denn ich befasse mich mit Menschen, die mir gut tun und ich gebe das zurück im Alltag. Daran habe ich keine Zweifel. Man muss ab und an mal die Stirn bieten und nein sagen, dass ist noch ein kleiner feiner Lernprozess. Aber vergleichen mit anderen ist lange vorbei.

Da sag ich’s immer wieder. Jeder Einzelne hat sein Päckchen zu tragen. Das ist einfach Fakt. Die einen können sich mitteilen, die anderen verstecken es in anderen Dingen. Darüber sprechen ist am Ende aber tatsächlich gesünder, um einfach das Gegenüber zu verstehen.

20 Jahre danach… habe ich die Erkenntnis für mich gewonnen, dass ich echt weit gekommen bin und ich mein Leben liebe. Es gibt immer wieder Veränderungen, die man mal braucht, aber die bestimme ich. All das liegt in meiner Hand. Das Leben kann zu schnell vorbei sein. Tagtäglich stehe ich damit in Kontakt. Daher lernt man es anders schätzen. Klar gibt es hier und da Faktoren, die versuchen Einfluss zu nehmen. Aber der Selbstwert ist wichtiger als das, was andere von mir denken. Wenn sie keine Kritik äußern können und andererseits keine annehmen, kann ich für mich nicht lernen und sie lernen nicht damit umzugehen. So sprecht es an, was euch nicht passt. Direkt, aber im normalen Umgang von Gesicht zu Gesicht. Das ist sooo wichtig!!!

20 Jahre nach diesem Moment verstehe ich, worum es wirklich geht und das man für seinen Weg auch manchmal kämpfen muss.

Entwicklung der Zeit. Heute ist anders als damals. Ja ja, früher war alles besser. Nein, die Aufgaben wachsen mit der Zeit und diese schreitet voran, bleibt halt nie stehen, bis irgendwann die Sonne die Erde „frisst“.

In diesem Sinne danke ich für alle gesammelte Lebenserfahrung mit meinen noch jungen Jahren und auf weitere wertvolle Momente. Am Ende ist die Zeit doch wieder relativ.

Gute Nacht aus der Nachtschicht!

Hundeurlaub 3.0

Guten Abend ihr Lieben.

Nach kurzer Pause gibt es mal wieder eine kleine Meldung aus dem Kopfkino.

Ach nein, so, würde ich es nicht bezeichnen, denn es war ein so wundervoller Urlaub mal wieder. Dinge, die von (Arbeits-) Alltag einfach mal abschalten lassen. Ich liebe es, wenn der Kopf einfach mal entspannt ist. Dabei ist es nicht unbedingt Ablenkung, sondern eher einfach Energie tanken aus dem, was mir Spaß macht.

Dass ich das kann, ist dem langen Weg zu verdanken und jeder noch so kleinen Veränderung, worauf ich stolz sein möchte und auch kann.

Nach dem stressigen Arbeitsalltag kamen so zwei Wochen Urlaub. Ostern, Geburtstag, Hundeurlaub. Letzteres bleibt mir wie immer unvergessen, weil ich wieder so viele Persönlichkeiten kennenlernen durfte in einer Atmosphäre, die man so nicht immer hat.

Danke an jeden einzelnen von euch!

Es ging am Donnerstag nach Wieda, einem kleinen Örtchen nahe Bad Sachsa. Die Dorfgemeinschaft schien sich über Abwechslung zu freuen im Ort. Wir waren bestimmt Gesprächsthema bis unten im Tal. Die Ankunft verlief sehr entspannt und als alle vor Ort waren, drehten wir eine Runde um den Hausberg, dem Käseberg. Eine kleine Runde mit ein paar Höhenmetern in einer Stunde. Die Aufregung zur ersten Runde war wie immer riesig. Aber sie legte sich bald.

Zum gemeinsamen Abendessen war der Suppenabend geplant. 5 heiß begehrte Sachen standen zur Auswahl: Süßkartoffel-Kürbis, Soljanka, Kichererbsen-Curry, Steckrübeneintopf und Hirse-Gemüse-Eintopf. Nur gut, dass die Großküche 6 Gasherd-Flächen hatte. So konnte alles gleichzeitig erwärmt werden und es wurde gemütlich zusammengesessen und -gegessen. Die Gespräche untereinander wurden intensiver und man lernte sich näher kennen. Ava war den ersten Abend dann noch etwas mit unten, weil sie das zu Beginn immer zur Sicherheit benötigt. Aber das war in Ordnung.

Die erste Nacht war etwas unruhig, aber die Aufregung vom Tag forderte dennoch etwas Schlaf. Am Freitagmorgen gab es gemeinsames Frühstück in ruhiger Runde und 10 Uhr ging es los zur großen Runde. 10km waren geplant, aber durch kleine Bauarbeiten ging es über Umwege auf fast 13km. Durchs Dorf grüßten die Menschen nur allzu freundlich. Wir vermuteten schon, dass da etwas komisches hinter dieser Freundlichkeit steckte. Hoch zur Helenenruhe ging es dann mit Aussichten von oben auf die Ortschaft Wieda. Allein von oben zu schauen, zu sehen, was man an Höhe geschafft hat, ist so ein unbeschreibliches Gefühl. Immer und immer wieder. Egal, wie anstrengend es am Ende war. Wobei diese Runde wirklich recht entspannt war. Die Stempelsammler der Harzer Wandernadel sind auch auf ihre Kosten gekommen. Mich tangiert so etwas tatsächlich gar nicht. Eher einfach der Moment, diese Atmosphäre der Natur zu genießen, die dort doch noch recht erhalten war in diesem Bereich des Harzes.

Nach dieser Runde waren wir dann doch alle leicht geplättet. Die zweite geplante Runde ist später mit nur einem kleinen Teil der Gemeinschaft erfolgt. Wir waren insgesamt 14 Personen und 11 Hunde in dieser Unterkunft der Gruppenhäuser Lehmann. Die Ausstattung war wirklich klasse. Wie oben schon genannt der Herd, dann zwei Kühlschränke, jede Menge Geschirr, eine kleine Gefriertruhe, ein Industriegeschirrspüler, insgesamt eine maximale Belegung von 30 Personen. Bis auf die beiden Pärchen hatte somit auch jeder sein eigenes Zimmer.

Diejenigen, die zur kleinen Abendrunde nicht mitgelaufen sind, deckten bereits den Tisch ein für den Grillabend. Ja, es gab mal wieder die beste eingeflogene Ware frisch vom Tisch. Der Gasgrill brachte zwar kleine Herausforderungen mit sich, aber der Grillmaster hat es gut hinbekommen. Und so lief die Ware gut vom Tisch. Dazu noch einige Salate und Brötchen und schick war der Abend. Und so verging auch der zweite Tag schon wie im Fluge. Abends gab es noch eine kleine Entleerungsrunde für die Hunde. Ava war von diesem Tag schon gut geschafft.

Der Samstag war bereits umgeplant worden, als wir davon erfuhren. Ursprünglich sollten die Runden etwas weiter weg stattfinden, aber wir sind dann doch in der Nähe geblieben. Vormittags 7km zum Brockenblick und nachmittags zum Pferdchen hoch bei Zorge. Runde 1 war dem Brocken nicht sehr fern, aber so sah auch der nicht vorhandene Wald aus. Wahnsinn, aber eben auch hier zu sehen, wie Borkenkäfer und co. gewütet haben. Viel Sonne, wenig Schatten bescherte uns die Runde, sodass zwei Hunde zeitnah umkehren mussten. Aber auch für die anderen war es ziemlich anstrengend in der Sonne. Da war jedes kleinste Bächlein eine willkommene Abkühlung. Höhenmeter wurden in dieser Runde nicht viel gemacht. Auf dem Rückweg gab es hier und da doch noch etwas Schatten. Dort haben wir dann eine kleine Rast gemacht.

Wieder in der Unterkunft angekommen, wurde erst einmal eine Pause eingelegt, bevor es 2-3 Stunden später wieder zur nächsten Tour ging. Ich habe lange überlegt, ob ich Ava mitnehmen werde zur zweiten Runde, da sie nach der ersten nicht so recht zur Ruhe kam. Am Ende war sie trotzdem dabei, was vielleicht doch zu viel war. Es ging zu einer herausfordernden Runde hoch zum Pferdchen. 230 Höhenmeter. Die gingen auf den ersten 2,5km hoch. Danach ging es dafür entspannt und in niedrigen Prozentzahlen bergab. So kann es gern immer laufen. Oben angekommen, gab es eine kleine Regenhusche, die aber schnell wieder vorbei war. Oben gab es auch einen schönen Ausblick auf die Ortschaft Zorge. Ava hatte ihr bestes gegeben, vielleicht etwas zu viel des Gutem. Im Auto lag sie sofort lang mit ihrem neuen Kumpel Pepe. Autsch, das war wirklich zu viel! Beim Aussteigen dann noch völlig überdreht und wollte anfangen zu zocken. Abends wollte sie nicht einmal mehr raus. Der gemeinsame Abend bestand daraus, die Reste der Vorabende zu vertilgen, damit mal was weniger wird an der Grundversorgung. Es hatte so semi funktioniert. Dafür wurden die Gespräche, sowohl auf Runde, aber auch am letzten Abend immer intensiver, aber auch super witzig und spannend. Man lernt mal wieder Menschen kennen, die neue Verbindungen zeigen.

Menschen, die ein „Hobby“ verbindet. Dabei ist es viel viel mehr. Danke an wundervolle Begegnungen der Teams: Lisa und Olaf mit Olaf, Steffi und Sandra mit Kira, Kristin mit Willi, Karin mit Rudi und Emma, Bärbel mit Murphy, Torsten mit Paula, Martina mit Thyra, Violetta mit Merle, Doreen mit Pepe und schließlich meine verrückte Ava.

Ein Dank gilt natürlich auch den Organisatoren Stefan und Lena! Und ich denke, da spreche ich für all die Teilnehmenden. Es ist nicht nur ein tolles Erlebnis, nein, wir lernen uns und unsere Hunde nochmals in einem anderen Aspekt kennen. Wir gehen vielleicht über Grenzen, aber gemeinsam halten wir immer zusammen.

Die wichtigste Erkenntnis für mich/mein Leben in dieser Gemeinschaft ist dabei, dass wirklich jeder sein Päckchen zu tragen hat. Der eine geht dabei offen damit um und redet darüber, der andere eben eher weniger, nimmt aber zur Kenntnis, dass eben jeder seine Probleme hat. Das ist so wichtig für den weiteren Weg für seine eigene Persönlichkeit.

Und so endete am Sonntag der Hundeurlaub mit allgemeiner Aufbruchstimmung und Putzkolonne. Eine Runde war leider nicht mehr drin, obwohl das Kloster Walkenried geplant war. Aber Wieda weinte um uns in Strömen bis zu uns nach Hause am Abend. Ava war noch immer ziemlich fertig und fiel bei Ankunft sofort in ihr kleines Nest und schlief bis zum Abend. Ja, auch für die Hunde eine Erfahrung und viele Eindrücke, die verarbeitet werden möchten.

Um euch die Eindrücke näher zu zeigen, folgen gleich noch ein paar Bilder mit Menschen und noch mehr Hunden im schützenswerten Harz!

Danke vielmals für euer Vertrauen und bis bald!

(Bilder folgen unsortiert)

Tour am 17.4.
Tour am 18.4. vormittags
Tour am 18.4. nachmittags

Wenn Sterne blinzeln

Guten Abend ihr Lieben.

Heute ist mal wieder sternenklarer Nachthimmel. Ich liebe es, diesen so zu sehen. Überhaupt, was wir mit unseren Sinnen alles wahrnehmen können. Das war heute Thema im Gespräch und bei mir selbst.

Umso mehr wir wahrnehmen können, desto entspannter können wir sein. Dabei meine ich aber vor allem die selektierte Wahrnehmung. Damit bestimmt der Kopf wieder ein Stück weit den Körper. Und so gibt es wieder und wieder Zusammenhänge zwischen den Zeilen.

Manchmal sollten wir eben doch auf Zeichen des Körpers achten. Einfacher gesagt als getan. Ich spreche aus Erfahrung. Ich durfte aber genau dieses Zusammenspiel schon einmal massiv erfahren. Und ich gebe zu, den Zustand vermisse ich etwas. Aber vielleicht gibt es bald wieder eine Chance.

Was ist mir wichtig? Wo sitzen meine Prioritäten? Am Ende ist Gesundheit erhalten eines der wertvollsten Güter. Und das beginnt bei einem selbst. Wie schnell gerät alles aus den Fugen, wenn man krank wird? Jeder Einzelne von euch Lesern kennt es.

Was passiert? Welche Wege werden neu entstehen? Welche soll ich wählen? Am Ende ist es kein „Egoismus“, sondern eher eine Art Selbstbetrachtung. Warum trifft es diejenigen? Es kann eben alle treffen, wo es ein noch so kleines Ungleichgewicht gibt. Wir wissen am Ende auch nicht, was morgen, in wenigen Tagen, Wochen und Monaten oder Jahren ist. Darum sollten wir das Leben schätzen, bewusst und selektiert mit allen Sinnen, die wir besitzen.

Es sind und werden harte Zeiten kommen. So oder so. Nutzen wir Chancen, die uns gegeben werden. Manchmal braucht es kleine Hinweise, manchmal auch einen riesigen Sprung.

Die Luft ist klar, der Abend leise, die Gedanken laufen und die Sterne blinzeln. Hier der Große Wagen, dort Orion. Ich kann es sehen und schätze es mehr denn je. Kleine Dinge, die Großes bewirken. Achtet auf euch! Alles hat seine Gründe und irgendwann auch seine Grenzen.

Es sind die kleinen Gesten, die Vertrauen bringen. Wir können mit den Sinnen gegenseitig geben. Oft mehr nonverbal als verbal. Meine Worte hier sollen nur aufzeigen, was wirklich gemeint ist.

So schaue ich in die kalte Nacht hinein und genieße diesen Augenblick.

Gute Nacht!

Zwischen Menschlichkeit und beruflicher Expertise

Guten Abend ihr Lieben.

Lange kam nichts und jetzt gleich wieder mehrere Beiträge auf einmal. So ist das manchmal, wenn man etwas verarbeiten muss, was nicht einfach einfach ist.

Und so sage ich mir, was unseren Job so besonders macht, ist die oben genannte Überschrift. Jeder von uns hat diesen Weg nicht einfach so gewählt. Es steckt mehr dahinter. Je mehr Erfahrung man sammelt, desto mehr wächst die Menschlichkeit. Auch unsere ärztlichen Kollegen stehen diesem Weg sehr nahe. Aber manchmal fehlt der ganzheitliche Blick. Betriebsblind… ohne es böse zu meinen.

Wir stehen den Menschen bei in den Zeiten, wo ihnen eine Diagnose um die Ohren geworfen wird, wenn sie die Therapie erhalten. Wir unterstützen und leiten an zum eigenständigen Umgang mit Dingen, die sie sich nie erträumt hätten. Wir versuchen zu motivieren, aufzubauen, zu verbinden zwischen An-/Zugehörigen, anderen Professionen und der weiteren Versorgung. Wir bieten Expertise mit einem großen Hauch an Menschlichkeit. Das zeichnet uns aus.

Wir freuen uns mit über Fortschritte, bauen auf bei Rückschritten und leiden manchmal auch mit, wenn es mal richtig unangenehm wird. Dürfen wir auch mal weinen, wenn uns etwas nahe geht? Klar!!! Wir sind auch nur Menschen!

Und dann wirst du um deine Meinung und Einschätzung gefragt… von einem nahe stehenden Menschen. Persönlich, aber trotzdem mit fachlicher Expertise gibt es Erfahrungswerte. Diese in diesem Moment zu vermitteln, kostet Energie und Kraft. Privates und Berufliches trennen. In diesem Job tatsächlich nicht selten ein schmaler Grad. Dennoch bleibe ich professionell. Dafür habe ich eben hier mein kleines Sprachrohr. Und ich weiß, dass es mich weiterbringt. Weiter um Erfahrungen und Gedanken freien Lauf zu lassen. Das Gefühl, etwas loszuwerden, was ausgesprochen werden muss.

Pflege ist nicht nur ein Job, wo Personen gewaschen werden und ihr Essen gereicht bekommen. Pflege ist mehr! Den Menschen als Ganzheitliches sehen. Diesen Blick braucht es, um diesen Beruf zu schätzen und zu lieben. Es verbindet das, was in der heutigen Gesellschaft vielleicht auch zu kurz kommt.

Und so bin ich menschlich und mir gehen Dinge auch nahe. Mit Abstand betrachtet, ist es oft einfacher, aber ab und an geht es eben nicht. Jeder Einzelne, der gehen durfte und irgendwann musste, bleibt unvergessen und das ist okay so. Denn jeder hatte seine eigene Persönlichkeit.

Und so geht das Leben fortan weiter und wir wahren unser Gesicht und zeigen aufs Neue, worauf wir hinarbeiten. Jeden Menschen als ganzheitliches Individuum betrachten und die Expertise anwenden. Tag für Tag, Jahr für Jahr. Helfen in aussichtslosen Situationen, in Ausnahmesituationen.

Liebe alle, bewahrt euch die Menschlichkeit!

Danke.

Atmen

Guten Abend ihr Lieben.

Bewegt atmen. Wir atmen immer, mal schneller, mal langsamer, mal ganz ruhig, mal aufgeregt kurzatmig.

Wer schon einmal das Gefühl des Erstickens erlebt hat, fühlt sich in diesem Moment in höchster Panik. Es können die wenigsten nachvollziehen, da sie es nie erlebt haben. Es ist also Trugschluss.

Ich arbeite genau mit solchen Patienten, die dieses Gefühl vielleicht öfter haben können trotz gesicherten Atemweg. Dieses Stück Plastik im Hals, worüber sie atmen, die Form eines etwas größeren Strohhalms. Wie geht man damit eigentlich um? Sie müssen es lernen. Manche haben keine Akzeptanz dafür. Vielleicht verständlich. Kein Widerstand zum Luftholen bzw. Hinausatmen. Atmung ist ein unwillkürlicher Prozess, den wir nicht steuern können.

Genau aus diesem Grund sollten wir unsere Atmung bewusster wahrnehmen. Mit all den Gerüchen auch, die damit einher die Nase belüften. Luft holen in Situationen, die manchmal einer Aufregung nicht wert sind. Einfach tief durchatmen, weil wir es in stressigen Situationen zu selten machen. Wahrnehmen, was sich alles bewegt beim Ein- und Ausatmen. Luft, ein Lebenselixier. Irgendwann kommt nämlich ein Zeitpunkt, wo wir alle den letzten Zug machen. Wann ist ungewiss. Das entscheidet unser Körper.

Genau darum muss es bewusster, tiefer erfolgen. Denn hier kommt auch ein kleiner Entspannungszustand hervor. Bewusst ein- und ausatmen. Wie wichtig und essentiell es ist. Es erfahren nur die wenigsten. Diejenigen, die beispielsweise durch einen „Strohhalm“ atmen. Diejenigen mit chronischen Lungenerkrankungen und die Menschen, die sich auf den letzten Weg befinden. Hier lernt man die essentielle Luft schätzen.

Also: weiter tiefer bewusster ein- und ausatmen!!!

Irgendwann kommt der letzte Zug.

Kontrolle verlieren

Guten Abend ihr Lieben.

Vielleicht bin ich gerade wieder an einem Punkt, der mich selbst wütend macht, weil man einfach selbst etwas zu „dumm“ war. Wenn Dinge aus dem Ruder laufen und das Gerede groß ist. Aber viel mehr beschäftigt mich dabei die eigene Situation.

Viele verstehen gerade nicht, wo man wirklich steht, wenn man die Kontrolle für gewisse Dinge abgibt mit der Hoffnung, dass es etwas bringt. Klar, wir geben die Zustimmung dafür und ich bin auf der einen Seite ganz froh, dass man für sich selbst entscheiden kann, ob man es zulässt oder nicht. Dennoch gibt man mit einer Unterschrift etwas Kontrolle über sich ab. Denn man hat keine Ahnung, was einen wirklich erwartet.

Dabei habe ich wohl schon wesentlich eher die Kontrolle verloren, was das angeht. Ich versuche gerade wieder meine Spur zu finden. Und dabei merke ich, wie schnell beeinflussbar man ist. Man lässt sich zu schnell immer und immer wieder vom eigenen Weg abbringen.

Warnsignale des Körpers verstehen… Ja, mein Kopf ist definitiv voll und möchte mal wieder befreit werden. Aktuell aber kein Rankommen. Es bleiben einzig und allein die Versuche, offen damit umzugehen und es immer und immer wieder anzuwenden.

Und ja, ich habe sicher definitiv zu lange nicht auf meinen eigenen Körper gehört in Verbindung mit dem, was sich im Oberstübchen abspielt. Grundsätzlich geht es mir gut, aber ich mache mir wohl ab und an etwas vor. Nicht immer.

Wenn ich an die letzten Wochen denke, verändert sich gerade wieder sehr viel. Es ist nur ein kleiner Pieks, aber in einem der intimsten Bereiche, der mir sehr wichtig ist. Man merkt nicht viel, dennoch ist es eine Art Kontrollverlust.

Ich habe meine Einstellung dazu und nehme die gesammelten Erfahrungen für mich mit und verstehe, wenn manche es nicht können. Die Hoffnung auf Hilfe ist dabei aber der Punkt, der in den Vordergrund tritt.

Es sind Momente, die man keinem wünscht, aber die manchmal einfach sein müssen. Sie rütteln auf, sie zeigen, was wirklich, wer wirklich wichtig ist. Das Gerede nervt zwar, bleibt aber am Ende links liegen, weil viele die Situation gar nicht einschätzen können.

Und so kann es vorkommen, dass man auch mal ungemütlich wird, vielleicht. Denn am Ende sollte jeder mal auf sich selbst schauen. Eine Gesellschaft, die aktuell falsch abbiegt. Genau darum muss es Menschen geben, die der Realität nicht scheuen und ihre eigenen Wege gehen. Nicht der Masse hinterher. Denn eigene Erfahrungen machen den Unterschied. Darüber wachsen wir ja als Persönlichkeit.

Das ist eben auch ein Punkt, wo ich die Politik nicht mehr verstehe, weil sie alle da oben zu weit weg von der Realität sind. Die bekommen auch alle genug Geld. Ein Tipp: es sollten Praktika für Politiker angeboten werden und jeder muss im Jahr mindestens eines machen über 2-3 Wochen. Vielleicht wird diese Idee ja mal aufgegriffen.

Das Umdenken beginnt eben bei jedem selbst. Ich hoffe, dass ich meine Spur bald wieder finde. Die Diskussionen drumherum sind Themen, die die anderen beschäftigen. Jeder sollte dabei einfach auf sich schauen. Unzufriedenheit ist irgendwann nicht mehr tragbar.

In diesem Sinne:

Heimkehr

Guten Abend ihr Lieben.

Heute schreibe ich mal zu einer humanen Zeit, denn nun bin ich wieder in meinen eigenen vier Wänden angekommen. Vier Stunden Autofahrt liegen hinter mir, hinwärts habe ich 6,5 Stunden gebraucht.

Es war wieder einmal ein Urlaub mit vielen Eindrücken und Erlebnissen, wenn auch nicht ganz so, wie ursprünglich geplant. Aber Pläne sind ja auch dafür da, um geändert zu werden. Aber ich wollte aufgrund meines Infekts nichts riskieren. Gern hätte ich eine Schneewanderung mitgemacht.

Die Ankunft in Hamburg war sehr zeitig. Das habe ich auch gut verschlafen. Das letzte Frühstück mit den Mädels zusammen auf dieser Reise und dann verabschiedete sich Silke bereits. Ich war dann noch ein paar Momente länger vor Ort, bin aber als nächstes abgezwitschert. Zwischendurch musste ich im Terminal noch meine zwei Kerzen wieder abholen und dann den Koffer suchen.

Der Weg zum Bus war gut zu finden und der brachte uns zum Parkplatz, wo das Auto stand. Und dann ging es los, tiefenentspannte Fahrt mit gutem Verkehr. Aber es lag ja auch kein Schnee mehr, außer vielleicht dort noch, wo Schatten war. Aber was erwarte ich bei 5°C?

Die Realität ist das, was ich wahrnehme. Jeder hat aber eine andere Wahrnehmung, also bedeutet das doch, dass jeder einzelne eine andere Realität hat.

Es gibt gerade einen Punkt, an dem ich etwas ändern möchte, weiß aber noch nicht, wie ich direkt da heran komme. Jetzt könnte ich einen kleinen Denkanstoß gebrauchen. Ich weiß genau, wohin ich möchte… Ich brauche aber noch den Wink mit dem Zaunpfahl. Also so, dass mir jemand das Brett vorm Kopf entfernt und damit herumwinkt und die Richtung in etwa zeigt. Solch Anstoß kann eine offene Frage sein zu einem Thema vielleicht.

Alles in allem war es eine erholsame Urlaubswoche mit viel Freigeist, vielen Informationen, viel Spaß und Humor und auch bewegenden Momenten, die einfach unbeschreiblich sind, weil man es erlebt haben muss. Schön, dass ich diese Möglichkeiten nutzen kann.

Morgen zieht meine verrückte Else wieder ein und ich freue mich sehr darauf. Sie ist eben, wie sie ist.

In diesem Sinne wünsche ich euch einen angenehmen Samstagabend!

Willkommen zurück in Deutschland

Guten Abend ihr Lieben.

So, seit wohl ca. 16/17 Uhr rum habe ich wieder deutsches Netz am Handy, aber immer noch recht schwankend. Der letzte Urlaubstag auf der AIDA ist nun so gut wie beendet. Eine Woche und schnips… weg war sie.

Der Seetag begann mit einem ruhigen Start und etwas Seegang. Aber recht harmlos für das, was ich so schon erlebt habe. Frühstück fiel heute mal aus, dafür ging es dann 10:30 Uhr zur Nautischen Stunde, wo der Kapitän und der 1. Offizier ein bisschen was erzählten. Zweiteres hat die erste halbe Stunde mit super interessanten Infos aus dem Bereich der Technik erzählt und dem Kapitän durften dann Fragen gestellt werden. Es war auf jeden Fall sehr lehrreich.

Im Anschluss gingen Doris und ich ins Casino und zockten mal für 10€ bzw. 20€ eine Runde. Na ja, was soll ich sagen, die wissen schon, wie sie es dort so handhaben. Trotzdem hat es mal etwas Spaß gemacht.

Weiter ging es 13 Uhr mit einem bestellten Tisch im Restaurant Ocean’s. Was es da gab? Wohl am ehesten Fisch-Spezialitäten im 4-Gang-Menü. Genuss auf doch echt guter Ebene in diesen Spezialitäten-Restaurants. Das lohnt sich wirklich.

Nachdem wir noch an der Eisbar vorbeischlichen und uns ein Eis in der Waffel geholt hatten, hatten wir fürs bevorstehende Bingo heute gute Plätze gesichert mit einem Tisch. Ich blieb da bis kurz vor Beginn der Veranstaltung, weil ich noch die Scheine holen musste. Am Ende auch wieder nichts gewonnen, aber nicht schlimm. Der Jackpot wurde auch dieses Mal wieder nicht geknackt, sondern nur der Tagespreis, der sich auch sehen lassen konnte mit 4300€. Ich musste direkt danach noch ein schönes Bild draußen machen, weil die Sonne gerade verschwand. Nicht nur ich hatte diese Idee. 🙂

Die Wellen heute betrugen laut Kapitän zwischen 3,50m und 4m Höhe. So schlimm sieht das von oben gar nicht aus. Nach Bingo und Foto ging ich mal für ein halbes Stündchen in meine Kabine und auf dem Balkon zum Durchatmen. So eine Pause brauche ich dann doch ab und an mal.

Doris hatte zuvor gute Plätze gesichert für die AIDA-Show. Wenigstens eine wollten wir uns mal von der Nähe anschauen. Und sie war wundervoll. Das lässt alles andere um sich herum vergessen.

Und dann stürmten viele los zum Abendessen, auch wir drei. Ein letztes Mal Buffet-Restaurant zum Abend. Uns kann es schon ganz schön gut gehen auf solch einer Reise mit einem schwimmenden Hotel.

Nun bin ich etwas zeitiger auf der Kabine, habe meinen Koffer fertig gepackt, nur die wichtigsten Dinge sind noch draußen. Der Koffer steht vor der Tür, sodass ich ihn nicht selbst schleppen muss bis nach draußen in den Terminal. Dieser wird nämlich ab 2 Uhr in der Nacht gesammelt abgeholt. Hamburg erreichen wir wohl so gegen 5 Uhr. Also nicht mehr lang hin.

Darum verkrümel ich mich nun ins Bett und schlafe mal. Euch wünsche ich einen erholsamen Abend und einen schönen Start ins Wochenende!

Bis bald!

Die Nautische Stunde
Im Anschluss noch Fotoshooting
Kurz nach dem Sonnenuntergang
Im Dunklen richtig schön
Die Abendshow
Zum Abschluss mal wieder eine toll dekorierte Torte
Auch der Tisch sieht klasse aus