Guten Abend ihr Lieben.
Nach kurzer Pause gibt es mal wieder eine kleine Meldung aus dem Kopfkino.
Ach nein, so, würde ich es nicht bezeichnen, denn es war ein so wundervoller Urlaub mal wieder. Dinge, die von (Arbeits-) Alltag einfach mal abschalten lassen. Ich liebe es, wenn der Kopf einfach mal entspannt ist. Dabei ist es nicht unbedingt Ablenkung, sondern eher einfach Energie tanken aus dem, was mir Spaß macht.
Dass ich das kann, ist dem langen Weg zu verdanken und jeder noch so kleinen Veränderung, worauf ich stolz sein möchte und auch kann.
Nach dem stressigen Arbeitsalltag kamen so zwei Wochen Urlaub. Ostern, Geburtstag, Hundeurlaub. Letzteres bleibt mir wie immer unvergessen, weil ich wieder so viele Persönlichkeiten kennenlernen durfte in einer Atmosphäre, die man so nicht immer hat.
Danke an jeden einzelnen von euch!
Es ging am Donnerstag nach Wieda, einem kleinen Örtchen nahe Bad Sachsa. Die Dorfgemeinschaft schien sich über Abwechslung zu freuen im Ort. Wir waren bestimmt Gesprächsthema bis unten im Tal. Die Ankunft verlief sehr entspannt und als alle vor Ort waren, drehten wir eine Runde um den Hausberg, dem Käseberg. Eine kleine Runde mit ein paar Höhenmetern in einer Stunde. Die Aufregung zur ersten Runde war wie immer riesig. Aber sie legte sich bald.
Zum gemeinsamen Abendessen war der Suppenabend geplant. 5 heiß begehrte Sachen standen zur Auswahl: Süßkartoffel-Kürbis, Soljanka, Kichererbsen-Curry, Steckrübeneintopf und Hirse-Gemüse-Eintopf. Nur gut, dass die Großküche 6 Gasherd-Flächen hatte. So konnte alles gleichzeitig erwärmt werden und es wurde gemütlich zusammengesessen und -gegessen. Die Gespräche untereinander wurden intensiver und man lernte sich näher kennen. Ava war den ersten Abend dann noch etwas mit unten, weil sie das zu Beginn immer zur Sicherheit benötigt. Aber das war in Ordnung.
Die erste Nacht war etwas unruhig, aber die Aufregung vom Tag forderte dennoch etwas Schlaf. Am Freitagmorgen gab es gemeinsames Frühstück in ruhiger Runde und 10 Uhr ging es los zur großen Runde. 10km waren geplant, aber durch kleine Bauarbeiten ging es über Umwege auf fast 13km. Durchs Dorf grüßten die Menschen nur allzu freundlich. Wir vermuteten schon, dass da etwas komisches hinter dieser Freundlichkeit steckte. Hoch zur Helenenruhe ging es dann mit Aussichten von oben auf die Ortschaft Wieda. Allein von oben zu schauen, zu sehen, was man an Höhe geschafft hat, ist so ein unbeschreibliches Gefühl. Immer und immer wieder. Egal, wie anstrengend es am Ende war. Wobei diese Runde wirklich recht entspannt war. Die Stempelsammler der Harzer Wandernadel sind auch auf ihre Kosten gekommen. Mich tangiert so etwas tatsächlich gar nicht. Eher einfach der Moment, diese Atmosphäre der Natur zu genießen, die dort doch noch recht erhalten war in diesem Bereich des Harzes.
Nach dieser Runde waren wir dann doch alle leicht geplättet. Die zweite geplante Runde ist später mit nur einem kleinen Teil der Gemeinschaft erfolgt. Wir waren insgesamt 14 Personen und 11 Hunde in dieser Unterkunft der Gruppenhäuser Lehmann. Die Ausstattung war wirklich klasse. Wie oben schon genannt der Herd, dann zwei Kühlschränke, jede Menge Geschirr, eine kleine Gefriertruhe, ein Industriegeschirrspüler, insgesamt eine maximale Belegung von 30 Personen. Bis auf die beiden Pärchen hatte somit auch jeder sein eigenes Zimmer.
Diejenigen, die zur kleinen Abendrunde nicht mitgelaufen sind, deckten bereits den Tisch ein für den Grillabend. Ja, es gab mal wieder die beste eingeflogene Ware frisch vom Tisch. Der Gasgrill brachte zwar kleine Herausforderungen mit sich, aber der Grillmaster hat es gut hinbekommen. Und so lief die Ware gut vom Tisch. Dazu noch einige Salate und Brötchen und schick war der Abend. Und so verging auch der zweite Tag schon wie im Fluge. Abends gab es noch eine kleine Entleerungsrunde für die Hunde. Ava war von diesem Tag schon gut geschafft.
Der Samstag war bereits umgeplant worden, als wir davon erfuhren. Ursprünglich sollten die Runden etwas weiter weg stattfinden, aber wir sind dann doch in der Nähe geblieben. Vormittags 7km zum Brockenblick und nachmittags zum Pferdchen hoch bei Zorge. Runde 1 war dem Brocken nicht sehr fern, aber so sah auch der nicht vorhandene Wald aus. Wahnsinn, aber eben auch hier zu sehen, wie Borkenkäfer und co. gewütet haben. Viel Sonne, wenig Schatten bescherte uns die Runde, sodass zwei Hunde zeitnah umkehren mussten. Aber auch für die anderen war es ziemlich anstrengend in der Sonne. Da war jedes kleinste Bächlein eine willkommene Abkühlung. Höhenmeter wurden in dieser Runde nicht viel gemacht. Auf dem Rückweg gab es hier und da doch noch etwas Schatten. Dort haben wir dann eine kleine Rast gemacht.
Wieder in der Unterkunft angekommen, wurde erst einmal eine Pause eingelegt, bevor es 2-3 Stunden später wieder zur nächsten Tour ging. Ich habe lange überlegt, ob ich Ava mitnehmen werde zur zweiten Runde, da sie nach der ersten nicht so recht zur Ruhe kam. Am Ende war sie trotzdem dabei, was vielleicht doch zu viel war. Es ging zu einer herausfordernden Runde hoch zum Pferdchen. 230 Höhenmeter. Die gingen auf den ersten 2,5km hoch. Danach ging es dafür entspannt und in niedrigen Prozentzahlen bergab. So kann es gern immer laufen. Oben angekommen, gab es eine kleine Regenhusche, die aber schnell wieder vorbei war. Oben gab es auch einen schönen Ausblick auf die Ortschaft Zorge. Ava hatte ihr bestes gegeben, vielleicht etwas zu viel des Gutem. Im Auto lag sie sofort lang mit ihrem neuen Kumpel Pepe. Autsch, das war wirklich zu viel! Beim Aussteigen dann noch völlig überdreht und wollte anfangen zu zocken. Abends wollte sie nicht einmal mehr raus. Der gemeinsame Abend bestand daraus, die Reste der Vorabende zu vertilgen, damit mal was weniger wird an der Grundversorgung. Es hatte so semi funktioniert. Dafür wurden die Gespräche, sowohl auf Runde, aber auch am letzten Abend immer intensiver, aber auch super witzig und spannend. Man lernt mal wieder Menschen kennen, die neue Verbindungen zeigen.
Menschen, die ein „Hobby“ verbindet. Dabei ist es viel viel mehr. Danke an wundervolle Begegnungen der Teams: Lisa und Olaf mit Olaf, Steffi und Sandra mit Kira, Kristin mit Willi, Karin mit Rudi und Emma, Bärbel mit Murphy, Torsten mit Paula, Martina mit Thyra, Violetta mit Merle, Doreen mit Pepe und schließlich meine verrückte Ava.
Ein Dank gilt natürlich auch den Organisatoren Stefan und Lena! Und ich denke, da spreche ich für all die Teilnehmenden. Es ist nicht nur ein tolles Erlebnis, nein, wir lernen uns und unsere Hunde nochmals in einem anderen Aspekt kennen. Wir gehen vielleicht über Grenzen, aber gemeinsam halten wir immer zusammen.
Die wichtigste Erkenntnis für mich/mein Leben in dieser Gemeinschaft ist dabei, dass wirklich jeder sein Päckchen zu tragen hat. Der eine geht dabei offen damit um und redet darüber, der andere eben eher weniger, nimmt aber zur Kenntnis, dass eben jeder seine Probleme hat. Das ist so wichtig für den weiteren Weg für seine eigene Persönlichkeit.
Und so endete am Sonntag der Hundeurlaub mit allgemeiner Aufbruchstimmung und Putzkolonne. Eine Runde war leider nicht mehr drin, obwohl das Kloster Walkenried geplant war. Aber Wieda weinte um uns in Strömen bis zu uns nach Hause am Abend. Ava war noch immer ziemlich fertig und fiel bei Ankunft sofort in ihr kleines Nest und schlief bis zum Abend. Ja, auch für die Hunde eine Erfahrung und viele Eindrücke, die verarbeitet werden möchten.
Um euch die Eindrücke näher zu zeigen, folgen gleich noch ein paar Bilder mit Menschen und noch mehr Hunden im schützenswerten Harz!
Danke vielmals für euer Vertrauen und bis bald!
(Bilder folgen unsortiert)











































































