wer auch immer das hier lesen wird, meine Anfänge werden sicherlich etwas stockend sein.
Warum ich diesen Blog beginne, fragt ihr euch. Na ja, mir geht es darum, warum wir manchmal so denken, wie wir denken und wie wir es beeinflussen können. Was unser Denken und Handeln bewegt. Darum eben auch dieser Titel des gesamten Blogs. Den Gedanken freien Lauf lassen. Das ist es vielleicht, der Schlüssel zum Glück. Keine Ahnung, abwarten, was kommt.
Ich habe im Moment viel beim Gesichtsbuch (auch Facebook genannt) gepostet. Es ist viel passiert, was mich dazu bewegt hat, dies zutun. Ich möchte mich den Fragen des Lebens stellen und das Gewissen in manchen Beziehungen und Bedingungen ergründen. Dabei kann es passieren, dass ich den ein oder anderen von euch damit berühre. Abwarten und Tee trinken.
Ich wünsche euch schon mal viel Spaß beim Verfolgen dieser Website. Ihr dürft euch auch gerne mit einbringen.
Nach längerer Pause gibt es mal wieder eine kleine Meldung, weil mich manches Gegenüber dazu bewegt, etwas zu schreiben. Und ich weiß damit auch, dass ich nicht bei allen dafür Verständnis bekomme, weil sie es (noch) nicht verstehen.
Das Leben ist ein Prozess des Lernens. Lernen bedeutet auch, Dinge zu akzeptieren, die man manchmal nicht ändern kann. Was wir nicht ändern können? die Vergangenheit
Hier ist wirklich die Ebene der Akzeptanz irgendwann notwendig, damit man für sich auch einen „Schlussstrich“ ziehen kann. Die Vergangenheit belastet uns, uns alle, irgendwie. Oft zeigt es sich körperlich und nicht unbedingt im direkten Wege zu irgendwelchen Verbindungen. Und doch bestehen sie: ideo-motorisch. Oder so ähnlich…
Es gilt eben genau dieser Spruch: Lass endlich los und lebe.
Es klingt so einfach, aber dahinter steckt ganz viel Arbeit. Belastende Arbeit, die aber vielleicht irgendwann ihr Benefit trägt. Wir stecken alle in irgendeiner Abhängigkeit, oft geprägt in der Zeit, wo nur noch wenig Erinnerungen bestehen. Warum bestehen dahingehend so wenig Erinnerungen? Eine Art Schutzfunktion unseres Hinterstübchens.
Und ja, auch bei mir ist es am Ende so. Und ich weiß schon vieles und kenne Verbindungen. Warum beispielsweise bin ich nicht in der Lage, mich auf eine Beziehung einzulassen bzw. jemanden zu finden… Ist es Angst? Ist es fehlende Kompromissbereitschaft? Ist es fehlende Erfahrung?
Schuld hat am Ende niemand, denn wir Menschen lernen. Wir lernen aus der Vergangenheit für die Zukunft und begreifen erst später, was wirklich Phase ist. Es sind Zusammenhänge, die erst mit gewisser Reife verstanden werden und wir in diesen Lebensmomenten sind, wo wir begreifen, aber auch Dinge genießen können, die für uns an Bedeutung gewinnen.
Wir sehen das Leben anders, wenn wir merken, wo sich unsere Grenzen befinden. Grenzen entstehen aber in unserem Kopf. Ethische Linien, Prägung, Empfinden; alles gesteuert oben in dieser Schaltzentrale, die einfach manchmal ausgestellt werden sollte.
Mal Durchatmen, mal an nichts denken, einfach abschalten und diesen Moment genießen, was gerade um einen herum passiert. Mehr Feeling aus dem Bauch heraus. Das Herz sprechen lassen. Es klingt so einfach, aber es ist ein langer Lernprozess, der von der heutigen Gesellschaft tatsächlich noch schwieriger handzuhaben ist. Denn die Negativ-Schlagzeilen von überall her, machen es nicht besser.
Den Moment wahrnehmen: ich sehe den beleuchteten Industrieturm von Romonta, die blinkenden Windräder Richtung Süden und sitze entspannt auf meinem Fleetz-Stuhl, eingemummelt in einer Decke. Ava schläft in ihrem Kissen bereits, es läuft entspannte Musik in meinen Ohren und schreibe meine Zeilen, die mir wichtig sind, sie zu schreiben. Genau das ist ein Moment. Egal, was passiert, es ist hier gerade echt schön.
Mir ist egal, was andere denken, nicht immer, aber immer öfter. Jeder hat sein eigenes Leben, sein eigenen schweren Rucksack zu tragen, mit dem man umgehen lernen muss. Ich weiß allmählich besser, wie es funktioniert. Und am Ende kann unser Gehirn doch immer wieder an den so genannten Placebo-Effekt wahrnehmen. Glaube versetzt eben doch Berge. Egal, woran man auch glaubt. Ideo-motorische Steuerung. Körper, Geist und Seele eben im gesamten betrachten. Kaum zu glauben, aber wahr!
In diesem Sinne genießt den Augenblick, der euch umgibt und nicht das, was ihr hier lest. Oder glaubt ihr daran? Vielleicht wäre es eine Idee. Ideologie + Motorik
Klingt jetzt nach einer ganz komischen Frage jetzt: Warum funktioniert das Herz ohne Gehirn, aber das Gehirn nicht ohne Herz?
In diesem Sinne wünsche ich euch eine gute Nacht und einen schönen Sonntag.
Haltet es, wie ihr wollt. Für mich ist es ja eh als Schichtarbeiter egal, ob Tag oder Nacht. Nur heute ist es nicht die Schicht, sondern die Temperatur und eine fette Sommererkältung, die etwas zehrte an den Kräften. Dafür jetzt ganz gut drauf und entspannt, aber nicht müde.
Ja, so mitten im Sommerbeginn eine Erkältung. Das war wohl die kleine große Notbremse meines Körpers für die ganzen letzten Wochen. Im Urlaub selbst war ja auch keine komplette Erholung drin. Dann ist das Immunsystem irgendwann im Keller und holt sich seine Pause eben so.
So ist es meine Interpretation, denn noch immer und heute mal wieder deutlicher, sehe ich die drei Säulen unseres Daseins im Einklang. Vielleicht ist es auch Einbildung, aber es ist Bildung oder gar einfach ein Glaube an etwas.
Ich sitze hier auf meinem Fleetz-Stuhl, eingemummelt in meiner Kuscheldecke, Ava schlummert in der Kühle der Balkonluft neben mir und ich genieße noch eine Tasse Tee bei fast klarem Abendhimmel. Zumindest sind Sterne zu sehen, aber mit einem leichten Schleier.
Das Leben wieder bewusster wahrnehmen, den Stress herausnehmen, dieses Hin- und Hergehetze, wobei es das wohl nur im Inneren besteht. Nach Außen wirke ich entspannt. Es beschäftigt mich nach wie vor etwas. Aber ja, ich bin dem auf den Grund.
Die Ruhe diese Woche tut gut. Auch wenn der „Rotz“ echt alles gegeben hat und ich hasse ihn dafür. Aber der Rotz musste halt mal raus. Dem Schleim konnte ich nur nicht auf der Spur folgen. Was für ein Bildnis. Heute in dieser Nacht übertreffe ich wohl alles. 🙂
Nein, im Ernst. Ich bin bereit für einen neuen Lebensabschnitt und ich möchte nicht behaupten, dass ich vor irgendetwas weg laufe. Das tue ich schon lange nicht mehr, aber das gewisse Etwas, was mich noch beschäftigt, ist noch nicht so greifbar bzw. würde ich es gern einfach loslassen, kann es aber nicht konkret benennen. Ich würde es gern verstehen lernen, um dann adieu sagen zu können.
Unser Gehirn ist toll, es ist manipulierbar aus eigener Kraft. Man muss nur wissen, wie und es dosiert anwenden. Dann ist das Feeling echt cool und man sieht so einiges gelassener. Ein wunderbares Gefühl. Mit Leichtigkeit durchs Leben.
In diesem Sinne kommt gut durch die heißen Sommertage! Und viel Trinken!!!
Es war gestern Abend besiegelt. Etappe 3 und 4 werden definitiv nicht mehr gemacht durch den Verlust vom Spezialhundefutter. Es war aber nicht der einzige Grund. Die Grenzen zeigten sich eben und da uns Cassandra schon verlassen musste, wollten wir nicht noch mehr verlieren. Meine Idee gestern Abend war dann einfach, die Talsperre Heyda zu umrunden. Die Frage nach Anstiegen kam auf, aber ich konnte alle beruhigen. Das ist nichts im Vergleich zu dem, was wir zuvor gemacht hatten die Tage.
So ging es mit dieser Idee ins Bett. Es sollte eine frische Nacht werden und war es auch. Die Tage zeigten mir, wie wichtig Wärme, eine gute Position und vor allem Ruhe für einen erholsamen Schlaf sind: enorm!!! Frieren ist blöd, von lauten Geräuschen wach werden ebenso und wenn man immer wieder sich hochrutschen muss, weil das Zelt eine kleine Neigung hat, ist das auch nicht passabel.
Der Körper, aber auch der Kopf brauchen Erholung. Und das lernt man bei solch einem Abenteuer zu schätzen. Aber eben auch die gegenseitige Unterstützung. Zudem merkt man mal wieder, was man so hat an Hab und Gut. Wenn man einfach mal mit 12-20kg loszieht und auch so gut zurande kommt.
Heute Vormittag nach einer kalten Nacht ging es erst gegen 8 Uhr aus dem Zelt. Danach frisch machen, frühstücken in Ruhe und abbauen. Ava und Laura waren ganz gut drauf. Trotzdem schon fertig. Selbst Ava kam in der Nacht angekuschelt und ich habe sie mit meiner Weste etwas zugedeckt. Lena war mit ihrem Auto durch den gestrigen Abbruch schon am Zeltplatz und so konnten Caro und ich mit Gepäck schon einmal zu unseren Autos gebracht werden. Caro holte dann Stefan und das restliche Gepäck ab und wir trafen uns am Stausee in Heyda ca. 14 Uhr. Es war eine schöne gemeinsame gemütliche Runde ohne Gepäck bis auf ein Rucksack mit Getränken und Snacks. Die Hunde konnten sich im See abkühlen, denn die Sonne hatte schon wieder gute Power. Das hat mein Gesicht am Abend dann auch gemerkt.
Nach dieser schönen Runde, einer Umrundung, fuhren wir alle nach Hause. Alle sind sicher und gut angekommen und Ava ist nach ihrem Abendessen direkt auf den Balkon gefallen. Die Grenzen der Hunde haben wir wohl völlig übererreicht. Aber trotzdem ist es bewundernswert, wie sie mitziehen, obwohl sie fertig sind. Das zeigte mir wieder einmal mehr, dass wir für unsere Hunde die Grenzen setzen müssen. Wir haben gut gekämpft, nicht alles geschafft, aber auch nicht verloren. Wir sind an Erfahrungen gewachsen und ich gebe zu, ich hätte so richtig Lust, die Umrundung irgendwann noch mal schaffen zu wollen. Vielleicht mit einer leicht geänderten Planung, aber gern mit Sack und Pack. Es macht Lust auf mehr.
Ich möchte dem Organisator Stefan danken, auch wenn ihm die Enttäuschung an Ende auch etwas ins Gesicht geschrieben war. Danke auch an Caro für ihre Hilfe an dem Abgrund und beim ersten Zeltaufbau mit Bodenkampf. Cassandra danke ich fürs Kennenlernen, denn bisher hatten wir nur mal eine gemeinsame Runde. Lena, die jüngste im Team, danke ich für den Fahrdienst und bin stolz, dass auch sie das so gut mitgezogen hat. Wir alle dürfen uns auf die Schultern klopfen für diese besondere Leistung. Denn das war sie auf jeden Fall. Und eines muss man lassen: bis auf einen kleinen materiellen Verlust sind alle gesund wieder zurück gekehrt. Körperlich und mental etwas durch, aber keine Verletzungen. Grenzen neu erreicht und Muskelmiez, aber immer wieder die Kraft zum Aufstehen und Weiterlaufen.
Und so freue ich mich nun nach einer Dusche auf mein warmes, weiches Bett und kann das Fenster schließen, wenn es Lärm draußen gibt oder es zu kalt wird. Ava wird eine Woche fast vollständig geschont. Sie soll die Erholung bekommen, die sie benötigt.
Ich wünsche euch allen einen schönen Samstagabend. Genießt das Leben, aber testet auch mal eure Grenzen, um vielleicht feststellen zu können, dass manches doch nicht so schwer ist. Gemeinsam geht es manchmal auch viel besser.
Die Nacht war unruhig und laut, trotzdem wenigstens etwas erholsam. Nachts belästigten uns tatsächlich ein „bellendes“ Reh und Nilgänse. Gerade früh war es echt nervig. Ja, heute war Tag 2 zu unserer Entdeckungstour. Es sollte geplant eigentlich 9 Uhr los gehen, aber der Trödeltrupp von uns 5 Personen ging dann erst verspätet los, weil die erste Tour noch etwas schlaucht. Die Hunde waren voll b(e)reit und los ging die zweite Etappe etwa gegen 10.
Das erste Stück war noch recht eben und dann kam wieder unser erster Anstieg. Der hatte es mal wieder in sich. Auf ca. 1,2km 150 Höhenmeter. Zwischenzeitlich war es, zumindest so angezeigt, eine Steigung von 20%. Das zu laufen mit Gepäck ist schon eine Anstrengung. Oben hatten wir trotzdem eine schöne Gegend und wir erreichten eine kleine Ortschaft nahe des Wichtelweges. Spannend, keine Leute, aber ein paar Kühe grüßte uns des Weges dort.
Und wo es hoch geht, geht es auch wieder runter zu einem Campingplatz, der aber keine Hunde während der Hauptsaison nimmt. Das war aber eh nicht eingeplant und es ging auf einer Ebene weiter. Nun aber wurde es spannend. Wir wollten gerne den kommenden zweiten Aufstieg vermeiden und den Weg geradeaus laufen. Das ging auch zu Beginn noch, aber der Weg wurde immer schmaler und unwegsamer und dann kam ein Ereignis, was bereits leichte Unsicherheit verbreitete. Unser Wägelchen mit gewissen Sachen ist umgekippt und es fielen Dinge den Abhang hinunter. Zwei Flaschen Wasser und eine Tagesratiom Trockenfutter von Laura und die Schutzhülle unseres Wagens fielen in die Saale. Wer es in Halle sehen sollte, gern mal einsammeln. Andere Dinge konnten wir noch retten. Zuvor haben wir noch eine kleine Schlucht bewältigt, die auch schon heftig war und zum Teil wirklich an Grenzen ging. Aber gemeinsam sind wir stark. Die Hunde waren, wie wir, auf diesem Teilstück sehr gestresst und auch schon völlig fertig. Wir beschlossen nach einer weiteren Baum Blockade umzudrehen und wieder ging es durch die Schlucht bis zur Kreuzung vom zweiten Aufstieg. Cassandra, Lena und Sheldon gingen zurück bis zum Campingplatz und Caro, Laura, Stefan, Ava und ich zogen durch. Auch hier noch einmal auf einem Teilstück bis zu 21% Steigung. Aber am Ende war es doch echt schnell geschafft. Ava brauchte trotzdem mehrere kleine Ruhepausen zwischendurch und ich dachte, sie schafft es kaum. Aber wir kämpften uns hoch. Oben angekommen standen dann an den Schildern nur noch 3,5km bis zum geplanten Campingplatz. Das ging auch gut zu laufen. Zwischendurch war es mal etwas still. Vielleicht etwas Enttäuschung, dass nicht die komplette Gruppe mehr vollständig ist oder wir tatsächlich abbrechen müssen, weil Grenzen erreicht sind. Es fehlte Spezialfutter für Laura, Sheldon war durch, sodass Cassandra entschieden hatte, hier schon abzubrechen zu Gunsten des Hundes. So kamen wir am Zeltplatz fast gleichzeitig mit Cassandras Partner an und checkten ein. Er holte Lena, Cassandra und Sheldon am anderen Campingplatz ab und fuhr Lena zum Auto.
Ja, manchmal müssen wir Flachlanddullies einfach feststellen, dass manches doch Grenzen hat. So gab es noch einen gemütlichen spaßigen Abend mit Pommes und Thüringer Roster. Das haben wir uns verdient. Laura und Ava sind sowas von tot und ich staune, dass die Aufmerksamkeit trotz dessen bis zum Schluss anhielt.
Die Zelte standen heute auch schnell, der Boden war deutlich besser.
Eine Erkenntnis, die zwar etwas enttäuschend war heute, aber am Ende man trotzdem eine Lösung findet. Es gibt morgen noch eine kleine Überraschungsrunde, nachdem wir die restlichen Autos geholt haben. Die stehen übrigens noch an unserem abgestellten Ort.
Das Leben läuft nicht immer nach Plan, so eben auch nicht die Routen. Habt alle einen schönen Abend und freut euch auf bald ein paar Eindrücke noch.
Heute Morgen war der Startschuss für ein Abenteuer ins Ungewisse. Grenzen kennenlernen, sich selbst kennenlernen und Zelten mit Hund.
Was ist geplant gewesen: Die Umrundung des Hohenwarte-Stausees. Eine Herausforderung für 4 geplante Tage mit drei Übernachtungen im Zelt auf Campingplätzen mit 5 Personen und drei Hunden. Caro mit Laura, Cassandra mit Sheldon, Stefan und Lena und natürlich Ava und ich.
Zeitig ging es los, um pünktlich 8 Uhr am Startort zu sein in Steinsdorf. Der Startort allerdings entpuppte sich als keine gute Parkmöglichkeit. So fuhren wir etwas weiter in Richtung Löhma und starteten etwa 8:30 Uhr. Mit Gepäck von 12-20kg und einem kleinen Handwagen mit ähnlichem Gewicht noch einmal verpackt ging es auf Tour.
Spannend war es gleich ziemlich am Anfang innerhalb der ersten Stunde. Wir verfolgten erst einmal das Ziel zum Pumpspeicherwerk Hohenwarte. Dort angekommen führte uns unser Weg schon etwas spannend durchs Brombeer-Gebüsch weiter nach oben. Da hatten wir noch Spaß. Über einen Weg wieder hinunter in die Ortschaft Hohenwarte waren die Höhenmeter anstrengend, da durch Waldarbeiten auch der Weg komplett zerfahren war. Dort gab es irgendwo mittendrin die erste kurze Pause. In Hohenwarte hatten wir nicht viel Zivilisationskontakt und es ging wieder bergauf zum nächsten Aufstieg, der sich dann auch etwas zog. Zuvor nahm die Lena schon eine Abkürzung zum Campingplatz. So blieb die Herausforderung dennoch. Der Aufstieg zog sich sehr und man merkte schon, dass da die Trainingsgrenze ist für uns Flachlanddullies mit Gepäck. Denn was oben ist, muss ja auch wieder hinunter. Also wieder bergab. Das war insgesamt noch zwei Mal der Fall und wir sind dezent von der eigentlichen Strecke abgewichen. Was aber nicht schlimm war. Als wir den See erreichten, erwischten uns zwei kurze heftige Regenhuschen. Ansonsten hielt sich das Wetter gut. Die letzten drei Kilometer zogen sich wie Kaugummi und die Hunde hatten auch das Gehirn ausgeschaltet.
17:30 Uhr war dann die etwaige Ankunft in Saalthal/Alter und es begann die nächste Challenge. Zeltaufbau. Da hab ich tatsächlich mal wieder gemerkt, dass ich keine Geduld habe für den Aufbau von irgendetwas. Det muss eben schnell stehen und erledigt sein. Aber wir wären ja kein Team, wenn man sich nicht zu helfen weiß. Trotzdem wäre wir alle fertig. Ich war froh, als ich alles im Zelt hatte und stellte fest, dass die Isomatte defekt war. Durch Caro erhielt ich aber einen Tipp, wie ich dennoch Luft in diese bekomme.
Fertsch mit der Welt ging es nur noch mal schnell warm duschen und dann ab ins gebaute Nest. Und nun liegen Ava und ich in der Koje und ich hoffe, dass ich erholsam schlafen kann für die nächste Etappe von 14-16km. Es bleibt spannend.
Ein kleiner feiner Neuanfang bahnt sich an in diesem Jahr. Warum? Ich verlasse diese aktuelle wunderbare Ortschaft und wage eine Veränderung für die Lebenszeit. Was wie eigentlich ein kleiner Schritt aussieht, bedeutet für mich im Kopf ganz ganz viel. Und das wirkt gerade ziemlich krass nach.
Man macht es eben nicht einfach so. Es hat alles irgendwie einen tieferen Sinn, ein Stück Lebensgeschichte eines Ortes hinter sich zu lassen. Wenn es einem dann bewusst wird, ist es auf der einen Seite echt hart. Andererseits ist es aber genau der richtige Weg, den ich gehen werde.
Freunde werden es verstehen, wovon die Rede ist. Andere können es vielleicht nicht nachvollziehen. Manche sind enttäuscht, wiederum freuen sich einige. Aber es ist mein Weg, meine Entscheidung, mein Leben.
Nach 10 Jahren heißt es Tschüß Langenbogen. Ein Ort mit vielen neuen Bekanntschaften, freundlichem Grüßen und einfach einer herrlichen Aussicht. Einen Sternenhimmel, den ich vielleicht missen werde so nach einer Spätschicht bei einer Tasse Tee auf dem Balkon.
Es ist Wahnsinn, wenn einem so bewusst wird, was die Veränderung wirklich bedeutet. Und das ist ein guter Schritt. Es beginnt einfach mal ein neuer Abschnitt mit neuen spannenden Facetten. Schauen wir einfach, was die Zeit bringt. Bis dahin wird hier noch ein wenig von dieser verbracht.
Danke an diejenigen, die da sind und es verstehen.
… merkt man erst einmal, was man bereits in seinem Leben erreicht hat.
… hat die Zeit Dinge gezeigt, die einem wirklich wichtig sind.
… weiß ich, dass es intuitive Entscheidungen im Leben gibt, die man einfach trifft und erst später einen Sinn ergeben.
20 Jahre, wie im Fluge vergangen, fühle ich mich doch noch so jung, aber im Kopf eben doch gereift. Jeder Schritt, den ich gegangen bin, war richtig für mich. Vielleicht mal kurz falsch abgebogen, aber eben aus diesen Erfahrungen gelernt. Nun habe ich Menschen um mich, die mir gut tun, die mir manchmal die Stirn zeigen und es nicht böse meinen. Sie wünschen sich vielleicht nur das Beste für mich. Aber am Ende gehe ich ganz allein meinen eigenen Weg.
Ob das schon vorbestimmt ist, kann uns nicht einmal die Forschung sagen. Am Ende spielt es keine Rolle. Denn ich befasse mich mit Menschen, die mir gut tun und ich gebe das zurück im Alltag. Daran habe ich keine Zweifel. Man muss ab und an mal die Stirn bieten und nein sagen, dass ist noch ein kleiner feiner Lernprozess. Aber vergleichen mit anderen ist lange vorbei.
Da sag ich’s immer wieder. Jeder Einzelne hat sein Päckchen zu tragen. Das ist einfach Fakt. Die einen können sich mitteilen, die anderen verstecken es in anderen Dingen. Darüber sprechen ist am Ende aber tatsächlich gesünder, um einfach das Gegenüber zu verstehen.
20 Jahre danach… habe ich die Erkenntnis für mich gewonnen, dass ich echt weit gekommen bin und ich mein Leben liebe. Es gibt immer wieder Veränderungen, die man mal braucht, aber die bestimme ich. All das liegt in meiner Hand. Das Leben kann zu schnell vorbei sein. Tagtäglich stehe ich damit in Kontakt. Daher lernt man es anders schätzen. Klar gibt es hier und da Faktoren, die versuchen Einfluss zu nehmen. Aber der Selbstwert ist wichtiger als das, was andere von mir denken. Wenn sie keine Kritik äußern können und andererseits keine annehmen, kann ich für mich nicht lernen und sie lernen nicht damit umzugehen. So sprecht es an, was euch nicht passt. Direkt, aber im normalen Umgang von Gesicht zu Gesicht. Das ist sooo wichtig!!!
20 Jahre nach diesem Moment verstehe ich, worum es wirklich geht und das man für seinen Weg auch manchmal kämpfen muss.
Entwicklung der Zeit. Heute ist anders als damals. Ja ja, früher war alles besser. Nein, die Aufgaben wachsen mit der Zeit und diese schreitet voran, bleibt halt nie stehen, bis irgendwann die Sonne die Erde „frisst“.
In diesem Sinne danke ich für alle gesammelte Lebenserfahrung mit meinen noch jungen Jahren und auf weitere wertvolle Momente. Am Ende ist die Zeit doch wieder relativ.
Nach kurzer Pause gibt es mal wieder eine kleine Meldung aus dem Kopfkino.
Ach nein, so, würde ich es nicht bezeichnen, denn es war ein so wundervoller Urlaub mal wieder. Dinge, die von (Arbeits-) Alltag einfach mal abschalten lassen. Ich liebe es, wenn der Kopf einfach mal entspannt ist. Dabei ist es nicht unbedingt Ablenkung, sondern eher einfach Energie tanken aus dem, was mir Spaß macht.
Dass ich das kann, ist dem langen Weg zu verdanken und jeder noch so kleinen Veränderung, worauf ich stolz sein möchte und auch kann.
Nach dem stressigen Arbeitsalltag kamen so zwei Wochen Urlaub. Ostern, Geburtstag, Hundeurlaub. Letzteres bleibt mir wie immer unvergessen, weil ich wieder so viele Persönlichkeiten kennenlernen durfte in einer Atmosphäre, die man so nicht immer hat.
Danke an jeden einzelnen von euch!
Es ging am Donnerstag nach Wieda, einem kleinen Örtchen nahe Bad Sachsa. Die Dorfgemeinschaft schien sich über Abwechslung zu freuen im Ort. Wir waren bestimmt Gesprächsthema bis unten im Tal. Die Ankunft verlief sehr entspannt und als alle vor Ort waren, drehten wir eine Runde um den Hausberg, dem Käseberg. Eine kleine Runde mit ein paar Höhenmetern in einer Stunde. Die Aufregung zur ersten Runde war wie immer riesig. Aber sie legte sich bald.
Zum gemeinsamen Abendessen war der Suppenabend geplant. 5 heiß begehrte Sachen standen zur Auswahl: Süßkartoffel-Kürbis, Soljanka, Kichererbsen-Curry, Steckrübeneintopf und Hirse-Gemüse-Eintopf. Nur gut, dass die Großküche 6 Gasherd-Flächen hatte. So konnte alles gleichzeitig erwärmt werden und es wurde gemütlich zusammengesessen und -gegessen. Die Gespräche untereinander wurden intensiver und man lernte sich näher kennen. Ava war den ersten Abend dann noch etwas mit unten, weil sie das zu Beginn immer zur Sicherheit benötigt. Aber das war in Ordnung.
Die erste Nacht war etwas unruhig, aber die Aufregung vom Tag forderte dennoch etwas Schlaf. Am Freitagmorgen gab es gemeinsames Frühstück in ruhiger Runde und 10 Uhr ging es los zur großen Runde. 10km waren geplant, aber durch kleine Bauarbeiten ging es über Umwege auf fast 13km. Durchs Dorf grüßten die Menschen nur allzu freundlich. Wir vermuteten schon, dass da etwas komisches hinter dieser Freundlichkeit steckte. Hoch zur Helenenruhe ging es dann mit Aussichten von oben auf die Ortschaft Wieda. Allein von oben zu schauen, zu sehen, was man an Höhe geschafft hat, ist so ein unbeschreibliches Gefühl. Immer und immer wieder. Egal, wie anstrengend es am Ende war. Wobei diese Runde wirklich recht entspannt war. Die Stempelsammler der Harzer Wandernadel sind auch auf ihre Kosten gekommen. Mich tangiert so etwas tatsächlich gar nicht. Eher einfach der Moment, diese Atmosphäre der Natur zu genießen, die dort doch noch recht erhalten war in diesem Bereich des Harzes.
Nach dieser Runde waren wir dann doch alle leicht geplättet. Die zweite geplante Runde ist später mit nur einem kleinen Teil der Gemeinschaft erfolgt. Wir waren insgesamt 14 Personen und 11 Hunde in dieser Unterkunft der Gruppenhäuser Lehmann. Die Ausstattung war wirklich klasse. Wie oben schon genannt der Herd, dann zwei Kühlschränke, jede Menge Geschirr, eine kleine Gefriertruhe, ein Industriegeschirrspüler, insgesamt eine maximale Belegung von 30 Personen. Bis auf die beiden Pärchen hatte somit auch jeder sein eigenes Zimmer.
Diejenigen, die zur kleinen Abendrunde nicht mitgelaufen sind, deckten bereits den Tisch ein für den Grillabend. Ja, es gab mal wieder die beste eingeflogene Ware frisch vom Tisch. Der Gasgrill brachte zwar kleine Herausforderungen mit sich, aber der Grillmaster hat es gut hinbekommen. Und so lief die Ware gut vom Tisch. Dazu noch einige Salate und Brötchen und schick war der Abend. Und so verging auch der zweite Tag schon wie im Fluge. Abends gab es noch eine kleine Entleerungsrunde für die Hunde. Ava war von diesem Tag schon gut geschafft.
Der Samstag war bereits umgeplant worden, als wir davon erfuhren. Ursprünglich sollten die Runden etwas weiter weg stattfinden, aber wir sind dann doch in der Nähe geblieben. Vormittags 7km zum Brockenblick und nachmittags zum Pferdchen hoch bei Zorge. Runde 1 war dem Brocken nicht sehr fern, aber so sah auch der nicht vorhandene Wald aus. Wahnsinn, aber eben auch hier zu sehen, wie Borkenkäfer und co. gewütet haben. Viel Sonne, wenig Schatten bescherte uns die Runde, sodass zwei Hunde zeitnah umkehren mussten. Aber auch für die anderen war es ziemlich anstrengend in der Sonne. Da war jedes kleinste Bächlein eine willkommene Abkühlung. Höhenmeter wurden in dieser Runde nicht viel gemacht. Auf dem Rückweg gab es hier und da doch noch etwas Schatten. Dort haben wir dann eine kleine Rast gemacht.
Wieder in der Unterkunft angekommen, wurde erst einmal eine Pause eingelegt, bevor es 2-3 Stunden später wieder zur nächsten Tour ging. Ich habe lange überlegt, ob ich Ava mitnehmen werde zur zweiten Runde, da sie nach der ersten nicht so recht zur Ruhe kam. Am Ende war sie trotzdem dabei, was vielleicht doch zu viel war. Es ging zu einer herausfordernden Runde hoch zum Pferdchen. 230 Höhenmeter. Die gingen auf den ersten 2,5km hoch. Danach ging es dafür entspannt und in niedrigen Prozentzahlen bergab. So kann es gern immer laufen. Oben angekommen, gab es eine kleine Regenhusche, die aber schnell wieder vorbei war. Oben gab es auch einen schönen Ausblick auf die Ortschaft Zorge. Ava hatte ihr bestes gegeben, vielleicht etwas zu viel des Gutem. Im Auto lag sie sofort lang mit ihrem neuen Kumpel Pepe. Autsch, das war wirklich zu viel! Beim Aussteigen dann noch völlig überdreht und wollte anfangen zu zocken. Abends wollte sie nicht einmal mehr raus. Der gemeinsame Abend bestand daraus, die Reste der Vorabende zu vertilgen, damit mal was weniger wird an der Grundversorgung. Es hatte so semi funktioniert. Dafür wurden die Gespräche, sowohl auf Runde, aber auch am letzten Abend immer intensiver, aber auch super witzig und spannend. Man lernt mal wieder Menschen kennen, die neue Verbindungen zeigen.
Menschen, die ein „Hobby“ verbindet. Dabei ist es viel viel mehr. Danke an wundervolle Begegnungen der Teams: Lisa und Olaf mit Olaf, Steffi und Sandra mit Kira, Kristin mit Willi, Karin mit Rudi und Emma, Bärbel mit Murphy, Torsten mit Paula, Martina mit Thyra, Violetta mit Merle, Doreen mit Pepe und schließlich meine verrückte Ava.
Ein Dank gilt natürlich auch den Organisatoren Stefan und Lena! Und ich denke, da spreche ich für all die Teilnehmenden. Es ist nicht nur ein tolles Erlebnis, nein, wir lernen uns und unsere Hunde nochmals in einem anderen Aspekt kennen. Wir gehen vielleicht über Grenzen, aber gemeinsam halten wir immer zusammen.
Die wichtigste Erkenntnis für mich/mein Leben in dieser Gemeinschaft ist dabei, dass wirklich jeder sein Päckchen zu tragen hat. Der eine geht dabei offen damit um und redet darüber, der andere eben eher weniger, nimmt aber zur Kenntnis, dass eben jeder seine Probleme hat. Das ist so wichtig für den weiteren Weg für seine eigene Persönlichkeit.
Und so endete am Sonntag der Hundeurlaub mit allgemeiner Aufbruchstimmung und Putzkolonne. Eine Runde war leider nicht mehr drin, obwohl das Kloster Walkenried geplant war. Aber Wieda weinte um uns in Strömen bis zu uns nach Hause am Abend. Ava war noch immer ziemlich fertig und fiel bei Ankunft sofort in ihr kleines Nest und schlief bis zum Abend. Ja, auch für die Hunde eine Erfahrung und viele Eindrücke, die verarbeitet werden möchten.
Um euch die Eindrücke näher zu zeigen, folgen gleich noch ein paar Bilder mit Menschen und noch mehr Hunden im schützenswerten Harz!
Danke vielmals für euer Vertrauen und bis bald!
(Bilder folgen unsortiert)
Tour am 17.4.Tour am 18.4. vormittagsTour am 18.4. nachmittags
Heute ist mal wieder sternenklarer Nachthimmel. Ich liebe es, diesen so zu sehen. Überhaupt, was wir mit unseren Sinnen alles wahrnehmen können. Das war heute Thema im Gespräch und bei mir selbst.
Umso mehr wir wahrnehmen können, desto entspannter können wir sein. Dabei meine ich aber vor allem die selektierte Wahrnehmung. Damit bestimmt der Kopf wieder ein Stück weit den Körper. Und so gibt es wieder und wieder Zusammenhänge zwischen den Zeilen.
Manchmal sollten wir eben doch auf Zeichen des Körpers achten. Einfacher gesagt als getan. Ich spreche aus Erfahrung. Ich durfte aber genau dieses Zusammenspiel schon einmal massiv erfahren. Und ich gebe zu, den Zustand vermisse ich etwas. Aber vielleicht gibt es bald wieder eine Chance.
Was ist mir wichtig? Wo sitzen meine Prioritäten? Am Ende ist Gesundheit erhalten eines der wertvollsten Güter. Und das beginnt bei einem selbst. Wie schnell gerät alles aus den Fugen, wenn man krank wird? Jeder Einzelne von euch Lesern kennt es.
Was passiert? Welche Wege werden neu entstehen? Welche soll ich wählen? Am Ende ist es kein „Egoismus“, sondern eher eine Art Selbstbetrachtung. Warum trifft es diejenigen? Es kann eben alle treffen, wo es ein noch so kleines Ungleichgewicht gibt. Wir wissen am Ende auch nicht, was morgen, in wenigen Tagen, Wochen und Monaten oder Jahren ist. Darum sollten wir das Leben schätzen, bewusst und selektiert mit allen Sinnen, die wir besitzen.
Es sind und werden harte Zeiten kommen. So oder so. Nutzen wir Chancen, die uns gegeben werden. Manchmal braucht es kleine Hinweise, manchmal auch einen riesigen Sprung.
Die Luft ist klar, der Abend leise, die Gedanken laufen und die Sterne blinzeln. Hier der Große Wagen, dort Orion. Ich kann es sehen und schätze es mehr denn je. Kleine Dinge, die Großes bewirken. Achtet auf euch! Alles hat seine Gründe und irgendwann auch seine Grenzen.
Es sind die kleinen Gesten, die Vertrauen bringen. Wir können mit den Sinnen gegenseitig geben. Oft mehr nonverbal als verbal. Meine Worte hier sollen nur aufzeigen, was wirklich gemeint ist.
So schaue ich in die kalte Nacht hinein und genieße diesen Augenblick.
Lange kam nichts und jetzt gleich wieder mehrere Beiträge auf einmal. So ist das manchmal, wenn man etwas verarbeiten muss, was nicht einfach einfach ist.
Und so sage ich mir, was unseren Job so besonders macht, ist die oben genannte Überschrift. Jeder von uns hat diesen Weg nicht einfach so gewählt. Es steckt mehr dahinter. Je mehr Erfahrung man sammelt, desto mehr wächst die Menschlichkeit. Auch unsere ärztlichen Kollegen stehen diesem Weg sehr nahe. Aber manchmal fehlt der ganzheitliche Blick. Betriebsblind… ohne es böse zu meinen.
Wir stehen den Menschen bei in den Zeiten, wo ihnen eine Diagnose um die Ohren geworfen wird, wenn sie die Therapie erhalten. Wir unterstützen und leiten an zum eigenständigen Umgang mit Dingen, die sie sich nie erträumt hätten. Wir versuchen zu motivieren, aufzubauen, zu verbinden zwischen An-/Zugehörigen, anderen Professionen und der weiteren Versorgung. Wir bieten Expertise mit einem großen Hauch an Menschlichkeit. Das zeichnet uns aus.
Wir freuen uns mit über Fortschritte, bauen auf bei Rückschritten und leiden manchmal auch mit, wenn es mal richtig unangenehm wird. Dürfen wir auch mal weinen, wenn uns etwas nahe geht? Klar!!! Wir sind auch nur Menschen!
Und dann wirst du um deine Meinung und Einschätzung gefragt… von einem nahe stehenden Menschen. Persönlich, aber trotzdem mit fachlicher Expertise gibt es Erfahrungswerte. Diese in diesem Moment zu vermitteln, kostet Energie und Kraft. Privates und Berufliches trennen. In diesem Job tatsächlich nicht selten ein schmaler Grad. Dennoch bleibe ich professionell. Dafür habe ich eben hier mein kleines Sprachrohr. Und ich weiß, dass es mich weiterbringt. Weiter um Erfahrungen und Gedanken freien Lauf zu lassen. Das Gefühl, etwas loszuwerden, was ausgesprochen werden muss.
Pflege ist nicht nur ein Job, wo Personen gewaschen werden und ihr Essen gereicht bekommen. Pflege ist mehr! Den Menschen als Ganzheitliches sehen. Diesen Blick braucht es, um diesen Beruf zu schätzen und zu lieben. Es verbindet das, was in der heutigen Gesellschaft vielleicht auch zu kurz kommt.
Und so bin ich menschlich und mir gehen Dinge auch nahe. Mit Abstand betrachtet, ist es oft einfacher, aber ab und an geht es eben nicht. Jeder Einzelne, der gehen durfte und irgendwann musste, bleibt unvergessen und das ist okay so. Denn jeder hatte seine eigene Persönlichkeit.
Und so geht das Leben fortan weiter und wir wahren unser Gesicht und zeigen aufs Neue, worauf wir hinarbeiten. Jeden Menschen als ganzheitliches Individuum betrachten und die Expertise anwenden. Tag für Tag, Jahr für Jahr. Helfen in aussichtslosen Situationen, in Ausnahmesituationen.