Guten Abend ihr Lieben.
Die Nacht war unruhig und laut, trotzdem wenigstens etwas erholsam. Nachts belästigten uns tatsächlich ein „bellendes“ Reh und Nilgänse. Gerade früh war es echt nervig. Ja, heute war Tag 2 zu unserer Entdeckungstour. Es sollte geplant eigentlich 9 Uhr los gehen, aber der Trödeltrupp von uns 5 Personen ging dann erst verspätet los, weil die erste Tour noch etwas schlaucht. Die Hunde waren voll b(e)reit und los ging die zweite Etappe etwa gegen 10.
Das erste Stück war noch recht eben und dann kam wieder unser erster Anstieg. Der hatte es mal wieder in sich. Auf ca. 1,2km 150 Höhenmeter. Zwischenzeitlich war es, zumindest so angezeigt, eine Steigung von 20%. Das zu laufen mit Gepäck ist schon eine Anstrengung. Oben hatten wir trotzdem eine schöne Gegend und wir erreichten eine kleine Ortschaft nahe des Wichtelweges. Spannend, keine Leute, aber ein paar Kühe grüßte uns des Weges dort.
Und wo es hoch geht, geht es auch wieder runter zu einem Campingplatz, der aber keine Hunde während der Hauptsaison nimmt. Das war aber eh nicht eingeplant und es ging auf einer Ebene weiter. Nun aber wurde es spannend. Wir wollten gerne den kommenden zweiten Aufstieg vermeiden und den Weg geradeaus laufen. Das ging auch zu Beginn noch, aber der Weg wurde immer schmaler und unwegsamer und dann kam ein Ereignis, was bereits leichte Unsicherheit verbreitete. Unser Wägelchen mit gewissen Sachen ist umgekippt und es fielen Dinge den Abhang hinunter. Zwei Flaschen Wasser und eine Tagesratiom Trockenfutter von Laura und die Schutzhülle unseres Wagens fielen in die Saale. Wer es in Halle sehen sollte, gern mal einsammeln. Andere Dinge konnten wir noch retten. Zuvor haben wir noch eine kleine Schlucht bewältigt, die auch schon heftig war und zum Teil wirklich an Grenzen ging. Aber gemeinsam sind wir stark. Die Hunde waren, wie wir, auf diesem Teilstück sehr gestresst und auch schon völlig fertig. Wir beschlossen nach einer weiteren Baum Blockade umzudrehen und wieder ging es durch die Schlucht bis zur Kreuzung vom zweiten Aufstieg. Cassandra, Lena und Sheldon gingen zurück bis zum Campingplatz und Caro, Laura, Stefan, Ava und ich zogen durch. Auch hier noch einmal auf einem Teilstück bis zu 21% Steigung. Aber am Ende war es doch echt schnell geschafft. Ava brauchte trotzdem mehrere kleine Ruhepausen zwischendurch und ich dachte, sie schafft es kaum. Aber wir kämpften uns hoch. Oben angekommen standen dann an den Schildern nur noch 3,5km bis zum geplanten Campingplatz. Das ging auch gut zu laufen. Zwischendurch war es mal etwas still. Vielleicht etwas Enttäuschung, dass nicht die komplette Gruppe mehr vollständig ist oder wir tatsächlich abbrechen müssen, weil Grenzen erreicht sind. Es fehlte Spezialfutter für Laura, Sheldon war durch, sodass Cassandra entschieden hatte, hier schon abzubrechen zu Gunsten des Hundes. So kamen wir am Zeltplatz fast gleichzeitig mit Cassandras Partner an und checkten ein. Er holte Lena, Cassandra und Sheldon am anderen Campingplatz ab und fuhr Lena zum Auto.
Ja, manchmal müssen wir Flachlanddullies einfach feststellen, dass manches doch Grenzen hat. So gab es noch einen gemütlichen spaßigen Abend mit Pommes und Thüringer Roster. Das haben wir uns verdient. Laura und Ava sind sowas von tot und ich staune, dass die Aufmerksamkeit trotz dessen bis zum Schluss anhielt.
Die Zelte standen heute auch schnell, der Boden war deutlich besser.
Eine Erkenntnis, die zwar etwas enttäuschend war heute, aber am Ende man trotzdem eine Lösung findet. Es gibt morgen noch eine kleine Überraschungsrunde, nachdem wir die restlichen Autos geholt haben. Die stehen übrigens noch an unserem abgestellten Ort.
Das Leben läuft nicht immer nach Plan, so eben auch nicht die Routen. Habt alle einen schönen Abend und freut euch auf bald ein paar Eindrücke noch.
Bis bald!
