Zwischen den Zeilen

Guten Abend ihr Lieben.

Heute mal eine etwas andere Thematik, wobei es sich eigentlich um all das dreht, was mich eben trotzdem beschäftigt. Zwischen den Zeilen lesen zu können, da bedarf es sehr viel Aufmerksamkeit und auch den Hintergrund, die Person gut zu kennen. So habe ich mich dann letztens geäußert, dass ich doch so manches Mal ein Überraschungspaket bin. Ich glaube, dass ich trotz großer Vertrauensbasis mich nie komplett öffnen werde.

Klar, mein engster Freundeskreis weiß, was Phase ist, aber selbst sie schauen so manches Mal bei mir ins Leere, glaube ich zumindest. Ich vermute, dass es wirklich so ist, dass man mich zwischen den Zeilen lesen lernen muss. Am besten geht dies vor allem bei Spaziergängen mit der Chaostruppe. Vertrauen ist das eine, erzählen das andere. Ehe ich für mich dort eine Basis gefunden habe, braucht es lange Zeit. Vielleicht soll das auch so sein. Manches Mal wünschte ich es mir aber anders, gerade auch in Bezug auf der Gefühlsebene. Hier sehne ich mich schon nach etwas, aber auch etwas Unbeschreiblichen, welches ganz nah ist, trotzdem sooo fern. Eigentlich unerreichbar.

Ich möchte jetzt auch nicht behaupten, dass ich gefühlskalt bin, denn sonst wäre ich in meinem Job auch völlig verkehrt. Aber diese Ebene ist nicht so gut greifbar für mich. So ist das Zuhören auch ein sehr wichtiger Punkt für mich. Denn auch hier sieht man zwischen dem Gesagten etwas. Ich finde es deshalb auch oft bedauerlich, dass wir in unserer Arbeit nicht mehr so die Zeit finden. Denn es gehört dazu. Wir sollen doch jeden Einzelnen als Ganzes, als Individuum betrachten. Jeder bringt seine eigene Geschichte mit. Und so haben auch wir jeder seine einzelne Geschichte zu erzählen, wenn man sich denn öffnen mag.

Ich wünsche mir, dass man das Überraschungspaket doch mal öffnet oder den richtigen Handgriff dafür findet, dass es vielleicht von allein aufgeht. Bis dahin wird aber wohl noch etwas Zeit ins Land gehen. Oder man nimmt gleich den Bohrer. Ich würde mich gerne mehr öffnen, aber der Kopf diskutiert da doch ein wenig mit dem Herzen und der Verstand spielt den Schiedsrichter. Völliges Vertrauen gilt nur den wenigsten, aber auch sie wissen nicht immer alles. Warum ich so bin, wie ich bin, weiß ich leider nicht. Ich weiß nur, dass ich mich doch öfters über fragende Gesichter freue. Vielleicht sollte man einfach mal intensiver nachhaken, um etwas zu erfahren. Vertrauen ist ja gut und es gibt sie für mich, die Menschen, denen ich mich anvertrauen kann. Das ist nur wenigen gewährt und ich bin froh, sie zu haben.

Was ihr nun mit diesen Zeilen anfangt, weiß ich nicht. Was ich damit einfach sagen möchte, ist doch, dass es wichtig ist, eine Vertrauensbasis zu den Menschen zu schaffen, die man gerne hat. Es gehört dazu im Leben. Wenn man keinem vertrauen kann, ist man sich selbst im Leben unsicher. Das ist hier nicht der Fall. Also gibt es Rückhalt. Und ich liebe mein Leben und die Sehnsucht treibt mich an. Wir suchen doch schließlich alle immer wieder nach neuen Herausforderungen egal welcher Art.

In diesem Sinne wünsche ich euch eine gute Nacht und bis bald!

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Autor: famyvo

Ich geh arbeiten, meine Hobbies sind die Fotografie, das Erkunden neuer Wanderwege für mich und meinen Hund, zudem bin ich spontan immer mal unterwegs im Landesgebiet. Willkommen im Leben!

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