Es schneit

Guten Abend ihr Lieben.

Eigentlich passt das Guten Abend ja nicht mehr si um halb 3, aber für mich ist es nunmal noch Abend. Nach der Spätschicht begann einfach noch einmal der kreative Kopf zu arbeiten. Und so verging die Zeit. Ich bin sehr glücklich darüber, wieder kreativ sein zu können. Man geht wieder mit etwas anderen Blicken durch die Welt.

Vor kurzem war ich ein paar Tage mit meinen Hunden in Roggosen. Kennt vielleicht kein Mensch. Ein kleines idyllisches Dörfchen, dessen Ortslänge von einem Schild zum anderen vielleicht knapp 1km beträgt. Aber hey, dieser Ort hat doch tatsächlich ein Hotel! Ich jedenfalls wollte einfach noch einmal ein bisschen raus in die Einöde. Was ich dort gemacht habe, werdet ihr euch fragen…

Tja, Hunderunden von jeweils 2-3 Stunden (früh und abends dann noch kleine Pinkelrunden). Das Wichtigste für mich war aber dabei diese Ruhe. Keinen (doch eine Dame) auf Wald- und Feldwege treffen, Nachbardörfer durchschnarchen und eben einfach drauf los ohne jegliche Ausschilderung. Für manche ist das der Tod. Für mich Erholung pur. Ich konnte meinen Kopf so herunterfahren beim „Waldbaden“, dass ich Konzentration auf das Wesentliche, das Schöne, bekommen habe. Ich liebe meine Jagdschweine über alles, denn sie haben die Leinenrunden so gut toleriert und waren auch glücklich.

Zivilisation gab es dann am letzten vollen Tag in der nächstgelegenen Stadt. Manchmal habe ich so das Gefühl, dass ich einfach nicht gesellschaftsfähig sein möchte. Ich möchte einfach ich sein. Bin ich deshalb egoistisch? Keine Ahnung.

Nun beginnt auch wieder die Zeit der Besinnung und da möchte ich gern etwas zu mir selbst zurückfinden. Das klappt ganz gut, aber der Motor ist noch nicht vollständig warm gelaufen oder es fehlt ein wenig Öl. Irgendwie, irgendwo stockt es noch. Den Grund kenne ich, der da blockiert. Daran muss ich selbst arbeiten. Wer dabei behauptet, es sei einfach: VERGESST ES!

Und genau darum genieße ich solche Ausflüge, wo so viel Abstand zwischen ist und nur die Hunde und ich und viele Vögel und Wildtiere allein sind. Klar mag ich auch Gesellschaft, aber die brauche ich nicht immer. Ich liebe meinen Job und bin sehr euphorisch weiterhin nach dieser Weiterbildung, aber manchmal ist es mir gar zu viel Drumherum. Ich kann jedoch damit umgehen und toleriere es. Aber ich weiß auch, dass es Menschen in meiner Umgebung gibt, die das akzeptieren. Danke euch dafür.

Und so gehe ich in diese dunkle Jahreszeit, mit pünktlichem Schnee zum ersten Dezember, mit offenen und begeisterten Auge durch die Nacht. Denn das Weiß des Schnees erhellt diese graue Suppe. Ich mag den Schnee!

In diesem Sinne wünsche ich euch allen eine schöne Vorweihnachtszeit mit der Hoffnung, nicht zu sehr auf die Heizkosten achten zu müssen. Wohlig warm wird es uns eh am ehesten im Herzen, wenn wir an Begegnungen denken, die einen mit einem Lächeln, einem freundlichen Blick und lieben Worten das Herz vollumfänglich umarmen.

Denkt an die Dinge, die ihr wirklich besitzt; Familie, Freunde, ein Dach überm Kopf.

Bis bald!

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Autor: famyvo

Ich geh arbeiten, meine Hobbies sind die Fotografie, das Erkunden neuer Wanderwege für mich und meinen Hund, zudem bin ich spontan immer mal unterwegs im Landesgebiet. Willkommen im Leben!

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