Guten Abend ihr Lieben.
Wer von euch kennt dieses Gefühl auch, wenn man bremst ist und die Räder blockieren? Es gibt nicht mehr viele Fahrzeuge, bei denen das noch der Fall sein könnte. Bei Motorrädern älterer Jahrgänge ist das noch gang und gebe. Ich bin selbst auch mal eine Zeit lang gefahren. Ein wunderbares Freiheitsgefühl. Und dann plötzlich bremst man, nicht dosiert genug, und muss ausbalancieren, sonst liegt man lang. Ich glaube, zwei oder drei Mal habe ich das geschafft.
Blockieren, wenn es sich nicht mehr weiter nach vorn dreht. Wenn Stillstand herrscht im Kopf. Warum gibt es kein ABS fürs Hirn? Jedes neue Fahrzeug ist damit ausgestattet. Ich bräuchte es aktuell wohl für mich. Jedes Mal stehen bleiben an der gleichen Stelle. Und das gilt in vielerlei Hinsicht.
Ich wollte mich gern frei machen für neue Bekanntschaften, aber das Herz wird blockiert von irgendwelchen Gedanken, die noch zu tief beschäftigen. Ich bin dennoch froh, damit gut umgehen zu können, aber ankommen wäre trotzdem einer meiner größten Wünsche. So vieles erreicht, mit beiden Beinen im Leben stehend und endlich die eigene Persönlichkeit gefunden oder noch dabei zu finden. Und dann… immer wieder das gleiche, schleierhafte Bild. Was für ein Mist aber auch. Ich wünsche mir sehr, dieses Thema loslassen zu können und arbeite auch weiter daran. Für Ausgleich ist gesorgt und dennoch ist das Herz nicht frei, sondern irgendwie wie gesteuert.
Auf der Suche nach der falschen Steuerung gibt es immer wieder diese Blockade. Aber warum schaue ich nicht nach vorn? Sind doch noch Fragen offen? Es tut weh, es schmerzt. Aber es wird nicht mehr runtergeschluckt. Eine Suche nach Erfüllung, die blockiert wird.
Ich bin froh über jeden in meinem Umkreis, der einfach da ist, denn es ist keine einfache Zeit. Aber trotzdem schaue ich weiter nach vorn auf den Weg, der vor mir liegt. Denn die Aussicht ist immer wunderschön. Egal, was kommen mag, irgendwer ist da. Irgendwann, zeitlich nicht festgelegt, zeitlich begrenzt ist unser Leben. Also machen wir trotzdem das Beste draus.
Und wer glaubt, das Leben sei Friede, Freude, Eierkuchen, hat sich getäuscht. Nichts läuft nach Plan. So viel Negatives drumherum, da müssen wir doch immer wieder neu lernen, das Positive zu schätzen und daraus Kraft zu tanken. Beim Fahrzeug geht ja auch die Tanknadel Richtung negativ, bis wieder vollgetankt wird.
Und so rechne ich damit, dass sich die Blockade bald lösen wird, auch wenn dazu Hilfe mal wieder notwendig wird. Denn manchmal braucht man einfach wieder den Blick in den tiefen Keller, der ja schon wesentlich aufgeräumter wirkt.
Bis dahin hilft Ablenkung und die Begleitung durch gute Freunde und liebe Worte. Danke an euch alle.
Ich wünsche euch einen schönen Abend und kommt gut und gesund ins neue Jahr. Bis bald.



