Stark sein

Guten Abend ihr Lieben.

Nach längerer Pause mal wieder eine Meldung von mir mit Grüßen aus Bad Kissingen. Heute mal eine kleine Urlaubsauszeit in einer Stadt. Fragt mich bitte nicht, wie ich darauf gekommen bin. Aber die Entdeckungstour geht morgen erst richtig los.

Der Anlass, warum ich aber mal wieder schreibe, ist ein anderer. Ich hatte letzte Woche diesen Spruch mal gehört bzw. gelesen, dass man stark sein muss.

Was aber bedeutet Stärke überhaupt? -> Durchhaltevermögen?; Keine Gefühle zeigen?; Widerstand aufbringen?

Wie definierst du Stärke?

Mit meinem Wissen von heute weiß ich, dass wir alle starke Seiten an uns haben. Sie zu definieren, ist allerdings zu Beginn sehr schwer, wenn man kein Selbstwertgefühl hat. Ich spreche da aus Erfahrung! Manchmal muss man erst von außen gezeigt bekommen, was die eigenen Stärken sind.

Aber ich muss nicht für alles stark sein. Etwas, was mich mürbe macht, muss ich nicht auf Dauer ertragen. Denn es raubt Energie. Klar gibt es Strategien, damit umzugehen, aber man kann eben auch einen neuen Weg wählen.

Stark sein dem Gegenüber, keine verletzenden Gefühle zu zeigen. Warum? Warum sollten wir keine Emotionen zeigen dürfen. Dafür sind wir doch Menschen. Unterdrückte Emotionen belasten auch. Ich beispielsweise stecke wohl voller Emotionen und habe sie jahrelang „versteckt“. Man kann sich überlegen, wohin. Ich möchte diese mehr ausleben dürfen und habe wohl im vergangenen Jahr mehr geheult als die letzten 30 Jahre zusammen?! Ganz genau kann ich diese Behauptung natürlich nicht bestätigen. Aber in den letzten 15 Jahren auf jeden Fall. Ich freue mich dennoch über diese Erkenntnis.

Wir müssen unsere Stärken dosieren, das ist ganz klar. Wir spüren sie tief in unserem Herzen sitzen. Sie machen zufrieden. Denn einmal entdeckt und für sich wahrgenommen, kann sie uns keiner mehr nehmen!

Die Entwicklung, die man durchlebt mit all den Menschen um sich herum, die einem gut tun und die dich bekräftigen in deinen Stärken, die aber auch so ehrlich sind und dir deine Schwächen zeigen, ist einfach wundervoll. (komplizierter Satzbau, kann gern zu Deutschstunden genutzt werden) 🙂

Jeder hat sein eigenes Lebensprofil, welches gezeichnet wird mit den Jahren. Warum sollten wir unsere Stärken nicht voll nutzen sowohl beruflich als auch privat? Die Frage stellt sich in der Interaktion. Wie möchte ich leben und arbeiten? Was macht mich glücklich und zufrieden? Das Nachdenken beginnt. Die Erfahrung fügt sich hinzu und heraus kommt vielleicht doch noch eine Änderung des Weges.

Mein Herz steckt voller Liebe, wurde mir einst gesagt. Kann ich sie verteilen? Kann ich sie mit jemandem teilen? Oder liebe ich mich allein? Beziehung ist meine Schwäche. Angst vor einer Bindung? Ich weiß es nicht. Gelernt habe ich ja nunmehr, mit Emotionen umzugehen und sie auch zeigen zu dürfen. In einem gewissen Rahmen zumindest. Dafür bin ich eben noch zu ruhig, aber trotzdem schon wesentlich offener. Danke für diese Erkenntnis.

Was also lernen wir daraus? Stärken sind nicht gleichzeitig Schwächen, können aber im fehlenden Selbstwert so wirken. Stärkt euch mit etwas, was euch gut tut. Habt Menschen um euch, die euch gut tun und mit denen ihr euch über alles unterhalten könnt. Danke an Doreen, Jeanette und Sina und all die anderen wichtigen Freunde in meinem Leben.

In diesem Sinne wünsche ich euch eine Stärken de Nachtruhe für einen guten neuen Tag.

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Autor: famyvo

Ich geh arbeiten, meine Hobbies sind die Fotografie, das Erkunden neuer Wanderwege für mich und meinen Hund, zudem bin ich spontan immer mal unterwegs im Landesgebiet. Willkommen im Leben!

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