Guten Abend ihr Lieben.
Bei Risiken und Nebenwirkungen sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt oder Apotheker.
Wer kennt diesen Spruch nicht… Gestern noch über das Thema der Corona-Impfungen philosophiert und heute eigene Nachwirkungen erlebt. Aber nicht von der Impfung.
Nein. Heute waren es die Termine, die es waren. Einer in besonderem Maße. Dabei geht es mir gut, ich genieße gerade sehr mein Leben und unternehme für mich und mein Wohlbefinden so einiges.
Und dann gibt es da diese Ehrlichkeit, die tatsächlich wertgeschätzt wird. Habe ich mit etwas anderem gerechnet? Nein.
Dennoch wirkt das Ganze nach. Ich weiß jedoch nicht, weshalb. Nach allen Terminen ging es mit den Hunden raus und es überkommt mich das Gefühl, einfach lautstark weinen zu müssen. Erleichterung vielleicht, dass es raus ist oder Überforderung, dass diese ehrliche Art so groß schätzt wird? Ich weiß es nicht. Wahrscheinlich sogar eine Mischung aus beiden Dingen.
Vielleicht sind es auch die überaus positiven Erlebnisse und Erfahrungen in letzter Zeit, mit denen ich noch lernen muss umzugehen. Klingt für manche etwas komisch, aber das war nie selbstverständlich. Dafür musste ich vieles tun.
Ich habe ein Level der Zufriedenheit erreicht und möchte trotzdem noch ein wenig ausmisten. Gerade jetzt. Aber wo fange ich an? Wer kann mir helfen? Einen „Neustart“ generieren.

Ich liebe diesen Blick in die Weite hinein, in die Ferne. Egal, wo ich bin. Und so möchte ich mit einem weit gefächerten Blick durchs Leben weiter hinaus gehen und mich durchaus immer wieder an die kleinsten Dinge erfreuen. Wie beispielsweise das Lauschen des Wasserplätscherns am Gradierwerk oder Vögelgezwitscher oder Fledermäusen beim Fliegen im Dunkeln zuschauen. Kleine Augenblicke des Innehalten und Abschalten. Abstand vom Alltag gewinnen. Einen Reset möchte ich nicht. Dafür habe ich schon zu viel Erfahrung gesammelt. Trotzdem eben einen kleinen Neustart, um weiter durch die Welt schauen zu können. Ich bin schon so weit für mich gekommen. Und nein, Eigenlob stinkt nicht. Es ist Selbsterkenntnis, Wertschätzung und intrinsische Motivation.
Ich möchte meine Unzufriedenheit nicht weiter züchten, diese Erkenntnis habe ich gewonnen, auch wenn andere dafür einen Teil verlieren können. Nun fehlen nur noch winzige Schritte bis dahin. Wenn da diese eine kleine materielle Abhängigkeit nicht wäre. Aber auch das hat irgendwann ein Ende.
Ich verarbeite diese letzten Tage und Wochen gerade wieder rapide und dann überkommt mich eben wohl mal Das Gefühl, einfach heulen zu müssen. Aber das ist kein schlechtes Gefühl, denn sonst würde ich es anders hier formulieren. Ein kleiner Teil Erleichterung, ein weiterer voller Freude der letzten Tage und Wochen und das ich endlich lebe.
Nun bleibt nur noch eines zu klären… Habe ich ein kaltes Herz?
Danke an meine liebsten Menschen um mich herum für die letzte Zeit und die intensiven, gewinnbringenden Gespräche. Ihr tut mir sehr gut.
So schaut in den sternenklaren Himmel und sucht euch einen schönen Sternenhaufen und genießt den Blick und die gute Nacht.
Bis bald.