Glück ist…

… mit kleinen Gesten gezeigt zu bekommen, was wirklich wert geschätzt wird.

Guten Abend ihr Lieben.

Was? Es war etwas still hier geworden? … Ja, ich weiß. Es gibt eben auch noch das normale Leben, welches in den letzten 2 1/2 Wochen echt aufregend und leicht stressig war. Und dann gab es Momente voller Gedanken, die nie richtig arbeiten konnten, aber dennoch immer mal wieder auftauchten. Heute schaffen sie vielleicht sogar Sinn.

Es ist tatsächlich viel passiert. Für viele ist es wohl eher unscheinbar, aber für mich bedeutend. Nachdem es Spike zwischenzeitlich nicht gut ging und damit zwei Termine einher gingen, hat das ziemlich etwas losgelöst. Ich achte wieder mehr auf kleine Anzeichen und hatte nur kurze Nächte. Aber auch das lenkte sich wieder in die geregelte Bahn. Zum Glück. Eine Lösung für spätere Zeiten muss trotzdem noch gut überlegt werden. Zahnschmerzen können schon echt mies sein. Aber Fressen ging weiterhin, komischerweise.

Dann mal 24h ohne Auto, denn auch hier kränkelte etwas rum, was versorgt werden musste. Dank netter Freunde und Kolleginnen bin ich aber gut zur Arbeit und zurück gekommen. Danke an euch.

Viele, viele kleinere Termine, hier und dort. Viele intensive Gespräche oder Momente, die einfach auch in mir etwas wach rüttelten. Einige Beobachtungen, die ziemlich aufgewühlt haben. Und so ist es in Social Media echt ruhig geworden. Eher unbeabsichtigt, aber genau das empfinde ich nicht als schlimm. Freunde wissen eben, dass ich mich wirklich ab und an melde. Eine Freundesliste beim Gesichtsbuch stattdessen sagt nicht viel aus mit knapp 240 „Freunden“. Ganz ehrlich, darauf kann ich verzichten. Und so bin ich ab April nicht mehr präsent auf dieser Seite. Mehrfach kund getan gab es bisher zwei Rückmeldungen. Menschen, denen ich doch etwas wichtig bin bzw. ihnen der Kontakt einfach wichtig ist. Danke auch für diese Meldungen. Ich schätze das tatsächlich sehr.

Noch mehr schätze ich jedoch diesen erlebten Moment in dieser vergangenen Woche. Nach zig Frühdiensten und intensiver Betreuung von Tumorpatienten in einem Bereich, gab es ein Strahlen, welches keine Sonne gut machen kann. Wenn du einem Menschen die Angst nehmen kannst vor dem Schritt, der massiv dein Körperbild verändert. Hierbei ging es einfach um das eigenständige Einsetzen der Trachealkanüle. Ängstliches Händezittern… Bestärkung durch die Fachkraft und am Ende dieses wunderbare Strahlen eines Gesichtes. Er wird vielleicht nie wieder ohne dieses Teil auskommen, aber wir haben gemeinsam einen Schritt geschafft, um zu Hause zurecht zu kommen. Der Patient hat es geschafft! Als Dank gab es eine Umarmung. Genau das ist es, warum ich dort arbeite. Die noch so kleinen Schritte bestärken und bei Stagnation etwas aufbauen, um wieder voranzukommen. Glücksmomente wie diese zeigen mir, dass ich meinen richtigen Weg gehe. Dabei brauche ich keine Bestätigung. Das bin ich selbst, mein Selbstwert und das, was ich verkörpern kann. Wozu brauche ich andere, wenn ich mir selbst so ein wunderbares Geschenk machen kann?

So ein Ereignis deckt ein gewisses Maß an Geltungsbedürfnis ab. Anerkennung von außen. Solche Momente füllen es für mich. Das ist ausreichend. Viel mehr wünsche ich mir gar nicht.

Schade, dass manche ein gesteigertes Geltungsbedürfnis haben. Auch das hat wohl seine Ursachen. An Ende ist es für das Umfeld ziemlich nervig. Ändern können wir daran nichts. Das kann nur die Person selbst. Wir müssen es akzeptieren und wohl etwas ignorieren. Vielleicht ist es falsch, es zu ignorieren. Darauf ansprechen wird eventuell zu Diskrepanzen führen. Denn am Ende hat jeder seine eigene Geschichte, warum er ist, wie er ist. Oder weißt du immer alles von deinem Gegenüber?

Auf der einen Seite muss man manchmal einfach etwas egoistisch unterwegs sein, um den Weg der Zufriedenheit zu finden und alles andere um sich herum entspannt zu betrachten. Jeder geht seinen Weg und manchmal teilt man diesen Weg ein Stück mit jemanden an seiner Seite. Aber man bedenke, es ist immer nur ein Teilstück. Es kennt keiner die ganze Geschichte des Anderen. Dennoch dürfen wir uns Meinungen bilden. Es ist  unsere Einstellung. Dabei kann eben auch nicht jeder jeden leiden. Ava hat schließlich auch andere Tiere zum Töten gern. 🙂

In diesem Sinne genießt einfach immer mal wieder diese kurzen Momente des Glücks. Denn es zeigt euch doch, dass ihr auf euren richtigen Weg seid.

Gute Nacht und bis bald!

Avatar von Unbekannt

Autor: famyvo

Ich geh arbeiten, meine Hobbies sind die Fotografie, das Erkunden neuer Wanderwege für mich und meinen Hund, zudem bin ich spontan immer mal unterwegs im Landesgebiet. Willkommen im Leben!

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