Öffentlicher Nahverkehr

Guten Abend ihr Lieben.

Heute beginnt wieder mein täglicher Reiseblog für die nächste interessante Kreuzfahrt. Die beginnt tatsächlich erst morgen richtig, aber die Anreise heute bis zum Abfahrtshafenort war schon spektakulär. Und so kann ich bereits so einiges erzählen.

Das Auto steht mal zu Hause dumm rum für ne Woche, weil ich einfach stressfrei und definitiv kostengünstig nach Warnemünde kommen wollte. Mit dem Bus ging es dann erst einmal bis nach Halle. Es gab noch einen kurzen Boxenstopp und dann weiter zum Bahnhof. Ich konnte mich entscheiden zwischen einer Verbindung mit 4x oder 5x umsteigen. Denn mit dem Quer-durchs-Land-Ticket für 46€ kann man deutschlandweit den Nahverkehr nutzen. Das ist wohl gerade mal ein halber Autotank voll. Ich entschied mich für die etwas zeitlich längere Strecke mit dem 5x umsteigen. So bleibt man auch ein bisschen in Bewegung. Die Züge gen Norden liefen super. Erster Streckenabschnitt von Halle nach Magdeburg und der zweite Teil von Magdeburg nach Uelzen.

Im Bahnhof Uelzen angekommen, fiel ein markanter Baustil auf, Hundertwasser. Wisst ihr, ob dieser Stil auch damit zutun hat, dass Züge in Uelzen so grundsätzlich zu spät sind? Ein anderer Passant meinte jedenfalls, dass die Züge dort nie pünktlich sind. Das ist schon ein ziemlich interessantes Phänomen.

Und so kam unser Zug 15 Minuten zu spät und somit hätte ich durch nur 6 Minuten geplanter Umstiegszeit den Anschlusszug in Lüneburg eh nicht geschafft. Ich hatte noch nie so einen vollen Regionalzug gesehen, der bis nach Hamburg dann ging. So bin ich dann, statt in Lüneburg und Büchen umzusteigen, in Hamburg abgestiegen und habe dort eine knappe Stunde auf den Zug nach Rostock gewartet. Der fährt dann übrigens an Büchen vorbei bzw. hält dort.

Auch dieser Zug war einfach nur echt voll… Und das fast 2 1/2 lang als Fahrt. Die längste Sitzfleisch-Strecke. In Rostock war dann der letzte Umstiegspunkt in die S-Bahn nach Warnemünde. Dort angekommen, eine Haltestelle vor Ende des Zuges, an der Warnow-Werft, fällt man von der S-Bahn direkt ins Hotel Dock Inn. Ein cooler Baustil ähnlich den Schiffen, dabei ist das vielleicht eh nur Containerbau. Aber clever gelöst.

Nach 9 Stunden und 8 Minuten Zugfahrt bzw. 11 Stunden Reisedauer von Haustür zu Haustür, habe ich erst einmal alles abgelegt und bin Richtung Hafen gelaufen und zum Abendessen ins Peter Pane.

Der Verdauungsspaziergang folgte im Anschluss am Strand entlang. Und ich muss zugeben, dieses Feeling am Wasser ist noch immer unbegreiflich. Nicht beschreibbar und doch für mich eines der höchsten Zufriedenheitsgefühle nach der komisch chaotischen Woche, die hinter mir liegt.

Das entschädigt einfach alles. Und das Lächeln wird immer breiter. Und ja, meine Güte, wenn ich da so stehe, fang ich auch tatsächlich an zu heulen. Ich finde das wichtig. Was auch immer für Gefühle, Gedanken da durch den Kopf schießen, es ist einfach mit Zufriedenheit gepolstert.

So ging es dann allmählich ins Hotel zurück und nun liege ich im „Bunker“ und werde nun schlafen gehen.

Im Übrigen hätte ich auch mit dem Fernverkehr morgen auf Kosten der Reise fahren können, aber ich möchte nicht wieder die Letzte sein, die dann vielleicht eintrudelt. Deshalb hatte ich mich so entschlossen für diese entspannte Variante. Zurück gibt es dann den ICE.

Meinen beiden Chaoten geht es auch bestens, was mich sehr beruhigt. Trotzdem würde ich sie viel lieber mitnehmen.

In diesem Sinne wünsche ich euch einen schönen Abend und ne erholsame gute Nacht. Bis morgen!

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Autor: famyvo

Ich geh arbeiten, meine Hobbies sind die Fotografie, das Erkunden neuer Wanderwege für mich und meinen Hund, zudem bin ich spontan immer mal unterwegs im Landesgebiet. Willkommen im Leben!

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