Guten Abend ihr Lieben.
Heute legten wir an der Ostseeinsel Gotland an, einer der bedeutendsten Städte in der Geschichte. Zumindest scheint es zum Teil ein Dreh- und Angelpunkt gewesen zu sein für den Handel.
Vor 7 Uhr erreichten wir schon den Hafen und hell wurde es schon um 4 Uhr, denn dann schien die Sonne schon in meine Kabine. Schnelle also die Vorhänge zugezogen und noch etwas weiter geschlafen. Halb 7 habe ich mich dann fertig für den Tag gemacht. Denn mein Ausflug sollte heute 9 Uhr schon los gehen. So ging es zeitig zum Frühstück und dann Sachen schnappen und los.

Neben uns, zuvor noch nicht richtig wahrgenommen, stand die MSCpoesia. Die hatte etwa 1000 Passagiere mehr. Das bedeutete, dass die Stadt schon ein wenig überlagert war mit Touries, mich nicht ausgenommen.
Ein schönes Plätzchen im Ausflugsbus gesucht, ging es dann pünktlich los. Zuerst besucht wir die Endre Kyrka, eine Kirche in irgendeinem Ort auf der Insel Gotland. Im Übrigen ist die Insel nur 50km breit und 150km lang. Eine vergleichbar ähnliche Größe wie Mallorca. Nur das Gotland flach wie ne Flunder ist. Der höchste Höhenunterschied besteht aus 80m. Zugegeben, das ist echt wenig.





Weiter ging es mit dem Bus dann nach Dalhem/Hesselby. Dort mussten wir geplant das Gefährt für ganze 6,5km wechseln. So herrlich, man fühlte sich durch alles versetzt in die Zeit der 20er/30er Jahre. Da ging die Strecke auch noch von Visby und noch weiter in den Süden. Historisch sind nun nur noch diese paar Kilometer durch die Touries genutzt. Wir haben die alte Diesellok als Antrieb nutzen dürfen, aber es wäre auch möglich per Schienenradel. Ein tolles Erlebnis. Und auch die Kleidung und das Arbeiten der Mitarbeiter. Das hat einem zum Teil echt zum Grinsen gebracht. Eindrücke per Bilder und Video folgen sogleich.















Am anderen Ende, in Roma wartete dann unser Bus schon auf uns und es ging dann noch in die Altstadt von Visby. Die Geschichte dieser Insel ist wirklich hoch interessant. Insel der Wikinger. Nicht die Wikinger, die wir uns jetzt vielleicht im Kopf vorstellen. Wikinger waren einfach Handelsleute. Visby war eine der reichsten Städte damals. Ich könnte noch so viel erzählen. Fakt ist aber auch, dass dort Pipi Langstrumpf verfilmt wurde und man das Haus sogar noch besichtigen kann. An einigen Orten sind wir heute sogar vorbeigelaufen.
Die Stadtmauer ist ebenfalls sehr gut erhalten. Die Anordnung der Häuser und die kleinen Gassen machen diese doch recht kleine Stadt echt gemütlich. Ein Marktplatz bot zum Bummeln in der halben Stunde Freizeit ein. Da gab es dann auch Souvenirs zu kaufen, sogar in € konnte man zahlen. Aber mit der Plastik-Karte geht das eh alles. Und die SEK (Schwedische Krone) ist aktuell eh etwas teurer als der Euro. Der vierstündige Ausflug war somit ein voller Erfolg bei schönstem Wetter wie immer.


























Im Hafen angekommen hat der Wind noch einmal zugelegt und die Wellen wurden tatsächlich auch etwas heftiger. Wer weiß, was uns auf See erwartet. Für ein paar Fotos musste aber die See noch herhalten, bevor ich wieder aufs Schiff ging.






Auf dem Schiff angekommen, ging es an Deck. Es war windig, aber die Sonne hatte auch Kraft. Das habe ich am Abend im Gesicht gemerkt. Eingeschlafen auf der Liege habe ich sogar die Abfahrt verpennt. Aber so völlig. In einem Gespräch mit einer Urlauberin kam dann heraus, dass an der Ostküste der Insel Unwetter herrschte. Also wir hatten bestes Wetter, wie immer, wenn Engel reisen. Für die Fahrt bis Danzig wurde etwas mehr Seegang vom Kapitän vorausgesagt. Und es schaukelt wirklich etwas mehr bei frischen Westwind-Brise. Abends gab es die vierte Massage und so langsam wird mein Rücken deutlich entspannter. Das Paket war einfach Gold wert, was ich zuvor gebucht habe. Im Anschluss ging es zur PrimeTime, denn der Lektor war zu Besuch. Diesen Herren kann man immer zuhören. Michael Cornély könnt ihr wohl auch bei Insta und co. finden. Ach, und bevor ich es vergesse, zwischendurch fand auch wieder eine Kunstauktion statt. Das Schauspiel ist ja auch echt was, was ziemlich witzig ist.
Nun sitze ich noch etwas draußen und schreibe hier und genieße den Blick in die Ferne, windgeschützt an der Pool-Bar. Hier gibt es sogar Heizstrahler. Den Wellengang finde ich sehr angenehm. Damit kann man gut einschlafen.

Also, bis morgen, meine lieben Follower. Ich freue mich, wenn Beiträge geteilt werden, wenn sie euch doch so sehr gefallen, wie ich immer mal als Rückmeldung erhalte. Guts Nächtle!