Lebenszeichen

Guten Morgen in aller Nachtdienst-Frühe ihr Lieben.

Ja, tatsächlich, es gibt mich noch.

Es ist wieder einige Zeit vergangen und kleine Schritte sind bereits getan. Die Ideen nehmen Formen an bzw. würde ich sagen, sie sind erst einmal verschriftlicht und wir schauen mal, wie sie ankommen und ob es überhaupt Resonanz dafür gibt. Den Bedarf sehe ich dafür deutlich.

Ja, es geht wie immer um den beruflichen Kontext. Schritt für Schritt kommt man dem näher, was man sich wirklich vorstellt. Schade finde ich trotzdem, dass es in unserer Gesellschaft, vorzugsweise eben auf Arbeit zu erleben, nur noch wenige Menschen sind, die wirklich wissbegierig, neugierig, interessiert bleiben und über den Tellerrand hinweg schauen. Zusammenhänge verstehen lernen „wollen“. Warum geht es immer nur um dieses verdammte Geld?

Ich hatte letztens beim freiwilligen Arbeitseinsatz im Planetarium eine interessante Unterhaltung. „Es kann jeder ein Auto haben, aber eben nicht alle.“ Besitztum. Darum geht es doch nur noch in dieser Gesellschaft. Dabei ist doch das, was man wirklich hat und was mehr Wert ist als alle Güter, das eigene, gesunde Leben und die Menschen, die es bereichern.

Wenn man das Berufsbild aus der anderen Seite betrachtet, Empathie entwickelt und den Sinn fürs Leben versteht, was macht DICH dann glücklich? Besitztum? Das macht vielleicht zufriedener, kann aber Fluch und Segen zugleich sein. Ich durfte es in den letzten Monaten selbst erleben mit meinem fahrbaren Untersatz. Kosten, die auch erst einmal gestemmt werden müssen.

Es sind die Augenblicke, vielleicht auch ein bisschen Wissenszuwachs und die Menschen, die dir das geben können, was wir als Menschen wirklich brauchen.

Und da sitze ich gerade mal ein paar Minuten auf dem Balkon im Nachtdienst und schaue in die Ferne über die Stadt kilometerweit ins Dunkle. Ein schöner, ein ruhiger Moment zum Innehalten und Gleichgewicht finden. Ein Blick, der beruhigt in dieser hektischen Zeit.

Und die Menschen, mit denen man Spaß haben kann oder sich einfach unterhält oder für Menschen, für die man da ist, denen man helfen kann. Sei es ein Gespräch, ein Schmerzmittel oder einfach nur eine nette Geste. Wie würde ich behandelt werden wollen?

Oft werden aber auch die „Ellenbogen“ ausgefahren und dann kommt jemand um die Ecke und fragt doch tatsächlich: „Was kannst du Positives zu dieser Person sagen?“ Echt genial, dieses Thema, um auch einfach mal wieder zu reflektieren, was nicht nur negativ ist, sondern auch mal wieder in jeden Menschen etwas Anerkennung zu sehen, weil jeder eben auch positives zu bieten hat. Danke für diese Initiative, die sicher auch aus der großen Befragung hervor ging.

Und so genieße ich diese ruhige Nacht und denke über nichts weiter nach außer über den Blick in die Ferne. Umdenken, um die Ecke denken, bringt manchmal so vieles ins Rollen. An nichts denken bringt Entspannung in die Birne.

Kopf und Herz im Gleichgewicht. Vielleicht aktuell nicht so sehr, aber ich bin auf einem guten Weg. Danke an das Leben und die Menschen um mich herum und diejenigen, die es zeitweise begleitet haben.

Ich genieße nun noch die Ruhe.

Euch allen einen wunderschönen Start in den August!

Die Nördliche Krone
Der Große Wagen
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Autor: famyvo

Ich geh arbeiten, meine Hobbies sind die Fotografie, das Erkunden neuer Wanderwege für mich und meinen Hund, zudem bin ich spontan immer mal unterwegs im Landesgebiet. Willkommen im Leben!

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