Guten Abend ihr Lieben.
Was für ein Wochenende so zum Ende des Urlaubs hin.
Meine Tickets für ELEMENTARO waren zwar leider ohne Konsequenz, also keiner wollte sie haben. Dafür habe ich mir dennoch ein tolles Wochenende gezaubert. Insgesamt war die Urlaubswoche sehr chilli vanilli. Hier und da was unternommen, immer mal unterwegs gewesen und dennoch Ruhe gegönnt bei sehr angenehmen Wetter.
Dieses Wochenende stand dann schon ne Weile eine gute Planung. Zuerst gab es einen Arbeitseinsatz Samstagmittag in Merseburg bei Katja. Es hieß, Brennholz sammeln durch Möbel zersägen. Gesagt, getan. 90 Minuten arbeitswütig, um auch einfach mal Dampf abzulassen. Und das Ergebnis seht ihr hier:

Ich selbst brauche das Brennholz nicht, aber jemand anderes wird sich vielleicht darüber freuen. Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht. Schade, dass ich kein Bild vom Auto gemacht habe. Denn das war gut gefüllt. Danke auch an meine Beste fürs Werkzeug. Mit normalen Sägen hätten wir vermutlich länger gebraucht. Ach so, und wir haben tatsächlich über die Mittagszeit gesägt und es gab keinerlei Beschwerden. Da war ich ja wirklich sehr überrascht.
Nach getaner Arbeit gab es einen Döner spendiert und wir schauten noch einen Film gemeinsam. Der hat mich so gefesselt, dass wir ihn komplett gesehen haben. Und er war sehr emotional, schließlich ging es um Hunde. So war zwar nicht ganz mein Plan, aber ich fuhr dann nach Hause und lud das Brennholz aus in meinen Keller als Zwischenlagerung.
Alles verstaut ging es zu den Hunden und Sachen packen. Decke, Nackenkissen, Pulli, Futter für die Hunde, Obst, Müsli, Milch und Wasser und los ging unser Abenteuer. Ziel war kartographisch Weddersleben, dort in näherer Umgebung. Ich mag diese Abenteuer!
Zuerst bekamen die Hunde erst einmal eine Runde vor Ort, damit wir entspannt fahren können. Die Mäuse am Feldrand waren aber auch mal wieder interessanter.

Kurz vor Sonnenuntergang zogen wir dann zu dritt los Richtung Weddersleben. Noch nie gehört, aber klang gut so nahe der Bode im Harzvorland.

Angekommen war es natürlich schon dunkel nach etwas über einer Stunde Fahrzeit gemütlich. Aber wir hatten einen öffentlichen, etwas abgelegenen Parkplatz gefunden nordöstlich von Neinstedt. Es stand nur ein Auto und ein Van dort. Also echt ideal. Wir gingen noch eine kurze Runde zum Wasser hinunter, wohin es nicht weit war und kehrten inne. Es gab das Obst und die Hunde im Anschluss ihr Futter. Dann musste ich noch ein wenig umräumen. Spike hatte den Kofferraum für sich, Ava die Rücksitzbank. Fenster leicht geöffnet wurde es zunehmend kühler und der Pulli kam zum Einsatz. Noch ein wenig Sterne gucken und ab auf den Beifahrersitz „bequem“ machen.

Die Hunde schliefen vermutlich besser als ich, wie immer bei diesen Trips. Die besten Geräusche neben des Rauschen der Bode waren die aus dem Van heraus. Da möchte ich gar nicht weiter ins Detail gehen. Aber manchmal ist man eben nicht allein.
Am Morgen so gegen halb/dreiviertel sieben munter geworden, ging es erst einmal eine Kurzrunde für die Hunde zum Entleeren. Vereinzelt standen schon ein paar Autos da zur morgendlichen Joggerrunde vermutlich. Der Blick auf die so unscheinbare Teufelsmauer am Morgen mit dem Sonnenlicht der aufgehenden Sonne war ziemlich genial und ein Fotomotiv wert.

Schade, dass sich die beiden immer entgegengesetzt setzen müssen. Die gaben sich halt nichts zu sagen, wie immer.
Ein kurzer Trinkstop an der Bode, bevor es noch einmal zum Auto ging fürs Frühstück. Ich liebe es ja, wenn dieses Wasser so dahinrauscht ohne je stehenzubleiben. Es ist wie das Leben, die Lebenszeit. Es rauscht dahin, die Zeit, aber wir können tolle Sachen aus dieser machen.

Es gab nun zum Frühstück eine Schüssel Müsli und für die Hunde einen Kausnack. Gestärkt, Getränke gepackt und „Ausrüstung“ geschnappt, ging es dann los zum Teufelsmauer-Stieg.

Nur gut, dass ich mich direkt für dort entschieden habe und auch richtig abgebogen bin, denn so hatten wir den besten Anstieg gleich früh zuerst. Alles andere war chillig auf der Route.

Der Aufstieg hatte sich gelohnt mit einer schönen Aussicht. So war uns nach der kalten Nacht aber auch nicht mehr kalt, wobei die Sonne auch schon wieder ihre Energie zeigte.

Die Teufelsmauer steht teilweise echt schief da. Das sah schon sehr imposant aus, denn so groß wirkten diese Wände von weitem eben nicht.

In der Ferne ist Thale zu sehen.



Hier war etwas tiefer gelegen noch ein kleiner Aussichtspunkt mit Blick auf Weddersleben, wo ich jedoch nicht hin konnte, weil dort gerade ein Herrchen mit Dobermann stand. Die direkte Kontaktaufnahme wollte ich dann doch nicht.

Dann begann wieder der Treppenabstieg, aber es war sehr entspannt mit dieser wunderbaren Landschaft.

Dieses Panoramabild hat etwas von Ruhe ausstrahlend. Früh waren noch so wenige Menschen unterwegs. Lediglich einige Hundebesitzer und die Frühmorgendlichen.

Neben einer größeren Schafherde Hinterrücks von mir, gab es dann auch zwei schwarze Schafe, die grasten.

Der Weg war qualitativ sehr gut zu laufen auf Schotter und teilweise dann auch folgend Kopfsteinpflaster.

Unterwegs habe ich noch diese kleine Windmühle entdeckt. Leider habe ich es nicht geschafft zu schauen, in welchem Ort diese genau steht oder ob es außerhalb einer Ortschaft war, da es nicht genau zu sehen war hinterm Hügel.

Es ging noch einmal kurz bergauf um dann hinab ins Bode-Tal zu gehen. Hier kann man scheinbar auch die Bode entspannt durchqueren. Pferdespuren waren jedenfalls reichlich zu sehen.

Ava hat schon die Hälfte der Überquerung geschafft. Leider hatte ich nicht so ne Lust auf nasse Füße.

Es ging nun immer entlang der Bode im etwas kühleren Schatten. Halt, da war ja was. Unterwegs, noch nahe der Teufelsmauer, zog ich meinen Pulli aus und hatte nur noch T-Shirt und Weste. Dort irgendwo ist nun auch Avas blaue Leine liegen geblieben. Das stellte ich jedoch erst dort fest, als Ava mal wieder Rehe erspäht hatte.

Immer mal wieder ins Wasser konnten die beiden. Spike nutzte die Gelegenheit, Steine aus der Bode zu schleppen. Sind ja schließlich genug da.

Ava bevorzugte das Herumstöbern durchs Gestrüpp.

Ach ja, und Datum des Herbstanfangs war ja auch noch. Dieses Bild zeigt doch den beginnenden Altweibersommer.

Hier, in der Ferne, sieht man noch einmal die unscheinbare Teufelsmauer. Sie wirkt so weit weg und so klein und dennoch ist sie riesig, wenn man direkt davor steht.

Dann haben wir ein lauschiges Plätzchen zum Verweilen gefunden. Beeindruckend war, dass Ava sich sofort zum Entspannen mit hingelegt hat, Spike musste ich zur Ruhe leider etwas zwingen.

Der Baum über mir war riesig und so schön belichtet durch den einstrahlenden Winkel der Sonne. Einfach herrlich zum Entspannen.

Da schaut einer ganz bedröppelt. Aber ich habe diesen Moment seiner Ruhe gleich genutzt.

Weiter ging es an verschiedenen weiteren Stellen am Wasser entlang. Mal ist die Bode dabei ganz ruhig und mal richtig laut.


Und so sind wir wieder am Anfang unserer Route angekommen.

Es waren ruhige 6km ohne große Vorkommnisse, aber als ich den Parkplatz sah, wurde mir nach der Zeit klar, dass ich froh sein kann, so zeitig losgelaufen zu sein. Es war 11 Uhr und es war voll. Gott sei Dank. Zufällig gab es dann tatsächlich noch einen Imbiss, der aufgebaut hatte und so holte ich mir zum Mittag eine Bratwurst und erklärte dem Parkschein-Kontrolleur, dass ich nur zum Würstchenessen da bin. 20€ gespart. Der Besitzer des Imbiss meinte nur zu mir, dass die dort drei bis vier Mal am Tag kontrollieren gehen. Da hatte ich wohl Glück, dass es heute erst die erste Runde war.
So ging es nach dem Essen, stinkend wie Puma, zurück nach Hause. Was für ein toller Vormittag. Dennoch lernt man wieder schätzen, was man so zu Hause hat. Das erste war für mich eine warme Dusche und eine bequeme Couch, die mich zwei Stunden zum Schlaf heimsuchte.
Der Tag ist somit noch in Ruhe ausgeklungen mit einer kurzen Abendrunde durch die Siedlung und der Bericht endet hiermit noch mit einem schönen Rauschen der Bode. Genießt den kurzen Moment, denn real ist es noch viel viel schöner.
Bildcrasher des Tages:
In diesem Sinne wünsche ich euch eine gute Nacht und bis bald.
Nachtrag: Ich bin wirklich froh, Abstand gewonnen zu haben vor den Geschehnissen vor 1 1/2 Wochen. Es reichen solch Tage einfach schon zur Entspannung und ich bin froh, dies so nutzen zu können. Danke-Memo an mich selbst.