Höhen und Tiefen

Guten Abend ihr Lieben.

Der erste Schock ist verdaut, aber die Trauer sitzt aktuell schon noch etwas in mir, nachdem ich Spike gehen lassen musste/durfte. Aber das darf sein nach fast 11 Jahren miteinander. Und wir haben dabei ja auch alle Höhen und Tiefen durchgestanden.

Ja, das gehört zum Leben dazu, Abschied zu nehmen und gilt für die meisten Menschen als Tiefpunkt. Aber auch hier sage ich für mich, dass es trotzdem eine sonderbare, aber interessante Erfahrung war, mit der ich lernen konnte. Der Verlust schmerzt, aber es wird mit der Zeit vergehen und da ist weinen auch durchaus erlaubt. Wichtig, finde ich, ist doch einfach, dass wir ehrlich zu uns selbst sind und zu den Gefühlen, die wir dabei empfinden. Auch jetzt noch, wenn ich darauf angesprochen werde, kommen mir die Tränen. Aber das ist vollkommen in Ordnung. Das Jahr hat sch… begonnen, also kann es nur besser werden.

Nach den Tiefen kommen auch wieder die Höhen. Dabei spielt Glück eine untergeordnete Rolle. Eher gilt es, Zufriedenheit im Leben zu erreichen, was viel besser nachwirkt. Also überlege einfach, was dich zufrieden stimmt. Glücksgefühle ebben zu schnell ab. Man kann mit ihnen arbeiten und diese Momente festhalten im Kopf, wie ein Foto, und dann wieder herauskramen, wenn es vielleicht kriselt. Probiert es aus!

Einen Moment zum Beispiel, der am 10.1. für mich ganz besonders war und wunderschön, war, als wir abends losfuhren Richtung Tierbestattung, fing es an mit schneien. Ein seeliger Moment, der dann auch noch einmal auftrat, als wir Spike in die Hände der Tierbestattung gegeben hatten. Komische Verbindung, nicht wahr?! Aber für mich einer jener, womit dieser Tag seine ganz eigene positive Bedeutung bekam. Klar, es tut noch weh, daran zu denken, aber dennoch ein nicht erklärbares, wundervolles Phänomen.

Und so baut es sich wieder optimistisch auf, das Leben.

Gestern hatte ich auch mal wieder interessante Gespräche mit meiner lieben Doreen. Tatsächlich können wir echt über manche Thesen philosophieren oder auch Standpunkte erkennen, die für einen selbst erst einmal gar nicht so ersichtlich sind. Ein Thema war Entscheidungen treffen. Klingt völlig banal, aber ist es nicht, weil wir da komplett unterschiedlich unterwegs sind. Während sie ihren Weg läuft mit gefühlt 3,8 Promille und mal hier und dort davon abkommt und schwankt zwischen Entscheidungen, bin ich eher geradlinig auf diesem Weg. Klar, es kommt immer mal eine Kreuzung, aber ich treffe für mich strukturiert die richtige Entscheidung. Manchmal mit kleiner Hilfe, aber dennoch den für mich korrekten Weg. Vielleicht habe ich dadurch nicht so viele Zwischenstopps und auch weniger Bekanntschaften, aber die, die ich habe, sind eben doch viel wert.

Genau so war auch mal eine ähnliche Unterhaltung mit einer Kollegin. Da musste ich für mich feststellen, dass ich grundsätzlich auf Arbeit mit jedem klar komme. Aber es ist am Ende ja nur die Arbeit. Das ist ein Lebensbereich, den ich in meiner freien Zeit mittlerweile sehr gut ausblenden kann. Natürlich hilft er mir auch zur Ablenkung wie im aktuellsten Fall, aber dennoch geht Freizeit auch ohne Gedanken an Arbeit. Dafür hat es aber auch lange Zeit gebraucht.

Ja, und so geht das Leben eben Tag um Tag weiter. Hier und da gibt es neue Infos, die kurzzeitig komisch wirken und nachdenklich machen, aber dann gibt es auch wieder Erlebnisse und Begegnungen, die einfach ein Lächeln hervorzaubern. Oder einfach auch nur ein Wort oder eine Geste. Und genau so gehe ich auch durchs Leben. Ich gebe auch gern was davon ab, aber genießen möchte ich es trotzdem auch für mich. Positive Energie in schweren Zeiten. Wie das geht? Bin ich vielleicht ein Beispiel dafür? Findet es heraus, indem ihr mich kennenlernt.

In diesem Sinne wünsche ich euch noch einen schönen Samstagabend und ein erholsames Wochenende!

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Autor: famyvo

Ich geh arbeiten, meine Hobbies sind die Fotografie, das Erkunden neuer Wanderwege für mich und meinen Hund, zudem bin ich spontan immer mal unterwegs im Landesgebiet. Willkommen im Leben!

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