Die 5 G’s

Zwischen Gefühlen, interessanten Gesprächen, Grillerchen, Gewitter und einer wunderbaren Gemeinschaft

Guten Abend ihr Lieben.

Lange gab es nichts mehr zu lesen hier. Woran es lag? Gute Frage… Ich kann sie euch jedenfalls nicht direkt beantworten.

Dafür gibt es heute mal wieder ein bisschen Gesprächsstoff, wohl im wahrsten Sinne des Wortes. Eines noch vorweg. Alles, was ich hier schreibe, ist meine Meinung und Einstellung zu den thematisierten Fakten. Wem etwas nicht passt, gern schreiben.

Diesen Hinweis wollte ich gern einfach noch geben, weil es hier vielleicht doch etwas persönlicher werden könnte. Dennoch habe ich die Bemühungen, es neutral wie möglich zu halten. Aber es sind Gefühle mit im Spiel.

Nun aber Schluss mit dem Vorgeplänkel und auf geht’s. Die Schreiblust packt mich wieder zum vergangenen Hundeurlaub, der nun auch schon wieder 1 1/2 Wochen her ist.

Start war am 15.5. wieder in die Sächsische Schweiz. Gemütlich wollten wir starten und entspannt fahren, denn die Abendrunde war für 17 Uhr angekündigt. Die A/K’s waren die letzten bei der Anreise, also wir. Egal, von sowas lass ich mich nicht beeinflussen. Bei Ankunft entstand so ein leichtes Druckempfinden auf uns, weil alle irgendwie los wollten. So packten wir schnell das Auto aus und liefen mit los. So kam vor allem bei den Hunden etwas Stress und Tumult auf. Es waren aber dieses Mal viele reaktive Hunde am Start bzw. einfach etwas unruhige Geister. Die Runde war so echt schön außer dieses kurze Donnerwetter, als es den Kohlbornstein hinauf ging. Hier und da ein bisschen Rumgegeifere. Da nimmt sich meine Prinzessin ja nicht raus. Es lag eben massive Spannung in der Luft. Deuten konnte sie in diesem Moment keiner, aber es waren alle etwas erschrocken, glaube ich in den Gesichtern gesehen zu haben. Die Aussicht auf dem Kohlbornstein konnte ich nicht so richtig genießen. Irgendetwas beschäftigte mich. Diese Spannung vielleicht… Auf den Rückweg wieder hinunter ins Tal über den Nachbarort zurück war es anders.

Zurück in der Unterkunft wurde der Grill angeschmissen und wir haben oben noch Salate geschnippelt in der Ferienwohnung. Es kehrte Ruhe ein. Für mich zu viel oder der Punkt, an dem Gefühle hoch kamen, auf die ich nicht gefasst war. Die Erinnerungen an Spike letztes Jahr an diesem Ort. Die liebe Gemeinschaft unten konnte ich nicht mehr besuchen am Abend. Dazu fehlte mir die Kraft. Ich brauchte Zeit für mich und das war auch okay so. Wenn die Gefühle so ausbrechen, war es mal notwendig.

Die Hunde sind die erste Nacht nicht richtig zur Ruhe gekommen. Jeder lag mal irgendwo mit im Bett und es war ziemliches Wuhling. So war es zumindest mein Empfinden. Am nächsten Morgen ging es für den Großteil zum Felsenlabyrinth, was wir vom letzten Jahr schon kannten. So haben wir uns den Tag anders gestaltet. Entspanntes Frühstück und dann einfach mal loslaufen und schauen, wo uns die Wege hinführen. Wir sind im Nachbardorf gelandet. Es war eine gemütliche und entspannte Runde. Nachmittags hatten wir spontan noch entschieden mit ein paar anderen aus der Gruppe noch etwas zu fahren und weiter die Gegend zu erkunden. Dabei haben wir auch Begegnung mit der Kirnitzschtalbahn gemacht. Sie hätte uns wirklich fast mit dem Auto geknutscht. War schon ein bisschen komisch. Die Bahn führt von Bad Schandau zu einem kleinen Wasserfall, der natürlich immer dann kräftig gezeigt wird, wenn diese Bahn dort ankommt. Was für ein Zufall. Witzig fand ich die Musik dazu. Es wird ein Video folgen.

In der Unterkunft wieder angekommen, gab es eine gemütliche Gesellschaft mit netten Unterhaltungen und es sollte zum Abendessen Nudeln mit verschiedenen Soßen geben. War mal was anderes. Nur Ava konnte ich diesen Abend irgendwie nicht allein lassen oben. Sie wurde wohl laut. Also holte ich sie mit nach unten. Na ja, gewisse neue Hundegesellschaft und Ava ist jetzt auch nicht die beste Kombi. Sie wirkte angespannt und beobachtete alles. Ich habe mich dann zeitig mit ihr wieder verkrümelt, weil sie ihre Ruhe gesucht hat. Vorher noch kurz vor der Tür gewesen und dann ging es wieder hoch. Die Nacht verlief etwas ruhiger.

Am nächsten Tag, es war Samstag, sollte es zur Bastei gehen. Karin und ich sind mit drei Hunden dort geblieben. Für Ava wären die Menschenmassen dort oben der Horror gewesen, wie es die Erzählungen uns im Nachhinein mitteilten. Ich bin am Vormittag stattdessen eine Runde noch mal vor Ort gelaufen und hatte böse Bekanntschaft mit einem Anwohner gemacht. Die Menschen können schon echt fies sein, aber in Karten ist es eben als offizieller Weg eingetragen. Na ja, ich wollte nichts riskieren und habe meine Diskussion abgebrochen und bin den gleichen Weg bis dorthin wieder zurück gelaufen. Dabei begegneten mir noch zwei ältere Damen, die ich auch gleich noch davor gewarnt habe. Sicher ist sicher.

Die andere Wandertruppe tauchte dann doch recht spät wieder auf, sodass der Plan für die zweite Runde wohl etwas ins Wasser fiel. Aber es gab auch schon eine Lösung. Wir gingen fast vor Ort am späten Nachmittag noch den Pabststein hoch. Apropos ins Wasser fiel. Regen gab es auch, wie man auf den Bildern nachfolgend erkennen kann. Aber Hundebesitzer schreckt ja nichts ab. Im Gegenteil, da sind weniger Menschen unterwegs. Den Berg hinauf lief es wirklich gut. Klar, anstrengend, aber ich habe mich gut gefühlt. Motiviert und einfach lauffreudig. Ava sowieso. Es ging hoch hinaus und es gab so ein paar Schnappschüsse und ein Gewitterchen. Auch Rumpelstilzchen haben wir angetroffen. Wer hätte das gedacht. Zu einem Einblick in eine Höhle kam es nicht wirklich, weil sich dort einige Personen inklusive Hund ein kleines Lager aufgeschlagen hatten zum Schlafen oder einfach für eine Pause. Ava ging es gut, sie wirkte entspannt. Ich war entspannt… und ein bisschen zufrieden. Anspannung und Stress weggelaufen. Das war mein Ziel in diesem Urlaub.

Als wir wie nasse Pudel wieder in der Unterkunft ankamen, lief der Grill schon rund. Es war wieder Grillerchen-Zeit. Mit dem besten Fleisch ever aus dem wunderschönen Thüringen. Rostbratwurst und Rostbrätl. Was will man mehr. Na ja, gut gefuttert wurde im Anschluss auch. Ava konnte ich dieses Mal oben allein lassen. Sie war entspannt und wollte wohl auch die Ruhe genießen. Wir saßen unten gemütlich beisammen und es gab wieder tolle Gespräche und viel Austausch. Vor allem unser Lehrerpärchen Ute und Lutz haben schöne Geschichten erzählt. Solche Lehrer wünscht man sich doch öfters. Glück für diejenigen, die bei den beiden Unterricht haben durften. Wirklich. Und so war es eine schöne Runde bis ca. 22/23 Uhr. Ich kann es gar nicht mehr genau sagen. Es wurde auch viel getrunken in Gesellschaft und es wurde immer lustiger. Nur gut, dass wenigstens eine nüchtern war inklusive der anwesenden Hunde. So ist es doch noch amüsanter.

Der nächste Tag, es war schon wieder Sonntag und der letzte Tag, sollte es noch eine kleine Runde um den Pfaffenstein geben. Zuvor haben sich alles ums Packen nach gemeinsamen Frühstück gekümmert und die Essenreste wurden aufgeteilt. Bis es irgendwann nichts mehr gab bzw. unsere Reiseleitung Stefan den Rest einfach einpackte. Was weg ist, ist weg. Dann gab es noch ein kurzes gemeinsames Foto, zum Teil ohne Hunde, und dann ging es auf zum Pfaffenstein. Hier waren dann nicht mehr alle mit dabei, aber es war eine 3,5km lange Strecke drumherum. Zwischendurch gab es für die Hunde mal ein Eichhörnchen zu sehen und dann war bei einigen der Funke auch durch.. Trotzdem eine gemütliche gemeinsame schöne Abschlussrunde.

Die Planung zuvor war etwas holprig, empfand ich und etwas unvorbereitet was am Ende dann doch die Kombis ergab. Aber irgendwie läuft es ja dennoch. Die Runden sind gut geplant gewesen, könnten aber auch einfach noch etwas spontaner und offener sein. Stur nach Plan fetzt nicht. Abenteuer sind gefragt. Da fällt mir nur das letzte Jahr ein. Das war ne krasse Herausforderung, aber der Weg war spannend bis zum Schluss.

Alles in allem waren wir auch wieder eine schöne Gemeinschaft, wo die ein oder anderen guten Kontakte entstanden sind und einfach der Austausch noch angenehmer war. Die Heimfahrt war noch einmal mit Spannung bepackt, es zog eine Gewitterfront im Auto auf. Aber auch das gab sich wieder. Es gibt eben doch Diskrepanzen, die mal raus mussten. Ich bin halt laut Navi die kürzeste Strecke gefahren, die aber komplett über Landstraße führte und wir dadurch womöglich sehr lange unterwegs waren. Ich fand es gemütlich, meine liebe Mitfahrerin dann doch nicht mehr. Sie wollte schnell zu Hause sein. Also doch noch schnell eine Autobahnauffahrt gesucht und schnell ging es durch wenige Schauer nach Halle zurück.

Zu Hause angekommen hatte ich einen Hund, der gefühlt drei Tage durchgeschlafen hat, außer natürlich zur Runde nicht. Für Ava war die Kombi doch sehr stressig, was ich zu Beginn nicht unbedingt erwartet habe. Aber nun weiß ich, wie ich mich auf solche Ausflüge einstellen muss. Die kleine Maus ist eben doch eine Einzelprinzessin und genießt sehr viel Ruhe. Das habe ich dieses Mal aus diesem Hundeurlaub mitnehmen dürfen. Und die Erinnerung und das Hochkochen der unterschiedlichsten Gefühle ist die andere Erfahrung. Dabei bin ich dennoch immer ich selbst geblieben, nur eben manchmal einfach für mich in stillen Momenten. Und das ist auch okay so, denn so ist es schon immer und ich kann damit umgehen. Auch mit dem Donnerwetter, was man so rundherum abbekommen hat. Wir müssen als Menschen manchmal ganz schön was aushalten. Dazu im folgenden Beitrag aber mehr.

Nun habt noch viel Freude an den Bildern. Auf Nachfrage ist die Veröffentlichung hier im Blog erlaubt. Wer dennoch etwas dagegen hat, kann sich noch einmal gern bei mir melden.

Ich wünsche euch einen wunderschönen Abend und eine gute Nacht und denkt dran, nutzt die kleinen schönen Momente, um in Krisenzeiten daraus mit Erinnerungen Kraft zu schöpfen.

Bis bald und guts Nächtle!

IP.S.: Wisst ihr jetzt, warum das 5G-Netz so heißt? Es beudetet netzwerken in allen Ebenen. Kleiner Wink mit dem Zaunpfahl. Winke winke!

Runde mit den beiden A’s.
Der kleine Wasserfall bei Bad Schandau.
Die Kirnitzschtalbahn.
Avatar von Unbekannt

Autor: famyvo

Ich geh arbeiten, meine Hobbies sind die Fotografie, das Erkunden neuer Wanderwege für mich und meinen Hund, zudem bin ich spontan immer mal unterwegs im Landesgebiet. Willkommen im Leben!

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