Guten Abend ihr Lieben.
Es ist Samstagabend und mal wieder Zeit, ein kleines Resümee aus dieser fast beendeten Woche zu ziehen. Anlass war an sich eine für mich ziemlich witzige Situation dieses Thema aufzugreifen, weil es eben doch etwas tiefgründiger ist.
Diese Woche im Gruppenchat der Kollegen schrieb doch jemand Thresen so, wie es jetzt dort steht. Puh, da kam mein innerer Monk. Bei manchen Fehlern geht bei mir die Nervenfaser die Wand hoch. Nein, so schlimm ist es dann doch nicht. Aber ich habe den Fehler offensichtlich kritisiert und korrigiert. Betreffende Kollegin war offensichtlich nicht begeistert, andere haben sich wahrscheinlich amüsiert. Ich hatte so leichte Schadenfreude in mir. Die kleinen Momente im Leben und so.
Nein, aber Scherz beiseite. Ich denke, die Kollegin kann damit umgehen und für mich war es ein Anlass zu schauen, was ich schon so mitgenommen habe an Kritik. Fies war in diesem Kontext einfach, dass es schriftlich war und nicht im verbalen mündlichen Austausch.
Und wenn ich so auf dieses bisherige Jahr zurückschaue, sehe auch ich Verbesserungsprozesse, die eingesetzt haben. Vorranging auf Arbeit, denn hier sind doch so einige Sachen passiert. Das Gute hierbei ist aber, ich kann mir diese Fehler eingestehen. Mit diesem Eingeständnis kann ich mich selbst korrigieren. Es geht nicht immer um direkt erkannte Fehler, auch so diese indirekten Hinweise, die es von hier und dort gibt. Der berühmte Wink mit dem Zaunpfahl.
Das Ganze ist ein Lernprozess. Prozessoptimierung gibt es auf allen Ebenen. Nicht nur bei mir selbst. Auf der einen Seite haben wir ein System, um dies anzuzeigen, auf der anderen Seite wird aber diese Unterstützung nicht genutzt. Denn woraus soll ein Unternehmen dann lernen? Klar macht man das intern dann zum Thema und bespricht es und sucht nach Lösungs- bzw. Verbesserungsvorschlägen. Aber haben andere das Problem vielleicht auch? Es gibt so viele Management-Systeme, aber irgendwie ineinander zusammenspielen ist schwierig. Vielleicht übe ich auch gerade etwas Kritik, aber man kann sich auch tot-managen. Worum es eigentlich geht, sind doch die Menschen, mit denen wir arbeiten.
Und ja, am Ende kochen alle nur mit Wasser, aber dennoch genehmigen wir uns zugrunde. Da weiß die eine Hand nicht, was die andere macht, wartet aber auf einen genehmigten Schrieps. Und die andere Seite denkt, sie braucht noch was von oben…
Diese Erfahrung sehe ich auch bei den unterschiedlichsten Behörden untereinander. Am eigenen Leib erlebt damals bei meinem Reha-Antrag 2021 für die ambulante Reha. Am Ende habe ich am Telefon einfach gebeten, mit dem zuständigen Partner selbst in Kontakt zu treten. Ich als Vermittler, quasi dritte Instanz, hab das nicht hinbekommen. Das sind so Momente, wo die Digitalisierung im gewissen Umfang Sinn macht. Am Ende sind wir doch so oder so gläsern. Das sehe ich allein daran, wenn ich Google öffne im Browser und sehe, was da so als Artikel erscheint… Suchbegriffe hin oder her.
Ich für mich selbst kann sehen, dass ich kritikfähig bin und ab und an mal eine auf den Deckel brauche. Vollkommen in Ordnung.
Dass es dieses Jahr insgesamt echt in sich hat, sehe ich auf Arbeit und privat. Meinen Blutrausch bekomme ich nicht gestillt und manchmal wird man missverstanden. –> Warum das so ist? Es sind verschiedene Ebenen, die wohl nicht immer ganz passen. Dafür sind wir Individuen geworden. Und so fühlt man sich doch dort am wohlsten, wo es Gleichgesinnte gibt, die auf einer Welle reiten. Manchmal kommt unverhofft oft.
Und so klingt ein Abend aus mit einem Blick in den sternenklaren Himmel mit Mondschein. Ich wünsche euch von Herzen einen wundervollen Wochenabschluss. Schaut in die Ferne, schaut in die Sterne.
Bis dahin!




