Frei laufende Gedanken

Guten Abend ihr Lieben.

Es gibt mal wieder eine Wortmeldung von mir. Lange ist es her… Der Grund ist genau oben genannter. Die Gedankengänge sind wie auseinander gefleddert und ich versuche sie einzufangen. Sie sind im Freilauf, aber hören nicht auf mich und kommen wieder zurück zu mir. Eine Art Leere im Kopf.

Dabei habe ich so vieles in den letzten Wochen erlebt und war auch eine Woche im Urlaub unterwegs. Dennoch sammelt sich nichts außer die Blockade… bis zum heutigen Abend.

Es sind diese Momente, die mir zeigen, dass ich trotzdem empfinden kann. Momente, die einfach das Schöne zeigen und man sich nicht zu sehr beeinflussen lässt. Einfach „frei laufen“. So ging es mir zumindest in meiner Urlaubswoche.

Recht spontan hatte ich Urlaub gebucht im Schwarzwald. Eine Gegend, die ich bisher noch gar nicht kannte und sie mich etwas gereizt hat. Und so fand sich auch ein gutes Hotel, wo auch Hunde erlaubt sind, in Salzstetten. Die Autofahrt war zwar etwas langwierig und öde, aber der Urlaub umso schöner. Es erwartete mich eine entspannte Atmosphäre und nette Begrüßung, auch von Ava. Das Zimmer hatte eine angenehme Größe und war schön urig, das Bad dafür sehr modern. Auto ausgepackt, ging es mit Ava erst einmal eine kleine Runde. Da hab ich mich doch tatsächlich schon am Anreisetag in diesen wunderschönen Bürgle-Park verliebt. So detailliert eingerichtet. Im Frühjahr sicher eine hiesige Blütenpracht und dann mit der Deko im Einklang.

Grundsätzlich muss ich sagen, dass diese Gegend empfehlenswert ist. Das Hotel sowieso. Eine kleine Wellness-Oase, wo doch vieles mit inkludiert ist. Gebucht hatte ich Halbpension, was auch völlig ausreicht. Es gab eine Bar, die abends geöffnet war, ein Hallenbad, Sauna, eine Tennishalle, mehrere Sport-Angebote und einen Spa-Bereich, wo man Anwendungen buchen konnte. Bis auf die Tennishalle habe ich tatsächlich alles mal genutzt. Denn es sollte ja ein Erholungsurlaub sein. Irgendwie habe ich dort dann aber völlig meinen Faden verloren. Dann kam die Leere, obwohl es wunderbare freundliche Begegnungen gab. Ava hat auch die beiden hausinternen Hunde nicht gefressen, obwohl das Mädel echt zickig war. Darüber war ich super stolz. Ich habe mein Auto in dieser Urlaubswoche nicht einmal bewegt, dafür mich und Ava umso mehr. Laufen, um die Gedanken wieder einzufangen oder wenigstens einzuholen. Gelungen war es mir nicht. Leerstand und dennoch erholsam. Bis auf die Betten. Aber da hat ja jeder seinen eigenen Favoriten, das eigene zu Hause.

In diesen Tagen dort in Salzstetten und Umgebung haben wir in den aufgezeichneten Runden über 60km erlaufen bei bestem Wetter! Es war trocken, das zählte. Und beeindruckt war ich, dass man wirklich nur wenigen Menschen begegnete auf den gewählten Routen, obwohl die Wanderwege so gut sind. So hatten wir unsere vollkommene Ruhe auf Feld- und Waldwege und konnten gemeinsam über uns hinaus wachsen. Ava brauchte danach erst einmal Urlaub vom Urlaub. Die Tage vergingen, aber auch nicht zu schnell. Ich fühlte mich schon wohl, aber die Leere war dennoch da. Komisches Gefühl, was ich so krass noch nicht kannte. Ich habe auch kein einziges Mal an Arbeit gedacht, weil ich es aber auch nicht wollte.

Die Bindung zu Ava hat diese Woche noch einmal stärker gemacht. Allein schon durch die Haushunde im Hotel von einer Mitarbeiterin.

Die kulinarische Beköstigung war auch sehr reichhaltig. Frühstück war immer Buffet und abends mal Buffet oder einige Tage auch ein 5-Gang-Menü. Dabei waren Vorspeisen, Salate und Suppe dennoch am Buffet zu holen. Aber Hauptgang und Dessert gab es an den Tisch. Ava durfte hier auch mit ins Restaurant runter, sodass sie früh und abends nicht auf dem Zimmer verharren musste. Sie hat es auch dort richtig klasse gemeistert, wenn ich den Tisch immer mal verlassen habe. Sie wartete geduldig und freute sich über Mitarbeiter, die sie begrüßen wollten. Diese Menschen bleiben für mich in Erinnerung. Auch wenn es nur kurze flüchtige Begegnungen waren.

Ich sehe alles gerade mit anderen Augen und weiß nicht, warum. Auf der einen Seite fühlt es sich gut an, auf der anderen Seite ist es wohl doch eine Blockade. Dieser Urlaub zeigte es mir sehr sehr deutlich. Erholt war ich, denn ich hatte mir einiges gegönnt. Der Kopf ist aber dicht. Nicht greifbar. Oder einfach zu voll mit Dingen, die mal wieder aussortiert werden müssen.

Darum helfen mir Bilder gerade sehr, Momente innezuhalten. Auch die letzten Tage im Erlebten. Mit der Hoffnung, diesen Faden wiederzufinden und meinen Weg wieder richtig zu finden. Die Gedanken im Freilauf wieder etwas einzufangen. Momente wieder anders wahrzunehmen. Sie sind schön, aber irgendwie nicht greifbar.

Dennoch möchte ich mich herzlich für diesen Urlaub bedanken in Salzstetten und über diese herzlichen Menschen vor Ort, die auch nur ihre Arbeit gern machen, auch wenn es manchmal stressig wird. Es folgen noch ein paar Eindrücke in Bildern zusammengefasst, aber nicht nur aus dem Urlaub, sondern auch aus den letzten Tagen.

Somit versuche ich mich wieder etwas zu sammeln und zu sortieren und wünsche mir wieder etwas mehr Gefühl im Herzen.

Bis dahin!

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Autor: famyvo

Ich geh arbeiten, meine Hobbies sind die Fotografie, das Erkunden neuer Wanderwege für mich und meinen Hund, zudem bin ich spontan immer mal unterwegs im Landesgebiet. Willkommen im Leben!

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