Chaostruppe on the way

Hallo meine Lieben.

Auch wenn das Bild bereits aus dem letzten Jahr ist, so ist es aktueller denn je. Denn seit einigen Wochen sind wir wieder komplett. Zu Beginn waren bisher nur kleinere Runden möglich, da selbst zum Widerstand aufbauen die Kraft noch etwas schwächlich war. Mittlerweile aber kann ich problemlos Runden laufen über zwei Stunden, wenn ich mag. Ich kann meinen Hunden wieder etwas bieten ohne Schmerzen, ohne Humpeln und mit Kraft, beide halten zu können.

Lange genug hat es gedauert, denke ich. Aber: was lange wärd, wird gut. Es ist schon beeindruckend, was am Ende der Körper leistet und welche Anstrengungen es benötigt, wieder den Ursprungszustand herzustellen. Geholfen hat mir dabei wirklich die ambulante Rehabilitationsmaßnahme von genau vier Wochen. Trotz Corona wird es dort weitergeführt. Ich finde es klasse. Ja, am Ende des Therapietages ist man dann doch schon froh, die Maske dann ablegen zu dürfen, aber wenn es doch was bringt. Sicher bin ich mir da aber auch mittlerweile nicht mehr so ganz. Ja, ich trage sie, aber nachdem, wie im Moment diese Zahlen wieder steigen. Keine Ahnung, was noch richtig ist. Die Politik weiß es ja leider auch nicht. Ich weiß nur, dass ich mich mal nach Urlaub wieder sehne. Aber nun heißt es ab morgen erst einmal wieder aus dem Vollen schöpfen und die Kollegen unterstützen. Ich freue mich schon wieder sehr aufs Arbeiten. Man mag es kaum glauben, aber so die ganze Zeit, wo man nichts machen kann, das war schon komisch, ungewohnt.

Auch wenn es vom Arbeitgeber nicht so gern gesehen war aufgrund der Gesamtsituation, so habe ich doch sehr profitiert aus der Reha. Darum gilt es auch diese Menschen dort, die ebenfalls viel leisten, einen großes Lob und ein fettes DANKESCHÖN.

Ambulante Reha… Viele schwören ja auf eine Reha weit weg. Für bestimmte Sachen, sicher angebracht. Hier aber, wo man sein privates Umfeld hat, wo ich meine Chaoten habe, ich schauen kann, wie ich im Alltag zurechtkomme, ist auch Gold wert. In Bezug auf den Bewegungsapparat sollte man solche Möglichkeiten wirklich vor Ort nutzen. Ach, und noch etwas. Das mögen vielleicht nicht gerne die Betroffenen hören bzw. lesen, aber meine Feststellung ist Folgende: gut ausgebildete und erfahrene Physio- und Sporttherapeuten, die meinetwegen auch studiert haben oder nicht, sind in Bezug auf Bewegung manchmal die besseren Ärzte. Denn auch sie sind, wie die Pflege, eben doch noch näher am Patienten bzw. Klienten.

Somit habe ich die lange Zeit gut überstanden und habe wieder einmal viel für mich mitgenommen und bin immer wieder froh, solch einen Freundeskreis zu haben vor Ort, die sich aufopferungsvoll um die Chaoten gekümmert haben, die für mich da waren, auch wenn die Zeit begrenzt war. Danke auch an den beiden Therapeutinnen, die mich wieder zu dem Stand gebracht haben, wo ich vorher mal war. Die gesamten vier Wochen Ansprechpartner und nette Gesprächspartner zu haben, so würde ich es mir auch ein bisschen in der Pflege wünschen. Ich weiß, es nicht alles Gold, was glänzt, aber da passt das Thema „Bezugspflege“ auch ganz gut. Nur im Bereich der Therapie eben zutreffend. Es sind eben doch alles eigenständige Profession, die es gilt wertzuschätzen. Vielleicht sollte man in den Bereichen auch einfach mal die Zahlungen gleichsetzen in Bezug auf die Ärzteschaft. Ohne uns wäre die Medizin auch bloß so halbgewalkt.

Ja, alles in allem: 6 Monate interessante Zeit mal wieder kennengelernt. Jetzt kann der Frühling kommen, ich bin bereit für Garten und Spaziergänge. Ich bin froh, diesen ganzen Weg gegangen zu sein. Es ist manchmal das Schicksal oder die Steine, die einen in den Weg gelegt werden. Entweder man schafft sie beiseite, steigt hinüber oder geht daran vorbei. Ich war der Meinung, dass ich hinübersteige, denn da gibt es noch einmal eine ganz andere Aussicht. 🙂

In diesem Sinne: Danke, danke, danke. Auch von meinen beiden Chaoten. Wir genießen nun noch etwas Sonne auf dem Balkon.

Schönen Tag euch allen und ein frohes Osterfest trotz C.!

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Autor: famyvo

Ich geh arbeiten, meine Hobbies sind die Fotografie, das Erkunden neuer Wanderwege für mich und meinen Hund, zudem bin ich spontan immer mal unterwegs im Landesgebiet. Willkommen im Leben!

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