Guten Abend ihr Lieben.
Ja, heute ist Vollmond und noch dazu sternklarer Himmel. Es ist fast wie taghell draußen und ich nutze das gern, um in den Himmel zu schauen. Was ich da oben sehe? Gedanken an die Menschen, die ich in meinem Umfeld bereits verloren habe.
Ja, so ein Verlust ist schon ein komisches Gefühl. Vorbereiten kann man sich nie darauf. Es ist immer plötzlich, auch bei schwerer Krankheit. Der Zeitpunkt ist nie der Richtige. Das Leben kann echt gemein sein, wenn es dann einfach so weitergeht. Beide Themen, die ich hier nutze, hatte ich bereits in anderen Beiträgen. Jetzt hat es mal wieder mein Umfeld getroffen. Mein Umgang damit? Ich ziehe die positiven Erlebnisse heraus und freue mich darüber, dass man jetzt von oben Ausschau auf dieser Welt hält. Ein Stück lebt immer in uns aufgrund der Erinnerungen.
Ich weiß nicht, ob ich das so sagen kann, aber in dieser Hinsicht bin ich für mein noch recht junges Alter schon recht erfahren. Klar, jeder trauert anders. Bei mir gibt es dann mal einige Zeit Fressflashs und ich bin eher jemand, der Zeit für sich braucht und vor allem Musik auf den Ohren. Andere brauchen das Gespräch, wieder andere verkriechen sich in der Arbeit. Am Ende findet aber jeder seinen Weg, mit dem Tod umzugehen.
Die erste Konfrontation damit ist dabei oft diejenige, die sich am meisten einprägt. Denn eigentlich geht der Alltag weiter, aber man hat Leere im Kopf. Man muss sich mit so vielen Dingen auseinandersetzen, organisieren und dann, wenn die Bestattung näher rückt, kommt oftmals erst die Realisierung. Diese Person kommt nie wieder zurück. Sie ist dort, wo sie ist. Ich kann von drei Beerdigungen als Erfahrung sprechen, aber ich bin ehrlich, Erinnerungen habe ich dazu nur wenige. Diese Orte sind mir nicht wirklich wichtig. Ich nutze gerne Punkte, an denen ich es mit schönen Erinnerungen verknüpfe. Wenn ich ein Beispiel für eine Beerdigung nennen kann, dann nutze ich die meines Vaters. Da habe ich noch immer im Kopf, dass die gesamte Familie vor Ort war und gefühlt das halbe Dorf mit allen Arbeitskollegen, die ich kannte oder auch nicht. Und dann ist es für mich toll, diese wiederzusehen und einfach in den Gedanken zu versinken und zu lächeln. Denn ich habe damals daraus mitgenommen, wie sich doch der Kreis schließt, wenn man doch gute Verknüpfungen hatte. Lang, lang ist’s her. Die Zeit, das Leben, geht eben weiter bis zu einem gewissen Punkt. Bei manchen leider eher, bei den anderen später. Es ist eben nie der richtige Zeitpunkt.
Umso wichtiger ist es, füreinander da zu sein. Egal wie und mit wem. Sei es der Freundeskreis, die Kollegen, die Familie oder einfach eine Vertrauensperson. Wir dürfen und müssen auch trauern können! Jeder auf seine Weise! Ich bin selbst auf folgende Gedanken gekommen, was sich gern jeder annehmen darf: Trauer beginnt dann, wenn dir bewusstwird, dass ein geliebter Mensch fehlt. Sie wird nie enden, aber sie wird mit der Zeit erträglicher. Denke zurück an die schönen Momente und tanke Kraft daraus!
So kann ich nur sagen, schätzt jeden Moment im Leben, die ihr mit euren Liebsten um euch habt, auch wenn sie manchmal nicht so schön sind. Manchmal kann man sich auch später darüber amüsieren oder schmunzeln. Wichtig ist aber auch, füreinander da zu sein. Ich bin für die Menschen da, die mich brauchen, auch wenn ich dennoch eher Zuhörer als Redner bin. Reden werde ich im Kopf mit vielen kleinen Gedankensprüngen. Mal kommt dann auch was Sinnvolles. Aber ich bin immer für euch da! Unser Leben wächst aus den Erfahrungen, die wir sammeln und gemeinsam lebt es sich leichter.
Ach ja, und ein wahres Lächeln kommt immer von Herzen. Das durfte ich in dieser Woche noch erleben. Auch solche Situationen bauen auf und stärken. Wir Menschen sind soziale Wesen. Wir brauchen die Gemeinschaft, der eine mehr, der andere weniger. Aber es ist so wichtig für unsere Entwicklung. Ich möchte auch noch allen danken, die immer für mich da sind. So wenig Geste und doch so viel erreicht.
Denkt bitte an den 20. März: Welttag des Glücks. Schafft euch einen glücklichen Moment und haltet ihn mit eurem Herzen fest.
In diesem Sinne wünsche ich euch noch einen angenehmen Abend und sage bis bald!
