Guten Abend ihr Lieben.
Lang ist’s her, dass der letzte Beitrag entstanden ist. Was soll ich sagen, die Zeit ist gerade nicht einfach und doch auch irgendwie turbulent. Der Weg zum nächsten Ziel ist in greifbarer Nähe und in Arbeit.
Neuanfang ist schwer, aber viel schlimmer ist es doch, in Strukturen „gefangen“ zu sein, wo man doch merkt, dass sie einem nicht mehr gut tun. Sicher habe ich mich verändert und weiterentwickelt und so ein oder zwei Schritte werden mir nicht einfach fallen, aber ich muss aus diesem Rad der Unzufriedenheit hinaus. Dabei tun mir die ein oder anderen Menschen durchaus Leid.
Wir interpretieren in Kunst immer unser eigenes Thema. In diesem Song sehe ich zum Teil diese Befangenheit der aktuellen Strukturen. Aber auch die Sehnsucht und gewisse Kraft, dort das neue entwickeln zu lassen. Vielleicht ahnen es einige im Umkreis bereits, andere sind bereits eingeweiht. Wieder andere werden es vielleicht nie verstehen, weil sie so viel in mir gesetzt haben. Es wird enttäuschte Gesichter geben, vielleicht aber auch erleichterte. Am Ende geht es doch aber darum, was mir gut tut.
Ein großer Schritt ins Ungewisse, aber vielleicht erfülltere Leben. Autark sein, dabei aber immer bei mir selbst bleiben. Das habe ich für mich gelernt. Und ich merke leider auch mittlerweile sehr bewusst, wenn mir etwas nicht gut tut. Energie zu verschwenden, wo es in geringen Maße anerkannt wird. Das ist nicht böse gemeint, aber leider meine Wahrnehmung, die wohl sehr sensibel ist. Von Beginn an, aber nie so bewusst wahrgenommen wie seit dem vergangenem Jahr dank der Hypnosetherapie.
Wir drehen uns im Kreise der Unzufriedenheit und brechen nicht aus. Was ist die Folge? Wir machen uns fertig. Klar, Perspektiven-Wechsel ist dabei sehr hilfreich, um den Blick anders zu lenken, von „oben“ herab objektiv betrachten. Vereinbarkeit mit seinen eigenen Einstellungen sind da manchmal wirklich schwierig.
Es hat jeder sein Päckchen auf gewisser Art zu tragen und es spiegelt sich in jedem Handeln wieder. Warum ist zum Beispiel die Verkäuferin shhlecht gelaunt? Wer weiß, was privat vorgefallen ist. Warum reagiert ein Patient genervt? Fragen wir ihn. Vielleicht macht die Partnerin Stress oder er leidet durch Schmerzen und kompensiert es mit mieser Laune. Warum fragen wir die Menschen nicht einfach. So kommen wir ins Gespräch und können unser Gegenüber doch besser verstehen.
Kommunikation ist mir so wichtig geworden und dennoch ziehe ich mich gerade wieder zurück, was ich aber nicht möchte. Aus diesem Kreislauf möchte ich wieder hinaus. Und dafür bedarf es einen großen Schritt ins Ungewisse, aber vielleicht Bessere. Wer weiß das schon. Wie heißt es so schön, wer wagt, der gewinnt. Und sei es nur an Erfahrung. Das Leben ist zu kurz, um sich im Kreis zu bewegen und nur zu meckern oder es sich hineinzufressen. Windräder drehen sich zwar auch im Kreis, sie ändern aber dennoch ab und an mal die Richtung.
Und ja, am Ende hat der Buschfunk wohl doch recht gehabt. Am Ende gehört es zum selbstbestimmten Leben, sich verändern zu dürfen. Lang genug war man in gewissen Strukturen gefesselt, ohne dies mit böser Absicht zu meinen.
So genieße ich nun die letzten Minuten des Tageslicht auf dem Balkon und werde morgen einen großen Schritt tätigen. Um ehrlich zu sein, wird es einer der schwersten, tatsächlich.
In diesem Sinne wünsche ich euch einen schönen Abend an diesem ersten Mai-Tag.
Bis bald.




