Kein alter Monat

Was bitte waren das für emotionale 5 Tage im Mai bisher?

Was passiert gerade? Warum passiert es? Welche Auslöser gab es?

Fragen über Fragen im Kopf, und dennoch komme ich zu einem Ergebnis. Man hält es kaum für möglich.

Somit wünsche ich euch erst einmal einen guten Abend, ihr Lieben.

Als ich meinen letzten Beitrag schrieb, dachte ich noch nicht an die Ausmaße, die alles nimmt in diesem Monat. Nachdem mich wirklich liebe Menschen direkt darauf angesprochen haben und ich diese Veränderung bejaht habe, wurde die Stimmung etwas trübe. Tue ich das Richtige? Wenn ich egoistisch bin und an mich denke, dann ja. Und im Leben muss man das leider manchmal tun. Es würde mich sonst zu sehr zermürben. Ich kämpfe jetzt schon jeden Tag. Dabei mag ich meinen Job sehr und die Verantwortung, die ich mittlerweile gewonnen und erlernt habe.

Der erste riesige Schritt ist nun erfolgt. Jetzt folgen weitere, die definitiv einfacher werden. Denn einer Person das mitzuteilen wie am Donnerstag, die einem doch sehr am Herzen liegt, das tut tatsächlich weh. Und der Wink mit dem Zaunpfahl ebenso. Für manche Menschen in meinem aktuellen Umkreis tut es mir sehr sehr Leid. Ich bin hier halt doch groß geworden, bin innerlich gewachsen und mit Erfahrungen noch weiter gereift.

Wenn ich einen Zeitpunkt benennen sollte, wie alles anfing, kann ich es nicht definieren. Daran erkennt man ja aber, dass Wachstum ein Prozess ist. Geistige Reife. Ich kann es nicht beschreiben, aber man betrachtet viele Schritte dieser doch immer mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Aber reif bin ich noch lange nicht. Dafür bin ich noch viel zu jung. Erfahrungen, neue Dinge möchten gesammelt werden. Wissensdurst? Das Leben leben? Mögt ihr es bezeichnen, wie ihr wollt. Ich benötige diese Veränderung für mein Wohlergehen. Das bedeutet ja nicht, dass auch die sozialen Kontakte schwinden. Wer mich gut kennt, und da nenne ich nur Steffi und Marika, die wissen, dass ich auch gern aus der Ferne Kontakt halte, auch wenn es nicht häufig ist.

– ….. –

Wenn ich bei den Emotionen bleiben möchte, habe ich dank eines Diensttausches einer lieben Kollegin wieder an der kreativen Schreibwerkstatt teilnehmen können. Zwei sehr intensive Tage mit wieder interessanten Menschen und wahnsinnig tollen Texten. Freitag waren es drei Stunden, am Samstag sechs Stunden. Geistig emotionale Arbeit. Mit Kunst verarbeiten wir eben auch Themen. Mehr als man wirklich selbst bewusst mitbekommt. Aber das Feedback ist dafür umso offener und erzählt von dem, was wirklich in einem arbeitet. Psychoanalyse in Texten. Es begeistert mich immer wieder. Und so habe auch ich aus früheren Tagen etwas von mir gegeben und merkte, was wirklich noch Thema ist. In Anbetracht dessen, dass ich da schon tiefer in der Materie unterwegs war. Trotzdem emotional überladen. Wirklich überladen. Bislang dachte ich, da ist einiges erledigt. Aber dieses Thema wird immer bestehen bleiben. Nur mein Umgang damit ist anders. Offener. Ich kann darüber reden, ich kann Gefühle zeigen und ich werde immer ungeklärte Fragen haben, die mich aber antreiben, so weiter zu machen, wie ich mein Leben lebe. Egal um jeden Preis, wer mich beeinflussen möchte. So ist die Erkenntnis immer entstanden, mich von belastenden Dingen loszulösen. Ganz unbewusst mein bisher junges Leben lang. Auch und eben gerade jetzt wieder. Loslassen, der Schlüssel zum Glück oder eher zum zufriedenen Leben. Danke für diese neun lehrreichen Stunden, womit ich wieder Inspiration und Ideen bekommen habe.

Abends ging es dann noch auf „Arbeitseinsatz“ fürs Planetarium zur Museumsnacht in Halle. Vier Stunden aufpassen auf die kleinen Wunderwerke und Fragen beantworten. Ich gebe zu, der Großteil der Mitglieder im Förderverein ist recht gehoben, aber dennoch hat man ja das gleiche Interesse irgendwie. Es war auf jeden Fall eine gut besuchte Location und ein kleiner Ausgleich zum emotionalen Nachmittag.

Heute ging es mit einer sehr guten Freundin dann noch zur Landesgartenschau nach Bad Dürrenberg. Aber wesentlich war doch der gemeinsame Austausch, um ehrlich zu sein. Dankbarkeit für gegenseitiges Vertrauen. Und dazu ein wunderschön gestaltetes Gelände.

So kann ich abschließend zu diesen Tagen sagen, dass ich Emotionen gesammelt, aber auch gegeben habe und stelle wieder einmal fest, dass jeder, aber wirklich jeder, sein eigenes Päckchen zu tragen hat. Wichtig ist, damit gut umgehen zu können und auch mal richtig abzuschalten. Ich habe meine Möglichkeit dafür gefunden und auch Wege, um dies zu entschlüsseln oder loszulösen. Wir gehen eben jeder seine eigenen Wege. Schade, dass das von manchen schwer akzeptiert werden kann. Man ist ja nicht aus der Welt. Im Gegenteil. Es kann ganz anders wachsen oder eben auch gar nicht.

Und so saß ich nach diesen vielen Erlebnissen für mich noch einmal dort, wo ich die Nähe spürte, erzählte und konnte dann tatsächlich noch tiefenentspannen mit einer kurzen Selbsthypnose. Handwerkzeug. Anwendung simpel, aber bei tiefen Themen nicht allein stemmbar. Selbsthypnose => Meditation. Fast zumindest. Mach dir positive Bilder und halte dir diese im Unterbewusstsein fest. Eine Lehre, der ich sehr sehr dankbar bin, wie allen Menschen in meinem Umfeld, die mit mir gut klarkommen. Herzlichen Dank.

Und nun geht es ab in die Koje, damit morgen wieder durchgestartet werden kann. Danke fürs Lesen. Ich freue mich auch über Kommentare. Bis bald und guts Nächtle!

Abschalten und Entspannen

Ein kurzer Nachtrag, den ich gern mit euch teilen möchte.

Ich habe ja früher schon Texte geschrieben, nur in anderer Form. Einen möchte ich euch gern in leicht überarbeiteter Form mal vorstellen.

Entstanden im Januar 2011, überarbeitet im Mai 2024

Stille

Du stehst an einem Meeresstrand

und vor Dir siehst Du Wasser und Sand.

Dein Kopf ist voller Verwirrung

und Du weißt, es ist keine Irrung.

…..

Setz Dich nieder am Meeresrand

und lausche dem Meer gespannt.

Es liegt eine besondere Ruhe in der Luft

und ein Gedanke nach dem anderen verpufft.

…..

Einen Augenblick der Leere in Dir,

das wünsch‘ ich mir.

Einfach mal abschalten können,

nicht immer im Leben weiter rennen.

…..

Genieße den Augenblick der Stille,

denn es ist eine winzige Lebensrille.

Hier entlang fließt Deine innere Kraft,

die Dir auch neuen Lebensmut verschafft.

…..

In der Stille bist Du nie allein.

Das Meer hört Dir zu; so wird es sein.

Der Lebenswille hat eine große Macht,

sodass er im Wasser sogar Feuer entfacht.

…..

Du musst daran glauben!

Und du darfst Dir dabei alles erlauben!

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Autor: famyvo

Ich geh arbeiten, meine Hobbies sind die Fotografie, das Erkunden neuer Wanderwege für mich und meinen Hund, zudem bin ich spontan immer mal unterwegs im Landesgebiet. Willkommen im Leben!

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