10 Jahre – eine Revue

Guten Abend ihr Lieben.

Puh, ich hab gar nicht den Punkt in diesem Jahr abgepasst, wann ich denn Jubiläum hätte auf meiner Arbeitsstätte. Aber ich habe es ja so oder so nicht so mit Geburtstagen und co. Selbst den meines Spikes habe ich völlig verplant, aber wir feiern doch eh jeden Tag. Es gibt trotzdem täglich tolle Leckerli. Die kann man auch feiern. Der ist in diesem Jahr tatsächlich schon 11 Jahre alt geworden.

Mir dürfen Leute wahrlich nicht böse sein, wenn ich irgendwelche Tage nicht im Kopf habe. Es sind in meinen Augen keine wichtigen Tage. Wichtig sind doch diese Tage, an denen man sich sehen kann, etwas miteinander machen kann und einfach beisammen ist. Denn das ist doch das, was zählt heute. Ich weiß, da gehen die Meinungen auseinander. Aber so ist meine Einstellung zu diesem Thema.

Tja, ihr überlegt nun, was ich für 10 Jahre schon erreicht habe. Tatsächlich gehöre ich mit kleinen Verflüchtigungen durch Weiterbildungen zehn lange Jahre der HNO an. Höhen und Tiefen, Personalengpass und -schwemme, jahrelang kein Neuzugang und dann holla die Waldfee, kommt einer nach dem anderen. Wow. Eine einzigartige Geschichte… Nun denkt ihr sicher, na das erlebt doch jeder.

Klar erlebt jeder so eine Geschichte, und dabei hat jeder so seine ganz eigene. Darum sind wir ja so individuell.

Während ich gerade mein Corona loswerden möchte und es mich etwas aus den Latschen geholt hat, gab es die Station-Weihnachtsfeier. Klar wäre ich gern mit dabei gewesen, aber meine Feierei zuvor bei der 90er Party und bei Schiller haben wohl so ein paar Viren tanzen lassen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Ich liebe ja solche Bilder, hab ich das schon mal erwähnt. Da geht bei mir immer gleich das Kopfkino und das Gegrinse an.

Ja, aktuell genieße ich mein Leben und lebe einfach. Da lassen dann auch mal ein paar Mitbringsel ihre Nebenwirkungen mit liegen. Und so war ich aus dem Urlaub heraus ein paar Tage arbeiten, bis es mich umgehauen hat. So hieß es für mich schonen und Entspannung nachholen. Die anderen feierten auf der Weihnachtsfeier. Wir ahnten ja schon seit längerem, dass sich die Chefin und eine Kollegin mal wieder was ausheckten. Wobei der Grundgedanke ja wirklich klasse war beim Hinterfragen. Das Thema hatte ich im Verlauf schon einmal erwähnt. Wenn du gefragt wirst, was du Positives an einem Menschen siehst, den du schon länger kennst. Dir fallen auf Anhieb oft erst irgendwelche Macken oder gar Negatives ein, aber positiv? Why not? Aber probiert es mal aus, das ist gar nicht so einfach. Ich war sicher nicht die Einzige beim Befragen, wo das so auffiel. Und dann bekommst du als kleines Present von Station so etwas in die Hand, jeder Einzelne von uns. Und was soll ich sagen, es trifft mitten hinein und tut so gut. Danke für die beiden, die sich damit beschäftigt haben. Diese Idee hat sicher bei jedem etwas ausgelöst. Also hier definitiv!

Danke für dieses wunderbare Present und danke auch an alle Kollegen und Kolleginnen. Denn es kommt am Ende ja von allen und für alle.

Jetzt wäre ich nicht ich, wenn da noch ein Kommentar zu käme. Ich würde mir es wünschen, wenn man damit auch einfach offener umgehen würde als eben immer nur das Negative zu sehen. Was schätzen wir an unserem Gegenüber? Und das sollte einfach mehr mündlich mitgeteilt werden. Das geht nur, wenn man miteinander redet. Ja, es plautzen dann auch mal andere Äußerungen heraus, aber man kann damit umgehen, denke ich.

Ich meine es in diesem Bezug so, dass ich meine Fähigkeiten kenne, man wächst ja auch mit seinen Aufgaben, aber damit der Alltag manchmal auch einfach schöne Momente bekommt, sind solche Aussagen, wie sie auf dieser Collage stehen, einfach auch schön zu hören. Es berührt mich dennoch sehr, das möchte ich nicht ungeachtet lassen. Und so kann ein Team zusammenwachsen.

Als ich die HNO zu Springerpool-Zeiten kennenlernen durfte von 2012-2014 waren es immer nur sporadische Einsätze. Je nach Bedarf eben. Dann war akuter Bedarf für einen längeren Zeitraum auf der Strahlenklinik und deren Umzug. Irgendwann kam 2014 die Frage der Leitung, glaube ich, ob ich mich für eine Station entscheiden könnte. Es wäre auf beiden Bedarf gewesen, möchte ich behaupten. Beide Gebiete waren für mich schon sehr spannend, aber es ist aufgrund des stabilen Teams die HNO geworden. Das Küken im Team und das blieb auch eine ganze Zeit lang so. Die einen kamen mal und gingen dann wieder. 2016-2018 war ich dann mal kurz ein bisschen auf Achse mit der Onkologischen Weiterbildung. Wissensdurst war da, aber die Theorie und irgendwelche Studien bearbeiten…. puh… damit habe ich mich sehr sehr schwer getan. Ich bin und bleibe der Praktiker. Den theoretischen Kram können gern andere ergänzen.

Nach und nach wuchs das Team, einige ältere gingen in Rente, die Stellen mussten ja auch wieder gefüllt werden. Auch bei den ärztlichen Kollegen und Kolleginnen gab es bereits einiges an Änderungen bis heute. Aber das eben so an einer Uni. Man möchte sich eben auch weiterentwickeln.

Es gab zwischendurch auch Phasen, die nicht geplant waren. Ein halbes Jahr Ausfall durch einen blöden dummen Unfall mit den eigenen Hunden. Welche Geschichten und Gedanken dazu bis heute zu mir gelangen, ist ja mal ziemlich witzig. Buschfunk eben. Nach meiner sehr persönlichen Veränderung seit dem letzten Jahr habe ich einige Ansichten verändert und es wurde mir in nicht wenigen Punkten bewusst, was passieren muss. Da kam dann auch mal im Personalgespräch der Hammer hinsichtlich Kündigung… Wenn man keine Entwicklung für sich sieht und versucht Dinge umzusetzen, die eben ewig lange Wege benötigen, wo es doch manchmal so einfach und unkompliziert gehen könnte. Auch mein aktuelles Konzept wartet noch immer darauf, vorgestellt zu werden. Grundsätzlich ist der Plan einfach und nah am Menschen und hier geht es schließlich um diese, diejenigen, die unsere Hilfe unkompliziert und schnell benötigen.

Dann gibt es eben diese ewigen Wege, aber dennoch kann man neue Ideen hineinbringen in dieses Haus. Es ist zwar manchmal mit Mehraufwand verbunden, aber man kann Kompromisse finden. Ich hoffe, dass das mit meinem Konzept so anlaufen kann. Mein größter Wunsch für dieses Jahr noch.

Es herrschten auch Momente, wo man das Team innerlich verfluchte, aber das liegt auch an der eigenen Einstellung. Ich glaube, da kommt es auch immer auf die Team-Kombi an, was so manches Mal echt nicht ohne war. Dabei hat jeder seinen eigenen Anspruch, aber man sollte eben vorsichtig sein, zu vergleichen. Das macht auch super unzufrieden, wie ich feststellen musste. Aber die Kurve habe ich bekommen und Feedback bekomme ich von denen, die ich betreue. Das mag ich auch an dieser Bereichspflege. Allumfassend. Jeder arbeitet auf seine Art und Weise und jeder denkt, dass er alles richtig macht. Aber wir sind Menschen, auch uns passieren Fehler. Wichtig dabei ist doch, dass wir zu diesen auch stehen können. Und da habe ich schon einiges für mich erlebt und geklärt.

Momente, die man für sich festhalten sollte, sind dann solche, wie auf folgendem Bild:

Ganz ehrlich, der Spaß kommt definitiv nicht zu kurz. Und ja, manchmal ist es auch echt laut auf Station und es wird viel gelacht, aber auch das macht uns als Team aus. Übrigens ist das eine Kollegin von mir, die es mit ihrer Arbeit sehr genau nimmt, fragt, wenn sie sich unsicher ist und zum Patienten auch einen klasse Umgang hat, auch wenn sie von manchen Persönlichkeiten genervt ist. Auch wenn man sich mit ihr näher unterhält, steckt da mehr dahinter als manch andere von ihr behaupten. Aber das macht die Lebenserfahrung, auch wenn sie noch eine der Jüngsten im Team ist. Und so ist eben jeder auf seine Art und Weise besonders. Sympathie ist dabei zweitrangig. Wir haben einen verantwortungsvollen Job neben unseren ärztlichen Dienst und ich denke, das wissen alle zu schätzen. Zu meckern gibt es immer was.

Das alles funktioniert nur mit einem guten Fundament. Das ist unsere Leitung. Manchmal tatsächlich etwas zu nett, aber das Herz am richtigen Fleck! Danke für dieses Team, danke für diese 10 Jahre, danke für die Möglichkeiten der Weiterentwicklung und Unterstützung. Danke an euch alle, weil ihr es wert seid, jeder Einzelne von euch!

Vielleicht geht die HNO noch 10 Jahre in die Verlängerung für mich. Die Chancen stehen wieder besser als noch vor einem dreiviertel Jahr. Kämpfen wir füreinander und nicht gegeneinander. DANKE!!!

Zusammen geht mehr

Guten Abend ihr Lieben.

Hui, schon wieder länger her mein letzter Beitrag, aber ja, so spielt das Leben manchmal. Es gibt eben auch Phasen außerhalb des WorldWideWeb. Und das ist auch gut so in der heutigen modernen Medienzeit.

Dennoch möchte ich euch gern vom letzten Wochenende erzählen heute. Gestern war ich noch nicht dazu in der Lage. Dafür benötigte der Kopf noch etwas Erholung und Verschnaufpause.

Es waren drei Tage voller neuer Herausforderungen. All diese habe ich mit meinem Durchhaltevermögen gemeistert. Ihr fragt euch, was genau los war? Lasst das Abenteuer beginnen:

Dieses Mal gab es ein schönes Wochenende mit den Hunden in der Sächsischen Schweiz. Aber mal ganz anders. Dieses Mal reisten wir nicht allein, sondern mit der lieben Katja und Anuk. Mal nicht selbst zu fahren, war komisch und ja, ich habe wohl so einige Kommentare in den geschlossenen Raum geworfen. Man schläft eben doch nicht als Beifahrer. Anuk befand sich auf dem Rücksitz in der Box und meine beiden neben der Fressalienbox im Kofferraum. Das Auto war bis oben hin also gefüllt. So ging es durch die dunklen Wolken bis nach Papstdorf. Dort schien doch tatsächlich die Sonne. Tja, wenn Engel reisen… Ähm, das soll bitte nicht aufs Berufliche bezogen werden, Grußwort an Frau Dr. G. 🙂

In der Unterkunft angekommen, warteten schon einige von der Hundefamilie. Ja, es war ein Ausflug der Extraklasse. Alle mit dem gleichen Hobby namens Hund. Die Unterkunft war nur für uns als Gruppe gebucht, keine weiteren Menschen. Und dennoch kannten wir uns am Ende nur durch unser Hobby etwas. So war es wirklich noch nicht, so privat. Aber uns alle verbindet eben etwas.

Wir drehten nach Auspacken und Co dann dort vor Ort eine Runde einfach drauf los, ohne große Orientierung. Wie so häufig halt. Aber das Wetter war spitzenklasse bis zum Abend hin.

Es waren alle Zimmer verteilt an 15 Personen und 10 Hunden. Das tolle an dieser Einrichtung war tatsächlich der Gemeinschaftsraum. Dort trafen wir uns 19 Uhr alle zusammen und warteten auf eine Person, auf das Geburtstagskind, das Küken in der Runde, die Lena. Und trotzdem ist sie eine der Organisatoren des Ausflugs.

So wurde am Abend schon ausgelassen gefeiert, gegessen und getrunken und die Stimmung war wunderbar entspannt. Wohl gemerkt, man kennt diese Menschen nur durch Hunderunden. Ich finde es nach wie vor beeindruckend, denn ich kenne das so nicht.

Der nächste Morgen begann recht zeitig, aber auch wieder mit schönem Sonnenschein. Es stand nach einem gemeinsamen Frühstück die große Wanderung an. Ich war etwas spät dran, aber vor dem Frühstück mussten meine beiden noch einmal kurz vor die Tür. Im Anschluss, nachdem alles erledigt war und das Frühstück gesackt ist und Proviant eingepackt, ging es mit dem Auto nach Krippen, Ausgangspunkt für die Wanderung. Nur gut, dass ich nicht geahnt habe, was mich erwartet. Ich glaube, am Ende waren wir knapp 7 Stunden unterwegs. Es ging entlang des Caspar-David-Friedrich-Weges. Ein Wanderrundweg. Der Plan war ursprünglich anders, aber Pläne können ja verworfen werden.

Als wir entlang der Bahntrasse liefen, wurde Spike erst einmal fast vom Auto mitgenommen. Die Rute hat jedenfalls gewackelt. Aufregung bei allen Hundebesitzern. Innerlich habe ich mich ja schon ein wenig amüsiert. Als wir dann an der Stelle ankamen, wo es bergauf ging, schaute ich vermutlich ganz anders…

So liefen wir dann alle einige Etagen höher, um auf dem Weg weiter zu laufen. Der Anstieg war für mich wirklich schon anstrengend dank nasskalter Luft und Asthma, aber der Ausblick im Anschluss hat schon gelohnt. Hierbei bin ich schon dankbar, dass Lena mir die verrückte Ava abgenommen hatte. Ich brauchte Konzentration für die Treppen hinauf. Der Weg entlang der Elbe war dann folgendermaßen schmal und es ging linker Hand echt gut tief nach unten. Aber auch die Hunde haben sich alle benommen. Selbst die verrückte Prinzessin Ava hat sich wieder und wieder zurückgenommen. Das muss für sie auch sehr anstrengend gewesen sein.

Nur, um mal ein Gefühl zu bekommen, wie schmal der Wanderweg wirklich war.

Nach etwa 4,3km gab es die erste kurze Rast und eine Verschnaufpause. Wir lagen gut in der Zeit, was aber nichts zu bedeuten hatte. Weiter ging es dann mal kurz an ein bisschen Zivilisation vorbei um dann an einen Punkt zu gelangen, wo ich zwischendurch mehrfach bremsen musste. Ein Treppenaufstieg der Extraklasse. Während alle ziemlich zügig oben waren, machte ich mit meinen beiden mein Tempo und Lena mit mir den Abschluss. Ich dachte, der Brockenaufstieg war schon heftig, aber das hat es noch getoppt. Trotzdem habe ich es durchgezogen. Mental wie körperlich eine massive Herausforderung, aber die Belohnung ist ja dennoch diese Aussicht. Oben also angekommen, waren alle schon schön entspannt am Pause machen und ich durfte dann auch. Ganz ehrlich, so viel Verständnis ist auch nicht selbstverständlich. Danke an euch!

Nun ging es Richtung Kaiserkrone nach Schöna in etwas flacheren Gefilde.

Die unscheinbare Kaiserkrone

In Schöna angekommen, durfte sich die Gruppe entscheiden, ob man zur Kaiserkrone hinauf geht oder nicht. Ich bin mit dem alten Herren und vier weiteren Personen und zwei Hunden unten geblieben. Ava durfte mit hoch und die Aussicht genießen. Aber es gibt ja auch genügend Menschen, die Fotos machen.

Währenddessen genossen wir am Fuße der Kaiserkrone die Sonne.

Als alle nach und nach von unterschiedlichen Richtungen wieder zum Treffpunkt kamen, war für die Hunde auch noch eine kleine Pause angesagt.

Nun wurde der Heimweg angetreten, es war bereits halb 2. Es ging durch die Ortschaft Schöna und Reinhardtsdorf dann wieder auf einen Feldweg, der wunderschön war. Landschaftlich einfach herrlich. Ein Moment, um kurz inne zu halten und zu genießen.

Nach einer nochmaligen kurzen Rast ging es dann zum krönenden Abschluss der Tour. Krippen war nicht mehr weit, aber das, was wir hochgelaufen sind, mussten wir ja auch irgendwie wieder hinunter. Und da kam sie, die steile Herausforderung. Ich dachte mir nur so, hoch okay, aber runter: what the fuck… Und das mit beiden Hunden und mit Laub, sodass man den Weg, die Stufen und alles nicht richtig abschätzen konnte. Da kam mir nur der Spruch der Arbeitskolleginnen in den Sinn: Komm heile wieder an. Joar, ich gebe mir Mühe…

Ich glaube, dieser Abstieg hat bestimmt eine Stunde gedauert. Aber auch hier danke ich allen für Geduld und Unterstützung! Lena nahm Ava, Thomas Spike und ich hatte Stefans Wanderstock erhalten, damit ich mich beim Abstieg etwas sicherer fühlte. Ava hatten wir immer etappenweise nach unten gelassen. Irgendwann kam Stefan uns von unten noch einmal entgegen und nahm uns Spike und Ava ab und wir konnten uns ganz auf den Weg konzentrieren. Einige von unserer Gruppe waren noch hinter uns, aber hier war Überholen nicht mehr möglich. Von diesem Abstieg gibt es kein Bild, aber ich glaube, das Vorstellungskraft auch manchmal gesund ist. Und wenn Interesse besteht, könnt ihr gern selbst diesen Caspar-David-Friedrich-Weg gehen. Ich habe mich jedenfalls riesig gefreut mit Unterstützung auch diesen Weg gemeistert zu haben. Sprüche, die aufgemuntert haben, mal eine Hand, die etwas Stütze gibt und ein sicheres Gefühl in dieser Gruppe. DANKE!!!

Körperlich und geistig völlig im Eimer ging es duschen und dann in den Gemeinschaftsraum, aber kurze Zeit später holte mich die Erschöpfungskälte so ein, dass ich mich ins Bett verkrümeln musste. Zwar war ich dann erst ne Stunde später beim Abendessen dabei, aber das war auch in Ordnung so. Alt bin ich trotzdem nicht geworden und am nächsten Tag stand ja auch noch etwas auf dem Plan. Also ging es zeitnah wieder ins Bett und zuvor noch eine Pinkelrunde für die beiden Schätze.

Ganz gut erholt wurde ich vom Wecker am Sonntag geweckt. Ab ins Bad, schon ein paar Sachen gepackt, ging es kurz hinaus in die Kälte, aber Sonne. Einfach herrlich zu dieser Jahreszeit!

Es war ein guter Start mit wenig Muskelkater. Gefrühstückt, alles gepackt und wieder ins Auto verstaut ging es dann zum Felsenlabyrinth. Aber vollständig waren wir nicht mehr ganz. Zwei Hunde und drei Personen waren bereits weniger. Der harte Kern zog das noch durch. Ich musste nur kurz den Kopf schütteln, denn es gab wieder so tolle Treppen und na ja. Egal. Augen zu und durch. In Gemeinschaft klappt das! Und es war wirklich so, hoch wie runter und auch im Labyrinth selbst. Stefan nahm dieses Mal Ava, die sichtlich Spaß in diesem Gelände hatte, das verrückte Huhn. Spike und ich machten gemütlich und vorsichtig.

Es war schon interessant, als ich mich von Ava immer mal weg bewegte bzw. wieder näher kam, denn Stefan lief immer mal woanders lang mit ihr. Ava zeigte deutlich an, wenn ich in der Nähe war. Aber man merkte ihr dennoch an, dass sie von gestern noch etwas drüber war. Man stelle sich überdrehte Kinder vor im Zoo, wo die Eltern ein Tagesticket gekauft haben. Wir müssen noch sechs Stunden durchziehen.

Nein, wir sind dann noch so ein Stück außerhalb entspannt gelaufen und hatten noch einen herrlichen Waldspaziergang. Trotzdem waren wir wohl alle etwas hinüber.

Und so ging es Richtung Fahrzeuge und dann wieder gen neblige Heimat. Ich hatte eigentlich vor, etwas Sonne mitzubringen, aber wahrscheinlich war ich doch etwas zu erschöpft. Die Autofahrt war entspannt und angekommen zu Hause gab es nur noch Abendessen, eine warme Dusche und ab unter die warme Decke.

Trotzdem möchte ich behaupten, dass das eines der herausfordernsten Touren für mich war. Mental und körperlich. Zusammen geht aber mehr und man kann Hürden schaffen, die man sich allein vielleicht nicht getraut hätte. Und das auf doch recht geringer Bekanntheit. Vertrauen ist manchmal wirklich Gold wert. Danke an euch alle: Stefan und Lena als Organisatoren und Guides; Katja mit Anuk, mit denen ich mir eine Ferienwohnung teilte; Alina mit Suko, Maike mit Bathilda, Kathrin und Thomas mit Buddy, Anika + Mutti mit Hildi, Sandra mit Wilma, Steffi und Susi mit Kira, Caro mit Laura. Es war ein absolut genialer Ausflug mit vielen neuen Erfahrungen!

Dazu kommt noch: ein Leben zwischen Veganern, Vegetariern, Fleischessern und Menschen, die Unverträglichkeiten haben, ist möglich. Austausch und Organisation ist alles. Jeder brachte was für jeden mit. Zumindest fast. Wow, Applaus!!!!

Ein Hobby verbindet und somit habe ich wieder viel gelernt für mich.

In diesem Sinne wünsche ich euch auch gern solche Erlebnisse! Gute Nacht!

Eine ganz persönliche Herausforderung

Guten Abend ihr Lieben.

Was für ein Tag! Ich habe ein Ziel geschafft, eine ganz persönliche Herausforderung für mich, indem ich heute mit einer guten Freundin den Brocken erklommen habe.

Dabei waren Körper, Geist und Seele gefordert. Das tat Not, um alles mal wieder frei zu schaffen und meine Grenzen kennenzulernen. Manchmal braucht man das einfach, vor allem über solch eine anspruchsvolle Strecke. Dabei spielte es keine Rolle, wieviel Menschen mich überholten. Ich hatte mein eigenes vor Augen, durchhalten und kämpfen für das, was einen oben erwartet!

Das Eckerloch von Schierke aus ist wohl der kürzeste, aber auch einer der steinigsten Wege nach oben. Fordern und Fördern. Es lief ziemlich viel Wasser hinab. Bewegen entgegen des Stroms. Ein Leben lang.

Körper: Der Abstand zwischen den Steinen und der Weg nach oben war steil und die Beinmuskeln waren und sind deutlich zu spüren. Der Rücken musste gutes Gleichgewicht halten, wenn die Prinzessin mal in andere Richtung zog. Tatsächlich aber war sie mit ihrer Power ne krasse Stütze. Bergab ging es dann über die Brockenstraße und das ging gut auf die Füße, die dann qualmten.

Geist: Der Geist wurde dank Gesprächen gefordert mit der lieben Maria, die mich begleitete und die komplette Strecke mit einem guten Tempo vorlag. Wir haben gelacht, ich habe ab und an geflucht und so einige Male gab es Sinnvolles im Austausch. Erfahrungsaustausch.

Seele: Sie war am meisten gefordert. Im Inneren habe ich wohl heftig geflucht, warum ich diese Route gewählt habe und dennoch haben wir uns nach oben auf den Gipfel gekämpft. Ich konnte mich durchsetzen und wurde dafür belohnt. Ausgeglichen bin ich oben angekommen. Belohnung war einfach nur diese Aussicht und der Stolz, dass mein alter Herr und die Dame mittleren Alters so tapfer mitgezogen haben, ganz zu schweigen von meiner netten Begleitung. Das ist schließlich auch nicht selbstverständlich.

Wenn die Gefühle mich überrumpeln am Abend, weil ich für mich so eine Leistung geschafft habe, weiß ich, dass es genau die richtige Entscheidung war durchzuziehen. Ich kann stolz auf das erreichte Ziel sein und auf diejenigen, die es mit unterstützen und befürworten. Ich habe viel erreicht und werde auch noch vieles erreichen.

Memo an mich: Danke für dieses Leben!

Ich werde wohl ganz ohne Fitness morgen den Muskelmiez meines Lebens haben, aber ich weiß, wofür.

In diesem Sinne schalte ich für heute das Licht aus und schaue in die innere Ferne. Hoch auf alle Gipfel.

Gute Nacht!

Horizont erweitern

Guten Abend ihr Lieben.

An meinen freien Tag mal wieder voll gefaulenzt und nichts gemacht. Doch, ein bisschen im Haushalt habe ich geschafft und Zeit mit meinen kuscheligen Vierbeinern verbracht. Das Wetter war heute mit einer leichten Brise bestückt, was uns nur zu zwei größeren Runden getrieben hat. Die zweite Runde am frühen Abend war dabei sehr eindrucksvoll.

Vor einigen Tagen flog mir abends im Dunkeln, als ich auf dem Balkon saß, fast ein Falke in den Schoß. Heute auf der Runde saß einer am Wegesrand und auch hier konnte ich die Hunde ruhig zurückpfeifen. Leider sah dieser nicht mehr allzu gesund aus. Warum dreht es sich immer um Falken? Zufall? Ich finde diese Raubvögel schon recht interessant. Als ich dann so meinen Blick in die Ferne richtete, wurde mir ganz anders. Nicht wegen des aufkommenden Regens. Der Weitblick machte etwas mit mir, was ich nicht beschreiben kann. Es fühlte sich komisch an, aber es liegt zu tief, um daran zu kommen. Ich hätte es gern greifbar gehabt. So hätte ich mit arbeiten können. Ich merkte, wie sich alles zusammenzog, aber der Gedanke war nicht zu fassen. Es tat aber sehr weh.

Ich mag es ja, meinen Horizont zu erweitern und zu schauen, was so los ist. Das Gesamtbild zu betrachten… Leider können das nicht mehr viele und arbeiten stur ab und schauen nicht Voraus oder mal nach links oder rechts. Das wurde mir diese Woche mal wieder sehr deutlich. Dabei versuche ich zu verstehen, warum das so ist. Es scheint diese Engstirnigkeit zu sein. Es lief so vieles schief. Konstruktive Ideen sind mir in den Sinn gekommen, um das „Problem“ vielleicht so zu lösen. Ob es was bringt und es auch alle verstehen, werden wir mal schauen. Tatsächlich kann ich mich über diese Dinge wirklich aufregen.

Aber es nützt ja nichts, wenn diese langen Wege einen etwas ermüden, wenn man gefühlt ständig das gleiche erklärt und so manche Prozesse, die sich ewig ziehen, müde machen. Ich würde mir wünschen, dass es manchmal nicht so viele Instanzen zwischen den Themen stehen und man es einfach besser klären könnte. Einfache und schnelle Hilfe. So, wie ich es mir in meinem Konzept vorstelle. Denke ich zu schnell um die Ecke und verbinde meine Erfahrungen mit dem, was auch grundsätzlich wichtig ist? – das es um den Menschen dort geht… Ich freue mich dann immer, dass es noch einige Menschen gibt, die tatsächlich auch mitdenken. Man könnte so vieles revolutionieren, wenn man gemeinsam an einem Strang zieht und jeder die Abläufe kennt. Aber selbst daran scheitert es ja. So empfinde ich es zumindest.

Und dann gibt es die Tage wie heute, wo man einfach nur müde von dem ist, was man so bieten kann dort. Ist das Sinn und Zweck? Auf der Suche nach Herausforderungen geht man doch in die falsche Richtung? Oder ist es mehr? Probleme, die sich auftun, wovor man große Bedenken hat und sich nicht einlassen kann auf das, was eigentlich so schön sein könnte. Zweisamkeit… oder doch ewige Einsamkeit? Puh, das Thema ist ziemlich heiß. Es brennt, aber da bin ich noch immer ein stabiler Eisblock. Aber der genießt es trotzdem, solch schöne Momente zu sehen wie diese:

Ich weiß, ich weiche aus. Es ist wirklich (nicht) mein Thema. Und so wird der Abend wieder lang und die Nacht kurz. Die Hunde schlafen neben mir, ein gutes Gefühl zu wissen, dass es beiden gut geht.

Was passiert hier gerade? Wenn ich es wüsste, könnte ich es beschreiben, kann ich aber nicht. Es tut weh.

Ich wünsche euch eine erholsame Nachtruhe und bis bald.

Ein Trip zu dritt

Guten Abend ihr Lieben.

Was für ein Wochenende so zum Ende des Urlaubs hin.

Meine Tickets für ELEMENTARO waren zwar leider ohne Konsequenz, also keiner wollte sie haben. Dafür habe ich mir dennoch ein tolles Wochenende gezaubert. Insgesamt war die Urlaubswoche sehr chilli vanilli. Hier und da was unternommen, immer mal unterwegs gewesen und dennoch Ruhe gegönnt bei sehr angenehmen Wetter.

Dieses Wochenende stand dann schon ne Weile eine gute Planung. Zuerst gab es einen Arbeitseinsatz Samstagmittag in Merseburg bei Katja. Es hieß, Brennholz sammeln durch Möbel zersägen. Gesagt, getan. 90 Minuten arbeitswütig, um auch einfach mal Dampf abzulassen. Und das Ergebnis seht ihr hier:

Ich selbst brauche das Brennholz nicht, aber jemand anderes wird sich vielleicht darüber freuen. Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht. Schade, dass ich kein Bild vom Auto gemacht habe. Denn das war gut gefüllt. Danke auch an meine Beste fürs Werkzeug. Mit normalen Sägen hätten wir vermutlich länger gebraucht. Ach so, und wir haben tatsächlich über die Mittagszeit gesägt und es gab keinerlei Beschwerden. Da war ich ja wirklich sehr überrascht.

Nach getaner Arbeit gab es einen Döner spendiert und wir schauten noch einen Film gemeinsam. Der hat mich so gefesselt, dass wir ihn komplett gesehen haben. Und er war sehr emotional, schließlich ging es um Hunde. So war zwar nicht ganz mein Plan, aber ich fuhr dann nach Hause und lud das Brennholz aus in meinen Keller als Zwischenlagerung.

Alles verstaut ging es zu den Hunden und Sachen packen. Decke, Nackenkissen, Pulli, Futter für die Hunde, Obst, Müsli, Milch und Wasser und los ging unser Abenteuer. Ziel war kartographisch Weddersleben, dort in näherer Umgebung. Ich mag diese Abenteuer!

Zuerst bekamen die Hunde erst einmal eine Runde vor Ort, damit wir entspannt fahren können. Die Mäuse am Feldrand waren aber auch mal wieder interessanter.

Kurz vor Sonnenuntergang zogen wir dann zu dritt los Richtung Weddersleben. Noch nie gehört, aber klang gut so nahe der Bode im Harzvorland.

Angekommen war es natürlich schon dunkel nach etwas über einer Stunde Fahrzeit gemütlich. Aber wir hatten einen öffentlichen, etwas abgelegenen Parkplatz gefunden nordöstlich von Neinstedt. Es stand nur ein Auto und ein Van dort. Also echt ideal. Wir gingen noch eine kurze Runde zum Wasser hinunter, wohin es nicht weit war und kehrten inne. Es gab das Obst und die Hunde im Anschluss ihr Futter. Dann musste ich noch ein wenig umräumen. Spike hatte den Kofferraum für sich, Ava die Rücksitzbank. Fenster leicht geöffnet wurde es zunehmend kühler und der Pulli kam zum Einsatz. Noch ein wenig Sterne gucken und ab auf den Beifahrersitz „bequem“ machen.

Die Hunde schliefen vermutlich besser als ich, wie immer bei diesen Trips. Die besten Geräusche neben des Rauschen der Bode waren die aus dem Van heraus. Da möchte ich gar nicht weiter ins Detail gehen. Aber manchmal ist man eben nicht allein.

Am Morgen so gegen halb/dreiviertel sieben munter geworden, ging es erst einmal eine Kurzrunde für die Hunde zum Entleeren. Vereinzelt standen schon ein paar Autos da zur morgendlichen Joggerrunde vermutlich. Der Blick auf die so unscheinbare Teufelsmauer am Morgen mit dem Sonnenlicht der aufgehenden Sonne war ziemlich genial und ein Fotomotiv wert.

Schade, dass sich die beiden immer entgegengesetzt setzen müssen. Die gaben sich halt nichts zu sagen, wie immer.

Ein kurzer Trinkstop an der Bode, bevor es noch einmal zum Auto ging fürs Frühstück. Ich liebe es ja, wenn dieses Wasser so dahinrauscht ohne je stehenzubleiben. Es ist wie das Leben, die Lebenszeit. Es rauscht dahin, die Zeit, aber wir können tolle Sachen aus dieser machen.

Es gab nun zum Frühstück eine Schüssel Müsli und für die Hunde einen Kausnack. Gestärkt, Getränke gepackt und „Ausrüstung“ geschnappt, ging es dann los zum Teufelsmauer-Stieg.

Nur gut, dass ich mich direkt für dort entschieden habe und auch richtig abgebogen bin, denn so hatten wir den besten Anstieg gleich früh zuerst. Alles andere war chillig auf der Route.

Der Aufstieg hatte sich gelohnt mit einer schönen Aussicht. So war uns nach der kalten Nacht aber auch nicht mehr kalt, wobei die Sonne auch schon wieder ihre Energie zeigte.

Die Teufelsmauer steht teilweise echt schief da. Das sah schon sehr imposant aus, denn so groß wirkten diese Wände von weitem eben nicht.

In der Ferne ist Thale zu sehen.

Hier war etwas tiefer gelegen noch ein kleiner Aussichtspunkt mit Blick auf Weddersleben, wo ich jedoch nicht hin konnte, weil dort gerade ein Herrchen mit Dobermann stand. Die direkte Kontaktaufnahme wollte ich dann doch nicht.

Dann begann wieder der Treppenabstieg, aber es war sehr entspannt mit dieser wunderbaren Landschaft.

Dieses Panoramabild hat etwas von Ruhe ausstrahlend. Früh waren noch so wenige Menschen unterwegs. Lediglich einige Hundebesitzer und die Frühmorgendlichen.

Neben einer größeren Schafherde Hinterrücks von mir, gab es dann auch zwei schwarze Schafe, die grasten.

Der Weg war qualitativ sehr gut zu laufen auf Schotter und teilweise dann auch folgend Kopfsteinpflaster.

Unterwegs habe ich noch diese kleine Windmühle entdeckt. Leider habe ich es nicht geschafft zu schauen, in welchem Ort diese genau steht oder ob es außerhalb einer Ortschaft war, da es nicht genau zu sehen war hinterm Hügel.

Es ging noch einmal kurz bergauf um dann hinab ins Bode-Tal zu gehen. Hier kann man scheinbar auch die Bode entspannt durchqueren. Pferdespuren waren jedenfalls reichlich zu sehen.

Ava hat schon die Hälfte der Überquerung geschafft. Leider hatte ich nicht so ne Lust auf nasse Füße.

Es ging nun immer entlang der Bode im etwas kühleren Schatten. Halt, da war ja was. Unterwegs, noch nahe der Teufelsmauer, zog ich meinen Pulli aus und hatte nur noch T-Shirt und Weste. Dort irgendwo ist nun auch Avas blaue Leine liegen geblieben. Das stellte ich jedoch erst dort fest, als Ava mal wieder Rehe erspäht hatte.

Immer mal wieder ins Wasser konnten die beiden. Spike nutzte die Gelegenheit, Steine aus der Bode zu schleppen. Sind ja schließlich genug da.

Ava bevorzugte das Herumstöbern durchs Gestrüpp.

Ach ja, und Datum des Herbstanfangs war ja auch noch. Dieses Bild zeigt doch den beginnenden Altweibersommer.

Hier, in der Ferne, sieht man noch einmal die unscheinbare Teufelsmauer. Sie wirkt so weit weg und so klein und dennoch ist sie riesig, wenn man direkt davor steht.

Dann haben wir ein lauschiges Plätzchen zum Verweilen gefunden. Beeindruckend war, dass Ava sich sofort zum Entspannen mit hingelegt hat, Spike musste ich zur Ruhe leider etwas zwingen.

Der Baum über mir war riesig und so schön belichtet durch den einstrahlenden Winkel der Sonne. Einfach herrlich zum Entspannen.

Da schaut einer ganz bedröppelt. Aber ich habe diesen Moment seiner Ruhe gleich genutzt.

Weiter ging es an verschiedenen weiteren Stellen am Wasser entlang. Mal ist die Bode dabei ganz ruhig und mal richtig laut.

Und so sind wir wieder am Anfang unserer Route angekommen.

Es waren ruhige 6km ohne große Vorkommnisse, aber als ich den Parkplatz sah, wurde mir nach der Zeit klar, dass ich froh sein kann, so zeitig losgelaufen zu sein. Es war 11 Uhr und es war voll. Gott sei Dank. Zufällig gab es dann tatsächlich noch einen Imbiss, der aufgebaut hatte und so holte ich mir zum Mittag eine Bratwurst und erklärte dem Parkschein-Kontrolleur, dass ich nur zum Würstchenessen da bin. 20€ gespart. Der Besitzer des Imbiss meinte nur zu mir, dass die dort drei bis vier Mal am Tag kontrollieren gehen. Da hatte ich wohl Glück, dass es heute erst die erste Runde war.

So ging es nach dem Essen, stinkend wie Puma, zurück nach Hause. Was für ein toller Vormittag. Dennoch lernt man wieder schätzen, was man so zu Hause hat. Das erste war für mich eine warme Dusche und eine bequeme Couch, die mich zwei Stunden zum Schlaf heimsuchte.

Der Tag ist somit noch in Ruhe ausgeklungen mit einer kurzen Abendrunde durch die Siedlung und der Bericht endet hiermit noch mit einem schönen Rauschen der Bode. Genießt den kurzen Moment, denn real ist es noch viel viel schöner.

Bildcrasher des Tages:

In diesem Sinne wünsche ich euch eine gute Nacht und bis bald.

Nachtrag: Ich bin wirklich froh, Abstand gewonnen zu haben vor den Geschehnissen vor 1 1/2 Wochen. Es reichen solch Tage einfach schon zur Entspannung und ich bin froh, dies so nutzen zu können. Danke-Memo an mich selbst.

Geistig Abstand gewinnen

Guten Abend ihr Lieben.

Es ist schön zu wissen, dass trotz längerer Atempause immer wieder einige meinen Beiträgen weiterhin folgen.

Der letzte hatte wohl nicht ganz so viel Positives mit sich bringen können, aber dennoch, wie ihr wisst, bringt mir das Schreiben eben doch ganz viel Positives. Ich kann somit Abstand zur Situation gewinnen. Zumindest ein Stück weit…

Jetzt genieße ich gerade eine Woche Urlaub auch so Abstand von der Gesamtsituation und es ist auch gut so. Aber auch mein Körper hat jetzt massiv Alarm geschlagen nach diesem Ereignis.

Dabei ist viel Ablenkung zwar auch gut, aber es muss trotzdem arbeiten dürfen, mit gewissem Abstand. Und so versuche ich mehr denn je mich in diesen Zustand zurückzuerinnern, wo ich meine Kraft wieder sammeln kann. Durchatmen, Kopf umschalten auf einen Modus, wo er es von weitem betrachten kann und es umprogrammieren kann. Und ich darf euch verraten, dass dies nicht immer so einfach ist. Denn die Situation kommt näher als man denkt. Dabei zweifle ich aber nicht an meinem Tun. Eher ist es so, dass man das Leben wieder ein Stück mehr schätzt. Was können wir daraus lernen? Bäm – geplatzt – vorbei.

Jede Minute in der freien Natur, egal, ob allein, in der Gruppe oder einfach so ganz im Stillen, es ist das, was mich gerade erfüllt. Es lenkt ab, aber es lädt auch den Akku auf. Das hat mir tatsächlich auch den August über sehr gefehlt durch diese Hitze. Denn da bin ich echt kein Mensch. Dieses Wetter jetzt, das ist für mein Leben ideal.

Und dann gibt es wieder wichtige Menschen in meinem Leben, die mir ein Stück Last abnehmen und mir einfach zuhören. Wichtige Menschen, einfach gut für die Seele. Traumatische Erlebnisse sind für die Birne echt sch… Um es mal vulgär auszudrücken.

Ich genieße den Abend mit einer tollen Lichtershow aus Eisleben in der Ferne und denke mir, wie schön, dass es euch und mich gibt. Schätzen wir diese Momente!

In diesem Sinne wünsche ich euch einen schönen Ausklang des Tages!

Nichts für schwache Nerven

Guten Abend ihr Lieben.

Es ist schon wieder einiges an Zeit ins Land gegangen und einiges passiert.

Wenn man das Wetter von einer Woche mal vergleicht, hat man wohl gerade einen heftigen „Wintereinbruch“ von 25°C Unterschied. Letzte Woche noch alles furztrocken und die letzten Tage in einigen wenigen Regionen Dauerregen.

Ich selbst bin tatsächlich froh über das angenehm kühle Wetter, denn endlich kann ich wieder normale Runden mit meinen beiden Hunden drehen. Ich bin wieder mehr draußen und kann mein Leben chillen.

Wenn da nur nicht die Erlebnisse auf Arbeit wären. Dieser Job kostet zwar keine Nerven, aber geht manchmal ganz tief hinein. Diese Situation werde ich wohl nie vergessen, aber lernen, damit umzugehen. Ich habe aber auch immer wieder dieses „Glück“. Im Moment funktionierst du einfach, weil du helfen musst und willst. Später aber holt dich die Verarbeitung ein und das ist schlimmer als im Horrorfilm. Dieses Bild vor den Augen. Schlachtfeld… Mehr kann, darf und möchte ich nicht schreiben. Ein Job, der nichts für schwache Nerven ist. Und da ist es egal, um was es geht. Alle Geschichten sind Schicksale. Früher oder später. Dabei bin ich sehr sehr froh darüber, dass es direkt angesprochen werden kann und ich Menschen des Vertrauens um mich habe. Diese letzten Tage vor Beginn des Urlaubs waren echt hart… und dieses Bild…….

Am Ende muss man immer mal wieder den Blick in die Ferne schweifen, aber nicht drinnen, sondern draußen. Hier verschwimmen manchmal die Bilder, aber man weiß doch immer wieder, wo man hingehört. Das Ziel vor den Augen. Die Umgebung wahrnehmen entlang des Weges dorthin. Das Konzept steht und möchte verbreitet werden trotz der Erlebnisse.

Schätzt das Leben und macht aus jeden Tag einen positiven Tag! Es kann viel zu schnell vorbei sein.

Schlachtfeld

Gute Nacht, hoffentlich!

I can make it!

Guten Abend ihr Lieben.

Dieser Spruch ist Programm und mehr als deutlich, I can make it!

Jetzt geht es in die richtige Richtung und ich lerne für mich langsam mehr und mehr, meine Fresse zu öffnen und meine gebildete Meinung zu teilen. Das aber noch in einem gediegenen Ton. Ob es so bleibt, kommt darauf an, wie sich das Ganze im Prozess entwickelt. Es ist eben ein Entwicklungsprozess. Ein vielleicht kleiner fürs Haus, aber ein riesiger für mich. Machen wir das Beste aus der Fachexpertise. Alte Strukturen, festgefahrene Prozesse auflösen, neue integrieren und vor allem, ein Für für die gute gesamte Patientenversorgung. Allumfassend!! Ich habe gelernt, was es bedeutet, Körper, Geist und Seele ins Gleichgewicht zu bringen, warum schaffen das keine Kliniken? Was passiert in diesem System?

Auf der einen Seite wünscht man sich, dass Vorsorge besser ist als Behandlung, auf der anderen Seite wird einiges an Vorsorge nicht finanziert? Das ist in meinen Augen Zweiklassen-Medizin. Nur diejenigen, die Vorsorge zahlen können, können ein besseres Leben führen? In der Berufsbezeichnung wurde schon umhedacht, aber im regulären System noch nicht. Schade. Prävention, Vorsorge und vernünftige Aufklärung können so vieles ersparen.

Und was passiert mit der Pflege? Dieser Beruf wird nie aussterben, aber auch das Berufsbild ändert sich. Studium hin oder her, am Ende zählt zum Einen das Fachwissen, zum Anderen aber vor allem aber auch die Kommunikation aller Dinge herum, die Kompetenz, zu sehen mit allen Sinnen. Es ist mehr als das Abarbeiten von Checklisten und die Dokumentation. Wir sind diejenigen, die die Menschen manchmal 24/7 sehen. Wir können den Bereich dorthin gestalten, dass sich die Menschen gut aufgehoben fühlen, auch wenn Drumherum das Chaos herrscht.

Open your eyes! Und atme… 3x tief ein und tief aus. Du kommst dir selbst näher, wenn du mit offenen Augen durch die Welt gehst. Was bedeutet am Ende Reichtum? Geld, was du nicht ausgeben kannst, weil du im Bett gefesselt bist aufgrund einer Krankheit? Lebe eben im Hier und Jetzt, hab nicht viel auf der hohen Kante außer für das, was dir viel bedeutet und du zur kurzen Absicherung brauchst.

Motivation ist der Schlüssel zum Erfolg. Und am Ende zählt es nicht, wie viel Ruhm du mit bringst, sondern wie sehr am Ende doch dein Verlust schmerzt. Das, dein Umfeld, ist Reichtum. Menschen, die dich bereichern, die du bereicherst, dass ist das, was wirklich zählt!

Momente für die Ewigkeit. Entspannung mit jedem einzelnen Blick in die Weite des Himmels. Gelernt, gekonnt und echt zu genießen. Egal bei welchem Wetter. Wir leben nur ein einziges Mal auf dieser Welt. Dankbar für diejenigen, die da sind, die da waren und für jene kurze Begegnungen, die das Leben nachhaltig verändert haben. Trotzdem beginnt Veränderung bei dir selbst!

Nutzen wir die Veränderung als Chance, stehen uns andere neue Wege offen!

In diesem Sinne genieße ich den Abend, schweife den Blick in den wolkenverhangenen Himmel und kann den Gedanken freien Lauf lassen.

Euch wünsche ich ebensolche Momente dieser Zuversicht!

Bis bald.

Musik

Musik im Kopf

Musik auf den Ohren

Abschalten

Tief durchatmen

Gedanken Gedanken sein lassen

Konzentration aufs Wesentliche

Auf mich, auf meine Atmung

Auf die Töne, die dahinfließen

Musik macht so viel

Musik verbindet

Musik baut Stress ab

Tanzt im Inneren

Tanzt bis aufs Äußerste

Anders denken

Nichts denken

Dahinterstehen

Ruhe

Entspannen

Aufatmen

Rhythmus finden, jeder seinen eigenen. Es ist der Schlüssel zum Erfolg. Ein großer Teil davon. Schlüsselszene. Versteckter Effekt. Gute Nacht.

WOW

Lebenszeichen

Guten Morgen in aller Nachtdienst-Frühe ihr Lieben.

Ja, tatsächlich, es gibt mich noch.

Es ist wieder einige Zeit vergangen und kleine Schritte sind bereits getan. Die Ideen nehmen Formen an bzw. würde ich sagen, sie sind erst einmal verschriftlicht und wir schauen mal, wie sie ankommen und ob es überhaupt Resonanz dafür gibt. Den Bedarf sehe ich dafür deutlich.

Ja, es geht wie immer um den beruflichen Kontext. Schritt für Schritt kommt man dem näher, was man sich wirklich vorstellt. Schade finde ich trotzdem, dass es in unserer Gesellschaft, vorzugsweise eben auf Arbeit zu erleben, nur noch wenige Menschen sind, die wirklich wissbegierig, neugierig, interessiert bleiben und über den Tellerrand hinweg schauen. Zusammenhänge verstehen lernen „wollen“. Warum geht es immer nur um dieses verdammte Geld?

Ich hatte letztens beim freiwilligen Arbeitseinsatz im Planetarium eine interessante Unterhaltung. „Es kann jeder ein Auto haben, aber eben nicht alle.“ Besitztum. Darum geht es doch nur noch in dieser Gesellschaft. Dabei ist doch das, was man wirklich hat und was mehr Wert ist als alle Güter, das eigene, gesunde Leben und die Menschen, die es bereichern.

Wenn man das Berufsbild aus der anderen Seite betrachtet, Empathie entwickelt und den Sinn fürs Leben versteht, was macht DICH dann glücklich? Besitztum? Das macht vielleicht zufriedener, kann aber Fluch und Segen zugleich sein. Ich durfte es in den letzten Monaten selbst erleben mit meinem fahrbaren Untersatz. Kosten, die auch erst einmal gestemmt werden müssen.

Es sind die Augenblicke, vielleicht auch ein bisschen Wissenszuwachs und die Menschen, die dir das geben können, was wir als Menschen wirklich brauchen.

Und da sitze ich gerade mal ein paar Minuten auf dem Balkon im Nachtdienst und schaue in die Ferne über die Stadt kilometerweit ins Dunkle. Ein schöner, ein ruhiger Moment zum Innehalten und Gleichgewicht finden. Ein Blick, der beruhigt in dieser hektischen Zeit.

Und die Menschen, mit denen man Spaß haben kann oder sich einfach unterhält oder für Menschen, für die man da ist, denen man helfen kann. Sei es ein Gespräch, ein Schmerzmittel oder einfach nur eine nette Geste. Wie würde ich behandelt werden wollen?

Oft werden aber auch die „Ellenbogen“ ausgefahren und dann kommt jemand um die Ecke und fragt doch tatsächlich: „Was kannst du Positives zu dieser Person sagen?“ Echt genial, dieses Thema, um auch einfach mal wieder zu reflektieren, was nicht nur negativ ist, sondern auch mal wieder in jeden Menschen etwas Anerkennung zu sehen, weil jeder eben auch positives zu bieten hat. Danke für diese Initiative, die sicher auch aus der großen Befragung hervor ging.

Und so genieße ich diese ruhige Nacht und denke über nichts weiter nach außer über den Blick in die Ferne. Umdenken, um die Ecke denken, bringt manchmal so vieles ins Rollen. An nichts denken bringt Entspannung in die Birne.

Kopf und Herz im Gleichgewicht. Vielleicht aktuell nicht so sehr, aber ich bin auf einem guten Weg. Danke an das Leben und die Menschen um mich herum und diejenigen, die es zeitweise begleitet haben.

Ich genieße nun noch die Ruhe.

Euch allen einen wunderschönen Start in den August!

Die Nördliche Krone
Der Große Wagen