Ein Trip zu dritt

Guten Abend ihr Lieben.

Was für ein Wochenende so zum Ende des Urlaubs hin.

Meine Tickets für ELEMENTARO waren zwar leider ohne Konsequenz, also keiner wollte sie haben. Dafür habe ich mir dennoch ein tolles Wochenende gezaubert. Insgesamt war die Urlaubswoche sehr chilli vanilli. Hier und da was unternommen, immer mal unterwegs gewesen und dennoch Ruhe gegönnt bei sehr angenehmen Wetter.

Dieses Wochenende stand dann schon ne Weile eine gute Planung. Zuerst gab es einen Arbeitseinsatz Samstagmittag in Merseburg bei Katja. Es hieß, Brennholz sammeln durch Möbel zersägen. Gesagt, getan. 90 Minuten arbeitswütig, um auch einfach mal Dampf abzulassen. Und das Ergebnis seht ihr hier:

Ich selbst brauche das Brennholz nicht, aber jemand anderes wird sich vielleicht darüber freuen. Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht. Schade, dass ich kein Bild vom Auto gemacht habe. Denn das war gut gefüllt. Danke auch an meine Beste fürs Werkzeug. Mit normalen Sägen hätten wir vermutlich länger gebraucht. Ach so, und wir haben tatsächlich über die Mittagszeit gesägt und es gab keinerlei Beschwerden. Da war ich ja wirklich sehr überrascht.

Nach getaner Arbeit gab es einen Döner spendiert und wir schauten noch einen Film gemeinsam. Der hat mich so gefesselt, dass wir ihn komplett gesehen haben. Und er war sehr emotional, schließlich ging es um Hunde. So war zwar nicht ganz mein Plan, aber ich fuhr dann nach Hause und lud das Brennholz aus in meinen Keller als Zwischenlagerung.

Alles verstaut ging es zu den Hunden und Sachen packen. Decke, Nackenkissen, Pulli, Futter für die Hunde, Obst, Müsli, Milch und Wasser und los ging unser Abenteuer. Ziel war kartographisch Weddersleben, dort in näherer Umgebung. Ich mag diese Abenteuer!

Zuerst bekamen die Hunde erst einmal eine Runde vor Ort, damit wir entspannt fahren können. Die Mäuse am Feldrand waren aber auch mal wieder interessanter.

Kurz vor Sonnenuntergang zogen wir dann zu dritt los Richtung Weddersleben. Noch nie gehört, aber klang gut so nahe der Bode im Harzvorland.

Angekommen war es natürlich schon dunkel nach etwas über einer Stunde Fahrzeit gemütlich. Aber wir hatten einen öffentlichen, etwas abgelegenen Parkplatz gefunden nordöstlich von Neinstedt. Es stand nur ein Auto und ein Van dort. Also echt ideal. Wir gingen noch eine kurze Runde zum Wasser hinunter, wohin es nicht weit war und kehrten inne. Es gab das Obst und die Hunde im Anschluss ihr Futter. Dann musste ich noch ein wenig umräumen. Spike hatte den Kofferraum für sich, Ava die Rücksitzbank. Fenster leicht geöffnet wurde es zunehmend kühler und der Pulli kam zum Einsatz. Noch ein wenig Sterne gucken und ab auf den Beifahrersitz „bequem“ machen.

Die Hunde schliefen vermutlich besser als ich, wie immer bei diesen Trips. Die besten Geräusche neben des Rauschen der Bode waren die aus dem Van heraus. Da möchte ich gar nicht weiter ins Detail gehen. Aber manchmal ist man eben nicht allein.

Am Morgen so gegen halb/dreiviertel sieben munter geworden, ging es erst einmal eine Kurzrunde für die Hunde zum Entleeren. Vereinzelt standen schon ein paar Autos da zur morgendlichen Joggerrunde vermutlich. Der Blick auf die so unscheinbare Teufelsmauer am Morgen mit dem Sonnenlicht der aufgehenden Sonne war ziemlich genial und ein Fotomotiv wert.

Schade, dass sich die beiden immer entgegengesetzt setzen müssen. Die gaben sich halt nichts zu sagen, wie immer.

Ein kurzer Trinkstop an der Bode, bevor es noch einmal zum Auto ging fürs Frühstück. Ich liebe es ja, wenn dieses Wasser so dahinrauscht ohne je stehenzubleiben. Es ist wie das Leben, die Lebenszeit. Es rauscht dahin, die Zeit, aber wir können tolle Sachen aus dieser machen.

Es gab nun zum Frühstück eine Schüssel Müsli und für die Hunde einen Kausnack. Gestärkt, Getränke gepackt und „Ausrüstung“ geschnappt, ging es dann los zum Teufelsmauer-Stieg.

Nur gut, dass ich mich direkt für dort entschieden habe und auch richtig abgebogen bin, denn so hatten wir den besten Anstieg gleich früh zuerst. Alles andere war chillig auf der Route.

Der Aufstieg hatte sich gelohnt mit einer schönen Aussicht. So war uns nach der kalten Nacht aber auch nicht mehr kalt, wobei die Sonne auch schon wieder ihre Energie zeigte.

Die Teufelsmauer steht teilweise echt schief da. Das sah schon sehr imposant aus, denn so groß wirkten diese Wände von weitem eben nicht.

In der Ferne ist Thale zu sehen.

Hier war etwas tiefer gelegen noch ein kleiner Aussichtspunkt mit Blick auf Weddersleben, wo ich jedoch nicht hin konnte, weil dort gerade ein Herrchen mit Dobermann stand. Die direkte Kontaktaufnahme wollte ich dann doch nicht.

Dann begann wieder der Treppenabstieg, aber es war sehr entspannt mit dieser wunderbaren Landschaft.

Dieses Panoramabild hat etwas von Ruhe ausstrahlend. Früh waren noch so wenige Menschen unterwegs. Lediglich einige Hundebesitzer und die Frühmorgendlichen.

Neben einer größeren Schafherde Hinterrücks von mir, gab es dann auch zwei schwarze Schafe, die grasten.

Der Weg war qualitativ sehr gut zu laufen auf Schotter und teilweise dann auch folgend Kopfsteinpflaster.

Unterwegs habe ich noch diese kleine Windmühle entdeckt. Leider habe ich es nicht geschafft zu schauen, in welchem Ort diese genau steht oder ob es außerhalb einer Ortschaft war, da es nicht genau zu sehen war hinterm Hügel.

Es ging noch einmal kurz bergauf um dann hinab ins Bode-Tal zu gehen. Hier kann man scheinbar auch die Bode entspannt durchqueren. Pferdespuren waren jedenfalls reichlich zu sehen.

Ava hat schon die Hälfte der Überquerung geschafft. Leider hatte ich nicht so ne Lust auf nasse Füße.

Es ging nun immer entlang der Bode im etwas kühleren Schatten. Halt, da war ja was. Unterwegs, noch nahe der Teufelsmauer, zog ich meinen Pulli aus und hatte nur noch T-Shirt und Weste. Dort irgendwo ist nun auch Avas blaue Leine liegen geblieben. Das stellte ich jedoch erst dort fest, als Ava mal wieder Rehe erspäht hatte.

Immer mal wieder ins Wasser konnten die beiden. Spike nutzte die Gelegenheit, Steine aus der Bode zu schleppen. Sind ja schließlich genug da.

Ava bevorzugte das Herumstöbern durchs Gestrüpp.

Ach ja, und Datum des Herbstanfangs war ja auch noch. Dieses Bild zeigt doch den beginnenden Altweibersommer.

Hier, in der Ferne, sieht man noch einmal die unscheinbare Teufelsmauer. Sie wirkt so weit weg und so klein und dennoch ist sie riesig, wenn man direkt davor steht.

Dann haben wir ein lauschiges Plätzchen zum Verweilen gefunden. Beeindruckend war, dass Ava sich sofort zum Entspannen mit hingelegt hat, Spike musste ich zur Ruhe leider etwas zwingen.

Der Baum über mir war riesig und so schön belichtet durch den einstrahlenden Winkel der Sonne. Einfach herrlich zum Entspannen.

Da schaut einer ganz bedröppelt. Aber ich habe diesen Moment seiner Ruhe gleich genutzt.

Weiter ging es an verschiedenen weiteren Stellen am Wasser entlang. Mal ist die Bode dabei ganz ruhig und mal richtig laut.

Und so sind wir wieder am Anfang unserer Route angekommen.

Es waren ruhige 6km ohne große Vorkommnisse, aber als ich den Parkplatz sah, wurde mir nach der Zeit klar, dass ich froh sein kann, so zeitig losgelaufen zu sein. Es war 11 Uhr und es war voll. Gott sei Dank. Zufällig gab es dann tatsächlich noch einen Imbiss, der aufgebaut hatte und so holte ich mir zum Mittag eine Bratwurst und erklärte dem Parkschein-Kontrolleur, dass ich nur zum Würstchenessen da bin. 20€ gespart. Der Besitzer des Imbiss meinte nur zu mir, dass die dort drei bis vier Mal am Tag kontrollieren gehen. Da hatte ich wohl Glück, dass es heute erst die erste Runde war.

So ging es nach dem Essen, stinkend wie Puma, zurück nach Hause. Was für ein toller Vormittag. Dennoch lernt man wieder schätzen, was man so zu Hause hat. Das erste war für mich eine warme Dusche und eine bequeme Couch, die mich zwei Stunden zum Schlaf heimsuchte.

Der Tag ist somit noch in Ruhe ausgeklungen mit einer kurzen Abendrunde durch die Siedlung und der Bericht endet hiermit noch mit einem schönen Rauschen der Bode. Genießt den kurzen Moment, denn real ist es noch viel viel schöner.

Bildcrasher des Tages:

In diesem Sinne wünsche ich euch eine gute Nacht und bis bald.

Nachtrag: Ich bin wirklich froh, Abstand gewonnen zu haben vor den Geschehnissen vor 1 1/2 Wochen. Es reichen solch Tage einfach schon zur Entspannung und ich bin froh, dies so nutzen zu können. Danke-Memo an mich selbst.

Geistig Abstand gewinnen

Guten Abend ihr Lieben.

Es ist schön zu wissen, dass trotz längerer Atempause immer wieder einige meinen Beiträgen weiterhin folgen.

Der letzte hatte wohl nicht ganz so viel Positives mit sich bringen können, aber dennoch, wie ihr wisst, bringt mir das Schreiben eben doch ganz viel Positives. Ich kann somit Abstand zur Situation gewinnen. Zumindest ein Stück weit…

Jetzt genieße ich gerade eine Woche Urlaub auch so Abstand von der Gesamtsituation und es ist auch gut so. Aber auch mein Körper hat jetzt massiv Alarm geschlagen nach diesem Ereignis.

Dabei ist viel Ablenkung zwar auch gut, aber es muss trotzdem arbeiten dürfen, mit gewissem Abstand. Und so versuche ich mehr denn je mich in diesen Zustand zurückzuerinnern, wo ich meine Kraft wieder sammeln kann. Durchatmen, Kopf umschalten auf einen Modus, wo er es von weitem betrachten kann und es umprogrammieren kann. Und ich darf euch verraten, dass dies nicht immer so einfach ist. Denn die Situation kommt näher als man denkt. Dabei zweifle ich aber nicht an meinem Tun. Eher ist es so, dass man das Leben wieder ein Stück mehr schätzt. Was können wir daraus lernen? Bäm – geplatzt – vorbei.

Jede Minute in der freien Natur, egal, ob allein, in der Gruppe oder einfach so ganz im Stillen, es ist das, was mich gerade erfüllt. Es lenkt ab, aber es lädt auch den Akku auf. Das hat mir tatsächlich auch den August über sehr gefehlt durch diese Hitze. Denn da bin ich echt kein Mensch. Dieses Wetter jetzt, das ist für mein Leben ideal.

Und dann gibt es wieder wichtige Menschen in meinem Leben, die mir ein Stück Last abnehmen und mir einfach zuhören. Wichtige Menschen, einfach gut für die Seele. Traumatische Erlebnisse sind für die Birne echt sch… Um es mal vulgär auszudrücken.

Ich genieße den Abend mit einer tollen Lichtershow aus Eisleben in der Ferne und denke mir, wie schön, dass es euch und mich gibt. Schätzen wir diese Momente!

In diesem Sinne wünsche ich euch einen schönen Ausklang des Tages!

Nichts für schwache Nerven

Guten Abend ihr Lieben.

Es ist schon wieder einiges an Zeit ins Land gegangen und einiges passiert.

Wenn man das Wetter von einer Woche mal vergleicht, hat man wohl gerade einen heftigen „Wintereinbruch“ von 25°C Unterschied. Letzte Woche noch alles furztrocken und die letzten Tage in einigen wenigen Regionen Dauerregen.

Ich selbst bin tatsächlich froh über das angenehm kühle Wetter, denn endlich kann ich wieder normale Runden mit meinen beiden Hunden drehen. Ich bin wieder mehr draußen und kann mein Leben chillen.

Wenn da nur nicht die Erlebnisse auf Arbeit wären. Dieser Job kostet zwar keine Nerven, aber geht manchmal ganz tief hinein. Diese Situation werde ich wohl nie vergessen, aber lernen, damit umzugehen. Ich habe aber auch immer wieder dieses „Glück“. Im Moment funktionierst du einfach, weil du helfen musst und willst. Später aber holt dich die Verarbeitung ein und das ist schlimmer als im Horrorfilm. Dieses Bild vor den Augen. Schlachtfeld… Mehr kann, darf und möchte ich nicht schreiben. Ein Job, der nichts für schwache Nerven ist. Und da ist es egal, um was es geht. Alle Geschichten sind Schicksale. Früher oder später. Dabei bin ich sehr sehr froh darüber, dass es direkt angesprochen werden kann und ich Menschen des Vertrauens um mich habe. Diese letzten Tage vor Beginn des Urlaubs waren echt hart… und dieses Bild…….

Am Ende muss man immer mal wieder den Blick in die Ferne schweifen, aber nicht drinnen, sondern draußen. Hier verschwimmen manchmal die Bilder, aber man weiß doch immer wieder, wo man hingehört. Das Ziel vor den Augen. Die Umgebung wahrnehmen entlang des Weges dorthin. Das Konzept steht und möchte verbreitet werden trotz der Erlebnisse.

Schätzt das Leben und macht aus jeden Tag einen positiven Tag! Es kann viel zu schnell vorbei sein.

Schlachtfeld

Gute Nacht, hoffentlich!

I can make it!

Guten Abend ihr Lieben.

Dieser Spruch ist Programm und mehr als deutlich, I can make it!

Jetzt geht es in die richtige Richtung und ich lerne für mich langsam mehr und mehr, meine Fresse zu öffnen und meine gebildete Meinung zu teilen. Das aber noch in einem gediegenen Ton. Ob es so bleibt, kommt darauf an, wie sich das Ganze im Prozess entwickelt. Es ist eben ein Entwicklungsprozess. Ein vielleicht kleiner fürs Haus, aber ein riesiger für mich. Machen wir das Beste aus der Fachexpertise. Alte Strukturen, festgefahrene Prozesse auflösen, neue integrieren und vor allem, ein Für für die gute gesamte Patientenversorgung. Allumfassend!! Ich habe gelernt, was es bedeutet, Körper, Geist und Seele ins Gleichgewicht zu bringen, warum schaffen das keine Kliniken? Was passiert in diesem System?

Auf der einen Seite wünscht man sich, dass Vorsorge besser ist als Behandlung, auf der anderen Seite wird einiges an Vorsorge nicht finanziert? Das ist in meinen Augen Zweiklassen-Medizin. Nur diejenigen, die Vorsorge zahlen können, können ein besseres Leben führen? In der Berufsbezeichnung wurde schon umhedacht, aber im regulären System noch nicht. Schade. Prävention, Vorsorge und vernünftige Aufklärung können so vieles ersparen.

Und was passiert mit der Pflege? Dieser Beruf wird nie aussterben, aber auch das Berufsbild ändert sich. Studium hin oder her, am Ende zählt zum Einen das Fachwissen, zum Anderen aber vor allem aber auch die Kommunikation aller Dinge herum, die Kompetenz, zu sehen mit allen Sinnen. Es ist mehr als das Abarbeiten von Checklisten und die Dokumentation. Wir sind diejenigen, die die Menschen manchmal 24/7 sehen. Wir können den Bereich dorthin gestalten, dass sich die Menschen gut aufgehoben fühlen, auch wenn Drumherum das Chaos herrscht.

Open your eyes! Und atme… 3x tief ein und tief aus. Du kommst dir selbst näher, wenn du mit offenen Augen durch die Welt gehst. Was bedeutet am Ende Reichtum? Geld, was du nicht ausgeben kannst, weil du im Bett gefesselt bist aufgrund einer Krankheit? Lebe eben im Hier und Jetzt, hab nicht viel auf der hohen Kante außer für das, was dir viel bedeutet und du zur kurzen Absicherung brauchst.

Motivation ist der Schlüssel zum Erfolg. Und am Ende zählt es nicht, wie viel Ruhm du mit bringst, sondern wie sehr am Ende doch dein Verlust schmerzt. Das, dein Umfeld, ist Reichtum. Menschen, die dich bereichern, die du bereicherst, dass ist das, was wirklich zählt!

Momente für die Ewigkeit. Entspannung mit jedem einzelnen Blick in die Weite des Himmels. Gelernt, gekonnt und echt zu genießen. Egal bei welchem Wetter. Wir leben nur ein einziges Mal auf dieser Welt. Dankbar für diejenigen, die da sind, die da waren und für jene kurze Begegnungen, die das Leben nachhaltig verändert haben. Trotzdem beginnt Veränderung bei dir selbst!

Nutzen wir die Veränderung als Chance, stehen uns andere neue Wege offen!

In diesem Sinne genieße ich den Abend, schweife den Blick in den wolkenverhangenen Himmel und kann den Gedanken freien Lauf lassen.

Euch wünsche ich ebensolche Momente dieser Zuversicht!

Bis bald.

Musik

Musik im Kopf

Musik auf den Ohren

Abschalten

Tief durchatmen

Gedanken Gedanken sein lassen

Konzentration aufs Wesentliche

Auf mich, auf meine Atmung

Auf die Töne, die dahinfließen

Musik macht so viel

Musik verbindet

Musik baut Stress ab

Tanzt im Inneren

Tanzt bis aufs Äußerste

Anders denken

Nichts denken

Dahinterstehen

Ruhe

Entspannen

Aufatmen

Rhythmus finden, jeder seinen eigenen. Es ist der Schlüssel zum Erfolg. Ein großer Teil davon. Schlüsselszene. Versteckter Effekt. Gute Nacht.

WOW

Lebenszeichen

Guten Morgen in aller Nachtdienst-Frühe ihr Lieben.

Ja, tatsächlich, es gibt mich noch.

Es ist wieder einige Zeit vergangen und kleine Schritte sind bereits getan. Die Ideen nehmen Formen an bzw. würde ich sagen, sie sind erst einmal verschriftlicht und wir schauen mal, wie sie ankommen und ob es überhaupt Resonanz dafür gibt. Den Bedarf sehe ich dafür deutlich.

Ja, es geht wie immer um den beruflichen Kontext. Schritt für Schritt kommt man dem näher, was man sich wirklich vorstellt. Schade finde ich trotzdem, dass es in unserer Gesellschaft, vorzugsweise eben auf Arbeit zu erleben, nur noch wenige Menschen sind, die wirklich wissbegierig, neugierig, interessiert bleiben und über den Tellerrand hinweg schauen. Zusammenhänge verstehen lernen „wollen“. Warum geht es immer nur um dieses verdammte Geld?

Ich hatte letztens beim freiwilligen Arbeitseinsatz im Planetarium eine interessante Unterhaltung. „Es kann jeder ein Auto haben, aber eben nicht alle.“ Besitztum. Darum geht es doch nur noch in dieser Gesellschaft. Dabei ist doch das, was man wirklich hat und was mehr Wert ist als alle Güter, das eigene, gesunde Leben und die Menschen, die es bereichern.

Wenn man das Berufsbild aus der anderen Seite betrachtet, Empathie entwickelt und den Sinn fürs Leben versteht, was macht DICH dann glücklich? Besitztum? Das macht vielleicht zufriedener, kann aber Fluch und Segen zugleich sein. Ich durfte es in den letzten Monaten selbst erleben mit meinem fahrbaren Untersatz. Kosten, die auch erst einmal gestemmt werden müssen.

Es sind die Augenblicke, vielleicht auch ein bisschen Wissenszuwachs und die Menschen, die dir das geben können, was wir als Menschen wirklich brauchen.

Und da sitze ich gerade mal ein paar Minuten auf dem Balkon im Nachtdienst und schaue in die Ferne über die Stadt kilometerweit ins Dunkle. Ein schöner, ein ruhiger Moment zum Innehalten und Gleichgewicht finden. Ein Blick, der beruhigt in dieser hektischen Zeit.

Und die Menschen, mit denen man Spaß haben kann oder sich einfach unterhält oder für Menschen, für die man da ist, denen man helfen kann. Sei es ein Gespräch, ein Schmerzmittel oder einfach nur eine nette Geste. Wie würde ich behandelt werden wollen?

Oft werden aber auch die „Ellenbogen“ ausgefahren und dann kommt jemand um die Ecke und fragt doch tatsächlich: „Was kannst du Positives zu dieser Person sagen?“ Echt genial, dieses Thema, um auch einfach mal wieder zu reflektieren, was nicht nur negativ ist, sondern auch mal wieder in jeden Menschen etwas Anerkennung zu sehen, weil jeder eben auch positives zu bieten hat. Danke für diese Initiative, die sicher auch aus der großen Befragung hervor ging.

Und so genieße ich diese ruhige Nacht und denke über nichts weiter nach außer über den Blick in die Ferne. Umdenken, um die Ecke denken, bringt manchmal so vieles ins Rollen. An nichts denken bringt Entspannung in die Birne.

Kopf und Herz im Gleichgewicht. Vielleicht aktuell nicht so sehr, aber ich bin auf einem guten Weg. Danke an das Leben und die Menschen um mich herum und diejenigen, die es zeitweise begleitet haben.

Ich genieße nun noch die Ruhe.

Euch allen einen wunderschönen Start in den August!

Die Nördliche Krone
Der Große Wagen

Sinn (-voll)

Guten Abend ihr Lieben.

Puh, was war das für ein Wochenstart?

Begreife ich erst jetzt, was wirklich Phase ist? -> Ich glaube ja.

Wow-Momente mit den richtigen Intuitionen zu handeln. Aber  trotzdem muss man auch wieder sofort in andere Situationen umschalten. Keine Zeit zum Wirken lassen. Stattdessen überrennt es einen erst, wenn man selbst zur Ruhe kommt.

Ein Moment voller Sinne und ich lag mit meiner Vermutung etwas richtig. Woher kommt diese besondere Gabe?

Es darf weh tun und ich darf Gefühle zeigen. Erinnerungen kommen hoch. Hätte es so sein können? Vielleicht. Ich werde es nie erfahren.

Ich liege hier und weine vor mich her… und dann… kommt eine feuchte Nase daher. Nein, es sind sogar zwei. Sie wissen vielleicht nicht direkt, was los ist, aber verstehen tun sie es trotzdem irgendwie.

Ich muss durchatmen. Ich darf, wir dürfen, loslassen.

Was für ein Sinn, was für ein Tag. Mit jedem Atemzug lernen wir… den Sinn des Lebens näher kennen.

Gute Nacht.

Unbefugtes Wissen

Guten Abend ihr Lieben,

oder fast schon Guten Morgen, denn der neue Tag hat bereits begonnen.

Kann zu viel Wissen unzufrieden machen?

Definitiv ja, wenn man in dieser Hinsicht Verknüpfungen stellt und selbst nicht mehr abschalten kann.

Wenn ich aus meinem Beruf plaudere, sitzt da tatsächlich so ein Floh im Ohr. Ich bilde mich wirklich gern weiter! Aber dann kommen im Anschluss Zusammenhänge zum Vorschein, die echt sind und nicht zum aktuellen Bild passen. Das ist grundsätzlich nicht schlimm, denn man kann ja neue Dinge mit einbringen. Nicht jeder hat dabei das Interesse an Neuheiten wie ich selbst. Das ist der Haken. Hier fällt mir die Akzeptanz noch echt schwer. In meiner berufstätigen Branche geht es dabei ja auch um Menschen.

Bereue ich es, kein Medizinstudium gemacht zu haben?

Definitiv nein. Denn wenn ich sehe, was das alles an Aufwand bedeutet, ist das schon ziemlich crazy. Verantwortung haben wir alle. Schade nur, dass nicht jeder in Verknüpfungen denken kann und die logischen physiologischen Abläufe hinterfragt.

Da stellt sich mir die Frage, ob ich in diesem Beruf jemals zufrieden werden kann?

In all meiner Professionalität, die ich wirklich mit Leidenschaft lebe, kann man auch gegen Windmühlen arbeiten. Wie heißt es so schön, Multiplikatoren sind der Schlüssel zum Vorankommen. Einzelkämpfer sind immer schwierig.

Und trotzdem möchte ich gern weiter lernen. Dabei stehe ich auch dazu, dass Studien auf englischen Latein echt miserabel für mich sind. Ich belese mich ansonsten wirklich gern im Fach- und Weiterbildungsgebiet. Und ich eigne mir neues Wissen an und möchte auch das alte noch einmal auffrischen. Ich habe in dieser Hinsicht keinerlei Ansprüche an mich selbst, aber ich habe Erwartungen an mein Umfeld… Da ist es wieder, dieses hässliche Wort. ERWARTUNGEN

Auf der einen Seite möchte ich kein Egoist sein und im Team arbeiten. Andererseits jedoch möchte ich mein Ding durchziehen und meine Patienten gut möglichst betreuen. Dabei stehe auch ich zu meinen Fehlern und freue mich auf Kritik, wenn ich mal wieder was vergessen habe oder so. Das gehört eben dazu. Und ja, manchmal bin ich halt auch etwas chilliger unterwegs. Ich freue mich dabei aber auch, mich mit den Menschen unterhalten zu können. Es ist mir wichtiger denn je geworden. Warum? Weil vielleicht meine Veränderung damit zusammenhängt. Zusammenhänge, die nur ich selbst verstehe. Für manch andere ist es nicht sichtbar.

Bewusst ist mir auch wieder in den letzten Tagen geworden, wie unheimlich wichtig der Umgang mit den Menschen ist. Sie spiegeln so einiges wieder oder hauen es ganz trocken raus, dass die Kollegin nie lächeln kann. Erst einmal ein Schlag ins Gesicht, aber die fremde Reflexion kann das eigene Bewusstsein schulen.

Es ist einfach nur zu krass. Wir sind so durchschaubar.

Ich glaube tatsächlich, dass Branchen im Dienstleistungsbereich eher zu Problemen führen als so Dinge, wo man nur technisch was zutun hat… Aber ich kann mich auch irren. Gibt es dazu vielleicht schon eine Studie? Falls ja, bestimmt auf Englisch. 😀

Zugegebenermaßen ist es im privaten Bereich besser zu handhaben. Interessen-Wissen. Wenn ich da an meine Mitgliedschaft denke im Förderverein des Planetarium oder auch die Hundefamilie, da ist das ungezwungener. Das beeindruckt schon sehr.

Vielleicht sollte man Arbeit nicht als Arbeit, sondern als Hobby sehen?! Keine Ahnung, ob das ein guter Betrachtungsansatz ist. Ich für mich weiß nur, dass ich zeitweise echt ein tolles Feedback zur Arbeit erhalte. Dabei zählt auch ein ejnfsches Danke des Gegenübers. Das wird geschätzt von mir. Und so fühle ich mich in meinem Handeln positiv bestätigt.

Jetzt dürft ihr überlegen, wo der ganze Haken sitzt, bereits im Text erwähnt.

Unbefugtes Wissen ist dazu hinzukommendes Wissen, was die Befugnisse überschreitet… Aber ich kann mein Gegenüber dorthin lenken mit diesem Wissen. Das ist für mich der Punkt, der kraftraubend ist, weil man eben zu viel von der Materie versteht und sich aber auch immer und immer wieder wiederholen muss. Sich mit den Menschen beschäftigen, der einem gegenüber sitzt, können nur noch die wenigsten.

Schade.

So suche ich trotzdem noch nach dem richtigen Weg für mich und weiß für mich auch, dass ich die Erwartungen zurückschrauben muss, gewaltig. Oder man sucht sich die gleiche Ebene…

Und so verschwinde ich für heute erst einmal von der Bildfläche mit einem Bild aus der Nacht von Freitag auf Samstag mit NLC’s.

Gute Nacht und bis bald.

P.S.: Wer dachte, mit unbefugten Wissen ist noch etwas anderes gemeint, kann sich auch seinen Teil denken oder gar wissen.

Abreisetag und Wiedervereinigung

Guten Abend ihr Lieben.

Gestern Abend war ich nicht mehr wirklich in der Lage, meinen Bericht zu schreiben, aber dafür wird es heute noch nachgeholt. Es ist schon spät und morgen früh klingelt der Wecker 4 Uhr zur Frühschicht.

Die Ankunft in Warnemünde gestern gegen 6.30 Uhr war sehr ruhig verlaufen. Nur wenige waren oben am Deck, die meisten saßen wohl über ihre Koffer oder waren schon beim Frühstück. Wie auch immer. Ich war gegen 5.30 Uhr munter und habe mich in Ruhe fertig gemacht und den Koffer gepackt. Es gibt ja den Service, dass die Koffer durch AIDA in den Terminal gebracht werden bei Ankunft. Den kann man nutzen, wenn man bis 2 Uhr nachts den Koffer vor die Tür stellt. Grundsätzlich nutze ich das nicht wirklich, denn dafür habe ich noch zu viel Zeug früh. Dieses Mal hatte ich Glück. Kurz nach 6 Uhr habe ich aus der Kabine geschaut und der junge Mann kam gerade zum Einsammeln rum. Also doch noch genutzt, diesen schönen Service.

Gesagt, getan, ging es dann an die frische Luft um das Einlaufen in den Zielhafen zu verfolgen. Es ist immer wieder beeindruckend, wenn diese riesigen Schiffe auf der Stelle wenden.

Nachdem das erste Tau befestigt wurde, ging ich in Ruhe zum Frühstück. Mein Zimmer war somit komplett leer und konnte für die nächsten Gäste vorbereitet werden. Das letzte Mal Frühstück auf der AIDA für dieses Jahr. Als ich fertig war, ging ich zusammen mit Rebecca von Bord und nur wenige Minuten später fing es an, wie aus Eimern zu schütten. Tja, die AIDA trauerte um uns, würde ich behaupten.

Wir hatten noch etwas viel Zeit bis zu unseren Zügen und sind etwas durch die Stadt. Es hat im Regen zwar nicht wirklich Spaß gemacht, aber was soll’s. Ich habe dann später mich noch mit Silke getroffen von der Kreuzfahrt 2022. Sie wohnt ja quasi um die Ecke. Es war schön, auch sie mal wieder gesehen zu haben. Wir waren gemeinsam eine Kleinigkeit essen und haben länger gequatscht. 13.43 Uhr ging dann mein Zug ab Warnemünde, der sogar dieses Mal durchgefahren ist.

4h 21min sollte die Fahrt dauern, aber durch immer mal wieder irgendwelche Stopps mitten in der Walachei war die Ankunft am Ende 15 Minuten später. Aber das war ja sogar noch human. Ich war wirklich froh, durchfahren zu können.

Meine liebe Doreen holte mich dann vom Bahnhof ab und fuhr mich heim. Angekommen habe ich nur noch den Koffer ausgepackt und ging ab in meine Koje.

Am heutigen Tag habe ich dann noch einmal für mich ein kleines Ziel erreicht mit Unterstützung und konnte so entspannt die Hunde am Nachmittag abholen. Die Wiedersehensfreude war riesig. Endlich sind alle wieder vereint und happy. Und so ging es noch am Abend zur Schnüffelrunde und nun sind alle zufrieden und glücklich.

Schwuppdiwupp ist der Urlaub auch schon wieder vorbei. Trotzdem ist es schön, in den eigenen vier Wänden zu sein.

Somit wünsche ich euch einen entspannt ausklingenden Sonntag und ne gute Nacht. Bis bald!

Der letzte Hafen, Kopenhagen

Guten Abend ihr Lieben.

Ruckzuck ist eine Woche Urlaub schon wieder rum. Am Morgen habe ich heute mal ausgeschlafen und das Frühstück ausfallen lassen, denn 9.30 Uhr ging es zur letzten von den fünf Ganzkörpermassagen. Also ich darf behaupten, dass die Mädels das echt drauf haben. Dabei hatte ich vier verschiedene Damen, die mich in den fünf Sitzungen versorgt haben. Jede von ihnen hatte eine etwas andere Technik und von mal zu mal wurden die schmerzenden Punkte besser. Bis zur Tiefenentspannung. Es war einfach herrlich.

Im Anschluss ging es dann zeitnah aufs Deck, das Einlaufen in den Hafen von Kopenhagen beobachten. Manchmal sind das echt klasse Highlights. Heute wurden wir beim Eindrehen in den Hafen von einem Schlepper begleitet, da der Wind im Hafen recht heftig war und es Bedenken gab, dass der Dampfer nicht komplett von allein rumkommt.

Die Hafenskyline hatte auch irgendwie ihren Charme. Viele moderne Häuser in einem interessanten Baustil. Nach dem Anlegen, welches bereits eine Stunde eher war, gab es noch ein Getränk an der Pool-Bar und dann ging es ab zum Mittagessen. Heute mal in der Pizzeria. Theoretisch war ein 3-Gang-Menü möglich mit Vorspeise, Pizza und Nachspeise. Aber wir sind nur bei Pizza und Nachspeise geblieben und es war völlig ausreichend. Am Ende isst eben auch das Auge mit, vor allem bei diesem genialen Nachtisch.

Danach ging ich noch einmal kurz auf die Kabine, wo ich wohl eingenickt war. Aber nicht schlimm, denn 17.30 Uhr ging unser Ausflug erst los. Für heute hatte ich in Kopenhagen eine Rikscha-Fahrt gebucht. Und so ging es los mit dieser wunderbar interessanten Stadtbesichtigung. Klar gab es viele Sehenswürdigkeiten zu sehen, aber auch Straßen und Gassen, die man vielleicht so nicht gesehen hätte. Aber seht selbst. Ein paar Videos inklusive.

Im schrägen Gebäude befindet sich eine Skianlage.
Militärstützpunkt
Das Rathaus
Das Parlamentsgebäude

Ganze zwei Stunden ging die Tour und der Wind war am Ende ziemlich frisch. Aber trotzdem war auch das ein tolles Erlebnis. Danach ging es schnell zum Abendessen und man durfte noch die AIDA-Abschiedstorte bewundern. Immer wieder neue Ideen.

Das Auslaufen war heute auch mal ganz anders. Wir wurden mit dem Schlepper aus dem Hafen gezogen bis zu einem bestimmten Punkt. Warum konnte ich mir nicht ganz erklären.

Da ja noch der Beginn der Fußball-EM war, ging es schnell zum Theatrium und die erste Halbzeit lief doch echt klasse.

Und nein, da war kein Alkohol drin.

Zur zweiten Halbzeit bin ich noch an die frische Luft gegangen und habe noch einmal den Abschied von Dänemark für mich ein wenig zelebriert mit etwas Ruhe und ein paar schönen Bildern. Die Brücke gab es übrigens auch schon 2022 zu sehen, aber da sind wir damals drunter durchgefahren. Dieses Mal sind wir drüber hinweg gefahren. Denn ein Teil dieser Verbindung von Dänemark zu Schweden ist als Tunnel vorhanden. Die Straße endet von weiten quasi ins Nichts. Das dachte zumindest ein anderer Gast. Der war nämlich ziemlich verwundert und ich musste etwas grinsen.

So endet auch der letzte Tag mit ein bisschen guter Musik auf dem leeren Pooldeck, weil es wirklich kalt ist. Deutschland hat gewonnen, das Schiff hat gejubelt und wir können nun alle entspannt packen und dann ins Bett gehen. Es war wieder einmal ein wunderbarer, vor allem aber erholsamer und erlebnisreicher Urlaub. Ich danke meiner lieben Alex, die mir ihren Gutschein überlassen hat in einer Vereinbarung. Sonst wäre das in diesem Maße nicht möglich gewesen.

In diesem Sinne wünsche ich euch eine gute Nacht und morgen heißt es wieder Welcome back to Germany. Bis morgen!