Klarer Horizont

Guten Abend mal wieder.

Der Sonnenuntergang hier vor Ort schon etwas verpasst, weil ich eine größere Abendrunde mit meiner Verrückten gedreht habe, aber dennoch ist es auch jetzt noch schön anzusehen. Ein klarer Horizont.

Ein erlebnisreiches Wochenende liegt hinter mir, wie ihr vielleicht schon im gestrigen Beitrag herauslesen konntet. Bewegte Momente, die den Kopf wieder haben arbeiten lassen.

Heute versuche ich wieder, einen klaren Kopf zu bekommen wie dieser Himmel. Aber klar ist nichts, auch die Luft nicht, die wir atmen. Klingt irgendwie negativ, ist es aber nicht unbedingt. Es zeigt nur auf, dass es immer kleinste Partikel sind, die uns beeinflussen können. Wer weiß, ob die „Luft“ im Orbit auch rein ist, dieser Hauch von Nichts. Denn wie sollten am Ende denn Sterne und Planeten entstehen können?

Mich faszinieren diese Gedanken, weil es am Ende doch nur Vermutungen sind. Die Entstehung dauert doch Jahrtausende.

Worauf ich jedoch hinaus möchte, ist, dass ich mir so manches Mal diese Momente der Klarheit zurück wünsche in den Momenten vor zwei Jahren. Dieses Reinwaschen. Ich kann die Übungen noch, keine Frage, aber diese „geführte“ Leichtigkeit ist nicht so einfach zu erreichen selbst. Abschalten im hohem Niveau. Eine Kunst, die eben auch nicht jeder beherrscht.

Ich bin noch immer fasziniert von diesem Gefühl, was ich damals erlebte… Es ist eben einfach unbeschreiblich. Hohe Kunst einer Form der Meditation am Ende. Zu sich selbst zu finden und einen kühlen klaren Kopf bewahren. Sortieren, was durcheinander geraten ist, Entdecken, was an kleinen Details verloren gegangen war und am Ende aber einfach umdenken, umlenken. Positiv verknüpfen. Andere Perspektiven entwickeln, andere Rollen verstehen.

Bewegende Erlebnisse!

Bewusstsein und das, was tief drunter verborgen liegt. Es prägt unsere Lebensgeschichte. Und dennoch sind wir unserer eigenes Glückes Schmied. Wenn ich also einen klaren Kopf bekommen möchte mit nur kleinsten Partikeln, muss ich am Ende an mir selbst arbeiten. Mit Unterstützung ist es halt manchmal einfach leichter.

Und mal ehrlich, klar gibt es auch zwischendurch dunkle Phasen, wie es eben auch mal dunkle Wolken gibt. Am Ende gilt doch aber, schaue ich von oben hinab, ist diese dort wieder klarer.

Und so sehe ich hoch hinauf, sehe die ersten Sterne funkeln und denke an diejenigen, die mir wichtig waren und sind. Danke für all diese Begegnungen, sei es Mensch, sei es Tier.

Wir leben nur einmal, machen wir das Beste draus! Jeder für sich selbst.

Danke.

Ewiges Leben

Guten Abend ihr Lieben.

Was wäre, wenn wir ewig leben könnten? Wenn es eine Formel geben würde, was den Alterungsprozess aufhebt? Was würdet ihr damit anfangen können?

Habt ihr euch so etwas schon einmal gefragt? Vielleicht, vielleicht auch nicht…

Ganz ehrlich, für unseren Planeten und für uns alle wäre so etwas Gift. Überbevölkerung, was wiederum weitere Folgen hat.

Klingt bescheuert, aber wir können doch froh sein, irgendwann ein Ende zu finden. Denn von da an können wir sagen, wir hatten doch ein tolles Leben, was wir geführt haben. Zum Schluss kann jeder loslassen von den Dingen, die uns nichts mehr angehen bzw. wir ein sicheres Gefühl haben, dass alles läuft nach unseren Vorstellungen. Ob das dann wirklich der Fall ist, erleben wir nicht mehr.

Und da stellt sich mir eine weitere Frage: Warum müssen wir alles kontrollieren?

Wir müssen lernen, wieder lockerer und gelassener zu werden. Kontrolle schadet uns. Es lernt jeder seine Grenzen kennen, mit denen er arbeiten kann. Dabei ist die Einstellung zum Umfeld wichtig. Und wer von euch jetzt denkt, alles so laufen zu lassen, nein, es gibt ja dennoch Einschränkungen. Nämlich die, mit denen wir groß werden, mit denen wir wachsen. Ein gesundes Maß an dem, womit wir geprägt wurden mit einer Prise von unserem eigenen Ich, welches aufleben darf. Loslösen von gewissen Strukturen, Ausbrechen aus dem Alltag, Erlebnisse suchen, Herausforderungen annehmen. Loslassen, entspannt sein und einfach nicht nur geradeaus, sondern nach links und rechts schauen. Emotionalität und Lösungsorientiertheit sind dabei eine Kombination, die zum Lebensglück, aber eher noch zur Zufriedenheit führt. Manchmal braucht man dafür einen kleinen Anstupser aus seinem Umfeld. Dafür bin ich auch immer wieder dankbar. Das beste Beispiel dafür gab es am heutigen Tag mal wieder zu einer interessanten Runde. Hier durfte ich wieder einmal mehr feststellen, dass meine Ava ein Spiegel meines inneren Selbst ist. Es hat mich im Nachhinein wieder beeindruckt und zeigt, dass der Lernprozess Tag für Tag weiter geht, bis wir gehen dürfen.

Im Arbeitsalltag sehe ich ähnliche Ansätze und merke, wie wichtig es heutzutage ist, Menschlichkeit zu zeigen. Manchmal brauchen Menschen auch eine Schulter zum Anlehnen und weinen frei raus. Dafür sind wir Menschen und in diesem Job wird doch einfach das Ganzheitliche wieder wichtiger. Auf der einen Seite steht das stupide Abarbeiten, auf der anderen Seite sitzt da ein Mensch, der vielleicht weder ein noch aus weiß. Und ja verdammt, wir können auch Gefühle zeigen. Professionalität haben wir dennoch. Abstand ebenso. Man lernt es mit der Zeit. Auch wieder ein Lernprozess.

Wir alle sind Menschen und leben nicht ewig, was okay ist! Machen wir es denen, den es einfach richtig dreckig geht, doch etwas angenehmer. Reden wir mit ihnen über schöne Dinge, nicht über das, was gerade los ist, außer, sie möchten das. Seid für die Menschen in eurem Umfeld einfach ohr. Schaut nicht nur geradeaus, sondern auch nach links und rechts. Lasst los von stupiden Strukturen und seid Mensch! Das ist doch unsere Fähigkeit…

In diesem Sinne, eine gute Nacht an euch!

Was ist los?

Warum bin ich so verletzlich geworden?

Warum geht mir vieles so nahe?

Was läuft hier gerade anders als Jahre zuvor?

Weil ich meinen Job liebe?

Weil ich die Menschen verstehe?

Weil ich Herz habe?

Warum können das manche Menschen nicht?

Weil ich gelernt habe, mir es so bewusst zu machen?

Weil ich gelernt habe, mit meinen Gefühlen zu arbeiten, die ich vorher nie zeigen konnte?

Was passiert gerade?

Was fehlt mir?

Die Antwort weiß ich vermutlich schon…

Es tut weh…

Es befreit aber auch…

Und wenn ich so in den Himmel schaue, weiß ich, was ich für mich erreichen möchte. Und ich genieße diesen Blick in die weite dunkle Ferne, weil es mir gut tut.

Gute Nacht.

Kraft tanken

Guten Abend ihr Lieben.

Was für eine Woche, ruckzuck ist der Urlaub schon wieder um. Genutzt habe ich am Ende viel Zeit für mich und Ava. Hier und da gab es auch soziale Kontakte, aber die standen nicht im Vordergrund. Kraft tanken war angesagt, bevor es Montag wieder los geht.

Dabei gab es hier und da einiges zu verarbeiten und ich musste für mich feststellen, dass ich in der Ruhe merke, was ankommt und bewegt. Waldspaziergänge nutzte ich für die absolute Ruhe zum Abschalten. Musik hilft mir zusätzlich dabei, mental befreiter zu werden. Musik und die Melodie der Natur.

Dabei musste ich feststellen, dass gerade richtig etwas fehlt, um für mich wieder etwas die Richtung zu finden. Mental habe ich sie mir schon irgendwie einholen können. Wie auch immer. Ein Thema, wo ich mich richtig schwer tue. Dabei muss man es nur zulassen können. Gar nicht so einfach, aber trotzdem hilfreich.

Das Leben ist eine harte Prüfung, für jeden von uns. Machen wir es mit etwas mehr Menschlichkeit und Empathie etwas schöner, einfacher, erträglicher.

Danke an die Menschen, die mich verstehen, auch wenn ich hier nie wirklich auf den Punkt komme. Der i-Punkt fehlt eben noch.

Ich wünsche euch noch einen wundervollen Abend und bis bald.

Veränderung in kleinen Schritten

Guten Abend ihr Lieben.

Welch schöner Abend mal wieder auf dem Balkon. Ich genieße diese Urlaubswoche in vollen Zügen und denke mir zu gewissen Dingen meinen Teil.

Andere Blickwinkel verändern die Richtungsbeurteilung… Spurlos geht sowas dennoch nicht an einem vorbei. Aber man nimmt es anders wahr.

Ihr fragt euch sicher, worauf ich hinaus möchte. Da muss ich ein paar Tage zurückgehen in meinen Erlebnissen.

Am Dienstag habe ich mein Auto von einer Komplett-Aufbereitung von innen und außen wieder abholen können und muss sagen, dass sich das wohl doch echt gelohnt hat. Ich habe das lange vor mich hergeschoben und abends wurde mir auch bewusst, warum. Es war ein weiterer Abschied von meinem alten Herren Spike. Es tat echt weh, zumal meine verrückte Ava das Apportieren nicht wirklich kann und auch noch das damals gemeinsam gezerrte Spielzeug im See einfach drin ließ. Unbewusstes Handeln wird zum Bewussten Nachdenken im Anschluss. Und so hat alles seinen Sinn, irgendwie.

Und ja, es fällt mir immer noch schwer, aber das ist auch in Ordnung. Ich kann damit umgehen und das ist wichtig. Es ist okay, wenn es immer mal in Erinnerung kommt. Gerade bei solchen Handlungen.

Dennoch sind es sehr erholsame Tage diese Woche. Einfach entspannen, Freunde besuchen und etwas unternehmen, mit Ava Zeit verbringen und trotz des wechselhaften Wetters die trockene Zeit draußen nutzen. Ach, und wenn es doch mal regnet, ist es ja nicht kalt. Also hat man mal ne kurze Dusche.

Was mich beeinflusst, sind diese bewussten Wahrnehmungen. Sie verändern mich Stück für Stück und rücken in andere Lichter und Sphären. Man schaut offener durch die Welt und sein Umfeld. Das ein oder andere hakt kurz etwas fest, wie ein Dorn einer Rose in der Kleidung. Aber man geht dennoch seinen Weg mit neuen Erfahrungen.

Besonders interessant war dabei diese Woche für mich die Medienmache mal wieder. Mittlerweile weiß ich, warum mein Fernsehen nicht mehr geht. Weil ich das einfach auch nicht mehr sehen möchte. Sind Nachrichten wirklich noch objektiv? Es wird einfach nichts mehr hinterfragt. Und klar haben wir eine Weltwirtschaft, aber am Ende zählt doch eh das, was wir daraus machen. In 7,5Mrd. Jahren wird es die Erde eh nicht mehr geben, vermutlich.

Bewundern wir doch das, was wir im Hier und Jetzt bewusst wahrnehmen können, solange wir es noch können. Mit all den Sinnen, die wir besitzen. Alle Handlungen, die wir scheinbar unbewusst durchführen, haben einen bewussten Hintergrund. Vielleicht ist es Schicksal, vielleicht aber auch vorbestimmt. Wer weiß das schon. Es klingt etwas esoterisch, aber seither sehe ich einiges anders und jede kleine Veränderung, die mir bewusst wird, tut mir gut.

In diesem Sinne lebt euer Leben und lasst euch nicht vom Umfeld beeinflussen. Die Menschen, die bei euch bleiben möchten, bleiben auch wirklich. Das sind die wahren Freunde und davon gibt es eben nicht viele. Ich bin auch für euch da, wie ihr für mich!

In diesem Sinne noch ein wunderschön gezaubertes Bild

von Marina von

Gute Nacht!

Intuitive Entscheidungen

Guten Abend ihr Lieben.

Der erste Schock ist verdaut, aber es wirkt nach. Nicht nur bei mir, sondern auch den anderen Betroffenen. Egal in welcher Linie.

Und da wird einem noch einmal bewusster, wo man wirklich steht: fest auf beiden Beinen mit dem, was man erreichen möchte.

Und ich bin dabei so froh und dankbar darüber, dass es Menschen, wahre Freunde, in meinem Umfeld gibt, die mich und meine Meinung und meine Entscheidungen verstehen und auch unterstützen. Denn sie gefallen nicht jeden. Das wird mir mehr und mehr bewusster. Ich kann es auch durchaus nachvollziehen, aber hinterfragt man die Gründe, liegen sie tiefer denn je. Sie sind intuitiv aus dem Bauch hinaus, sind aber immer am Ende doch begründet. Manchmal ist es auch Eigenschutz.

Wir sind in einer Gesellschaft angekommen, wo nur noch abgearbeitet wird, nicht mehr hinterfragt wird oder geredet wird. Jeder hat eben dabei auch seine eigenen Strategien. Und ja, ich habe für mein Leben bisher immer intuitiv Entscheidungen getroffen, die sich bei genaueren Überlegungen oft als richtigen Weg gezeigt haben. Zumindest, wenn man es im Nachhinein so überlegt. Die bewusste Wahrnehmung dessen zeigt es mir seither schneller, warum die Gründe so sind, wie sie sind.

Es wird sicher noch ein paar Tage dauern, ehe das Ereignis ins Hinterstübchen, ins Unterbewusstsein krabbelt. Aber dann kann ich sagen, dass ich wieder etwas daraus mitnehmen konnte. Wir haben alle Gefühle und diese sollte man zu gegebenen Anlass auch mal loswerden.

Unser Job ist hart und wir müssen manchmal auch makabere Witze drüber schmeißen. Auch das gehört dazu. Es ist zwar nicht schön, wenn man sowas als Laie hört, aber es macht es manchmal wirklich einfacher. Manche verlieren dabei die Fassung, ich für mich kann sie wahren und auch die Würde. Denn im Grunde sind wir alle gleich!

Kraft schöpft man aus dem, was man für sich hat. Ein stabiles Umfeld, Lebenserfahrung und einfach Freunde, die durchrufen, wenn man mal schreibt, ruf doch bitte mal durch. Hier findet man auch gegenseitig Worte, die einfach fallen, um da wieder Entspannung einzubringen.

Besonderen Dank geht in diesem Falle an folgende Menschen: Doreen, Jeanette, Alex, Jonas, Katharina, Birgit und auch Jacqueline.

Gemeinsam sprechen macht vieles einfacher. Danke!

Aus gegebenem Anlass

Freitod…. Warum auch ich damit arbeiten muss und es mich ganz und gar nicht kalt lässt…

Was geht in so einem Menschen vor, der sich aus freien Stücken dazu entscheidet? Gebildet, Lebenserfahrung von über 80 Jahren und dann das. Ich versuche es zu verstehen.

Dieser Mensch hatte die Wahl zwischen Pest und Cholera. Diagnosen sind manchmal nicht zu verarbeiten und jeder geht anders damit um. Ob es jemals Gedanken dazu gab, was das Umfeld denken könnte? Vielleicht, vielleicht auch nicht. Manchmal ist man einfach im Tunnel gefangen und sieht keinen Ausweg mehr. Aber so krass? Anders wäre schöner bzw. schonender gewesen. Aber so denkt das Umfeld, nicht dieser betroffene Mensch. Er wollte Erfolg und hatte es auch.

Und ja, verdammt, ich arbeite damit. In meinem Kopf und mit den Gedanken, was nehme ich aus dieser Erfahrung mit für mich. Kommunikation wird immer wieder in den Vordergrund rücken, mehr Zeit für Gespräche, die man sich bei diesen Menschen auch einfach nehmen muss. Und ja, ich glaube, umso differenzierter die Menschen sind, desto schlimmer sehen sie ihren Zustand. So entnehme ich es zumindest aus meinen Erfahrungen in diesem klinischen Bereich. Es gibt eben solche und solche.

An Schlaf war nach dieser Nacht nicht wirklich zu denken. Für alle Beteiligten ein Schockzustand. Vor allem für diejenigen, die Erstversorger waren. Ich bin froh, dass man miteinander reden kann und das es auch Angebote vom Arbeitgeber gibt. Denn so schlecht ist dieser Arbeitgeber doch nicht. Es gibt eben nur einige Menschen, die so gar nicht in dieses System passen. Und das geht bishin zur Wut und Unverständnis gegenüber diesen.

Wir müssen nun aus solch einen weiteren Fall etwas für uns lernen. Jeder nimmt wieder etwas Erfahrung mit, die man wahrscheinlich nicht unbedingt gebraucht hätte.

Für Partner und weitere Angehörige sind solche Momente wohl genauso oder gar schlimmer. Dieser Schmerz wird lange sitzen. Denn es sind ausgerechnet diejenigen, bei denen man es so wenig wie möglich mit rechnet.

Ja, das ist ein Job mit allen Facetten des Lebens mit einem schmalen Grad mit den Dingen, die man in den Wortlaut nimmt. Das Leben ist kein Zuckerschlecken.

Für mich ist es nun etwas leer im Kopf, aber ich kann damit arbeiten. Ich teile es mit denen, die in Verbindung damit stehen und es verstehen oder auch nicht. Ich kann die Menschen einerseits verstehen, andererseits betrachte ich das Leben als Herausforderung. Und so trägt jeder seine eigene Entscheidung für das Fortführen des Lebens.

In Gedenken an…

Perspektivwechsel

Schau von oben hinab auf das, was dort passiert.

Betrachte es aus der Ferne.

Sieh es mit anderen Augen.

Du wirst merken, es ist so winzig, das Problem dort unten.

Schau in die Ferne und genieße den Blick nach vorn.

Die Weite des Himmels öffnet sich und ist schön anzusehen.

Landschaft genießen, den Augenblick genießen, innehalten.

Eine Bindung, die intensiver ist denn je und ein Verlust, der noch schwer wiegt.

Aber es wird von Tag zu Tag besser, wenn wir die Momente genießen, die uns unser eig’nes Leben zeigt.

Egal, welche Hindernisse auf uns warten…

Leben heißt Lernen und das nur für uns selbst.

Schließen wir den Kreis und schauen von oben auf die Dinge im Perspektivwechsel.

Plötzlich ist alles ganz klein, winzig. Kaum sichtbar. Also nicht existent.

Lerne mit der Zeit der Perspektive.

Gute Nacht!

Intensive Wahrnehmung

Guten Abend ihr Lieben.

Ein schöner Tag endet gerade. Irgendwie nicht so viel gemacht und dennoch viel erlebt. Ich war eben einfach nur mit meiner verrückten Ava eins heute.

Dieses intensive Erleben der Interaktion und Kommunikation miteinander ist doch immer wieder erstaunlich. So ist die Bindung tiefer als gedacht. Bewusst wird einem das erst jetzt. Tja, bei zwei Hunden bleibt doch irgendwie immer einer etwas auf der Strecke. Nein, so schlimm ist es definitiv nicht, aber es ist eben anders. Denn am Ende hast du immer zwei unterschiedliche Charaktere. Da wird das nichts mit dem Gleichnis.

Ja, dieser freie Tag fing schon mal sehr entspannt an, indem ich doch recht lang schlafen konnte. Fertig für die erste Runde gemacht ging es los. An sich wollte ich nur ein Stündchen unterwegs sein, daraus wurden spontan 2 1/2 Stunden. Es fühlte sich (fast) an wie Urlaub irgendwo. Das Wetter war nicht zu warm, nicht zu kalt, es wehte ein angenehmes Lüftchen und Ava hatte einfach Spaß. Diese Zeit draußen mit ihr ist wundervoll bei diesen Temperaturen wie heute. Zwischendurch durfte sie immer mal ins Wasser zum Abkühlen und Trinken. Der Weg kam mir gar nicht lang vor, weil es einfach so ruhig war. Ava war nach dieser Runde schön müde und ich konnte ein wenig drinnen erledigen.

Abends ging es dann noch eine Runde mit der Hundefamilie. Auch hier gab es mal einen kleinen mentalen Test. Wie hoch ist die mentale Bindung zwischen Hund und Mensch. Denn es gibt sie wirklich, die mentale Leine. Sie besteht auf Vertrauen, Hund kennen und lesen können und der Achtsamkeit. Es hat mich wirklich aus den Socken gehauen. Ich kann es noch immer nicht fassen und fühle emotional ziemlich krass, was in letzter Zeit zwischen Ava und mir passiert ist. Die Wahrnehmung füreinander ist intensiver.

Dafür wurde es am Abend nun noch einmal emotionaler, weil der Verlust gerade auch noch einmal viel intensiver erlebt wird. Wie hoch das Vertrauen zum alten Herren doch war, wie entspannt er unterwegs war. So gefühlt wie voller Lebenserfahrung. Es tut weh, es gerade so bewusst zu erleben. Aber es ist auch befreiend.

Einfach ein Tag intensivster Wahrnehmung. Anders möchte ich es einfach nicht beschreiben. Darum genieße ich diese Momente bewusst. Auch wenn sie emotional manchmal weh tun. Gefühle sind gesund und erleichtern.

Nun sitze ich mit Strickjacke eingemummelt mit einem warmen Tee auf meinem Balkon und schreibe diese Zeilen bei intensiver Musik, die das Herz berührt. Vielleicht gibt es irgendwann jemanden außer meiner verrückten Ava, der mit mir hier sitzt und diesen Moment genauso genießen kann.

Bis dahin gibt es immer mal wieder schöne Beiträge mit wundervollen Momentaufnahmen.

Danke!

Imaginäre Verbindung

Guten Abend ihr Lieben.

Ja, derzeit läuft der Schreibfluss, nein, der Gedankenfluss wieder. Aber wohl eher, weil es mal wieder so viele Situationen gibt, die Fragen im Kopf verursachen. Das Ziel ist immer gleich… Ich möchte für mich die Gedanken, die Fragen, sortieren und beantworten. Bewusst gelingt es mir nicht immer, aber unbewusst dann schon. Wie das funktioniert?… Wüsste ich auch gern. Aber es klappt meistens.

Manchmal gibt es diesen Blick, den man nicht versteht. Aber doch ist er eindeutig. Diese Situation, wo du denkst, scheiße, wo stehe ich gerade.

Diese imaginäre Verbindung zwischenmenschlich, wo du feststellst, wie wichtig dir manch soziale Kontakte sind im Leben. Obwohl es keine direkten Freunde sind. Und dennoch besteht ein Band, welches mehr versteht als tausend Worte. Es ist unbeschreiblich und komisch. Trotzdem fühlt es sich gut an, weil das Verständnis untereinander funktioniert. Und wenn du solche Menschen um dich hast, kannst du dich auch mal fallenlassen. Im Kontext ist es nur immer nicht so einfach. Ich glaube, wir verstehen uns.

Das Leben ist kurz und fliegt viel zu schnell vorbei, ohne das wir den bewussten Tenor wahrnehmen. Eine Kollegin sprach heute davon, dass alle nur von Rente reden… Wir leben doch aber im Hier und Jetzt. Also doch aus jedem Tag das Beste rausholen. Das beste Beispiel erleben doch dabei diejenigen, wo es heißt, sie haben nicht mehr lange zu leben. Sie machen noch das, was sie können und in ihrer Kraft liegt. Was wäre, wenn dein Todesdatum feststehen würde und es wäre vielleicht kurz nach Renteneintritt? Was machst du dann? Schon einmal darüber nachgedacht?

Wichtig dabei finde ich auch immer, möglichst seine eigenen Entscheidungen zu treffen. Wir Menschen sind leider so beeinflussbar von unserem Umfeld. Erst heute habe ich das erlebt, wo ich mir aber sage, dass die Entscheidung, die die Person nun getroffen hat, vollkommen in Ordnung ist. Es war deren Entscheidung. Wir als Umfeld müssen sowas auch akzeptieren. Wenn diese Person ihre Lebensqualität anders sieht, dann ist das eben so. Jeder hat ein anderes Bild. Man muss nur werteneutral auf- und erklären.

Das Leben stellt uns auf harte Proben, individuell auch als Krisen bezeichnet. Wie gehen wir damit um? Eine Technik, die ich diese Woche mit auf den Weg bekommen habe, ich sie aber unbewusst hier schon durchführe. Einige können es bestätigen.

Diejenigen, die eine Verbindung spüren zu diesen Worten, verstehen, was ich meine. Und ja, dazu gehört auch jeglicher Glaube an egal was. Das Leben bietet eben diese Erfahrungen und man sollte es als Chance sehen, diese erleben zu dürfen. Dabei geht es eben immer mal Bergauf und Bergab. Wie sage ich immer so schön zu meinen Patienten: 3 Schritte vorwärts und immer mal einen zurück. Aber auch so kommt man ans Ziel. Irgendwann kommen wir alle an einem Gipfel an, egal zu welcher Zeit, wo wir zurückblicken können und diese Erfahrungen und Erkenntnisse weitergeben können, ohne sie jemanden überstülpen zu wollen. Das passiert bei imaginären Verbindungen.

Ich für mich weiß, dass ich noch immer eine Schwierigkeit für mich habe hinsichtlich der Gefühle… Trotzdem wird auch das das Schritt für Schritt besser. Welche Grundproblematik dahinter steckt, weiß ich. Aber darum bin ich in meinem Beruf auch so, wie ich bin. Und es wird geschätzt, auf jeden Fall von mir.

Wenn für mich Glaube wichtig ist, dann an das, was wirklich spirituell passieren kann, was nicht immer zu ergründen ist. Imaginäre Verbindungen. Unser Gehirn bringt eine Leistung mit sich, welche nicht greifbar ist für die Forschung. Gut so! Lassen wir doch ein wenig Spielraum zu.

In diesem Sinne wünsche ich euch eine gute und erholsame Nacht und genießt den Blick in den sternklaren Himmel.

Bis bald!