Frei laufende Gedanken

Guten Abend ihr Lieben.

Es gibt mal wieder eine Wortmeldung von mir. Lange ist es her… Der Grund ist genau oben genannter. Die Gedankengänge sind wie auseinander gefleddert und ich versuche sie einzufangen. Sie sind im Freilauf, aber hören nicht auf mich und kommen wieder zurück zu mir. Eine Art Leere im Kopf.

Dabei habe ich so vieles in den letzten Wochen erlebt und war auch eine Woche im Urlaub unterwegs. Dennoch sammelt sich nichts außer die Blockade… bis zum heutigen Abend.

Es sind diese Momente, die mir zeigen, dass ich trotzdem empfinden kann. Momente, die einfach das Schöne zeigen und man sich nicht zu sehr beeinflussen lässt. Einfach „frei laufen“. So ging es mir zumindest in meiner Urlaubswoche.

Recht spontan hatte ich Urlaub gebucht im Schwarzwald. Eine Gegend, die ich bisher noch gar nicht kannte und sie mich etwas gereizt hat. Und so fand sich auch ein gutes Hotel, wo auch Hunde erlaubt sind, in Salzstetten. Die Autofahrt war zwar etwas langwierig und öde, aber der Urlaub umso schöner. Es erwartete mich eine entspannte Atmosphäre und nette Begrüßung, auch von Ava. Das Zimmer hatte eine angenehme Größe und war schön urig, das Bad dafür sehr modern. Auto ausgepackt, ging es mit Ava erst einmal eine kleine Runde. Da hab ich mich doch tatsächlich schon am Anreisetag in diesen wunderschönen Bürgle-Park verliebt. So detailliert eingerichtet. Im Frühjahr sicher eine hiesige Blütenpracht und dann mit der Deko im Einklang.

Grundsätzlich muss ich sagen, dass diese Gegend empfehlenswert ist. Das Hotel sowieso. Eine kleine Wellness-Oase, wo doch vieles mit inkludiert ist. Gebucht hatte ich Halbpension, was auch völlig ausreicht. Es gab eine Bar, die abends geöffnet war, ein Hallenbad, Sauna, eine Tennishalle, mehrere Sport-Angebote und einen Spa-Bereich, wo man Anwendungen buchen konnte. Bis auf die Tennishalle habe ich tatsächlich alles mal genutzt. Denn es sollte ja ein Erholungsurlaub sein. Irgendwie habe ich dort dann aber völlig meinen Faden verloren. Dann kam die Leere, obwohl es wunderbare freundliche Begegnungen gab. Ava hat auch die beiden hausinternen Hunde nicht gefressen, obwohl das Mädel echt zickig war. Darüber war ich super stolz. Ich habe mein Auto in dieser Urlaubswoche nicht einmal bewegt, dafür mich und Ava umso mehr. Laufen, um die Gedanken wieder einzufangen oder wenigstens einzuholen. Gelungen war es mir nicht. Leerstand und dennoch erholsam. Bis auf die Betten. Aber da hat ja jeder seinen eigenen Favoriten, das eigene zu Hause.

In diesen Tagen dort in Salzstetten und Umgebung haben wir in den aufgezeichneten Runden über 60km erlaufen bei bestem Wetter! Es war trocken, das zählte. Und beeindruckt war ich, dass man wirklich nur wenigen Menschen begegnete auf den gewählten Routen, obwohl die Wanderwege so gut sind. So hatten wir unsere vollkommene Ruhe auf Feld- und Waldwege und konnten gemeinsam über uns hinaus wachsen. Ava brauchte danach erst einmal Urlaub vom Urlaub. Die Tage vergingen, aber auch nicht zu schnell. Ich fühlte mich schon wohl, aber die Leere war dennoch da. Komisches Gefühl, was ich so krass noch nicht kannte. Ich habe auch kein einziges Mal an Arbeit gedacht, weil ich es aber auch nicht wollte.

Die Bindung zu Ava hat diese Woche noch einmal stärker gemacht. Allein schon durch die Haushunde im Hotel von einer Mitarbeiterin.

Die kulinarische Beköstigung war auch sehr reichhaltig. Frühstück war immer Buffet und abends mal Buffet oder einige Tage auch ein 5-Gang-Menü. Dabei waren Vorspeisen, Salate und Suppe dennoch am Buffet zu holen. Aber Hauptgang und Dessert gab es an den Tisch. Ava durfte hier auch mit ins Restaurant runter, sodass sie früh und abends nicht auf dem Zimmer verharren musste. Sie hat es auch dort richtig klasse gemeistert, wenn ich den Tisch immer mal verlassen habe. Sie wartete geduldig und freute sich über Mitarbeiter, die sie begrüßen wollten. Diese Menschen bleiben für mich in Erinnerung. Auch wenn es nur kurze flüchtige Begegnungen waren.

Ich sehe alles gerade mit anderen Augen und weiß nicht, warum. Auf der einen Seite fühlt es sich gut an, auf der anderen Seite ist es wohl doch eine Blockade. Dieser Urlaub zeigte es mir sehr sehr deutlich. Erholt war ich, denn ich hatte mir einiges gegönnt. Der Kopf ist aber dicht. Nicht greifbar. Oder einfach zu voll mit Dingen, die mal wieder aussortiert werden müssen.

Darum helfen mir Bilder gerade sehr, Momente innezuhalten. Auch die letzten Tage im Erlebten. Mit der Hoffnung, diesen Faden wiederzufinden und meinen Weg wieder richtig zu finden. Die Gedanken im Freilauf wieder etwas einzufangen. Momente wieder anders wahrzunehmen. Sie sind schön, aber irgendwie nicht greifbar.

Dennoch möchte ich mich herzlich für diesen Urlaub bedanken in Salzstetten und über diese herzlichen Menschen vor Ort, die auch nur ihre Arbeit gern machen, auch wenn es manchmal stressig wird. Es folgen noch ein paar Eindrücke in Bildern zusammengefasst, aber nicht nur aus dem Urlaub, sondern auch aus den letzten Tagen.

Somit versuche ich mich wieder etwas zu sammeln und zu sortieren und wünsche mir wieder etwas mehr Gefühl im Herzen.

Bis dahin!

Kritik – ein Lernprozess

Guten Abend ihr Lieben.

Es ist Samstagabend und mal wieder Zeit, ein kleines Resümee aus dieser fast beendeten Woche zu ziehen. Anlass war an sich eine für mich ziemlich witzige Situation dieses Thema aufzugreifen, weil es eben doch etwas tiefgründiger ist.

Diese Woche im Gruppenchat der Kollegen schrieb doch jemand Thresen so, wie es jetzt dort steht. Puh, da kam mein innerer Monk. Bei manchen Fehlern geht bei mir die Nervenfaser die Wand hoch. Nein, so schlimm ist es dann doch nicht. Aber ich habe den Fehler offensichtlich kritisiert und korrigiert. Betreffende Kollegin war offensichtlich nicht begeistert, andere haben sich wahrscheinlich amüsiert. Ich hatte so leichte Schadenfreude in mir. Die kleinen Momente im Leben und so.

Nein, aber Scherz beiseite. Ich denke, die Kollegin kann damit umgehen und für mich war es ein Anlass zu schauen, was ich schon so mitgenommen habe an Kritik. Fies war in diesem Kontext einfach, dass es schriftlich war und nicht im verbalen mündlichen Austausch.

Und wenn ich so auf dieses bisherige Jahr zurückschaue, sehe auch ich Verbesserungsprozesse, die eingesetzt haben. Vorranging auf Arbeit, denn hier sind doch so einige Sachen passiert. Das Gute hierbei ist aber, ich kann mir diese Fehler eingestehen. Mit diesem Eingeständnis kann ich mich selbst korrigieren. Es geht nicht immer um direkt erkannte Fehler, auch so diese indirekten Hinweise, die es von hier und dort gibt. Der berühmte Wink mit dem Zaunpfahl.

Das Ganze ist ein Lernprozess. Prozessoptimierung gibt es auf allen Ebenen. Nicht nur bei mir selbst. Auf der einen Seite haben wir ein System, um dies anzuzeigen, auf der anderen Seite wird aber diese Unterstützung nicht genutzt. Denn woraus soll ein Unternehmen dann lernen? Klar macht man das intern dann zum Thema und bespricht es und sucht nach Lösungs- bzw. Verbesserungsvorschlägen. Aber haben andere das Problem vielleicht auch? Es gibt so viele Management-Systeme, aber irgendwie ineinander zusammenspielen ist schwierig. Vielleicht übe ich auch gerade etwas Kritik, aber man kann sich auch tot-managen. Worum es eigentlich geht, sind doch die Menschen, mit denen wir arbeiten.

Und ja, am Ende kochen alle nur mit Wasser, aber dennoch genehmigen wir uns zugrunde. Da weiß die eine Hand nicht, was die andere macht, wartet aber auf einen genehmigten Schrieps. Und die andere Seite denkt, sie braucht noch was von oben…

Diese Erfahrung sehe ich auch bei den unterschiedlichsten Behörden untereinander. Am eigenen Leib erlebt damals bei meinem Reha-Antrag 2021 für die ambulante Reha. Am Ende habe ich am Telefon einfach gebeten, mit dem zuständigen Partner selbst in Kontakt zu treten. Ich als Vermittler, quasi dritte Instanz, hab das nicht hinbekommen. Das sind so Momente, wo die Digitalisierung im gewissen Umfang Sinn macht. Am Ende sind wir doch so oder so gläsern. Das sehe ich allein daran, wenn ich Google öffne im Browser und sehe, was da so als Artikel erscheint… Suchbegriffe hin oder her.

Ich für mich selbst kann sehen, dass ich kritikfähig bin und ab und an mal eine auf den Deckel brauche. Vollkommen in Ordnung.

Dass es dieses Jahr insgesamt echt in sich hat, sehe ich auf Arbeit und privat. Meinen Blutrausch bekomme ich nicht gestillt und manchmal wird man missverstanden. –> Warum das so ist? Es sind verschiedene Ebenen, die wohl nicht immer ganz passen. Dafür sind wir Individuen geworden. Und so fühlt man sich doch dort am wohlsten, wo es Gleichgesinnte gibt, die auf einer Welle reiten. Manchmal kommt unverhofft oft.

Und so klingt ein Abend aus mit einem Blick in den sternenklaren Himmel mit Mondschein. Ich wünsche euch von Herzen einen wundervollen Wochenabschluss. Schaut in die Ferne, schaut in die Sterne.

Bis dahin!

Klarer Horizont

Guten Abend mal wieder.

Der Sonnenuntergang hier vor Ort schon etwas verpasst, weil ich eine größere Abendrunde mit meiner Verrückten gedreht habe, aber dennoch ist es auch jetzt noch schön anzusehen. Ein klarer Horizont.

Ein erlebnisreiches Wochenende liegt hinter mir, wie ihr vielleicht schon im gestrigen Beitrag herauslesen konntet. Bewegte Momente, die den Kopf wieder haben arbeiten lassen.

Heute versuche ich wieder, einen klaren Kopf zu bekommen wie dieser Himmel. Aber klar ist nichts, auch die Luft nicht, die wir atmen. Klingt irgendwie negativ, ist es aber nicht unbedingt. Es zeigt nur auf, dass es immer kleinste Partikel sind, die uns beeinflussen können. Wer weiß, ob die „Luft“ im Orbit auch rein ist, dieser Hauch von Nichts. Denn wie sollten am Ende denn Sterne und Planeten entstehen können?

Mich faszinieren diese Gedanken, weil es am Ende doch nur Vermutungen sind. Die Entstehung dauert doch Jahrtausende.

Worauf ich jedoch hinaus möchte, ist, dass ich mir so manches Mal diese Momente der Klarheit zurück wünsche in den Momenten vor zwei Jahren. Dieses Reinwaschen. Ich kann die Übungen noch, keine Frage, aber diese „geführte“ Leichtigkeit ist nicht so einfach zu erreichen selbst. Abschalten im hohem Niveau. Eine Kunst, die eben auch nicht jeder beherrscht.

Ich bin noch immer fasziniert von diesem Gefühl, was ich damals erlebte… Es ist eben einfach unbeschreiblich. Hohe Kunst einer Form der Meditation am Ende. Zu sich selbst zu finden und einen kühlen klaren Kopf bewahren. Sortieren, was durcheinander geraten ist, Entdecken, was an kleinen Details verloren gegangen war und am Ende aber einfach umdenken, umlenken. Positiv verknüpfen. Andere Perspektiven entwickeln, andere Rollen verstehen.

Bewegende Erlebnisse!

Bewusstsein und das, was tief drunter verborgen liegt. Es prägt unsere Lebensgeschichte. Und dennoch sind wir unserer eigenes Glückes Schmied. Wenn ich also einen klaren Kopf bekommen möchte mit nur kleinsten Partikeln, muss ich am Ende an mir selbst arbeiten. Mit Unterstützung ist es halt manchmal einfach leichter.

Und mal ehrlich, klar gibt es auch zwischendurch dunkle Phasen, wie es eben auch mal dunkle Wolken gibt. Am Ende gilt doch aber, schaue ich von oben hinab, ist diese dort wieder klarer.

Und so sehe ich hoch hinauf, sehe die ersten Sterne funkeln und denke an diejenigen, die mir wichtig waren und sind. Danke für all diese Begegnungen, sei es Mensch, sei es Tier.

Wir leben nur einmal, machen wir das Beste draus! Jeder für sich selbst.

Danke.

Ewiges Leben

Guten Abend ihr Lieben.

Was wäre, wenn wir ewig leben könnten? Wenn es eine Formel geben würde, was den Alterungsprozess aufhebt? Was würdet ihr damit anfangen können?

Habt ihr euch so etwas schon einmal gefragt? Vielleicht, vielleicht auch nicht…

Ganz ehrlich, für unseren Planeten und für uns alle wäre so etwas Gift. Überbevölkerung, was wiederum weitere Folgen hat.

Klingt bescheuert, aber wir können doch froh sein, irgendwann ein Ende zu finden. Denn von da an können wir sagen, wir hatten doch ein tolles Leben, was wir geführt haben. Zum Schluss kann jeder loslassen von den Dingen, die uns nichts mehr angehen bzw. wir ein sicheres Gefühl haben, dass alles läuft nach unseren Vorstellungen. Ob das dann wirklich der Fall ist, erleben wir nicht mehr.

Und da stellt sich mir eine weitere Frage: Warum müssen wir alles kontrollieren?

Wir müssen lernen, wieder lockerer und gelassener zu werden. Kontrolle schadet uns. Es lernt jeder seine Grenzen kennen, mit denen er arbeiten kann. Dabei ist die Einstellung zum Umfeld wichtig. Und wer von euch jetzt denkt, alles so laufen zu lassen, nein, es gibt ja dennoch Einschränkungen. Nämlich die, mit denen wir groß werden, mit denen wir wachsen. Ein gesundes Maß an dem, womit wir geprägt wurden mit einer Prise von unserem eigenen Ich, welches aufleben darf. Loslösen von gewissen Strukturen, Ausbrechen aus dem Alltag, Erlebnisse suchen, Herausforderungen annehmen. Loslassen, entspannt sein und einfach nicht nur geradeaus, sondern nach links und rechts schauen. Emotionalität und Lösungsorientiertheit sind dabei eine Kombination, die zum Lebensglück, aber eher noch zur Zufriedenheit führt. Manchmal braucht man dafür einen kleinen Anstupser aus seinem Umfeld. Dafür bin ich auch immer wieder dankbar. Das beste Beispiel dafür gab es am heutigen Tag mal wieder zu einer interessanten Runde. Hier durfte ich wieder einmal mehr feststellen, dass meine Ava ein Spiegel meines inneren Selbst ist. Es hat mich im Nachhinein wieder beeindruckt und zeigt, dass der Lernprozess Tag für Tag weiter geht, bis wir gehen dürfen.

Im Arbeitsalltag sehe ich ähnliche Ansätze und merke, wie wichtig es heutzutage ist, Menschlichkeit zu zeigen. Manchmal brauchen Menschen auch eine Schulter zum Anlehnen und weinen frei raus. Dafür sind wir Menschen und in diesem Job wird doch einfach das Ganzheitliche wieder wichtiger. Auf der einen Seite steht das stupide Abarbeiten, auf der anderen Seite sitzt da ein Mensch, der vielleicht weder ein noch aus weiß. Und ja verdammt, wir können auch Gefühle zeigen. Professionalität haben wir dennoch. Abstand ebenso. Man lernt es mit der Zeit. Auch wieder ein Lernprozess.

Wir alle sind Menschen und leben nicht ewig, was okay ist! Machen wir es denen, den es einfach richtig dreckig geht, doch etwas angenehmer. Reden wir mit ihnen über schöne Dinge, nicht über das, was gerade los ist, außer, sie möchten das. Seid für die Menschen in eurem Umfeld einfach ohr. Schaut nicht nur geradeaus, sondern auch nach links und rechts. Lasst los von stupiden Strukturen und seid Mensch! Das ist doch unsere Fähigkeit…

In diesem Sinne, eine gute Nacht an euch!

Was ist los?

Warum bin ich so verletzlich geworden?

Warum geht mir vieles so nahe?

Was läuft hier gerade anders als Jahre zuvor?

Weil ich meinen Job liebe?

Weil ich die Menschen verstehe?

Weil ich Herz habe?

Warum können das manche Menschen nicht?

Weil ich gelernt habe, mir es so bewusst zu machen?

Weil ich gelernt habe, mit meinen Gefühlen zu arbeiten, die ich vorher nie zeigen konnte?

Was passiert gerade?

Was fehlt mir?

Die Antwort weiß ich vermutlich schon…

Es tut weh…

Es befreit aber auch…

Und wenn ich so in den Himmel schaue, weiß ich, was ich für mich erreichen möchte. Und ich genieße diesen Blick in die weite dunkle Ferne, weil es mir gut tut.

Gute Nacht.

Kraft tanken

Guten Abend ihr Lieben.

Was für eine Woche, ruckzuck ist der Urlaub schon wieder um. Genutzt habe ich am Ende viel Zeit für mich und Ava. Hier und da gab es auch soziale Kontakte, aber die standen nicht im Vordergrund. Kraft tanken war angesagt, bevor es Montag wieder los geht.

Dabei gab es hier und da einiges zu verarbeiten und ich musste für mich feststellen, dass ich in der Ruhe merke, was ankommt und bewegt. Waldspaziergänge nutzte ich für die absolute Ruhe zum Abschalten. Musik hilft mir zusätzlich dabei, mental befreiter zu werden. Musik und die Melodie der Natur.

Dabei musste ich feststellen, dass gerade richtig etwas fehlt, um für mich wieder etwas die Richtung zu finden. Mental habe ich sie mir schon irgendwie einholen können. Wie auch immer. Ein Thema, wo ich mich richtig schwer tue. Dabei muss man es nur zulassen können. Gar nicht so einfach, aber trotzdem hilfreich.

Das Leben ist eine harte Prüfung, für jeden von uns. Machen wir es mit etwas mehr Menschlichkeit und Empathie etwas schöner, einfacher, erträglicher.

Danke an die Menschen, die mich verstehen, auch wenn ich hier nie wirklich auf den Punkt komme. Der i-Punkt fehlt eben noch.

Ich wünsche euch noch einen wundervollen Abend und bis bald.

Veränderung in kleinen Schritten

Guten Abend ihr Lieben.

Welch schöner Abend mal wieder auf dem Balkon. Ich genieße diese Urlaubswoche in vollen Zügen und denke mir zu gewissen Dingen meinen Teil.

Andere Blickwinkel verändern die Richtungsbeurteilung… Spurlos geht sowas dennoch nicht an einem vorbei. Aber man nimmt es anders wahr.

Ihr fragt euch sicher, worauf ich hinaus möchte. Da muss ich ein paar Tage zurückgehen in meinen Erlebnissen.

Am Dienstag habe ich mein Auto von einer Komplett-Aufbereitung von innen und außen wieder abholen können und muss sagen, dass sich das wohl doch echt gelohnt hat. Ich habe das lange vor mich hergeschoben und abends wurde mir auch bewusst, warum. Es war ein weiterer Abschied von meinem alten Herren Spike. Es tat echt weh, zumal meine verrückte Ava das Apportieren nicht wirklich kann und auch noch das damals gemeinsam gezerrte Spielzeug im See einfach drin ließ. Unbewusstes Handeln wird zum Bewussten Nachdenken im Anschluss. Und so hat alles seinen Sinn, irgendwie.

Und ja, es fällt mir immer noch schwer, aber das ist auch in Ordnung. Ich kann damit umgehen und das ist wichtig. Es ist okay, wenn es immer mal in Erinnerung kommt. Gerade bei solchen Handlungen.

Dennoch sind es sehr erholsame Tage diese Woche. Einfach entspannen, Freunde besuchen und etwas unternehmen, mit Ava Zeit verbringen und trotz des wechselhaften Wetters die trockene Zeit draußen nutzen. Ach, und wenn es doch mal regnet, ist es ja nicht kalt. Also hat man mal ne kurze Dusche.

Was mich beeinflusst, sind diese bewussten Wahrnehmungen. Sie verändern mich Stück für Stück und rücken in andere Lichter und Sphären. Man schaut offener durch die Welt und sein Umfeld. Das ein oder andere hakt kurz etwas fest, wie ein Dorn einer Rose in der Kleidung. Aber man geht dennoch seinen Weg mit neuen Erfahrungen.

Besonders interessant war dabei diese Woche für mich die Medienmache mal wieder. Mittlerweile weiß ich, warum mein Fernsehen nicht mehr geht. Weil ich das einfach auch nicht mehr sehen möchte. Sind Nachrichten wirklich noch objektiv? Es wird einfach nichts mehr hinterfragt. Und klar haben wir eine Weltwirtschaft, aber am Ende zählt doch eh das, was wir daraus machen. In 7,5Mrd. Jahren wird es die Erde eh nicht mehr geben, vermutlich.

Bewundern wir doch das, was wir im Hier und Jetzt bewusst wahrnehmen können, solange wir es noch können. Mit all den Sinnen, die wir besitzen. Alle Handlungen, die wir scheinbar unbewusst durchführen, haben einen bewussten Hintergrund. Vielleicht ist es Schicksal, vielleicht aber auch vorbestimmt. Wer weiß das schon. Es klingt etwas esoterisch, aber seither sehe ich einiges anders und jede kleine Veränderung, die mir bewusst wird, tut mir gut.

In diesem Sinne lebt euer Leben und lasst euch nicht vom Umfeld beeinflussen. Die Menschen, die bei euch bleiben möchten, bleiben auch wirklich. Das sind die wahren Freunde und davon gibt es eben nicht viele. Ich bin auch für euch da, wie ihr für mich!

In diesem Sinne noch ein wunderschön gezaubertes Bild

von Marina von

Gute Nacht!

Intuitive Entscheidungen

Guten Abend ihr Lieben.

Der erste Schock ist verdaut, aber es wirkt nach. Nicht nur bei mir, sondern auch den anderen Betroffenen. Egal in welcher Linie.

Und da wird einem noch einmal bewusster, wo man wirklich steht: fest auf beiden Beinen mit dem, was man erreichen möchte.

Und ich bin dabei so froh und dankbar darüber, dass es Menschen, wahre Freunde, in meinem Umfeld gibt, die mich und meine Meinung und meine Entscheidungen verstehen und auch unterstützen. Denn sie gefallen nicht jeden. Das wird mir mehr und mehr bewusster. Ich kann es auch durchaus nachvollziehen, aber hinterfragt man die Gründe, liegen sie tiefer denn je. Sie sind intuitiv aus dem Bauch hinaus, sind aber immer am Ende doch begründet. Manchmal ist es auch Eigenschutz.

Wir sind in einer Gesellschaft angekommen, wo nur noch abgearbeitet wird, nicht mehr hinterfragt wird oder geredet wird. Jeder hat eben dabei auch seine eigenen Strategien. Und ja, ich habe für mein Leben bisher immer intuitiv Entscheidungen getroffen, die sich bei genaueren Überlegungen oft als richtigen Weg gezeigt haben. Zumindest, wenn man es im Nachhinein so überlegt. Die bewusste Wahrnehmung dessen zeigt es mir seither schneller, warum die Gründe so sind, wie sie sind.

Es wird sicher noch ein paar Tage dauern, ehe das Ereignis ins Hinterstübchen, ins Unterbewusstsein krabbelt. Aber dann kann ich sagen, dass ich wieder etwas daraus mitnehmen konnte. Wir haben alle Gefühle und diese sollte man zu gegebenen Anlass auch mal loswerden.

Unser Job ist hart und wir müssen manchmal auch makabere Witze drüber schmeißen. Auch das gehört dazu. Es ist zwar nicht schön, wenn man sowas als Laie hört, aber es macht es manchmal wirklich einfacher. Manche verlieren dabei die Fassung, ich für mich kann sie wahren und auch die Würde. Denn im Grunde sind wir alle gleich!

Kraft schöpft man aus dem, was man für sich hat. Ein stabiles Umfeld, Lebenserfahrung und einfach Freunde, die durchrufen, wenn man mal schreibt, ruf doch bitte mal durch. Hier findet man auch gegenseitig Worte, die einfach fallen, um da wieder Entspannung einzubringen.

Besonderen Dank geht in diesem Falle an folgende Menschen: Doreen, Jeanette, Alex, Jonas, Katharina, Birgit und auch Jacqueline.

Gemeinsam sprechen macht vieles einfacher. Danke!

Aus gegebenem Anlass

Freitod…. Warum auch ich damit arbeiten muss und es mich ganz und gar nicht kalt lässt…

Was geht in so einem Menschen vor, der sich aus freien Stücken dazu entscheidet? Gebildet, Lebenserfahrung von über 80 Jahren und dann das. Ich versuche es zu verstehen.

Dieser Mensch hatte die Wahl zwischen Pest und Cholera. Diagnosen sind manchmal nicht zu verarbeiten und jeder geht anders damit um. Ob es jemals Gedanken dazu gab, was das Umfeld denken könnte? Vielleicht, vielleicht auch nicht. Manchmal ist man einfach im Tunnel gefangen und sieht keinen Ausweg mehr. Aber so krass? Anders wäre schöner bzw. schonender gewesen. Aber so denkt das Umfeld, nicht dieser betroffene Mensch. Er wollte Erfolg und hatte es auch.

Und ja, verdammt, ich arbeite damit. In meinem Kopf und mit den Gedanken, was nehme ich aus dieser Erfahrung mit für mich. Kommunikation wird immer wieder in den Vordergrund rücken, mehr Zeit für Gespräche, die man sich bei diesen Menschen auch einfach nehmen muss. Und ja, ich glaube, umso differenzierter die Menschen sind, desto schlimmer sehen sie ihren Zustand. So entnehme ich es zumindest aus meinen Erfahrungen in diesem klinischen Bereich. Es gibt eben solche und solche.

An Schlaf war nach dieser Nacht nicht wirklich zu denken. Für alle Beteiligten ein Schockzustand. Vor allem für diejenigen, die Erstversorger waren. Ich bin froh, dass man miteinander reden kann und das es auch Angebote vom Arbeitgeber gibt. Denn so schlecht ist dieser Arbeitgeber doch nicht. Es gibt eben nur einige Menschen, die so gar nicht in dieses System passen. Und das geht bishin zur Wut und Unverständnis gegenüber diesen.

Wir müssen nun aus solch einen weiteren Fall etwas für uns lernen. Jeder nimmt wieder etwas Erfahrung mit, die man wahrscheinlich nicht unbedingt gebraucht hätte.

Für Partner und weitere Angehörige sind solche Momente wohl genauso oder gar schlimmer. Dieser Schmerz wird lange sitzen. Denn es sind ausgerechnet diejenigen, bei denen man es so wenig wie möglich mit rechnet.

Ja, das ist ein Job mit allen Facetten des Lebens mit einem schmalen Grad mit den Dingen, die man in den Wortlaut nimmt. Das Leben ist kein Zuckerschlecken.

Für mich ist es nun etwas leer im Kopf, aber ich kann damit arbeiten. Ich teile es mit denen, die in Verbindung damit stehen und es verstehen oder auch nicht. Ich kann die Menschen einerseits verstehen, andererseits betrachte ich das Leben als Herausforderung. Und so trägt jeder seine eigene Entscheidung für das Fortführen des Lebens.

In Gedenken an…

Perspektivwechsel

Schau von oben hinab auf das, was dort passiert.

Betrachte es aus der Ferne.

Sieh es mit anderen Augen.

Du wirst merken, es ist so winzig, das Problem dort unten.

Schau in die Ferne und genieße den Blick nach vorn.

Die Weite des Himmels öffnet sich und ist schön anzusehen.

Landschaft genießen, den Augenblick genießen, innehalten.

Eine Bindung, die intensiver ist denn je und ein Verlust, der noch schwer wiegt.

Aber es wird von Tag zu Tag besser, wenn wir die Momente genießen, die uns unser eig’nes Leben zeigt.

Egal, welche Hindernisse auf uns warten…

Leben heißt Lernen und das nur für uns selbst.

Schließen wir den Kreis und schauen von oben auf die Dinge im Perspektivwechsel.

Plötzlich ist alles ganz klein, winzig. Kaum sichtbar. Also nicht existent.

Lerne mit der Zeit der Perspektive.

Gute Nacht!