First Response im Oslo-Fjord

Guten Abend ihr Lieben.

Oh, es ist schon wieder recht spät, aber das ist gar nicht schlimm. Denn es war wieder ein erlebnisreicher Tag.

Wir waren wohl gegen 7 Uhr in den Oslo-Fjord eingefahren und kurz vor 8 Uhr wurde der Großteil des Schiffes gaaaanz unsanft geweckt mit einem First Response Alarm im Spa-Bereich. Da standen dann wohl einige im Bett, wenn eine laute Durchsage in die Kabine kommt und noch dazu zwei längere Pieptöne. Es blieb spannend, denn die Aufmerksamkeit war ja da. Der Staff Kapitän gab dann aber wenige Minuten später Entwarnung, wobei es wirklich eine ordentliche Rauchentwicklung im Sauna-Bereich gab.

So, da alle wach waren, ging es dann nach dem Frisch machen 9:30 Uhr zum Frühstück. Der Fjord zeigte sich dabei bereits in voller Schönheit. Einfach immer und immer wieder wundervoll. Nach dem Frühstück hatten wir uns für 13 Uhr bei mir auf der Kabine zum Einlaufen verabredet. So hatte jeder noch etwas Zeit für sich und ich beobachtete die Weiterfahrt im Fjord vom Balkon aus. Dicke Jacke an, Decke über die Beine und einen warmen Tee, besser geht es doch gar nicht.

13 Uhr war es dann tatsächlich schon echt knapp, da das Schiff schon so gut wie im Hafen lag. Es fehlten nur noch wenige Meter. So haben wir noch ein bisschen gequasselt und etwas später noch die Menschenmassen von Bord gehend beobachtet und Fotos gemacht. Im Übrigen fing es kurz nach dem Anlegen massiv mit Schneien an. Das ist vermutlich das, was in Deutschland als Regen kam. Danke, dass ihr uns noch etwas übrig gelassen habt.

Ich habe dann die Mädels irgendwann rausgeschmissen, weil mein Ausflug 15:15 Uhr beginnen sollte. Also hieß es noch umziehen, Winterschuhe an und los ging es zur Pier. Eine österreichische Reiseleiterin in Norwegen. International unterwegs. Immer. So hatten wir also wieder einmal Glück mit einem deutschsprachigen Ausflug. Zuerst gab es so einige Dinge im Schneegestöber zu bestaunen und auch tolle Erklärungen. Der Lektor auf dem Schiff beispielsweise erzählte bereits bei der Durchfahrt der engsten Stelle des Fjord die Geschichte von 1940 von der Büchner. Der Anker des Schiffes befindet sich in der Nähe des Hafens. Hochinteressante Geschichte, weil sich die Deutschen ein wenig selbst geschadet haben, weil sie mit in Deutschland hergestellten Waffen gestellt wurden.

Weiter ging es über das Nationalmuseum zum Rathaus der Stadt, wo immer am 10. Dezember der Friedensnobelpreis verliehen wird. Oslo hat nahe der Einkaufspassagen Fußbodenheizung im Winter. So hat man zum Teil eis- und schneefreie Wege. Bezahlt wird das von den Steuergeldern. Norwegen ist ähnlich wie wir mit gewissen Sozialabgaben. Hochinteressant. Aber: sie sind ein schuldenfreies Land und leben quasi von etwa 3% des Erdölfonds. Der Rest des Geldes wird auf die Banken hin und her geschoben. Und unsere nette Reiseleiterin betonte auch noch einmal, dass alles Unfrieden auf der Welt den Ressourcen geschuldet ist, vor allem diesem Erdöl. Und mit dem Punkt hat sie wohl vollkommen recht, wenn ich so die Diskussion von Trump und dem Thema Grönland höre.

Norwegen fand damals. Eine Ader für das wundervolle Erdöl und seither wissen sie, was sie haben. Sie akzeptieren auch die Königsfamilie als Institution und das Parlament. Und so ist in der Innenstadt auch auf der einen Seite das Parlament und in gleicher Verbindung leicht höher stehend das königliche Gebäude. Und in den anderen beiden Richtungen hat man einen Teil der Universität als Wissenschaftseinrichtung und auf der anderen Seite das Nationaltheater für die Kultur. Dieses Zentrum ist ausgeklügelt entstanden und es ist hochinteressant. Nur den Schriftsteller Ibsen kannte keiner von unserer Gruppe.

Jedenfalls ging es nach diesen spannenden Fakten weiter in das Paradox-Museum. Physikalische Gesetze scheinbar ausgesetzt furch einfache optische Täuschungen. So etwas fasziniert mich ja wahnsinnig. Da ging es auch nicht ohne Souvenir heraus.

Da es hier oben in der Jahreszeit ja doch schnell dunkel wird, wirkte die Stadt mit dem Weiß und dem vielen Licht echt schön. Vor allem der im Hafen stehende künstliche Lichtbaum, der übrigens von einer Alkohol produzierenden Firma gesponsert wurde. Na ja, Alkohol ist hier halt auch echt teuer.

Alles in allem ein gelungener Ausflug. 1€ sind aktuell im Kurs etwa 12 Norwegische Kronen. Also Schnapper gemacht.

Zurück auf dem Schiff hab ich mich dann mit den Mädels zum Abendessen verabredet, bevor es 21 Uhr zur Massage ging. Diese hatte mich mal richtig fasziniert, denn es war ein deutscher Physiotherapeut am Werk. Und so konnten wir uns echt klasse unterhalten und na ja, so einige Blockaden lösen. Aktuell merke ich zumindest diese crazy Druckpunkte. Vielleicht habe ich das Glück und ich kann ihn für Donnerstag noch einmal reservieren, den Oli. Die Mädels dort im Spa-Bereich haben, keine Frage, auch ein gutes Händchen, aber das war eben echt Physiotherapie. Das macht einen Unterschied. Danke dafür.

Im Anschluss ging es an unsere Stamm-Bar und kurze Zeit später zur Silent-Party, wo zumindest Doris und ich noch gut abgefeiert haben bis kurz vor Mitternacht. Überraschenderweise gab es kurz auch noch einen erschreckenden Moment mit der nächsten First Response Meldung. Alle Feiernden wurden ganz still und es wirkte beinahe unheimlich. Auch dieses Mal kam schnelle Entwarnung und Erklärung, dass es noch eine Rauchmeldung gab. Und nun sitze ich mit dicker Jacke und eingemummelt in einer Decke auf dem Balkon und schreibe diese letzten Zeilen für heute bzw. gestern. Ein paar Eindrücke gibt es folgend wieder als Bilder und Videos. Wir drei Mädels haben uns jetzt auch die drei Polarlichter genannt. So viel, wie wir heute gelacht haben, leuchten wir wohl noch eine Weile. 🙂

Aber seht gleich selbst. In diesem Sinne eine gute Nacht und bis heute bzw. morgen.

Nachtrag: Auch hier in Norwegen merkt man den Klimawandel. Sie hatten im letzten Jahr das erste Mal graue Weihnachten und der Schnee kam erst in diesem Jahr, also so quasi mit unserer Reise. Sonst hatten sie bisher immer weiße Weihnachten.

Da war der Fjord noch sehr weit.
Hier schon etwas enger und mit leichtem Nebel.
Die berühmte Engstelle nahe Drøbak
Angekommen im Hafen von Oslo
Die Festung im Hintergrund
Das Parlamentsgebäude
Im Hintergrund oben der Sitz der Königsfamilie

Eindrücke aus dem Paradox-Museum

Das Rathaus
Ach ja, die Norweger werden ja auf Skiern geboren. Man betrachte das Bild genauer.
Wohnhäuser direkt an unserem Schiff
Des gesponserte Baum
Unser schwimmender Koloss in voller Winterpracht
Auf der Silent-Party

Kopenhagen

Guten Abend oder wohl passender guten Morgen.

Was für ein Tag, der jetzt erst wieder kurz vor 1 Uhr endet. Dabei mach ich keine Party unbedingt. Ich genieße lediglich das, was mich interessiert.

Gestartet in den Tag wurde erst einmal ganz entspannt. Halb 9 munter geworden und schon etwas Land gesehen. Dänemark mit der Hauptstadt war unser Ziel. Hier war ich tatsächlich erst vor 1 1/2 Jahren, 2024. Dennoch wieder andere schöne Dinge erlebt. Wir Mädels trafen uns 10 Uhr zum Frühstück. Die beiden gingen im Anschluss individuell von Bord, ich hatte einen Ausflug im petto, der etwas später los ging. So hatte ich noch etwas Zeit und ruhte noch ein wenig in der Kabine. Leider kickt die Erkältung gerade noch einmal massiv. Ich dachte, ich wäre am Anreisetag schon durch gewesen. Falsch gedacht!

Tja, der Hafen war jetzt leider nicht sonderlich schön wie 2024, aber die großen Kutter müssen halt im Industriehafen anlegen. Ist halt ein bissl zu groß. Aber es gab ja genügend Busse für die tausenden Passagiere. Klingt immer wieder krass… Also ja, du merkst jetzt im Winter, dass es drin schon etwas mehr los ist, trotzdem verteilt sich die Menschenmenge noch. Sehr erstaunlich.

Ich hatte die Anlieger-Seite und schaute somit auf einen riesigen Sandhaufen mit etwas Schnee. Joar, da hab ich mich dann doch auf meinen Landausflug gefreut.

Es ging mit dem Bus und einer echt gut deutsch sprechenden Reiseleiterin durch die kleine Hauptstadt Dänemarks. Sehenswürdigkeiten wurden gezeigt. Kopenhagen bedeutet übrigens Hafen der Kaufmänner. Es war früher eine der wichtigsten Hafenstädte. Heute hat sie 1,6 Mio. Einwohner. Schon grundsätzlich echt klein. Aber trotzdem schön mit ihrem architektonischen Bauweisen in den verschiedenen Stadtteilen.

Weiter ging es dann zum Blauen Planeten, einen riesigen Aquarium mit verschiedenen Aufteilungen. Super interessant anzusehen und es gab sogar eine begehbare Tropeninsel wie im Leipziger Zoo. Nur minimal kleiner. 🙂

Wir durften uns dort zwei Stunden aufhalten und das hat auch fürs entspannte Durchschauen gerade so gereicht. Es gab auch eine Fütterung von Rochen und verschiedene Stationen, wo du Fische oder Korallen berühren konntest und die Testung dieser so genannten Knabberfische. Spannend!

Zur Rücktour fuhren wir am ältesten Freizeitpark Europas vorbei. Dem Tivoli. Leider war es zu dunkel, um gut etwas sehen zu können aus dem Bus heraus, aber trotzdem wirkte es echt cool. Zurück am Schiff war dann ein kurzer Kabinenbesuch angesagt und ich schaute mir auf dem Balkon das Auslaufen an. Die Kraft des Motors ist der Wahnsinn. Das Heck war dabei schneller weg als der Bug. Im Anschluss ging es zum kurzen Bartreff und Abendessen mit den Mädels. Ich hatte da doch tatsächlich etwas Zeitdruck, denn der zweite Massage-Termin stand bevor. Entspannung pur bei einer anderen Dame im Vergleich zum ersten Mal. Und so hat jeder auch seine eigenen Techniken.

Die Mädels saßen wieder an unserer Stamm-Bar mit den witzigen Barkeepern. So macht Humor Spaß. Die AIDA-Show lief nebenher und wir quatschten noch ein wenig. Aber die Müdigkeit war dann irgendwie doch größer geworden bei den beiden. Ich hingegen entschied mich noch, 22:30 Uhr ins Kino zu gehen. Der Titel des Films hatte es mir irgendwie angetan. Der Buchspazierer

Der Film mit Christoph Maria Herbst hatte mich voll in den Bann gezogen. Der ist so wunderschön. Kann ich gern weiter empfehlen. Und so ging ich im Anschluss auf meine Kabine zurück, schnappte noch etwas frische Luft auf dem Balkon und es überrumpelten mich noch einmal alle Gefühle, die ich in letzter Zeit nicht so zeigen konnte. Manchmal ist es diese Entschleunigung und Entspannung und das Abschalten, was uns mal wieder zeigt, wo wir wirklich gerade stehen. Manchmal braucht es einfach solche Momente auch für sich.

Und so endet ein Tag im nächsten. Bilder kommen eventuell etwas später, wenn wir nahe der norwegischen Küste kommen. Die haben nämlich ein gut weitreichendes Netz. Zuvor wird nunmehr geschlafen und ich wünsche euch eine gute Nacht.

Bis dahin!

Sonnenaufgang kurz vor Kopenhagen
Der „hübsche“ Industriehafen von Kopenhagen
Die kleine Meerjungfrau
Im Hintergrund unser Schiff
Der unscheinbare Blaue Planet
Abfahrt
Das Kino

Verdrängt oder vergessen?

Guten Abend ihr Lieben.

Ruck zuck ist der erste volle Tag auf AIDA schon wieder vorbei. Es gab wieder einige Erlebnisse, aber dennoch war es etwas ruhiger.

Vorab jedoch möchte ich noch etwas anmerken. Gestern war Spikes Jahrestag. Wahnsinn, ein Jahr schon ohne ihn. Ob ich den Tag für mich bewusst so gewählt habe und es mit Vergessen oder Verdrängen zutun hat, lässt sich hier und heute schnell beantworten…

Vergessen? Nein.

Verdrängt? Vielleicht.

Urlaub bewusst gewählt? Zu Beginn würde ich eher behaupten nein, jetzt sage ich ja.

Interessante Fakten, wenn man das so sieht. Aber allein schon, dass ich gestern auch den gleichen Pullover trug wie ein Jahr zuvor, war für mich ein kleines Zeichen. Unbewusstes bewusst machen. Es bee mich immer wieder und zeigt mir, dass es auch noch immer schmerzt.

Dennoch ist der Urlaub gerade etwas, was mir Gutes tut, auch wenn ich ne leichte Erkältung habe seit einigen Tagen.

Heute war Seetag, also alle Passagiere auf dem Schiff. Die AIDAnova ist ja die größte in der Flotte und da ist auch ziemlich was los. Ich habe trotzdem bis kurz vor 10 Uhr geschlafen, was ich auch brauchte. Leider hatte ich am Abend mein Schild nicht rausgehangen, sodass ich mit einem Klopfen geweckt wurde. Eigene Dummheit. Heute hängt es übrigens draußen. 🙂

So habe ich mich gemütlich fertig gemacht, Frühstück fiel für mich flach und ich ging ein wenig das Schiff erkunden. 13 Uhr war dann Treffpunkt zum Mittagessen im Casa Nova mit den Mädels. Gute Küche und liebevolle Gestaltung des Essens. Aber keine Sorge, es gibt keine Fotos vom Essen selbst. Auch wenn sich wohl manche dies gern gewünscht hätten.

Im Anschluss ging es noch ein wenig Herumschlendern und dann hieß es, Treffpunkt Deck 6 (von insgesamt 18) im Theatrium für BINGO. Seetag ist immer ein BINGO-Tag. Da ging es wieder mal los, die Stempelei. Ich liebe es ja, weil es wirklich ein Zufallsspiel ist. Und was soll ich sagen, ich habe nicht gewonnen. Der Jackpot war ursprünglich ausgelegt für 6000€, wurde aber zu Beginn der Show auf 8000€ hochdatiert. Der blieb auch so. Nach den gewissen Zahlen ging es weiter und eine Dame rief dann baldmöglichst BINGO. Die Summe, die sie gewann, betrug 5400€. Da kann man sich im Kopf vorstellen, wie viele Menschen an diesem Spiel teilgenommen haben. Der absolute Wahnsinn!!! Aber so ist das mit dem Glücksspiel. Alles nicht schlimm, denn es macht auch einfach dieses Mitmachen Spaß.

Im Anschluss ging es mal an die frische Luft nach oben für die Lichtershow. Sie war okay, aber nicht berauschend. Zumal es nur 5-10 Minuten gedauert hat. Aber bei der Eiseskälte auch voll in Ordnung. Eine heiße Schokolade gab es noch draußen und dann ging es wieder ins Warme und kurz darauf zum Abendessen im Brauhaus.

Am Abend lief dann noch eine schöne musikalische Show und wir hatten noch nette Unterhaltungen. Und so verging die Zeit wie im Fluge.

Nun sitze ich hier noch gemütlich auf meiner Couch in der Kabine und schreibe die letzten Worte, bevor auch ich schlafen gehe. Es war dann doch trotzdem ein langer Tag und ich wünsche euch eine gute Nacht.

Bis heute/morgen.

Nicht von mir, aber trotzdem wundervoll und von gestern Morgen.
Es zog sich etwas zu später
Die edle Rossini-Bar
Zwischendurch einfach mal 10 Minuten auf dem eigenen Balkon entspannen. Man lausche Wind und Wasser
Kein Polarlicht, aber ordentlich Lichtverschmutzung von Göteborg

Bahn lässt grüßen

Guten Abend ihr Lieben.

Heute geht es mal wieder los auf Reisen. Dieses Mal ganz ohne Hund. So allmählich wird es Tradition, dass ich alle zwei Jahre eine Kreuzfahrt mache für mich allein. Auch dieses Mal bin ich wieder mit der AIDA-Flotte unterwegs. Die Prinzessin lässt sich derweil verwöhnen.

Ja, so spontan hab ich wohl noch nie Urlaub gebucht. Zwischen den Feiertagen kam der Entschluss und zack, nun sind wir schon auf dem Wasser unterwegs. Nach dem Jahresabschluss musste ich einfach raus an die frische Luft. Und so bat sich beim Telefonat mit Doris die Gelegenheit, das anzusprechen und zu buchen. Sie und Silke, beide bei der Kreuzfahrt 2022 mit kennengelernt, wir sind wieder gemeinsam on tour. Mit vielleicht leicht veränderten Präferenzen. Was aber gar nicht schlimm ist.

Wo wir unterwegs sind? Von Hamburg geht es nach Kopenhagen, Oslo und Kristiansand wieder zurück. Also grundsätzlich eine recht kleine nördliche Tour, aber einfach auch zum Abschalten. Alle drei Orte durfte ich bereits mal kennenlernen in anderen Fahrten.

Die Anreise nach Hamburg von mir aus war ziemlich wild. Die Prinzessin ging Donnerstagabend schon auf Urlaub und so hatte ich zwei echt unruhige Nächte. Die erste wegen des fehlenden Hundes, die zweite wohl eher, weil ich nicht so richtig wusste, wie ich bzw. mit was ich fahre. Geplant und gebucht waren tatsächlich Zugtickets, aber ausgerechnet am Freitag und Samstag herrschte ja Schneechaos in Deutschland. Dabei ist das doch so schön. Der Verein der Deutschen Bahn war jedoch etwas überfordert. Gegen 2 Uhr nachts wurde meine geplante Linie abgesagt, aber auch noch 4 weitere von insgesamt 6, die ich mir am Abend zuvor noch herausgesucht habe. Und so kam es, wie es kam. Ich nahm das wertvolle Allrad-Fahrzeug. 5:30 Uhr ging es los durchs Schneegestöber. Bei uns schneite es doch noch ganz schön zeitweise. Unterwegs wurden die Straßen zunehmend besser. Am Ende erreichte ich eine Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 70km/h und bin sicher in Hamburg angekommen 12 Uhr. Parken geht fast günstig am P&R Parkplatz und von dort aus schnell mal ein Hansa-Taxi gerufen.

Der Taxifahrer hat sich einen schönen Reibach gemacht mit der Tour, die nur 25 Minuten etwa ging. Denn ich habe den vollen Preis bezahlt und die beiden noch spontanen Mitfahrer, die auch zum Schiff wollten, haben auch jeweils noch einen 10er abgedrückt. Etwas dreist, aber gut, bei dem Wetter ist er zumindest crazy Abkürzungen gefahren.

Am Cruise Center angekommen, konnte ich gleich einchecken. Das ging auch alles zügig, unkompliziert und massiv digital ohne viel Papier. Und nun war ich angekommen. Überfallen wurde ich gleich an der Bar von Doris und Silke war wenige Minuten später auch mit dort. Ein schönes Wiedersehen. Wir haben hier und da etwas rumgeschaut und hatten uns für 18 Uhr in der Oceans Bar verabredet. Bis dato musste ja noch die digitale Übung inklusive Schwimmweste anlegen erledigt werden und den Koffer konnte ich auch schon auspacken. Dann hieß es mal ein Stündchen die Beine hoch. Heftiger Tag, die Fahrt schlauchte ganz schön, aber auch alles Drumherum.

In der Oceans Bar gab es abends a la carte Essen für all in und es war echt Extraklasse. Tolle Ideen waren das.

Kurz vor 20 Uhr dampfte ich ab zur ersten von fünf gebuchten Massagen. Das brauche ich gerade einfach, dieses Verwöhnprogramm. Außerdem gibt es wieder tolle Ausflüge zu erleben. Hauptsache raus und was sehen.

Und so endete dieser Abend noch mit einem Getränk an der Bar und einem kurzen Besuch bei der Schlagerparty und bin völlig im Eimer für diesen Tag. Morgen ist Seetang, also ausschlafen und dann schauen wir mal, was uns so geboten wird. Heute hieß es eine Stunde später als geplant „Auf Wiedersehen Hamburg“.

Und so sage ich nun auch gute Nacht. Lest gern weiter rein und lächelt.

Bis dahin!

Schnee zu Hause
Also da kann sich die Bahn ne Scheibe abschneiden.
Welcome AIDAnova
Hallo Hamburg!
Sonnenuntergang
Tschüß Hamburg

Das kleine Herz sucht Wärme

Der letzte Tag des Jahres 2025 läuft davon. Drei Kreuze, dass es so gut wie zu Ende ist. Viel erlebt, beruflich wie privat einige Dinge, die echt schmerzten. Aber trotzdem auch so viel Positives. Neue Bekanntschaften geschlossen, andere, die am Ende nicht passten, wieder abflauen lassen.

So endet ein Jahr, was mir zeigte, wo ich weiterhin dran arbeiten muss und was ich bereits erreicht habe. Es beeindruckt mich immer und immer wieder, was wir als Menschen alles „aushalten“ können. Wie wir gerade auch das Umfeld beeinflussen können bzw. was Kommunikation grundsätzlich mit uns macht. Offen miteinander umgehen und zeigen, was man kann ohne direkt anzugeben. Motivieren, sich zu verändern. Zeigen, dass Veränderung bei einem Selbst beginnt, weil die Einstellung Sichtweisen ändert.

Fakt ist doch, dass man Triggerpunkte erkennen sollte, die in einem Gefühle zeigen lassen, die unangenehm sind. Und hier setzt die Änderung an, denn das Erkennen und daran Arbeiten ist der entscheidende Faktor. Leider bleibt diese Erkenntnis vielen verwehrt. Warum? –> weil die Erfahrung fehlt ins eigene Ich hinein, Lebenserfahrung.

In meinem Umfeld gibt es Menschen, die mich direkt und offen fragen, wenn ich selbst zweifle. Manchmal knallhart, manchmal auf Umwegen. Aber genau diese Fragen sind es, die die Schwachstellen offenlegen und mir zeigen, woran es mir noch fehlt. Fehlen ist vielleicht das falsche Wort… Suchen trifft es auch nicht… Es benötigt einfach ein Fünkchen Glück. Denn suchen bringt nichts, wenn man selbst noch nicht im Kopf erfüllt und frei ist. Und da habe ich meinen Knackpunkt noch einmal gefunden. Diese Erkenntnis ist mehr Wert als alles andere, aber ich muss damit umzugehen wissen. Aktuell tatsächlich noch ein kleiner wunder Punkt. Da helfen mir aber die Gespräche mit meinem wichtigen Umfeld und kleine Hinweise für den richtigen Weg.

So kann 2026 nur ein besseres Jahr werden, weil ich vieles an Erfahrung sammeln konnte in 2025. Und wer weiß, vielleicht kommt das Fünkchen Glück mit einer Weisheit um die Ecke und schenkt mir den inneren Abschluss des Pakets, welches tief im Keller immer mal noch einen Schwelbrand entfacht. Vielleicht ist es das Jahr… Die Zeit, die es nicht wirklich gibt, wird es zeigen.

Und so wünsche ich euch einen friedlichen Übergang ins neue Jahr namens 2026 und hoffe, dass auch ihr euer Innerstes findet mit den richtigen Menschen in eurem Umfeld. Manchmal ist es eine einfache Frage zum richtigen Weg.

Die Uhr tickt

Zeit, was zur Hölle ist Zeit? Sie ist relativ, wie ich immer und immer wieder sage. Es ist diese, die du selbst hast. Deine Zeit. Dein Leben. Deine Lebenszeit. Die Uhr tickt.

Zeit für standardisierte Verfahren. Warum? Individualität zählt. Zumindest bei uns Menschen. Nicht bei Maschinen. Also individualisiertes Handeln, immer. In unserem Job. Die Uhr tickt.

Oft in diesem Jahr hörten Herzen auf zu schlagen, welch Gründe auch immer. Mal gewünscht, mal nicht. Aber: Die Uhr tickt weiter.

Schicksale lerne ich kennen, versuche die Geschichten zu verstehen und schaue auf das, was man erreichen könnte. Individuelle Betreuung. Mit Herzblut. Mit Zeit. Papier kann warten. Und die Uhr tickt.

Mein Kopf aber tickt eine andere Zeit, meine eigene Lebenszeit. Erfahrungsaustausch. Fachexpertise, spannende Zusammenarbeit interprofessionell. Und so müssen wir uns alle betrachten. Als Individuum. Jeder tickt anders. Die Uhr tickt nur.

Schnittstelle für alles, manchmal Prellbock, manchmal Schulter zum Anlehnen, Zuhören, Dasein, Berühren, auch Fühlen. Aber eben auch Tätigkeiten wie Grundpflege, Behandlungspflege, professionelle Umsetzung von Standards, und trotzdem zählt die Individualität. Ich kann nichts erzwingen. Ich kann vielleicht überzeugen, kommunizieren, verstehen. Und die Uhr tickt.

Tag um Tag ist es eine Herausforderung. Ich mag es, auch wenn es harte Momente gibt. Die Uhr tickt weiter.

Diese genannten Momente stehen in Verbindung mit Erfahrungen bei sich selbst. Oder die, die man erst noch sammeln muss. Wir werden reifer, älter und die Uhr tickt.

Ein hartes, reich an Erfahrungen gelebtes Jahr neigt sich dem Ende und die Persönlichkeit ist wieder ein Stück gewachsen, auch wenn die Schicksale in Erinnerung bleiben. Jedes Einzelne. Aber es ist okay. Solange ich es kommunizieren kann. Schauen wir positiv nach vorn und tragen Momente des warmen Herzens, des wärmenden Gefühl, welches man mit jeder einzelnen Situation macht, weiter. Das Jahr endet bald, das Leben geht weiter und die Uhr tickt auch nächstes Jahr weiter.

Die Uhr tickt: tick, tack, tick, tack, tick, tack, tick, tack, tick, tack, tick, tack, tick, tack, tick, tack, tick, tack, tick, tack.

Lebt euer Leben! Arbeitet nicht für irgendwen, arbeitet für euch! Macht das, wo ihr euch wohl fühlt, womit ihr zufrieden seid! Glück ist wie Zeit relativ. Zufriedenheit ist der Wert, der Mehrwert des Lebens. Und die Uhr tickt einfach weiter.

Danke für dieses Jahr an die wahren Freundschaften im Leben und an die Menschen, die man auch mal von anderen Seiten kennenlernen durfte.

Ich wünsche all den Menschen, die dies hier lesen, besinnliche Momente, keine Zeit. Das Leben ist viel zu kurz, um nur negativ zu denken.

Bis demnächst in diesem Lebensmoment.

Momente der Betroffenheit

Guten Abend ihr Lieben.

Dieses Jahr ist echt mal wieder der Wurm drin. Ich hoffe, der verschwindet nächstes Jahr, sonst muss ich mal Gift sprühen.

Ereignisse überschlagen sich und du fängst an, einfach zu funktionieren. Du machst das, was gesagt wird in diesem Augenblick. Die Zeitspanne war kurz. Die Betroffenheit im Nachhinein umso größer. Ein komisches Gefühl…

Richtige Worte zu finden, ist schwierig für die Betroffenen. Gesten machen es vielleicht trotzdem „wertvoll„.

Und dann, wenige Minuten später, als die Anspannung abfiel, ging der Arbeitsalltag weiter mit Lächeln im Gesicht ins nächste Zimmer. Was zur Hölle? Es bringt mich zum Nachdenken. Wir können ganz schön viel wegstecken in unserem Job. Für welchen Preis? Keine Ahnung. Es ist eben nicht nur körperlich ein harter Job, sondern auch tief im Inneren.

Dabei muss jeder für sich einen Weg finden, damit umgehen zu lernen. Ich vermute, dass ich es für mich bereits gefunden habe, den Umgang damit. Auch wenn es ein krasser Moment der Betroffenheit war. Und ja, es ist nicht vergessen und ich glaube auch, wenn man den Menschen begegnet, ist es noch einmal ganz anders zumute.

Jedoch ist es ein Wunder, womit wir umgehen können. Dabei meine ich nicht aktuelle Großkrisen. Es sind diese kleinen, die jeder erlebt. Und wir leben Tag für Tag weiter und jeder dieser Tage birgt am Ende Risiken. Nutzen wir die Chance, gegen die Risiken zu kämpfen oder sie erst gar nicht an uns herankommen zu lassen. Das Leben ist hart. Immer. Aber es bleibt auch spannend und voller neuer Überraschungen.

Lassen wir die Zeit kurz still stehen, denn Zeit ist nur relativ. Momente des Innehalten. Das Gefühl von Verlust – unbeschreiblich. Trotzdem eine Erfahrung; keine schöne. Wir wachsen damit und leben weiter.

Irgendwann sehen wir uns alle irgendwo wieder und man ist vereint. Bis dahin schauen wir, was die Zeit noch an Erfahrungen für uns bereit hält. Tag um Tag, Stunde um Stunde. Nutzen wir es effektiv.

Momente der Stille!

Danke

Lieblingsort mit Erinnerung

Der heimliche Star

Guten Abend ihr Lieben.

Ich hoffe, ihr hattet eine tolle Woche mit intensiven Erlebnissen. Nur noch wenige Stunden halten mich hier an diesem Ort, der wunderbaren Ostsee, die sicher auch unberechenbar werden kann. Ich mag es hier, aber freue mich auch wieder auf meine Heimat, meine Freunde und das freundliche Umfeld.

Erlebnisse gab es genug, aber ich möchte nicht davon erzählen. Ich denke, ich strahle es auch so aus. Es ist/war einfach Erholung pur und ich habe nur am gestrigen Tag mein Auto genutzt. Solche Momente liebe ich ja auch, wenn es mal stehen bleiben kann.

Wir haben sicher auch wieder einige Kilometer erlaufen, habe diese aber in dem Falle nicht getrackt. Man hat so schon genug das Handy in der Hand. Für Fotos war es jedenfalls gut. Und ja, ich habe es am Abend immer genossen, noch einmal ein paar Schritte in der Eiseskälte den Strand entlang zu laufen. Bei sternenklaren Himmel einfach ein befreiendes Gefühl.

Meine verrückte Else war manches Mal der heimliche Star, denn sie hat manche Situationen echt genial gemeistert. Und ja, sie durfte auch ab und an mal komplett frei laufen. Natürlich wurde sie dabei von hübschen Krähen auf die Arme genommen. Die sind aber auch echt schlau. Möwen sind dreist, aber Krähen hoch intelligent.

Alles in allem ein erholsamer Urlaub. Für alles Weitere folgen gleich noch ein paar Bilder.

In diesem Sinne wünsche ich euch eine gute Nacht und einen erholsamen Sonntag!

Was wäre, wenn…

Guten Abend ihr Lieben.

Heute gibt es mal wieder ein paar Zeilen von mir, die vielleicht den ein oder anderen zum Nachdenken anregen.

Der Titel mit diesen Worten soll immer eine Art Vorstellungskraft in einem wecken. Aber warum muss man soweit denken? Wir sind doch im Hier und Jetzt. Die Politik diskutiert darüber gerade heiß und innig vor allem beim Thema Rente. Ganz ehrlich, wer weiß, ob ich darauf später überhaupt noch Anspruch habe. Es tangiert mich tatsächlich nur peripher. Denn was macht denn die Lebensqualität wirklich aus? In meinen Augen ist es die jetzige Zeit. Davon abgesehen kann ich mich nicht beschweren und kann auch hier und da was zurücklegen, keine Frage. Aber dennoch: es geht mir jetzt gut.

Das zeige ich scheinbar auch nach außen. Ich wurde letztens in einem sehr aufschlussreichen und interessanten Gespräch gefragt, woher ich meinen Optimismus nehme. Vielleicht habe ich einfach schon zu viel Scheiße gesehen, dass ich einfach mein Leben so lebe, wie ich es möchte. Und ja klar, es ist nicht alles eitel Sonnenschein. Keinesfalls. Aber ich mache das Beste draus. Aufgeben ist nicht.

Die Frage, die sich mir dabei stellt: Ist Optimismus angeboren? Fakt ist: Die Außenwirkung ist banal, einfach und überaus positiv. Ich werde gerade hier und da angesprochen, dass ich gut aussehe. Wie auch immer. Ich strahle wohl von innen. Denn am Ende hat sich mein Äußeres ja nicht groß verändert.

Ich glaube, ich für mich habe schon so vieles erreicht mit meinen jungen Jahren als 90er Baujahr, aber ich lerne trotzdem nicht aus. So zeigte mir das Gespräch, was mich durchaus beeindruckte, wo ich noch das persönliche Defizit habe. Ich kann Unzufriedenheit mittlerweile formulieren für mich, muss nur den Grund an der Wurzel packen und es ansprechen. In diesem Punkt stehe ich auch nicht allein da. Aber so geht es weiter und weiter und es folgt eine Herausforderung nach der anderen. Wir lernen eben nie aus und wir wachsen an unseren Herausforderungen.

Ohne den Optimismus anzugreifen, gibt es ab und an Tage, wo man in Gedanken und Erinnerungen mal kurz verharrt. Die Zeit bleibt mal im Inneren stehen. Dabei bleibt die innigste Zufriedenheit bestehen, aber Wehmut kommt auf, gerade auch an hiesigen Ort, wo ich mich aktuell befinde. Das spürt auch meine verrückte Ava. Vor gut 2 Jahren war ich schon einmal hier. Damals eben noch mit beiden Chaoten. Und ja, es dürfen Gefühle hoch kommen. Es ist aber trotzdem die Weite, der ferne Blick nach vorn, der mir zeigt, dass es weitergeht. Das Wasser ist nicht starr wie ein Gegenstand, es ist immer irgendwie in Bewegung, egal, wie sanft. Wenn ich wie gestern Abend Glück habe, kann ich mich in den Sand legen und die Sterne sehen, so, dass Himmel und Erde eins in den Sinnen sind. Den Sand fühlen, das Meer riechen und hören und den (Sternen-)Himmel sehen. Vielleicht noch eine leichte Brise spüren und so die gesamte Verbindung zu allem, was manchmal nicht ganz so irdisch erscheint. Ich glaube daran, dass es irgendetwas dazwischen gibt. Und da wären wir wieder beim Thema, denn Glaube versetzt am Ende Berge. Aufgeben gibt es nicht. Eher suche ich die Verbindung zum verloren geglaubten Weg. Am Ende haben wir doch alle ein Ziel, oder etwa nicht? Es bleibt eben häufig undefinierbar.

Es sollte doch einfach nur wichtig sein, dass man bei all dem Stress, was man erlebt, die Gefühle zeigen darf und man sich einen Ausgleich schafft, der positiv auf jeden Einzelnen geschnitten ist. Tu, was dir gut tut! Arbeit ist und bleibt am Ende Arbeit. Wenn man hier die positiven Vibes verteilt, wirkt es nach außen hin schlicht und einfach gut. Lächle mehr im Leben. Zeig dein Gesicht, wie du es dir besser nicht vorstellen kannst. Nimm dir einen Witz vor Augen und lache herzhaft und dein Umfeld wird mit grinsen und lachen. Sei positiv und gelassen, nimm nicht alles so ernst. Das wirkt!

So geht mein innerer Optimismus, den ich erst entdecken musste, dass es ihn gibt. Aber aufgeben war dennoch nie drin. Eher nahm ich Hilfe an auf manch ungewöhnliche Weise. Man sieht, wohin es geführt hat. Trotz trauriger Momente verliere ich den Blick nach vorn nicht. Im Gegenteil. Es stärkt mich, weil ich weiß, dass solch Ereignisse nicht ohne Spuren im Herzen bleiben. Aber gut so. Wir haben halt Gefühle. Dafür sind wir Menschen geworden, wahrscheinlich.

In diesem Sinne wünsche ich euch noch einen erholsamen Abend mit schönen Momenten voller Gefühle!

Dezember 2023
November 2025 gleicher Ort

Im Übrigen fasziniert mich Menschenkenntnis von diesen Personen, die vieles in einem Blick erkennen. Ein Wink an diejenigen selbigen, die sich angesprochen fühlen.

Kunst ist Ausdrucksform

Hallo ihr Lieben.

Heute mal zu einer etwas anderen Tageszeit ein Beitrag. Dennoch bietet es sich an bei einer 90-minütigen Zugfahrt zurück in die Heimat.

Mich trieb es für etwas mehr als 24 Stunden in die Bundeshauptstadt Berlin. Der Grund war ganz einfach. Ein Konzert der Extraklasse. Ich durfte ein Ticket ergattern für Lady Gaga. Beeindruckende Kunst trifft auch weltbeste Songs. Kein einfaches Konzert, nein, wohl eher als „Oper“ konzipiert mit atemberaubenden Show-Elementen.

Musik ist eine Form von Kunst und wenn man bedenkt, dass diese Frau nur unwesentlich älter ist, dann drückt sie mit ihrer Kunst so einiges aus. Klar ist sie auch Schauspielerin, aber dennoch ließen sich gewisse Details und Beobachtungen nicht so einfach unterdrücken. Dabei ist das nicht negativ gewertet. Eher zeigt das, dass auch sie nur ein Mensch ist mit Problemen. Ich vermute, dass sahen auch einige andere so.

Es obliegt lediglich meiner Beobachtung, weil es eben doch ein geschultes Auge ist, vielleicht. Den Blickkontakt in die Menschenmenge von zig tausend Fans fiel ihr sichtlich schwer. Als sie zwischen beiden Klavierstücken, was sie sehr gut spielen kann, etwas erzählte, wirkte sie unruhig und nervös, strich mit den Händen immer wieder über ihre Oberschenkel und es kamen auch Tränen. Auch hier fehlte der Blickkontakt. Die beste Aktion aber folgte als Zugabe. Komplett abgeschminkt, ohne Frisur und authentisch führte sie dieses letzte Stück auf. Vielleicht ein Teil der Show, aber ich glaube, sie nutzt auch eine Botschaft damit.

Alles in allem eine gelungene und empfehlenswerte Show, die aber auch zeigt, wieviel man im heutigen Business geben muss. Authentizität ist doch das, was wichtig ist. Darum kann ich auch nachvollziehen, dass sie jetzt nach 2018 erst wieder eine Welttournee gemacht hat. Dieser Druck ist enorm. Dabei ist es doch die freie Kunst jedes Einzelnen, die Ausdruck verleiht.

Wer den Song Abracadabra von ihr kennt, sollte einfach genauer hinschauen, denn das war das Grundmotto des Ganzen. Mit diesem Song und dem Video dazu hat sie meine Aufmerksamkeit geweckt. Ich kenne viele ihrer Songs, aber nicht jeder begeistert mich. Die Show hat alles visualisiert. Und so wirkt es bis heute nach, denn es ist ihre Show. Es war ein unbeschreibliches und einmaliges Erlebnis. Kunst ist eben auch eine Form des Ausdrucks und das in voller Gänze!

Genau aus diesem Grunde ist es so wichtig, die Kunst zu erhalten. Sei es schriftlich, in Bild, in Musik, im Theater uvm.! Es ist höchstes Kulturgut in aller Herren Länder und auch Ausdrucksform. Und überall in der Welt versteht man das, was man mitteilen möchte.

Es lebe die Kunst!

Danke, dass ich an diesem Erlebnis teilhaben durfte.

Ich möchte mit euch drei Eindrücke teilen. Schaut gern hinein und fühlt es.

150 Minuten gefühlte Kunst nur ein bisschen zusammengefasst. So ging der gestrige Mittwoch schnell vorbei.

Heute ging es nach einem entspannten Tagesbeginn dann noch ein wenig durch die Stadt. Immer der Spree entlang und dann auch noch ein Stündchen auf der Spree. Ich mag eben das Wasser. Berlin ist dennoch keine Stadt zum Leben für mich. Es sind immer mal schöne Ansichten, die man aber nicht für immer benötigt.

Was ich mir aber anschauen musste, war das Futurium nahe des Hauptbahnhofs. So etwas begeistert mich ja auch. Es gibt dort eine Wahlkabine, die anhand der Gesichtszüge wohl deine Wählerstimme erkennt, also zu welcher Partei man sich am ehesten zugehörig gehört. Getestet und so ein wenig als unheimlich befunden. Weiter gab es vieles, was uns in kommender Zeit begegnen würde. Auf jeden Fall ein Besuch wert, weil auch der Eintritt frei ist. Während der Bootsfahrt machte mich eine Attraktion darauf aufmerksam. Leider bewegte es sich dann nicht mehr, als ich vor Ort war. Aber vielleicht beim nächsten Mal. Dafür gab es innen auch viele Attraktionen. Auch für Kinder eine tolle Beschäftigungsvariante.

Es folgen noch ein paar Eindrücke aus Berlin vom heutigen Tag.

Und so vergeht die Zeit im Zug wie im Flug und bin alsbald wieder in der Heimat. Ich wünsche euch einen erholsamen Abend und genießt das, was euch berührt.

Bis dahin!