Wenn die Welt den Kopf entzweit

Guten Abend ihr Lieben.

Ja, die Beiträge werden jetzt wieder etwas häufiger. Aber das liegt wohl auch daran, dass der Gedankenfluss wieder besser rollt. Na ja, Rollen ist übertrieben. Ihr wisst schon…

Einige Tage sind vergangen und es ist schon wieder so vieles passiert, was nachdenklich gemacht hat. Die eine Geschichte auf Arbeit, dann intensive Freundschaften und Begegnungen, Menschen, die einfach nicht klar denken können, warum auch immer. Ob es nun mit Entgleisungen zutun hat oder mit anderen Geschichten. Aber vor allem sehe ich dabei mich, wie weit ich davon Abstand halten kann bzw. weiter neutral urteilen kann und wie weit ich doch schon in meiner Entwicklung bin.

Daran sehe ich immer und immer wieder, was es mir bringt, Dinge noch einmal anders zu betrachten. Und ich weiß auch, dass es anders wäre, wenn ich meine eigenen Entscheidungen nicht getroffen hätte. Es können damit nicht immer alle einverstanden sein. Das ist Blödsinn. Jeder findet seinen eigenen Weg aus Krisenzeiten. Und ja, das verdammte Leben ist kein Ponyhof.

Was mich wirklich beeindruckt, ist, dass mich das Thema Depressionen im Freundes- und Bekanntenkreis ziemlich häufig begegnet. Ein Tabuthema, vielleicht.

Ich bin sicher auch empfänglich dafür, habe aber meine Ressourcen für den Umgang damit und den besten Ausgleich. Es gibt immer Phasen, wo sich der Kopf mal entzweit und man nicht den Tag in den Griff bekommt. Solche Tage darf es geben. Aber am Ende möchte ich diesen Begriff Depression vielleicht etwas anders für mich definieren. Zumindest durfte ich das damals für mich neu kennenlernen vor nunmehr 2 Jahren in der Hypnosetherapie. Und ja, verdammt, es hat so vieles mit unserer Kindheit zutun, die wir im Alter versuchen zu kompensieren. Warum gibt es Sucht-Patienten? Im Kontext würde ich das einfach die Kompensation von einer belasteten Psyche betrachten. Schade dabei ist nur, dass es nur wenige Menschen gibt, die richtig in die Tiefe herankommen. Schlüsselfragen gibt es da einige. Aber am Ende kommt immer das Gleiche zum Vorschein. Die verletzte Gefühlsebene.

Wenn man darüber mal tiefer nachdenkt, stimmt das im größten Anteil. Wir lernen aus unserem sozialen Umfeld. Und wenn wir ein neues kennenlernen, merken wir, dass es ganz anders laufen kann. Dabei beginnt der erste Schritt immer bei uns selbst. Erst wenn wir unsere Einstellung, unseren Blickwinkel, verändern, verändert sich unser Umfeld. Vieles machen wir unbewusst beim Treffen von Entscheidungen. Macht man sie sich bewusst und hinterfragt, warum man diese so getroffen hat, ist das eine eigene Entwicklung.

Wir sollten uns nicht abhängig machen von irgendwelchen Einflüssen von außen. Jeder geht eben seinen Weg. Und ja, manchmal stößt man auf Gegenwehr, aber auch das macht uns stärker.

Ich finde es manchmal ziemlich erschreckend, wie schnell doch der Griff zu Medikamenten geht in Bezug auf Depressionen. Sie helfen vielleicht aus einem tiefen Loch hervorzukommen, aber der Grund, dem alles zugrunde liegt, dort wird nicht herumgefuhrwerkt. Dabei ist das doch das, was essenziell sein sollte. Und ja, verdammt, es liegen immer richtig beschissene Ereignisse zu Füßen, die belasten. Dabei kann es was winzig Kleines aus der vergangenen Kindheit sein, was vielleicht völlig banal klingen mag. Aber genau das sind Dinge, womit das kindliche Gehirn nicht umgehen vermag und es eben tief und tiefer ins Unterbewusstsein schiebt. Und dann kommt das Alter, wo man begreift und Entscheidungen trifft, die aber irgendwie nicht so sind, wie sie sein sollten. Oder genau richtig, man aber nicht zuordnen kann, warum man am Ende so gewählt hat. So ging es mir, bis es aufgeklart ist im Kopf, warum es so entzweit ist.

Man könnte denken, das Leben ist planbar, aber unser Kopf ist im Kindes- und Jugendalter einfach nicht reif genug, um klare Strukturen zu sehen. Sonst wäre es ja aber auch zu einfach, glaube ich. Viel wichtiger finde ich wirklich, dass wir mehr unsere Gefühle unserem Gegenüber zeigen sollten. Auch und vor allem unseren Kindern. Denn am Ende sind auch diese essenziell. Auch und in jedem Alter. Wie formuliere ich vor allem solche Anliegen. Anbrüllen ist keine gute Lösung. Und da kommt auch alles wieder über die Kommunikation zustande. Diese Gesellschaft kommuniziert nicht mehr verbal im Gegenüber, sondern nur noch im Netz. Und wie zeigt sich ja auch schön immer wieder in Hasskommentaren. Die wenigsten von diesen Menschen würden es persönlich so sagen. Weil sie vielleicht Angst vor einer Reaktion haben, mit der sie nicht rechnen.

Ein interessantes Beispiel aus der Arbeit: Ein Patient ist schlecht gelaunt und patzig zur Pflegekraft. Es entsteht eine angespannte Stimmung. Als ich mal etwas Zeit hatte und dieser Patient mir auch patzig kam, habe ich drei Mal hintereinander gefragt, was los sei. Tja, und zack, kam etwas heraus, wo ich auch vielleicht ne „angepisste“ Stimmung gehabt hätte. Und die Stimmung wurde anders im Raum.

Aber warum haben wir verlernt, etwas offen anzusprechen? Das wüsste ich zu gern? Probleme offen legen macht das Verständnis und Verstehen des Gegenübers doch wesentlich einfacher. Das ist genau wie im Unterricht. Wenn ich etwas bildlich offen lege und zeige, verstehen es doch wesentlich mehr als wenn ich nur stur den Stoff runter rattere. Darum mag ich meine Arbeit auch sehr, wenn ich etwas anschaulich erklären kann. Da gibt es eben auch die verschiedenen Lerntypen. Und genau so ist das auch mit den Gefühlen. Manchen muss man sie einfach bildhaft vor Augen führen.

So hat jeder seine eigenen Probleme, die er einfach mit Menschen seines gesunden Umfelds besprechen sollte. Medikamente helfen da nur wenig. Entwickelt für euch Strategien zum Umgang mit schwierigen Situationen, schaut in die Tiefe, nehmt andere Betrachtungswinkel in die Hand, Thema Empathie, und bleibt dennoch euch selbst vor allem treu. Mein wirklich eigenes Ich habe ich vor zwei Jahren erst freigeschaufelt. Wer mich zuvor kannte, erkannte mich dann nicht mehr so wieder. Aber das ist  mein Leben. Und da darf man auch mal egoistisch sein. Bin ich aber nicht. Nicht immer.

Wie sagte Frau Tannewitz damals zu mir. Sie könnten ein Buch schreiben, so wie Sie den Blog schreiben. Es wird wohl nie dazu kommen, weil zu viel eigene Meinung und zu wenig Fiktion drin wäre. Daher bleibe ich aber meinem Blog treu, weil es für mich auch eine Form der Verarbeitung in Bild ist und ich auch so einen kleinen Teil der Gesellschaft erreiche. Auch wenn es nur eine Handvoll ist, so ist das schon mehr als gedacht.

Und lasst euch sagen, ein Leben kann mit 92 Jahren, mit 66 Jahren, mit 43 Jahren oder auch schon mit 31 Jahren enden. Also macht das Beste draus. Schaut einfach auch, was euch gut tut, entwickelt Ausgleich zu dem, was da draußen herrscht. Es ist immer wieder krass, wie sehr negative Kritik sofort im Hirn bleibt und Positives verpufft? Warum, weil wir so ticken… Nein, wir sollten lernen umzudenken. Pillen hin oder her, am Ende kommt es darauf an, was du aus deinem Leben machst.

Ich hoffe, ihr blickt durch meine Ansichten, was die Thematik Kopf und Gefühle bedeutet. Ansonsten gibt es viele Fragezeichen.

In diesem Sinne, Kopf hoch, Ziel setzen für den nächsten Tag und egal welches Wetter, raus mit euch. Mit Hund ist das deutlich einfacher. 🙂

Schönen Abend und eine gute Nacht!

Die 5 G’s

Zwischen Gefühlen, interessanten Gesprächen, Grillerchen, Gewitter und einer wunderbaren Gemeinschaft

Guten Abend ihr Lieben.

Lange gab es nichts mehr zu lesen hier. Woran es lag? Gute Frage… Ich kann sie euch jedenfalls nicht direkt beantworten.

Dafür gibt es heute mal wieder ein bisschen Gesprächsstoff, wohl im wahrsten Sinne des Wortes. Eines noch vorweg. Alles, was ich hier schreibe, ist meine Meinung und Einstellung zu den thematisierten Fakten. Wem etwas nicht passt, gern schreiben.

Diesen Hinweis wollte ich gern einfach noch geben, weil es hier vielleicht doch etwas persönlicher werden könnte. Dennoch habe ich die Bemühungen, es neutral wie möglich zu halten. Aber es sind Gefühle mit im Spiel.

Nun aber Schluss mit dem Vorgeplänkel und auf geht’s. Die Schreiblust packt mich wieder zum vergangenen Hundeurlaub, der nun auch schon wieder 1 1/2 Wochen her ist.

Start war am 15.5. wieder in die Sächsische Schweiz. Gemütlich wollten wir starten und entspannt fahren, denn die Abendrunde war für 17 Uhr angekündigt. Die A/K’s waren die letzten bei der Anreise, also wir. Egal, von sowas lass ich mich nicht beeinflussen. Bei Ankunft entstand so ein leichtes Druckempfinden auf uns, weil alle irgendwie los wollten. So packten wir schnell das Auto aus und liefen mit los. So kam vor allem bei den Hunden etwas Stress und Tumult auf. Es waren aber dieses Mal viele reaktive Hunde am Start bzw. einfach etwas unruhige Geister. Die Runde war so echt schön außer dieses kurze Donnerwetter, als es den Kohlbornstein hinauf ging. Hier und da ein bisschen Rumgegeifere. Da nimmt sich meine Prinzessin ja nicht raus. Es lag eben massive Spannung in der Luft. Deuten konnte sie in diesem Moment keiner, aber es waren alle etwas erschrocken, glaube ich in den Gesichtern gesehen zu haben. Die Aussicht auf dem Kohlbornstein konnte ich nicht so richtig genießen. Irgendetwas beschäftigte mich. Diese Spannung vielleicht… Auf den Rückweg wieder hinunter ins Tal über den Nachbarort zurück war es anders.

Zurück in der Unterkunft wurde der Grill angeschmissen und wir haben oben noch Salate geschnippelt in der Ferienwohnung. Es kehrte Ruhe ein. Für mich zu viel oder der Punkt, an dem Gefühle hoch kamen, auf die ich nicht gefasst war. Die Erinnerungen an Spike letztes Jahr an diesem Ort. Die liebe Gemeinschaft unten konnte ich nicht mehr besuchen am Abend. Dazu fehlte mir die Kraft. Ich brauchte Zeit für mich und das war auch okay so. Wenn die Gefühle so ausbrechen, war es mal notwendig.

Die Hunde sind die erste Nacht nicht richtig zur Ruhe gekommen. Jeder lag mal irgendwo mit im Bett und es war ziemliches Wuhling. So war es zumindest mein Empfinden. Am nächsten Morgen ging es für den Großteil zum Felsenlabyrinth, was wir vom letzten Jahr schon kannten. So haben wir uns den Tag anders gestaltet. Entspanntes Frühstück und dann einfach mal loslaufen und schauen, wo uns die Wege hinführen. Wir sind im Nachbardorf gelandet. Es war eine gemütliche und entspannte Runde. Nachmittags hatten wir spontan noch entschieden mit ein paar anderen aus der Gruppe noch etwas zu fahren und weiter die Gegend zu erkunden. Dabei haben wir auch Begegnung mit der Kirnitzschtalbahn gemacht. Sie hätte uns wirklich fast mit dem Auto geknutscht. War schon ein bisschen komisch. Die Bahn führt von Bad Schandau zu einem kleinen Wasserfall, der natürlich immer dann kräftig gezeigt wird, wenn diese Bahn dort ankommt. Was für ein Zufall. Witzig fand ich die Musik dazu. Es wird ein Video folgen.

In der Unterkunft wieder angekommen, gab es eine gemütliche Gesellschaft mit netten Unterhaltungen und es sollte zum Abendessen Nudeln mit verschiedenen Soßen geben. War mal was anderes. Nur Ava konnte ich diesen Abend irgendwie nicht allein lassen oben. Sie wurde wohl laut. Also holte ich sie mit nach unten. Na ja, gewisse neue Hundegesellschaft und Ava ist jetzt auch nicht die beste Kombi. Sie wirkte angespannt und beobachtete alles. Ich habe mich dann zeitig mit ihr wieder verkrümelt, weil sie ihre Ruhe gesucht hat. Vorher noch kurz vor der Tür gewesen und dann ging es wieder hoch. Die Nacht verlief etwas ruhiger.

Am nächsten Tag, es war Samstag, sollte es zur Bastei gehen. Karin und ich sind mit drei Hunden dort geblieben. Für Ava wären die Menschenmassen dort oben der Horror gewesen, wie es die Erzählungen uns im Nachhinein mitteilten. Ich bin am Vormittag stattdessen eine Runde noch mal vor Ort gelaufen und hatte böse Bekanntschaft mit einem Anwohner gemacht. Die Menschen können schon echt fies sein, aber in Karten ist es eben als offizieller Weg eingetragen. Na ja, ich wollte nichts riskieren und habe meine Diskussion abgebrochen und bin den gleichen Weg bis dorthin wieder zurück gelaufen. Dabei begegneten mir noch zwei ältere Damen, die ich auch gleich noch davor gewarnt habe. Sicher ist sicher.

Die andere Wandertruppe tauchte dann doch recht spät wieder auf, sodass der Plan für die zweite Runde wohl etwas ins Wasser fiel. Aber es gab auch schon eine Lösung. Wir gingen fast vor Ort am späten Nachmittag noch den Pabststein hoch. Apropos ins Wasser fiel. Regen gab es auch, wie man auf den Bildern nachfolgend erkennen kann. Aber Hundebesitzer schreckt ja nichts ab. Im Gegenteil, da sind weniger Menschen unterwegs. Den Berg hinauf lief es wirklich gut. Klar, anstrengend, aber ich habe mich gut gefühlt. Motiviert und einfach lauffreudig. Ava sowieso. Es ging hoch hinaus und es gab so ein paar Schnappschüsse und ein Gewitterchen. Auch Rumpelstilzchen haben wir angetroffen. Wer hätte das gedacht. Zu einem Einblick in eine Höhle kam es nicht wirklich, weil sich dort einige Personen inklusive Hund ein kleines Lager aufgeschlagen hatten zum Schlafen oder einfach für eine Pause. Ava ging es gut, sie wirkte entspannt. Ich war entspannt… und ein bisschen zufrieden. Anspannung und Stress weggelaufen. Das war mein Ziel in diesem Urlaub.

Als wir wie nasse Pudel wieder in der Unterkunft ankamen, lief der Grill schon rund. Es war wieder Grillerchen-Zeit. Mit dem besten Fleisch ever aus dem wunderschönen Thüringen. Rostbratwurst und Rostbrätl. Was will man mehr. Na ja, gut gefuttert wurde im Anschluss auch. Ava konnte ich dieses Mal oben allein lassen. Sie war entspannt und wollte wohl auch die Ruhe genießen. Wir saßen unten gemütlich beisammen und es gab wieder tolle Gespräche und viel Austausch. Vor allem unser Lehrerpärchen Ute und Lutz haben schöne Geschichten erzählt. Solche Lehrer wünscht man sich doch öfters. Glück für diejenigen, die bei den beiden Unterricht haben durften. Wirklich. Und so war es eine schöne Runde bis ca. 22/23 Uhr. Ich kann es gar nicht mehr genau sagen. Es wurde auch viel getrunken in Gesellschaft und es wurde immer lustiger. Nur gut, dass wenigstens eine nüchtern war inklusive der anwesenden Hunde. So ist es doch noch amüsanter.

Der nächste Tag, es war schon wieder Sonntag und der letzte Tag, sollte es noch eine kleine Runde um den Pfaffenstein geben. Zuvor haben sich alles ums Packen nach gemeinsamen Frühstück gekümmert und die Essenreste wurden aufgeteilt. Bis es irgendwann nichts mehr gab bzw. unsere Reiseleitung Stefan den Rest einfach einpackte. Was weg ist, ist weg. Dann gab es noch ein kurzes gemeinsames Foto, zum Teil ohne Hunde, und dann ging es auf zum Pfaffenstein. Hier waren dann nicht mehr alle mit dabei, aber es war eine 3,5km lange Strecke drumherum. Zwischendurch gab es für die Hunde mal ein Eichhörnchen zu sehen und dann war bei einigen der Funke auch durch.. Trotzdem eine gemütliche gemeinsame schöne Abschlussrunde.

Die Planung zuvor war etwas holprig, empfand ich und etwas unvorbereitet was am Ende dann doch die Kombis ergab. Aber irgendwie läuft es ja dennoch. Die Runden sind gut geplant gewesen, könnten aber auch einfach noch etwas spontaner und offener sein. Stur nach Plan fetzt nicht. Abenteuer sind gefragt. Da fällt mir nur das letzte Jahr ein. Das war ne krasse Herausforderung, aber der Weg war spannend bis zum Schluss.

Alles in allem waren wir auch wieder eine schöne Gemeinschaft, wo die ein oder anderen guten Kontakte entstanden sind und einfach der Austausch noch angenehmer war. Die Heimfahrt war noch einmal mit Spannung bepackt, es zog eine Gewitterfront im Auto auf. Aber auch das gab sich wieder. Es gibt eben doch Diskrepanzen, die mal raus mussten. Ich bin halt laut Navi die kürzeste Strecke gefahren, die aber komplett über Landstraße führte und wir dadurch womöglich sehr lange unterwegs waren. Ich fand es gemütlich, meine liebe Mitfahrerin dann doch nicht mehr. Sie wollte schnell zu Hause sein. Also doch noch schnell eine Autobahnauffahrt gesucht und schnell ging es durch wenige Schauer nach Halle zurück.

Zu Hause angekommen hatte ich einen Hund, der gefühlt drei Tage durchgeschlafen hat, außer natürlich zur Runde nicht. Für Ava war die Kombi doch sehr stressig, was ich zu Beginn nicht unbedingt erwartet habe. Aber nun weiß ich, wie ich mich auf solche Ausflüge einstellen muss. Die kleine Maus ist eben doch eine Einzelprinzessin und genießt sehr viel Ruhe. Das habe ich dieses Mal aus diesem Hundeurlaub mitnehmen dürfen. Und die Erinnerung und das Hochkochen der unterschiedlichsten Gefühle ist die andere Erfahrung. Dabei bin ich dennoch immer ich selbst geblieben, nur eben manchmal einfach für mich in stillen Momenten. Und das ist auch okay so, denn so ist es schon immer und ich kann damit umgehen. Auch mit dem Donnerwetter, was man so rundherum abbekommen hat. Wir müssen als Menschen manchmal ganz schön was aushalten. Dazu im folgenden Beitrag aber mehr.

Nun habt noch viel Freude an den Bildern. Auf Nachfrage ist die Veröffentlichung hier im Blog erlaubt. Wer dennoch etwas dagegen hat, kann sich noch einmal gern bei mir melden.

Ich wünsche euch einen wunderschönen Abend und eine gute Nacht und denkt dran, nutzt die kleinen schönen Momente, um in Krisenzeiten daraus mit Erinnerungen Kraft zu schöpfen.

Bis bald und guts Nächtle!

IP.S.: Wisst ihr jetzt, warum das 5G-Netz so heißt? Es beudetet netzwerken in allen Ebenen. Kleiner Wink mit dem Zaunpfahl. Winke winke!

Runde mit den beiden A’s.
Der kleine Wasserfall bei Bad Schandau.
Die Kirnitzschtalbahn.

Nimm Dir Zeit…

… zum Durchatmen.

… für Dinge, die Dich interessieren.

… für gute Musik. Lass sie einfach laufen, egal, was andere davon halten.

… zum Zuhören.

… zum Reden.

… für die Menschen, die dir am Herzen liegen.

… um das Leben zu genießen.

… für ein gutes Buch.

… zum Erholen.

… zum Entspannen.

… für das, was Dir wichtig ist.

… für tolle Erlebnisse.

… für die Liebe.

… für ganz besondere Momente im Leben.

… zum Erinnern.

… zum Kennenlernen.

… zum Beobachten.

… für einen Blick in den Himmel.

… für wundervolle neue Aussichten.

vor allem aber für Dich selbst!

Drehen wir die Uhren des Lebens einfach etwas langsamer und halten inne. Mehr Wahrnehmung statt Ignoranz und Ideal. Beginnend bei uns selbst.

Gute Nacht!

Zwiegespalten

Guten Abend ihr Lieben.

Wow, was für Tage liegen hinter mir? An sich ein besonderer Urlaub gar nicht weit weg vom eigentlichen Wohnort. Lediglich knapp 60km. Und doch ist viel passiert in diesen 5 Tagen.

Meine Anreise war am Freitag. Entspannt ging es ins Selketal. Der erste Urlaub nur mit Ava, ohne den alten Herren. Stimmt nicht ganz… Aber dieses Mal ist es ja offiziell so.

Geplant für die Tage habe ich nichts, alles passierte recht spontan. Grundsätzlich plane ich nie groß was. Es soll schließlich zur Erholung dienen. Tja, ich war dann wohl die ganzen Tage über der einzige Hotelgast. Auch nicht schlecht. Umso ruhiger war es. Durch Umbauarbeiten war aber trotzdem ein wenig was los, zumindest die Wochentage jetzt.

Versteckt zwischen Meisdorf und Pansfelde liegt das Hotel. Im ersten Moment hatte ich es nicht gleich gefunden. So mitten im tiefsten Selketal. Wunderschön direkt neben der Selke. Gäbe es hier kein WLAN, wäre man hier völlig tot.

Am Samstag ging es nach dem Frühstück zur ersten Wandertour. 9km auf den Kirchberg hoch. Natürlich spontan. Genutzt habe ich für diese Route die AllTrails App. Es war eine ausgiebige erste Runde, um die Gegend kennenzulernen. Natürlich gab es Höhenmeter. Man befindet sich schließlich im Harz, auch wenn es der nördlichste Teil davon ist in diesem Bereich. Zum Abend ging es ins hauseigene Restaurant. Das Essen ist gut, die Auswahl etwas gering, aber dennoch gibt der Koch seine beste Leistung. Personalmangel auch hier. Wie überall in diesen Branchen. Schade eigentlich. Hoffentlich wird es auch dort bald besser.

Sonntag habe ich mal geschaut, dass ich als Flachland-Dulli ne entspannte flache Tour laufe. Es ging zur Selkemühle. Über 7 Brücken ging ich, aber die Selkemühle habe ich nicht gefunden. Es waren wirklich 7 Brücken und am Ende hatte ich 16km auf dem Tacho. Aber landschaftlich kann die Gegend wirklich was bieten. Es ging dabei wirklich immer entlang der Selke flußaufwärts. Meine verrückte Ava war die Tage schon so entspannt, sodass sich das auch auf mich übertragen hat. Tiefes Durchatmen im Tal der Ahnungslosen. Denn Empfang gleich null. Aber gar nicht schlimm. Fußlahm waren wir trotzdem am Abend. Ich ging zum Abendessen wieder ins Restaurant.

Montag war ein Tag, den wir zum Entspannen genutzt haben. Nur eine kleine Mittagsrunde von etwas über einer Stunde. Ava genießt diese Zeit hier sehr. Sie ist so anders. So entspannt. Aber ich bin es eben auch. Kein Stress, keine große Geräuschkulisse. Im Gegenteil. Am Abend hörst du nur den Uhu und das Rauschen der Selke. Traum.

Der heutige Tag war dann wieder etwas sportlicher. Heute wollte ich den Lumpenstieg wagen. Gedacht -> getan. Es war eben ein Stieg. Aber auch hier eine entspannte Ava und ich konnte immer mal kurze Pausen machen. 130 steile Höhenmeter. Aber sie waren am Ende nicht anstrengend. Klar schon, aber anders. Die kleinen Herausforderungen des Alltags. Ich mag es. Es war schon immer meine Devise, den längeren Atem zu haben und durchzuziehen. Auch wenn es halt in meinem Tempo vorangeht. Das ist die Erkenntnis, die ich für mich mal wieder gewonnen habe. Dabei war es schon immer so. Sei es Schule damals, Arbeit heute oder auch die Beschäftigung mit den eigenen Emotionen.

Die Abende sind arschkalt, hindern mich hier aber nicht daran, mir jeden Abend den Sternenhimmel zu betrachten und an nichts zu denken. Einfach fasziniert von der ganzen Pracht ohne jegliche Lichtverschmutzung. In der Tiefe der Dunkelheit, und dazu rauscht die Selke viele Wasser hinunter. Es wird emotional bei dieser entspannten Lage. Damit habe ich gerechnet. Aber dennoch genieße ich es. Denn es offenbart die wahre Ehrlichkeit.

Was hat der Urlaub nun mit dem Titel zutun, fragt ihr euch? Ja, ein Bild sagt mehr als tausend Worte:

Dieser Baum hat im Selketal zwei Gesichter. Warum haben das auch so viele Menschen? Warum verstecken sie sich hinter irgendwas? Ehrlich zu sich selbst zu sein, die Wurzeln kennen und akzeptieren, so, wie es ist. Unten am Stamm ist das Grün noch stark und dicht, nach oben immer lichter. Es fehlt die Energie, beide Gesichter zur Fülle zu erreichen. Allein schon, dass dieser Baum so allein dort steht, hat Wirkung hinterlassen auf ganzer Ebene.

Und so endet dieser Urlaub mit dem morgigen Tag im schönem ruhigen Selketal. Morgen geht es aber noch einmal zumindest kurz hoch zur Burg Falkenstein, auch wenn diese aktuell wegen eines Mauereinsturz gesperrt ist. Nun aber genieße ich die ruhige Nacht mit dem Rauschen des Wassers.

Habt einen schönen Abend und bis bald!

Universum der Gefühle

Guten Abend ihr Lieben.

Ich bin gerade mit mir selbst überfordert. Einige wenige wissen, worum es geht und wie die Zusammenhänge sind. Aber ich… ich weiß gerade gar nichts und wüsste gern mehr.

Es macht sich ein Gefühl breit, was ich so seit Jahren nicht erlebt habe oder gar noch nie. Zumindest nicht in diesem Ausmaß, dass es mich so da stehen lässt.

Dabei bin ich doch sonst immer diejenige, die Ratschläge gibt. Und jetzt? Jetzt schwebe ich im Universum der Gefühle, die ich sortieren möchte, aber gerade noch nicht kann.

An manchen Tagen ist die Einsamkeit dein größter Feind. Heute beispielsweise. Dabei spielen so viele Faktoren eine Rolle. Das Gefühl, welches ich im Herzen trage, möchte gelebt werden. Es überfordert aber meinen Kopf, weil ich keine Klarheit habe. Ich könnte es so schön genießen. Aber ich hatte es nie richtig kennenlernen dürfen bisher. Und nun weiß ich noch nicht, woran ich genau bin.

Wovor habe ich Angst? Was habe ich zu verlieren? An sich nichts. Aber was beschäftigt mich daran? Ich kann es nicht deuten, so, wie ich die Sterne des Universums nicht deuten kann. Aber ich kann sie lesen und sehen. Ist das ein Unterschied? Empfinde ich Signale verkehrt? Besteht Unsicherheit auf beiden Seiten?

Ich wünsche mir Klarheit. So klar, wie der Himmel in der sternenklaren Nacht sein kann. Und dann kommt ab und an ein Ereignis, welches unerwartet auftritt. Vielleicht auch bei mir?

Der Weg bietet immer Überraschungen. Hier folgt eine. Gute Nacht in diesem Sinne.

Reger Austausch

Guten Abend ihr Lieben.

Zu allzu später Stunde gibt es heute noch mal einen Beitrag, weil es einfach wichtig ist. Zugegebenermaßen lässt es mich sonst auch nicht schlafen, bevor ich es nicht loswerde. Ich muss so lachen.

Ich hatte jetzt am Abend einen regen WhatsApp Austausch mit meiner lieben Maria. Über dies und jenes. Was einen eben so beschäftigt. Liebe, Familie, Freunde, Geduld oder auch Ungeduld, Arbeit, Krankheit oder Gesundheit. Da entstehen auch immer wieder gegenseitige Aha-Momente, die die Konversation spannend gestalten und man selbst etwas mitnimmt. Klar könnte man auch telefonieren, aber eigentlich wollten wir ja ins Neste gehen… Das zog sich dann jetzt über zwei Stunden. Aber genau solche „Gespräche“ liebe ich. Weil sie ebenerdig stattfinden. Wo jeder die Gedanken des anderen versteht. Eine tolle Freundschaft! Dafür muss ich hier und jetzt noch einmal danke sagen.

Diese Freundschaft muss man wahren. Es gibt sie nicht viel. Maximal eine oder zwei Hände voll. So wichtig fürs Herz und für den Kopf. Jeder hat dabei andere Lebenserfahrung gesammelt und kann in dieser oder jener Richtung Hinweise geben. Oder eine Hand wäscht die andere, aber eben ohne etwas zu verlangen.

Was aber phänomenal ist, ist diese Ebene, die dazwischen stattfindet. Diese habe ich nur mit wenigen Personen. Aber es begeistert mich immer wieder, weil ich es erst vor einigen Jahren so entdeckt habe. Verborgen wie hinter einem dreckigen Fenster. Es öffnet Tür und Tor zu neuen Welten, die so spannend sind. Wenn du selbst Tipps gibst, die dem Gegenüber zu Klarheit verschaffen, weil es einfach verständlich ausgedrückt wurde.

Dabei schwebt man gerade selbst auf einer klitzekleinen Wolke voller Gefühle. Wie ein Teenager. Im Herzen bin ich das auch, aber der Kopf ist um einige Erfahrungen reicher. Dennoch ist beides eins. Leichte Unsicherheit. Aber irgendwie trotzdem auf seichter Schwebe. Ich mag dieses Gefühl. Es fühlt sich gut an. Ein Hauch Zufriedenheit macht sich breit. Vielleicht gibt es bald neue News. Lasst euch überraschen.

Danke an meine liebsten Menschen! Schön, dass es euch gibt!!!

In diesem Sinne, gute Nacht.

Höhen und Tiefen

Guten Abend ihr Lieben.

Der erste Schock ist verdaut, aber die Trauer sitzt aktuell schon noch etwas in mir, nachdem ich Spike gehen lassen musste/durfte. Aber das darf sein nach fast 11 Jahren miteinander. Und wir haben dabei ja auch alle Höhen und Tiefen durchgestanden.

Ja, das gehört zum Leben dazu, Abschied zu nehmen und gilt für die meisten Menschen als Tiefpunkt. Aber auch hier sage ich für mich, dass es trotzdem eine sonderbare, aber interessante Erfahrung war, mit der ich lernen konnte. Der Verlust schmerzt, aber es wird mit der Zeit vergehen und da ist weinen auch durchaus erlaubt. Wichtig, finde ich, ist doch einfach, dass wir ehrlich zu uns selbst sind und zu den Gefühlen, die wir dabei empfinden. Auch jetzt noch, wenn ich darauf angesprochen werde, kommen mir die Tränen. Aber das ist vollkommen in Ordnung. Das Jahr hat sch… begonnen, also kann es nur besser werden.

Nach den Tiefen kommen auch wieder die Höhen. Dabei spielt Glück eine untergeordnete Rolle. Eher gilt es, Zufriedenheit im Leben zu erreichen, was viel besser nachwirkt. Also überlege einfach, was dich zufrieden stimmt. Glücksgefühle ebben zu schnell ab. Man kann mit ihnen arbeiten und diese Momente festhalten im Kopf, wie ein Foto, und dann wieder herauskramen, wenn es vielleicht kriselt. Probiert es aus!

Einen Moment zum Beispiel, der am 10.1. für mich ganz besonders war und wunderschön, war, als wir abends losfuhren Richtung Tierbestattung, fing es an mit schneien. Ein seeliger Moment, der dann auch noch einmal auftrat, als wir Spike in die Hände der Tierbestattung gegeben hatten. Komische Verbindung, nicht wahr?! Aber für mich einer jener, womit dieser Tag seine ganz eigene positive Bedeutung bekam. Klar, es tut noch weh, daran zu denken, aber dennoch ein nicht erklärbares, wundervolles Phänomen.

Und so baut es sich wieder optimistisch auf, das Leben.

Gestern hatte ich auch mal wieder interessante Gespräche mit meiner lieben Doreen. Tatsächlich können wir echt über manche Thesen philosophieren oder auch Standpunkte erkennen, die für einen selbst erst einmal gar nicht so ersichtlich sind. Ein Thema war Entscheidungen treffen. Klingt völlig banal, aber ist es nicht, weil wir da komplett unterschiedlich unterwegs sind. Während sie ihren Weg läuft mit gefühlt 3,8 Promille und mal hier und dort davon abkommt und schwankt zwischen Entscheidungen, bin ich eher geradlinig auf diesem Weg. Klar, es kommt immer mal eine Kreuzung, aber ich treffe für mich strukturiert die richtige Entscheidung. Manchmal mit kleiner Hilfe, aber dennoch den für mich korrekten Weg. Vielleicht habe ich dadurch nicht so viele Zwischenstopps und auch weniger Bekanntschaften, aber die, die ich habe, sind eben doch viel wert.

Genau so war auch mal eine ähnliche Unterhaltung mit einer Kollegin. Da musste ich für mich feststellen, dass ich grundsätzlich auf Arbeit mit jedem klar komme. Aber es ist am Ende ja nur die Arbeit. Das ist ein Lebensbereich, den ich in meiner freien Zeit mittlerweile sehr gut ausblenden kann. Natürlich hilft er mir auch zur Ablenkung wie im aktuellsten Fall, aber dennoch geht Freizeit auch ohne Gedanken an Arbeit. Dafür hat es aber auch lange Zeit gebraucht.

Ja, und so geht das Leben eben Tag um Tag weiter. Hier und da gibt es neue Infos, die kurzzeitig komisch wirken und nachdenklich machen, aber dann gibt es auch wieder Erlebnisse und Begegnungen, die einfach ein Lächeln hervorzaubern. Oder einfach auch nur ein Wort oder eine Geste. Und genau so gehe ich auch durchs Leben. Ich gebe auch gern was davon ab, aber genießen möchte ich es trotzdem auch für mich. Positive Energie in schweren Zeiten. Wie das geht? Bin ich vielleicht ein Beispiel dafür? Findet es heraus, indem ihr mich kennenlernt.

In diesem Sinne wünsche ich euch noch einen schönen Samstagabend und ein erholsames Wochenende!

Spike – ein Hundeleben aus Haltersicht


Guten Abend ihr Lieben.


Heute gibt es ein Thema, was tatsächlich auch meiner Verarbeitung dient, aber auch lustige wie
spannende und traurige Momente beinhaltet. An sich verrät der Titel bereits alles. Denn aus
Hundesicht kann ich es nicht beurteilen, sondern nur erahnen. Dann starten wir mal.

Am 2. Oktober 2013 ist der Chaot geboren, irgendwo in oder bei Lützen, so genau weiß ich das gar nicht. Ich weiß nur, da ich einen Gentest gemacht habe spaßeshalber, dass er ein Mix aus einem Deutschen Schäferhund und einem Golden Retriever war. Von beiden war auf jeden Fall was dabei. Er hatte bereits den ersten Besitzer, der ihn aber zeitnah wieder abgeben wollte. Eingestellt war Spike, den Namen hatte er von ihm, bei Ebay Kleinanzeigen. Dumm und naiv, wie ich damals war mit 23 Jahren, hatte ich Interesse an dem Junghund. Der Besitzer drängelte etwas, er müsse ihn vor Montag loswerden, da dann sein neuer Job beginne. Und so fuhr ich nach Lützen und sackte Spike am 22. Februar 2014 ein für einen Obolus. Völlig unüberlegt, denn ich musste abends ja direkt
wieder in die Nachtschicht. Na ja, das Resultat sah ich dann am Morgen danach. Ich denke, so jetzt im Nachhinein, war das mit Hauptgrund, warum er ihn wirklich abgeben wollte. Zum Glück waren meine Nachbarn sehr entspannt. Aber Spike war nicht unbedingt laut, nein, er war in ZerstörerLaune. So mittendrin in der rebellischen Phase. Ein kleiner Rabauke. Aber ich konnte es ihm nicht für Übel nehmen. Schließlich war er noch nicht einmal richtig angekommen und schon komplett eine Nacht allein. Völlig bescheuert, weil der Halter vorher das ja so nicht wollte…eigentlich. Wie auch immer. Wir haben das Beste daraus gemacht. In Halle-Neustadt in einer schönen 1-Raum-Wohnung
gewohnt mit bestem Blick, auch vom Balkon. Das ließ sich Spike auch nicht zwei Mal sagen. Da sind schon amüsierende Bilder entstanden.

So gab es fortführend immer mal wieder andere Überraschungen, was mich bei jeder Ankunft zu
Hause erwartete. Kakteen waren dran, andere Pflanzen, später meine Umzugskartons, weil ich
zeitnah umziehen wollte in eine 2-Raum-Wohnung nahe der Burgstraße. Ein paar angekaute Erinnerungsstücke habe ich noch heute.

Und wer dachte, dass es in der neuen Wohnung entspannter wurde, täuscht sich. Das Wohnzimmer war zu, aber im Bad gab es auch so einiges zu entdecken. Die Klopapierrolle fand Gefallen. Oder meine wunderschöne riesige Badpflanze. Noch schlimmer war jedoch die Haustür. Ich hatte quasi in einem 4-Parteien-Haus einen komplett eigenen Eingang und er kaute die Holztür an. Puh, zum Glück
gibt es ja eine beste Freundin, die auch gerne bastelt. Da hat meine liebe Jeanette ganze Arbeit
geleistet und die Tür wurde nicht beanstandet damals beim Wiederauszug.

Als ich in Neustadt noch wohnte, hatte ich nach Hundeschulen gesucht und bin auf den
Hundesportverein in der Frohen Zukunft gestoßen. Dort war es anfangs gar nicht so schlecht, aber so das Wahre war es am Ende doch nicht. Ich war viel mit Spike unterwegs. Schon zu Beginn besuchten eine Freundin und ich mit ihm eine Motorradmesse in Schwerin. Keine Ahnung, wie wir damals auf die Idee kamen. Aber Spike war am Start. Auch im Neustadt-Centrum waren wir regelmäßig, so auch im MediMax, wo ich Kontakt knüpfte zu einer Halterin mit zwei Hunden und weiteren Kontakten zu einer Hundegruppe in Teutschenthal und Umgebung. Durch diesen Kontakt lernte ich vor 10 Jahren, JUBILÄUM, meine Beste, Jeanette, kennen. Es war am Ende eine recht feste Truppe mit 7 Hunden. Immer mal in einer anderen Zusammensetzung. Freilauf auf einer Wiese, wo ich jetzt keinen Hund mehr laufen lassen würde. Aber man wird ja immer schlauer. Die Runden, die wir in dieser Gruppe
manchmal drehten, waren schon sehr weitläufig und wir waren irgendwie immer in Action. Na ja,
am Ende die Unruhe, die er bis zum letzten Tag mit sich trug.

Durch weiteren Kontakt alleiniger Runden lernte ich weitere Leute kennen auf der Hundewiese auf der Ziegelwiese in Halle. Da gab es dann einen Kontakt, der eher zufällig war. Aber in zweifacher Begegnung. Auf dieser besagten Wiese traf ich immer ab und an eine Deutsche Dogge, mit der sich Spike gut verstand. Es war ein Herrchen an der Seite. Als ich eines Tages mal in Seeben eine Runde mit Spike lief, kam mir diese Dogge ebenfalls entgegen, aber ein Frauchen dazu. Da fragte ich nur, ist das nicht der und der. Tja, und so lernte ich Sabine kennen. Später war Spike Meister für Sabines
Doggenwelpen, der heute bereits 9 Jahre alt ist und noch immer ein Eichhörnchen auf LSD. Aus der vorher benannten Hundegruppe leben jetzt nur noch 3 Hunde. Die Zeit vergeht…

Die Hundegruppe in Teutschenthal und einige andere Bedingungen zogen mich hinaus aufs Dorf. So ging es 2016 hinaus aufs Land, ca. 20km von Halle entfernt. Spike ist nach ca. 1 ¼ Jahr endlich vernünftig geworden und hat von einem Tag auf den anderen nichts mehr zerstört. Da war ich sehr froh drüber. So konnte Umzug Nummer 2 mit ihm starten hinaus in die Freiheit. Die hat er nämlich sehr genossen. Leider nahm damit auch der Jagdtrieb zu. Oh, wie habe ich das gehasst. Aber selbst schuld, denn geschult habe ich es mit Balljagd. Da war er nämlich auch ein Junkee. Genauso liebte er das Wasser, aber nur, wenn was geflogen kam. Ansonsten war es jetzt nicht so sonderlich interessant. Ach doch, Dreckpfützen waren richtig toll. Was da schon für Bilder entstanden sind, einfach herrlich. Auch sonst war er, wie ich konnte, immer mit am Start, immer mit unterwegs. Ich habe ihm bestimmt immer mal etwas wenig Ruhe gegönnt. Asche auf mein Haupt. Aber er war auch immer bereit.

Die Hundegruppe hatte sich tatsächlich kurz nach meinem Umzug in die Gegend durch eine
Belanglosigkeit zerschlagen bzw. in „Gruppen“ getrennt. Nur, weil ich einfach ehrlich war. Wie auch immer. Wir haben neue Kontakte geknüpft im Ort und hatten auch hier einen regen Austausch und schöne Runden. Und so lernte man immer und immer wieder neue Leute kennen und es entwickelten sich eben auch Freundschaften. Spike war im Umgang mit Hunden immer souveräner geworden. Manchmal zwar auch ein kleines Arschloch bei neuen Bekanntschaften, aber ja, man muss ja zeigen, wer der Chef ist. Irgendwann kam für mich die Überlegung, mir einen zweiten Hund anzuschaffen. Ich kann leider nicht genau sagen, was der Anlass war, aber es war so. Dennoch habe ich lange und gut überlegt, denn am Ende musste es ja auch zu Spike passen. 2019 war es dann so weit. Durch eine Freundin von Sabine und deren Bekannter wollte seine junge Hündin abgeben. Er war ehrlich und sagte, er sei mit ihr überfordert. Komischerweise kannte ich den Besitzer durch Begegnungen auf der Ziegelwiese mit der Hündin Kira. Die Mutter der verrückten Ava. Spike, der mittlerweile entspannt geworden war und eben souverän, traf in der Galgenbergschlucht nun das erste Mal auf sie. Dieses Treffen war klasse, denn es harmonierte sehr. So stand der Entschluss. Ein Zweithund zog ein. Zu Beginn war es doch noch etwas heikel in der ein oder anderen Situation, gerade wenn es um Futter ging. Da kam dann ein Moment ganz recht, wo ich vielleicht etwas rabiat durchgreifen musste, aber es ging um mein Essen. Etwas fiel herunter und beide kamen sich in die Wolle. Na ja, beide in den Nacken gegriffen und auseinandergezerrt und laut geworden. Ab da war die Regel klar, wer was zu sagen hat, nämlich ich. Spike schaute mich in dem Moment unschuldig an, aber ich wusste, dass er eher der Futterneider war. Ab diesem Zeitpunkt konnte ich Leckerli durch die Gegend werfen und sagen, wer es erhält, und das funktionierte.

Einige Zeit später, es war Mitte November 2019, gab es ein Ereignis, wo ich kurz dachte, das war’s
mit Spike. Ich ging meine Runde zum Feldweg hinaus wie immer, Spike ohne Leine bei mir in der Nähe bleibend, Ava an der Schleppleine. Auf den Rückweg sprintet Spike auf einmal los Richtung Senke hinein ins Gestrüpp, nicht mehr abrufbar. Ich hörte es kurz aufjaulen und es ging ein kalter Schauer durch den Körper. Ich bewegte mich mit Ava in die Richtung, als er dann humpelnder Weise uns entgegen kam. Er hatte sichtlich Schmerzen und wollte, als er mit uns auf dem Weg wieder war, nicht weiterlaufen. Es war eine Runde, in der ich mal nicht das Handy dabei hatte. Welch ein Ärger. Was habe ich gemacht? – Ich habe meine Jacke ausgezogen, Spike darauf legen lassen und am Baum fest gemacht, mit Ava schnell nach Hause gelaufen und diese erst einmal bei einer Bekannten aus
dem Ort gelassen und dann das Auto geschnappt und zu Spike gefahren. Er lag noch dort und hat auf mich gewartet, ist nicht aufgestanden. Die Schmerzen müssen höllisch gewesen sein, aber
offensichtlich war im ersten Moment nichts zu sehen. Er hüpfte aber dennoch komplett ins Auto
hinein. Dann ging es in die Tierklinik nach Panitzsch. Spike lag die gesamte Zeit ruhig hinten, als ob er die Gewissheit hatte, Frauchen hilft mir schon. In der Klinik angekommen zeigte sich bei der Untersuchung eine „saubere“ Pfählungsverletzung am Brustbein. Im Röntgen, welches er ohne Probleme mit sich machen ließ, stellte man fest, dass er Glück im Unglück hatte. Nahe am Brustkorb vorbei. Und da keinerlei Splitter von Holz oder ähnlichem zu sehen war, vermute ich ja eines. Ich möchte es nicht aussprechen, aber ich vermute, dass viele es erahnen können. So hieß es dann quasi schön auf einem Sonntag noch eine Not-OP und zwei Nächte dort in der Klinik verbringen. Das war wohl der Horror für ihn. Dafür war die Wiedersehensfreude umso größer. Egal, wie hoch die Rechnung war, ich hatte meinenHerzenshund wieder. Für Ava war das auch ein komisches Gefühl allein zu Hause. Na ja, die offene Drainage musste dann noch ein paar Tage verweilen, ehe sie der Haustierarzt entfernen durfte. Die Wundheilung war nicht die Schönste und er
war bis zum Ende hin auch sehr kratzempfindlich an dieser Stelle. Die Narbe war aber auch nicht schön. Blöde Stelle eben.

Tja, und so hieß es für beide lange Leinenpflicht. Zwei Jagdfreunde mit einem negativen Erlebnis,
welches aber nicht geprägt hat. Schade.

Im Oktober 2020 gab es noch ein Erlebnis, wo ich Spike wieder freilaufen lassen habe, aber Ava an
ihn gekoppelt habe, damit die Verrückte nicht abhaut. Na ja, am Ende stand ich mit einem
gebrochenen Bein aufm Feldweg und war zum Glück nicht allein. Und dieses Mal hatte ich sogar
mein Handy dabei. Schließlich lernt man aus Fehlern. Spike und Ava kamen im Vollspeed auf mich zu, Ava wich mir aus, Spike wollte auch, konnte wegen der Kopplung aber nicht. Und dann hat es Krach gemacht. Tibiakopffraktur. 5 bzw. 6 Monate getrennt von meinen Hunden. Was für eine beschissene Zeit, aber ich konnte ja nur mit Gehstützen laufen bzw. humpeln. Für Ava war diese Phase nicht so schlimm, aber Spike hat durch diese 5-monatige Trennung schon sehr gelitten. Zumal ich beide nicht so häufig sehen konnte. 2 oder 3 Wochen konnte ich sie um mich haben, als ich mal in der alten Heimat war. Umso schwerer war es danach, sie wieder hingeben zu müssen. Aber so lange ich nicht sicher laufen konnte, konnte ich sie nicht nehmen, so schwer es auch war. Auch diese Zeit haben wir überstanden.

Jahr für Jahr gingen wir nun zu dritt durch dick und dünn. Haben Urlaube gemacht und waren mal hier, mal dort. Die Zeit verging wie im Fluge und Spike wurde zumindest draußen immer
entspannter. Aber wehe, es ging ans Wasser oder es gab einen Ball oder ein „Stöckchen“ zum
Abschleppen. Dann konnte er noch einmal jung sein. In der Wohnung wurde er zwar zunehmend ein kleiner Unruhegeist, aber draußen juckte es ihm kaum noch, wenn er von irgendeinem Hund
angemacht wurde oder Ava sich mal wieder mit jemanden verstrickte. Im Gegenteil. Manchmal ging der alte Herre auch dazwischen. Zunehmend schwanden auch die Ansätze zum Spielen, aber gerade, wenn mal die Sonne schien und es so zum Ende der Runde hin ging, animierte er Ava sogar immer mal. Das waren immer sehr interessant, die Interaktion der beiden dann. Aber Ava war dann trotzdem immer ganz schön rabiat, sodass ich dann immer unterbrechen musste.

Heute vor einem Jahr bin ich mit Spike und Ava dann noch der Hundefamilie Sankt Rochus
beigetreten, sodass wir auch da noch einmal einzigartige Erlebnisse hatten. Und dabei waren
manchmal 2-3 Stunden an Runden nichts. Diese Erlebnisse bleiben unvergesslich. Dazu zählt die
Bootstour auf der Saale, aber vor allem auch der Hundeurlaub in der Sächsischen Schweiz. Was für ein Marsch war das bitte, den er durchgehalten hat. 6 ½ Stunden. No way. Aber doch, er hat es durchgezogen. Hauptsache beim Frauchen mit am Start. Da hat der Hund besser durchgehalten als das Frauchen. Dennoch gilt, gemeinsam sind wir stark. Ich würde ja behaupten, dass er mir blind vertraut hat. Er war nun schon 11 Jahre alt, ihn hat nichts aus der Ruhe gebracht und er wurde draußen so chillig. Drin dafür mehr und mehr Unruhegeist. Zwischendurch hat er immer mal, vor allem nach heavy Wanderung, Physiotherapie erhalten. Zuvor auch schon ab und an mal, aber dann in einem engeren Zeitrahmen. Es schien auch etwas zu helfen. Mit dem Wissen von heute waren es
vielleicht schon andere Anzeichen, aber gut, man kann die Zeit nicht zurückdrehen.

Nach Silvester war alles schon etwas komisch. Spike kam mit zu den Runden, aber drin wurde er immer unruhiger. Nun musste er auch immer mal nachts raus, weckte mich zeitweise im 4-StundenTakt, hielt aber aus, wenn ich arbeiten war. Spikes Bauch wurde zunehmend etwas mehr, aber ich dachte, es läge an der Futterumstellung mit eventuell etwas Blähungen. Am Mittwoch, den 8.1. gingen wir noch eine gemeinsame Runde um die Rabeninsel mit der Hundefamilie. Freitag, der 10.1., wurde er unruhig und ich beschloss rauszufahren nach Schwittersdorf, um dort eine schöne Schneerunde zu drehen. Er fühlte sich scheinbar wohl, konnte sich leeren, der Bauch war dennoch
recht prall. Er jagte Schneebällen hinterher, animierte Ava mal kurz und schleppte noch eine
Baumwurzel mindestens einen Kilometer ab. Zu Hause angekommen wurde er jedoch nicht ruhiger und ich umso unruhiger. Ich rief beim Haustierarzt an, wo leider keiner ans Telefon ging. So beschloss ich in Absprache mit meiner lieben Jeanette, dass ich in die Tierklinik fahre. Zuerst rief ich in Panitzsch an, diese hatten aber im Ernstfall keine Kapazität für eine eventuelle OP, falls es was zu operieren gäbe. Sie empfahl mir am Telefon, in die Uni-Tierklinik zu fahren. Gesagt, getan. Jeanette habe ich gebeten mitzukommen. Und, obwohl sie keine Lust geäußert hatte, ist sie mitgefahren. Heute kann ich sagen, zum Glück.

Ich hatte am 7.1. bereits einen Termin bezüglich der Symptomatik, die Spike in letzter Zeit so ein
wenig zeigte und die auch 1 zu 1 passten, telefonisch vereinbart für den 17.1.. Cushing-Syndrom war meine Vermutung. Mit dieser Vermutung ging es also in die Tierklinik. Aber es kommt ja eh immer anders, als man denkt. Wir mussten nicht lange warten und Spike wurde von einem sehr netten und kompetenten Arzt untersucht. Herz, Lunge, Temperatur waren alles in Ordnung. Der Bauch jedoch war bretthart. Er entschloss sich zwischen Röntgen und Ultraschall für letzteres und fragte, ob wir
einen Maulkorb bräuchten. Ich meinte nein zum Tierarzt. So gingen wir erst zur Waage, die 34,7kg
anzeigte, im August waren es noch 31,2kg beim Haustierarzt. Im Anschluss ging es in das Zimmer
zum Ultraschall. Spike musste auf den Rücken gelagert werden komplett. Dabei stand ich am Kopf und hielt die Vorderpfoten fest. Erst einmal musste gefühlt noch 1kg Haare entfernt werden, was wohl bestimmt 20 Minuten in Anspruch nahm, ehe der Arzt den Ultraschall machen konnte. Begonnen hat er mit der Harnblase. Da war alles schick. Links neben der Harnblase gab es aber etwas, was nicht dahin gehörte: freie Flüssigkeit. Als er zum nächsten Organ überging, ahnte ich bereits Schlimmes. Knoten an Knoten und es sollte die Milz sein. Na ja, was davon noch übrig war. Weiter ging es mit der Leber, die ebenfalls nicht mehr sehr gesund aussah. Der Rest war am Ende schon egal. Therapievorschläge gab es auch, aber trotzdem war es mit hoher Wahrscheinlichkeit ein
Bösartiges Geschehen in der Milz, ein Hämangiosarkom. Das Urteil war somit im tiefsten Inneren schon gefällt. Ja, vielleicht hätte er noch ein Jahr gehabt, aber ganz ehrlich, unter welchen Bedingungen? 2-3 Tage in der Tierklinik nach fetter Narkose und riesiger OP ohne mich. Der Stress für den Hund… Und so fiel die Entscheidung auf die Euthanasie.

Ich war so froh, dass ich Jeanette und Ava dabeihatte. Ich musste erst einmal an die frische Luft mit Spike und mit Jeanette beraten, wie wir das alles nun am besten handhaben. Ich war fertig mit der Welt. Sie stand still und ich wusste nicht, wie mir geschieht. Auch Spike und Ava schauten traurig, aber Spike wusste, dass ich das Beste für ihn entscheiden werde. Sonst hätte er all das nicht so toleriert bis dahin. So entschied ich mich nach einem Gespräch mit Jeanette, es dort direkt in der Tierklinik machen zu lassen. Jeanette und Ava warteten im Wartebereich und ich ging mit dem Tierarzt mit. Auch für ihn war dieser Schritt nicht leicht. Er gab uns eine Decke, wir legten uns gemeinsam hin und Spike erhielt einen venösen Zugang. Danach ging der Tierarzt die Medikamente holen. Es dauerte gefühlt eine Ewigkeit. Aber ja, es lässt eben auch solche Menschen nicht kalt. Als er wiederkam, habe ich mit ihm abgesprochen, dass er erst Spike alles gibt und dann Jeanette und Ava dazu kommen. So gab es erst einmal das Narkosemittel Propofol und im Anschluss das Euthanasie-Medikament. Er öffnete das Fenster, eine Geste, die ich sehr schätzte!

Ava kam erst einmal ganz aufgeregt herein, schnüffelte, war etwas unruhig, legte sich dann aber kurz ab. Nach einem kurzen Moment stellte sich Ava etwas weiter ab von Spike und mir und das war das Zeichen, dass sie verstanden hat, was los ist und gern wieder gehen möchte. Ein
beeindruckender Moment, für mich jedoch auch sehr schmerzlich.

11 Jahre, 3 Monate und 8 Tage hat dein Leben gehalten und du warst fast 11 Jahre an meiner Seite. Du hast meinem Leben etwas Mut eingehaucht, etwas Selbstbewusstsein in der Zeit, die für mich etwas undefinierbar war. Mit der Steigerung meines Selbstbewusstseins bist du tatsächlich immer entspannter geworden. Du hast mir gezeigt, wie es gehen kann. Die Liebe, ungebrochen, immer an der Seite. Die Entscheidung für dich fiel am Ende einfach, weil ich am Ende wusste, was es bedeutet. Leid wollte ich nicht, auch keinen Stress. Im Herzen lebst du immer weiter und auch einen Stern hast du erhalten von der Hundefamilie, weil du es wert bist. Danke für die wundervollen Jahre, die
erlebnisreichen Urlaube und die spannenden neuen Wege, die wir erkundet haben. Wir gehen nun nicht mehr zu dritt auf der Erde neue Wege, sondern nur zu zweit, aber du bist dennoch immer dabei.

Abschiednehmen ist hart, aber dennoch war mir ein weiterer Schritt wichtig. Da Jeanette bereits
Kontakt zur Tierbestattung hatte, hatte sie diese angerufen und gefragt, ob wir im Anschluss Spike direkt in Landsberg vorbeibringen können. Gesagt, getan. Und so wusste ich, dass mein Hund auch dort ankommt und nun auch in wenigen Tagen sein körperliches Überbleibsel wieder zurück zu mir findet. Es war ein Seelenhund, mit dem ich gewachsen bin. Nun ist der Prinz oben und die Prinzessin genießt die Zeit. Sie sucht Spike zum Glück nicht, trauert aber dennoch etwas. Es ist sehr ruhig geworden. Der Unruhegeist kann nun oben alle verrückt machen, die sich da oben schon befinden.

Und ja, wie sagt man so schön, im Nachhinein sieht man Dinge immer aus etwas anderer
Perspektive. Aber die Zeit kann man nicht zurückdrehen und das ist auch gut so. Denn das Leben geht immer weiter und wir lernen mit jedem dieser Tage. Wie schön war doch der letzte Tag noch im Schnee. Spike hatte ein großartiges Leben mit manchmal kleinen Risiken.

Und so dreht sich die Zeit immer weiter, es ist schon wieder 10 Tage her. Der Alltag fällt mir durch die Prinzessin einfacher, aber der Verlust wiegt noch schwer. Es wird noch etwas Zeit brauchen, aber da ich Optimismus lebe, wird auch das leichter. Verarbeitung mittels dieser Zeilen hilft mir dabei ungemein. Und was mich nicht umhaut, macht mich noch stärker.

So hält der Alltag wieder Einzug und Ava und ich drehen mit der Hundefamilie unsere Runden, ich
treffe mich mit Freunden, gehe meiner Arbeit wieder nach und verarbeite das Geschehene hier in diesem Umfeld und hoffe, dass ich einen kleinen Einblick in Spikes Leben verschaffen konnte, natürlich aus Haltersicht.

Auf der Website wird in den folgenden Tagen eine Bilderreihe folgen von Spike mit wundervollen Darstellungen des fotogenen Spikes. Mit ihm bin ich gewachsen und habe meinen Weg gefunden.

Memo an Dich: Danke!!

ein zufriedener Blick

Wahlrecht

Da bin ich schon wieder, aber ein ganz anderes, aber heikles Thema, wo ich wirklich vorsichtig sein möchte.

Politische Themen sind immer so ein bisschen zwiespältig in der aktuellen Lage, aber all das hier ist meine eigene Meinung dazu.

All diejenigen, die wählen gehen dürfen am 23. Februar 2025, sollten diese Möglichkeit auch nutzen, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Es gibt tatsächlich noch in der heutigen modernen Zeit Länder, wo dies nicht möglich ist. Traurig, aber wahr! Vielleicht sollten wir uns das noch einmal vor Augen führen geschichtlich, wie das damals zu diesem Recht gekommen ist. Zumal es da ja gewisse Regeln auch für gibt. Schaut doch mal zurück in die Entwicklung. Ich möchte das jetzt nicht vom Urschleim erholen, aber ich glaube, das wir schon viel in diesem Staat erreicht haben.

Klar läuft nicht alles gut, einiges sogar vorm Baum, wenn man sich einige Punkte anschaut. Aber noch geht es uns gut und wir leben noch im Überfluss. Politik wird von uns handgemacht. Wir können etwas ändern. Aber wir sollten dennoch die Demokratie wahren.

Aktuell, Stand heute, weiß ich nicht, wen ich wählen würde. Unser Land war mal ein guter Wirtschaftsmotor, der nun massiv schwächelt. Bedingungen hin oder her. Vielleicht sind wir auch einfach zu versteift auf etwas und nicht flexibel genug, um auf Veränderungen einzugehen? Das, was im Privaten gilt, gilt eben auch in den anderen Bereichen weitgefächert. Auch da muss oben umgedacht werden.

Ich fände es zum Beispiel gut, wenn Politik aus den jeweiligen Fächern betrieben wird. Wie erkläre ich das am besten… Nehmen wir das Gesundheitssystem. Ein Minister, der zuvor mal in diesem Bereich länger berufstätig war mit Beratern aus den jeweiligen Fachgebieten und auch Menschen, die vielleicht auch in der Basis auch noch unten in Teilzeit arbeiten. Die Hierarchien in diesen Ämtern sind doch vielleicht zu groß. Ich stecke nicht vollständig in dieser Materie drin, aber ich empfinde es so. Es fehlt die Nähe am wahren Kern, und den bilden schließlich wir alle.

Diskussionen im Freundeskreis zeigen eben auch die unterschiedlichsten Ebenen auf. Warum muss jedes Bundesland sein eigenes Süppchen kochen bezüglich Schulsystem. Klar, der Grund ist oben festgelegt, aber ansonsten macht jeder sein eigenes Ding. Dafür fehlt mir das Verständnis!

Ein weiterer Punkt ist Thema Bürokratie und Kommunikation unter verschiedenen Ämtern. Da hatte ich 2021 ja ein eigenes Erlebnis und höre das auch immer wieder im Freundes- und Bekanntenkreis. Da wollen wir eine digitale Patientenakte und dann klappt nicht mal die Kommunikation zwischen behördeneigenen Abteilungen. Bedeutet, sie gehören in eine Kategorie, aber können es nur über den „Kunden“ vermitteln, der dann die Wege hat. Auch dafür fehlt mir das Verständnis!

Ich glaube, hier wird einfach zu viel kompliziert gestaltet. Datenschutz hin oder her, was manche beim Gesichtsbuch oder anderen Plattformen posten, ist doch auch jedem seine eigene Verantwortung. Vielleicht sollten wir selbst mit uns bewusster umgehen und schauen, wo wir was einwilligen?

Es sollte einfach wieder mehr mit der Basis kommuniziert werden und das vor allem wohl auf direktem Wege. Man kann Themen durchaus diskutieren und seinen eigenen Standpunkt klar machen. Auch ich habe da gewisse Meinungen, auch im Nachhinein zur Corona-Politik. Sie ist vielleicht etwas absurd, aber dennoch logisch, wenn man sich so geschichtlich langhangelt. Pandemien oder Ähnliches gab es schon immer und am Ende ist es wiederum eine natürliche Auslese. Wie bei der Schweinepest, Vogelgrippe und und und… Die Schwächeren haben keine Chance in der „Massenhaltung“. Und ja, es ist beabsichtigt, dass ich da das Wort Tier nicht eingefügt habe. Gerade die Erkrankungen, die direkt von Wirt zu Wirt gehen, sind diese, die zeigen, wer gut damit klar kommt oder nicht. Ja, am Ende können Viren stärker sein, definitiv. Ich rede ja auch nicht von ungefähr. Das Elend habe ich ja miterleben dürfen. Und ich wollte meine eigenen Erfahrungen diesbezüglich sammeln. Und ja, wer sich schützt, hat gute Chancen, durchzukommen. Aber am Ende irgendwann auch kein gut funktionierendes System mehr.

Es klingt für einige, die mich kennen, sehr paradox, aber ich bleibe bei der Meinung natürliche Auslese. Irgendwann wird es für die Milliarden an Menschen eh keine Lebensmittel mehr geben, die andere jetzt noch im Überfluss haben und dann gibt es überall Krieg. Rohstoffe und Wasser, so lassen wir es mal stehen, sind doch am Ende Kriegstreiber Nummer 1.

Wer weiß, was morgen passiert. Leben wir im Heute, lernen wir aus der Vergangenheit und betrachten wir alles mal etwas differenzierter.

Es ist nur meine Meinung zu diesen paar genannten Themen und ich weiß noch immer nicht, wer für mich Favorit wird am 23.2.. Aber eines weiß ich, ich werde von meinem Wahlrecht Gebrauch machen!

In diesem Sinne wünsche ich euch eine gute Nacht!

Träume

Guten Abend ihr Lieben.

Hui, es geht gerade gut zur Sache im Kopf, aber das ist auch vollkommen in Ordnung. Denn es gehört dazu. Gut, wenn man damit richtig umzugehen weiß.

Die letzte Zeit war etwas anders vom Schlafverhalten her und ich vermute daher auch einen schlechteren Schlaf. Dafür gibt es aber zeitgleich mehr Träume. Die abstrakte Darstellung fürs Bewusstsein mit Grüßen aus dem Unterbewusstsein. Was da gerade alles zusammenkommt, ergibt nur wenig Sinn. Es geht immer mal um Personen, mit denen ich nicht viel am Hut habe, aber auch die Kontexte sind abstrus. Wenig Sinn dahinter, aber dann schließt sich der Kreis. Das denke ich mir so. Ob es stimmt?

Fakt ist, dass ich an meiner Schlafqualität arbeiten muss. Erholsam ist nämlich anders. Tagsüber nicht zu gebrauchen und zack, bin ich in der Waagerechten, nicke ich wieder weg. So kann man die letzten paar Tage nach Silvester beschreiben. Ich habe auch was geschafft, keine Frage, aber was ich noch nicht erreicht habe, ist guter Schlaf.

Schauen wir mal, was die Zeit mit sich bringt. Der Schnee, der leider viel zu schnell wieder verschwindet, bringt aber etwas Farbe ins graue Grau da draußen. Schön knackig kalt, das wärs doch jetzt.

Aber erst einmal gibt es wieder Frühling morgen. Bis dahin gibt es noch einen weiteren Beitrag zu lesen.

Habt noch einen schönen Abend zusammen!