Es ist schon wieder einiges an Zeit ins Land gegangen und einiges passiert.
Wenn man das Wetter von einer Woche mal vergleicht, hat man wohl gerade einen heftigen „Wintereinbruch“ von 25°C Unterschied. Letzte Woche noch alles furztrocken und die letzten Tage in einigen wenigen Regionen Dauerregen.
Ich selbst bin tatsächlich froh über das angenehm kühle Wetter, denn endlich kann ich wieder normale Runden mit meinen beiden Hunden drehen. Ich bin wieder mehr draußen und kann mein Leben chillen.
Wenn da nur nicht die Erlebnisse auf Arbeit wären. Dieser Job kostet zwar keine Nerven, aber geht manchmal ganz tief hinein. Diese Situation werde ich wohl nie vergessen, aber lernen, damit umzugehen. Ich habe aber auch immer wieder dieses „Glück“. Im Moment funktionierst du einfach, weil du helfen musst und willst. Später aber holt dich die Verarbeitung ein und das ist schlimmer als im Horrorfilm. Dieses Bild vor den Augen. Schlachtfeld… Mehr kann, darf und möchte ich nicht schreiben. Ein Job, der nichts für schwache Nerven ist. Und da ist es egal, um was es geht. Alle Geschichten sind Schicksale. Früher oder später. Dabei bin ich sehr sehr froh darüber, dass es direkt angesprochen werden kann und ich Menschen des Vertrauens um mich habe. Diese letzten Tage vor Beginn des Urlaubs waren echt hart… und dieses Bild…….
Am Ende muss man immer mal wieder den Blick in die Ferne schweifen, aber nicht drinnen, sondern draußen. Hier verschwimmen manchmal die Bilder, aber man weiß doch immer wieder, wo man hingehört. Das Ziel vor den Augen. Die Umgebung wahrnehmen entlang des Weges dorthin. Das Konzept steht und möchte verbreitet werden trotz der Erlebnisse.
Schätzt das Leben und macht aus jeden Tag einen positiven Tag! Es kann viel zu schnell vorbei sein.
Dieser Spruch ist Programm und mehr als deutlich, I can make it!
Jetzt geht es in die richtige Richtung und ich lerne für mich langsam mehr und mehr, meine Fresse zu öffnen und meine gebildete Meinung zu teilen. Das aber noch in einem gediegenen Ton. Ob es so bleibt, kommt darauf an, wie sich das Ganze im Prozess entwickelt. Es ist eben ein Entwicklungsprozess. Ein vielleicht kleiner fürs Haus, aber ein riesiger für mich. Machen wir das Beste aus der Fachexpertise. Alte Strukturen, festgefahrene Prozesse auflösen, neue integrieren und vor allem, ein Für für die gute gesamte Patientenversorgung. Allumfassend!! Ich habe gelernt, was es bedeutet, Körper, Geist und Seele ins Gleichgewicht zu bringen, warum schaffen das keine Kliniken? Was passiert in diesem System?
Auf der einen Seite wünscht man sich, dass Vorsorge besser ist als Behandlung, auf der anderen Seite wird einiges an Vorsorge nicht finanziert? Das ist in meinen Augen Zweiklassen-Medizin. Nur diejenigen, die Vorsorge zahlen können, können ein besseres Leben führen? In der Berufsbezeichnung wurde schon umhedacht, aber im regulären System noch nicht. Schade. Prävention, Vorsorge und vernünftige Aufklärung können so vieles ersparen.
Und was passiert mit der Pflege? Dieser Beruf wird nie aussterben, aber auch das Berufsbild ändert sich. Studium hin oder her, am Ende zählt zum Einen das Fachwissen, zum Anderen aber vor allem aber auch die Kommunikation aller Dinge herum, die Kompetenz, zu sehen mit allen Sinnen. Es ist mehr als das Abarbeiten von Checklisten und die Dokumentation. Wir sind diejenigen, die die Menschen manchmal 24/7 sehen. Wir können den Bereich dorthin gestalten, dass sich die Menschen gut aufgehoben fühlen, auch wenn Drumherum das Chaos herrscht.
Open your eyes! Und atme… 3x tief ein und tief aus. Du kommst dir selbst näher, wenn du mit offenen Augen durch die Welt gehst. Was bedeutet am Ende Reichtum? Geld, was du nicht ausgeben kannst, weil du im Bett gefesselt bist aufgrund einer Krankheit? Lebe eben im Hier und Jetzt, hab nicht viel auf der hohen Kante außer für das, was dir viel bedeutet und du zur kurzen Absicherung brauchst.
Motivation ist der Schlüssel zum Erfolg. Und am Ende zählt es nicht, wie viel Ruhm du mit bringst, sondern wie sehr am Ende doch dein Verlust schmerzt. Das, dein Umfeld, ist Reichtum. Menschen, die dich bereichern, die du bereicherst, dass ist das, was wirklich zählt!
Momente für die Ewigkeit. Entspannung mit jedem einzelnen Blick in die Weite des Himmels. Gelernt, gekonnt und echt zu genießen. Egal bei welchem Wetter. Wir leben nur ein einziges Mal auf dieser Welt. Dankbar für diejenigen, die da sind, die da waren und für jene kurze Begegnungen, die das Leben nachhaltig verändert haben. Trotzdem beginnt Veränderung bei dir selbst!
Guten Morgen in aller Nachtdienst-Frühe ihr Lieben.
Ja, tatsächlich, es gibt mich noch.
Es ist wieder einige Zeit vergangen und kleine Schritte sind bereits getan. Die Ideen nehmen Formen an bzw. würde ich sagen, sie sind erst einmal verschriftlicht und wir schauen mal, wie sie ankommen und ob es überhaupt Resonanz dafür gibt. Den Bedarf sehe ich dafür deutlich.
Ja, es geht wie immer um den beruflichen Kontext. Schritt für Schritt kommt man dem näher, was man sich wirklich vorstellt. Schade finde ich trotzdem, dass es in unserer Gesellschaft, vorzugsweise eben auf Arbeit zu erleben, nur noch wenige Menschen sind, die wirklich wissbegierig, neugierig, interessiert bleiben und über den Tellerrand hinweg schauen. Zusammenhänge verstehen lernen „wollen“. Warum geht es immer nur um dieses verdammte Geld?
Ich hatte letztens beim freiwilligen Arbeitseinsatz im Planetarium eine interessante Unterhaltung. „Es kann jeder ein Auto haben, aber eben nicht alle.“ Besitztum. Darum geht es doch nur noch in dieser Gesellschaft. Dabei ist doch das, was man wirklich hat und was mehr Wert ist als alle Güter, das eigene, gesunde Leben und die Menschen, die es bereichern.
Wenn man das Berufsbild aus der anderen Seite betrachtet, Empathie entwickelt und den Sinn fürs Leben versteht, was macht DICH dann glücklich? Besitztum? Das macht vielleicht zufriedener, kann aber Fluch und Segen zugleich sein. Ich durfte es in den letzten Monaten selbst erleben mit meinem fahrbaren Untersatz. Kosten, die auch erst einmal gestemmt werden müssen.
Es sind die Augenblicke, vielleicht auch ein bisschen Wissenszuwachs und die Menschen, die dir das geben können, was wir als Menschen wirklich brauchen.
Und da sitze ich gerade mal ein paar Minuten auf dem Balkon im Nachtdienst und schaue in die Ferne über die Stadt kilometerweit ins Dunkle. Ein schöner, ein ruhiger Moment zum Innehalten und Gleichgewicht finden. Ein Blick, der beruhigt in dieser hektischen Zeit.
Und die Menschen, mit denen man Spaß haben kann oder sich einfach unterhält oder für Menschen, für die man da ist, denen man helfen kann. Sei es ein Gespräch, ein Schmerzmittel oder einfach nur eine nette Geste. Wie würde ich behandelt werden wollen?
Oft werden aber auch die „Ellenbogen“ ausgefahren und dann kommt jemand um die Ecke und fragt doch tatsächlich: „Was kannst du Positives zu dieser Person sagen?“ Echt genial, dieses Thema, um auch einfach mal wieder zu reflektieren, was nicht nur negativ ist, sondern auch mal wieder in jeden Menschen etwas Anerkennung zu sehen, weil jeder eben auch positives zu bieten hat. Danke für diese Initiative, die sicher auch aus der großen Befragung hervor ging.
Und so genieße ich diese ruhige Nacht und denke über nichts weiter nach außer über den Blick in die Ferne. Umdenken, um die Ecke denken, bringt manchmal so vieles ins Rollen. An nichts denken bringt Entspannung in die Birne.
Kopf und Herz im Gleichgewicht. Vielleicht aktuell nicht so sehr, aber ich bin auf einem guten Weg. Danke an das Leben und die Menschen um mich herum und diejenigen, die es zeitweise begleitet haben.
Ich genieße nun noch die Ruhe.
Euch allen einen wunderschönen Start in den August!
Begreife ich erst jetzt, was wirklich Phase ist? -> Ich glaube ja.
Wow-Momente mit den richtigen Intuitionen zu handeln. Aber trotzdem muss man auch wieder sofort in andere Situationen umschalten. Keine Zeit zum Wirken lassen. Stattdessen überrennt es einen erst, wenn man selbst zur Ruhe kommt.
Ein Moment voller Sinne und ich lag mit meiner Vermutung etwas richtig. Woher kommt diese besondere Gabe?
Es darf weh tun und ich darf Gefühle zeigen. Erinnerungen kommen hoch. Hätte es so sein können? Vielleicht. Ich werde es nie erfahren.
Ich liege hier und weine vor mich her… und dann… kommt eine feuchte Nase daher. Nein, es sind sogar zwei. Sie wissen vielleicht nicht direkt, was los ist, aber verstehen tun sie es trotzdem irgendwie.
Ich muss durchatmen. Ich darf, wir dürfen, loslassen.
Was für ein Sinn, was für ein Tag. Mit jedem Atemzug lernen wir… den Sinn des Lebens näher kennen.
oder fast schon Guten Morgen, denn der neue Tag hat bereits begonnen.
Kann zu viel Wissen unzufrieden machen?
Definitiv ja, wenn man in dieser Hinsicht Verknüpfungen stellt und selbst nicht mehr abschalten kann.
Wenn ich aus meinem Beruf plaudere, sitzt da tatsächlich so ein Floh im Ohr. Ich bilde mich wirklich gern weiter! Aber dann kommen im Anschluss Zusammenhänge zum Vorschein, die echt sind und nicht zum aktuellen Bild passen. Das ist grundsätzlich nicht schlimm, denn man kann ja neue Dinge mit einbringen. Nicht jeder hat dabei das Interesse an Neuheiten wie ich selbst. Das ist der Haken. Hier fällt mir die Akzeptanz noch echt schwer. In meiner berufstätigen Branche geht es dabei ja auch um Menschen.
Bereue ich es, kein Medizinstudium gemacht zu haben?
Definitiv nein. Denn wenn ich sehe, was das alles an Aufwand bedeutet, ist das schon ziemlich crazy. Verantwortung haben wir alle. Schade nur, dass nicht jeder in Verknüpfungen denken kann und die logischen physiologischen Abläufe hinterfragt.
Da stellt sich mir die Frage, ob ich in diesem Beruf jemals zufrieden werden kann?
In all meiner Professionalität, die ich wirklich mit Leidenschaft lebe, kann man auch gegen Windmühlen arbeiten. Wie heißt es so schön, Multiplikatoren sind der Schlüssel zum Vorankommen. Einzelkämpfer sind immer schwierig.
Und trotzdem möchte ich gern weiter lernen. Dabei stehe ich auch dazu, dass Studien auf englischen Latein echt miserabel für mich sind. Ich belese mich ansonsten wirklich gern im Fach- und Weiterbildungsgebiet. Und ich eigne mir neues Wissen an und möchte auch das alte noch einmal auffrischen. Ich habe in dieser Hinsicht keinerlei Ansprüche an mich selbst, aber ich habe Erwartungen an mein Umfeld… Da ist es wieder, dieses hässliche Wort. ERWARTUNGEN
Auf der einen Seite möchte ich kein Egoist sein und im Team arbeiten. Andererseits jedoch möchte ich mein Ding durchziehen und meine Patienten gut möglichst betreuen. Dabei stehe auch ich zu meinen Fehlern und freue mich auf Kritik, wenn ich mal wieder was vergessen habe oder so. Das gehört eben dazu. Und ja, manchmal bin ich halt auch etwas chilliger unterwegs. Ich freue mich dabei aber auch, mich mit den Menschen unterhalten zu können. Es ist mir wichtiger denn je geworden. Warum? Weil vielleicht meine Veränderung damit zusammenhängt. Zusammenhänge, die nur ich selbst verstehe. Für manch andere ist es nicht sichtbar.
Bewusst ist mir auch wieder in den letzten Tagen geworden, wie unheimlich wichtig der Umgang mit den Menschen ist. Sie spiegeln so einiges wieder oder hauen es ganz trocken raus, dass die Kollegin nie lächeln kann. Erst einmal ein Schlag ins Gesicht, aber die fremde Reflexion kann das eigene Bewusstsein schulen.
Es ist einfach nur zu krass. Wir sind so durchschaubar.
Ich glaube tatsächlich, dass Branchen im Dienstleistungsbereich eher zu Problemen führen als so Dinge, wo man nur technisch was zutun hat… Aber ich kann mich auch irren. Gibt es dazu vielleicht schon eine Studie? Falls ja, bestimmt auf Englisch. 😀
Zugegebenermaßen ist es im privaten Bereich besser zu handhaben. Interessen-Wissen. Wenn ich da an meine Mitgliedschaft denke im Förderverein des Planetarium oder auch die Hundefamilie, da ist das ungezwungener. Das beeindruckt schon sehr.
Vielleicht sollte man Arbeit nicht als Arbeit, sondern als Hobby sehen?! Keine Ahnung, ob das ein guter Betrachtungsansatz ist. Ich für mich weiß nur, dass ich zeitweise echt ein tolles Feedback zur Arbeit erhalte. Dabei zählt auch ein ejnfsches Danke des Gegenübers. Das wird geschätzt von mir. Und so fühle ich mich in meinem Handeln positiv bestätigt.
Jetzt dürft ihr überlegen, wo der ganze Haken sitzt, bereits im Text erwähnt.
Unbefugtes Wissen ist dazu hinzukommendes Wissen, was die Befugnisse überschreitet… Aber ich kann mein Gegenüber dorthin lenken mit diesem Wissen. Das ist für mich der Punkt, der kraftraubend ist, weil man eben zu viel von der Materie versteht und sich aber auch immer und immer wieder wiederholen muss. Sich mit den Menschen beschäftigen, der einem gegenüber sitzt, können nur noch die wenigsten.
Schade.
So suche ich trotzdem noch nach dem richtigen Weg für mich und weiß für mich auch, dass ich die Erwartungen zurückschrauben muss, gewaltig. Oder man sucht sich die gleiche Ebene…
Und so verschwinde ich für heute erst einmal von der Bildfläche mit einem Bild aus der Nacht von Freitag auf Samstag mit NLC’s.
Gute Nacht und bis bald.
P.S.:Wer dachte, mit unbefugten Wissen ist noch etwas anderes gemeint, kann sich auch seinen Teil denken oder gar wissen.
Gestern Abend war ich nicht mehr wirklich in der Lage, meinen Bericht zu schreiben, aber dafür wird es heute noch nachgeholt. Es ist schon spät und morgen früh klingelt der Wecker 4 Uhr zur Frühschicht.
Die Ankunft in Warnemünde gestern gegen 6.30 Uhr war sehr ruhig verlaufen. Nur wenige waren oben am Deck, die meisten saßen wohl über ihre Koffer oder waren schon beim Frühstück. Wie auch immer. Ich war gegen 5.30 Uhr munter und habe mich in Ruhe fertig gemacht und den Koffer gepackt. Es gibt ja den Service, dass die Koffer durch AIDA in den Terminal gebracht werden bei Ankunft. Den kann man nutzen, wenn man bis 2 Uhr nachts den Koffer vor die Tür stellt. Grundsätzlich nutze ich das nicht wirklich, denn dafür habe ich noch zu viel Zeug früh. Dieses Mal hatte ich Glück. Kurz nach 6 Uhr habe ich aus der Kabine geschaut und der junge Mann kam gerade zum Einsammeln rum. Also doch noch genutzt, diesen schönen Service.
Gesagt, getan, ging es dann an die frische Luft um das Einlaufen in den Zielhafen zu verfolgen. Es ist immer wieder beeindruckend, wenn diese riesigen Schiffe auf der Stelle wenden.
Nachdem das erste Tau befestigt wurde, ging ich in Ruhe zum Frühstück. Mein Zimmer war somit komplett leer und konnte für die nächsten Gäste vorbereitet werden. Das letzte Mal Frühstück auf der AIDA für dieses Jahr. Als ich fertig war, ging ich zusammen mit Rebecca von Bord und nur wenige Minuten später fing es an, wie aus Eimern zu schütten. Tja, die AIDA trauerte um uns, würde ich behaupten.
Wir hatten noch etwas viel Zeit bis zu unseren Zügen und sind etwas durch die Stadt. Es hat im Regen zwar nicht wirklich Spaß gemacht, aber was soll’s. Ich habe dann später mich noch mit Silke getroffen von der Kreuzfahrt 2022. Sie wohnt ja quasi um die Ecke. Es war schön, auch sie mal wieder gesehen zu haben. Wir waren gemeinsam eine Kleinigkeit essen und haben länger gequatscht. 13.43 Uhr ging dann mein Zug ab Warnemünde, der sogar dieses Mal durchgefahren ist.
4h 21min sollte die Fahrt dauern, aber durch immer mal wieder irgendwelche Stopps mitten in der Walachei war die Ankunft am Ende 15 Minuten später. Aber das war ja sogar noch human. Ich war wirklich froh, durchfahren zu können.
Meine liebe Doreen holte mich dann vom Bahnhof ab und fuhr mich heim. Angekommen habe ich nur noch den Koffer ausgepackt und ging ab in meine Koje.
Am heutigen Tag habe ich dann noch einmal für mich ein kleines Ziel erreicht mit Unterstützung und konnte so entspannt die Hunde am Nachmittag abholen. Die Wiedersehensfreude war riesig. Endlich sind alle wieder vereint und happy. Und so ging es noch am Abend zur Schnüffelrunde und nun sind alle zufrieden und glücklich.
Schwuppdiwupp ist der Urlaub auch schon wieder vorbei. Trotzdem ist es schön, in den eigenen vier Wänden zu sein.
Somit wünsche ich euch einen entspannt ausklingenden Sonntag und ne gute Nacht. Bis bald!
Ruckzuck ist eine Woche Urlaub schon wieder rum. Am Morgen habe ich heute mal ausgeschlafen und das Frühstück ausfallen lassen, denn 9.30 Uhr ging es zur letzten von den fünf Ganzkörpermassagen. Also ich darf behaupten, dass die Mädels das echt drauf haben. Dabei hatte ich vier verschiedene Damen, die mich in den fünf Sitzungen versorgt haben. Jede von ihnen hatte eine etwas andere Technik und von mal zu mal wurden die schmerzenden Punkte besser. Bis zur Tiefenentspannung. Es war einfach herrlich.
Im Anschluss ging es dann zeitnah aufs Deck, das Einlaufen in den Hafen von Kopenhagen beobachten. Manchmal sind das echt klasse Highlights. Heute wurden wir beim Eindrehen in den Hafen von einem Schlepper begleitet, da der Wind im Hafen recht heftig war und es Bedenken gab, dass der Dampfer nicht komplett von allein rumkommt.
Die Hafenskyline hatte auch irgendwie ihren Charme. Viele moderne Häuser in einem interessanten Baustil. Nach dem Anlegen, welches bereits eine Stunde eher war, gab es noch ein Getränk an der Pool-Bar und dann ging es ab zum Mittagessen. Heute mal in der Pizzeria. Theoretisch war ein 3-Gang-Menü möglich mit Vorspeise, Pizza und Nachspeise. Aber wir sind nur bei Pizza und Nachspeise geblieben und es war völlig ausreichend. Am Ende isst eben auch das Auge mit, vor allem bei diesem genialen Nachtisch.
Danach ging ich noch einmal kurz auf die Kabine, wo ich wohl eingenickt war. Aber nicht schlimm, denn 17.30 Uhr ging unser Ausflug erst los. Für heute hatte ich in Kopenhagen eine Rikscha-Fahrt gebucht. Und so ging es los mit dieser wunderbar interessanten Stadtbesichtigung. Klar gab es viele Sehenswürdigkeiten zu sehen, aber auch Straßen und Gassen, die man vielleicht so nicht gesehen hätte. Aber seht selbst. Ein paar Videos inklusive.
Im schrägen Gebäude befindet sich eine Skianlage. MilitärstützpunktDas RathausDas Parlamentsgebäude
Ganze zwei Stunden ging die Tour und der Wind war am Ende ziemlich frisch. Aber trotzdem war auch das ein tolles Erlebnis. Danach ging es schnell zum Abendessen und man durfte noch die AIDA-Abschiedstorte bewundern. Immer wieder neue Ideen.
Das Auslaufen war heute auch mal ganz anders. Wir wurden mit dem Schlepper aus dem Hafen gezogen bis zu einem bestimmten Punkt. Warum konnte ich mir nicht ganz erklären.
Da ja noch der Beginn der Fußball-EM war, ging es schnell zum Theatrium und die erste Halbzeit lief doch echt klasse.
Und nein, da war kein Alkohol drin.
Zur zweiten Halbzeit bin ich noch an die frische Luft gegangen und habe noch einmal den Abschied von Dänemark für mich ein wenig zelebriert mit etwas Ruhe und ein paar schönen Bildern. Die Brücke gab es übrigens auch schon 2022 zu sehen, aber da sind wir damals drunter durchgefahren. Dieses Mal sind wir drüber hinweg gefahren. Denn ein Teil dieser Verbindung von Dänemark zu Schweden ist als Tunnel vorhanden. Die Straße endet von weiten quasi ins Nichts. Das dachte zumindest ein anderer Gast. Der war nämlich ziemlich verwundert und ich musste etwas grinsen.
So endet auch der letzte Tag mit ein bisschen guter Musik auf dem leeren Pooldeck, weil es wirklich kalt ist. Deutschland hat gewonnen, das Schiff hat gejubelt und wir können nun alle entspannt packen und dann ins Bett gehen. Es war wieder einmal ein wunderbarer, vor allem aber erholsamer und erlebnisreicher Urlaub. Ich danke meiner lieben Alex, die mir ihren Gutschein überlassen hat in einer Vereinbarung. Sonst wäre das in diesem Maße nicht möglich gewesen.
In diesem Sinne wünsche ich euch eine gute Nacht und morgen heißt es wieder Welcome back to Germany. Bis morgen!
Heute Morgen wurde ich 4.11 Uhr von der in Osten aufgehenden Sonne kurz geweckt. Schön blöd, wenn man die Vorhänge nicht schließt. Es war trotz dreckiger Scheibe dennoch schön anzusehen, aber danach habe ich noch ein paar Minuten weitergeschlafen.
Halb 7 bin ich dann aufgestanden und habe mich fertig für den Tag gemacht. Heute sogar mal das unspektakuläre Einlaufen in den Industriehafen von Gdynia. Der Hafen ist nicht besonders hübsch und es war auch nicht allzu spannend. Lediglich eine komplette Drehung haben wir gleich gemacht, sodass wir dann abends gleich volle Kraft nach vorn geben konnten. Unser Kapitän ist Italiener und nicht gerade sehr gesprächig. Etwas erzählt er schon, aber ich habe da mittlerweile auch andere kennengelernt, die da fast ne viertel Stunde quasseln können.
Im Anschluss ging es zum Frühstück und es gab wieder interessante Gespräche am Tisch. Beinahe die Zeit verpasst, in der ich mich dann doch für den nächsten Ausflug fertig machen musste. Denn 9.30 Uhr ging es los mit einer doch echt langen Tour. Von Gdynia ging es zuerst nach Sopot, der Nachbarort. Zusammen mit Gdansk ergeben sie die Dreistadt. Unsere Reisebegleiter, die im Übrigen sehr gut deutsch konnte, hatte super viel Geschichtliches erzählt. Leider kann ich davon nicht alles wiederholen. Dafür war der Exkurs am Ende zu lang. Zu Sopot: Es ist eine Stadt und war wohl mal ein Kurort oder ist es sogar noch. Es hat den längsten Ostseesteg von 511,5 Metern in die See hineinragen und man muss dafür tatsächlich Eintritt zahlen. Riesig breit und am Ende ist sogar ein kleiner Segelschiffhafen angeschlossen. Auf der anderen Seite gab es ein „normales“ Ausflugsschiff und ein ganz Spezielles, wie ihr auf den folgenden Bildern sehen könnt. Das Wetter hat auch mal wieder gut mitgespielt. Die Häuser in Sopot waren auch recht eindrucksvoll. Vor allem dieses wunderschöne schiefe Häuschen. Es hätte ja fast von Hundertwasser sein können, aber nein, es waren andere Architekten, die es entworfen haben, Szotyński und Zaleski. So könnte ich mir auch ein Haus vorstellen. Ansonsten war es aber tatsächlich ein schönes Städtchen, wo wir leider gar nicht die Zeit hatten, alles sehen zu können. Es war nur ein Bruchteil. Aber macht euch gern selbst einen Eindruck.
Früher die Männerseite des StrandesDie Frauenseite des Strandesschönster gemalter HimmelSteilküste Blickrichtung GdyniaBlick Richtung Westerplatte
Noch eine Info zur Westerplatte. Hier begann der 2. Weltkrieg. Also ein sehr historischer Ort, die Dreistadt. Zumal sie zuvor immer recht unabhängig war. Aber für die gesamte Geschichte und ehe ich etwas falsch wiedergebe, kann ich euch nur bitten, es selbst nachzulesen.
Weiter ging es dann mit den Bus nach Gdansk (Danzig). Auch da sind wir zur Hintour eine etwas andere Strecke gefahren bis hin zum Stadtteil Oliva. Hier trifft Moderne auf auch alten Gebäufrstil. Aber wir haben uns in das größte neuwertige Bürogebäude begeben, den Olivia Star mit dem Observation Deck in der 32. Etage. Das Gebäude selbst ist 180m hoch. Das zweitgrößte steht in Gdynia und ist ein reines Wohnhaus bis 150m Höhe. Diese Häuser stachen sogar in der Ferne schon heraus beim Einlaufen. Da oben gab es dann ein kleines Küchlein und Kaffeee und natürlich einen genialen Blick über die Stadt Danzig.
Als alle gespeist hatten und sich alle draußen einen Überblick verschafft haben, ging es weiter in den historischen Teil der Stadt. Zum zweiten Weltkrieg zu Beginn wurde hier nichts zerstört. Erst als die Rote Armee Gebiete einnahm von den Deutschen, wurde diese Stadt fast vollständig zerstört. Der Baustil ist eindeutig geprägt von einem Niederländer. Es hatte so ein bisschen was Von Amsterdam, lediglich die Grachten fehlten. Beeindruckende Bauten. Von der St. Marienkirche ganz zu schweigen. Sie hat im Inneren doch wirklich eine astronomische Uhr. Das hat mich ja gleich richtig begeistert.
Das Gebäude hinten am Schiff hatte damals im Hafen von Danzig eine Traglast im unteren Teil von 4 Tonnen und oben von 2 TonnenDas Grüne TorSt. MarienkircheDie astronomische UhrDer AltarDas goldene Tor
Wir hatten dann noch etwa 50 Minuten Freizeit bzw. konnten wir mit unserer Reiseleiterin noch in ein Geschäft gehen, wo Bernstein geschliffen wird. Dies wurde uns gezeigt und auch erklärt, wie man das unterscheiden kann zwischen Fälschungen. Man stelle eine 20%ige Salzlösung her und Fälschungen würden immer untergehen. Bernstein in diesem Falle schwimmt aber. Außerdem sollte man sich ein Echtheitszertifikat aushändigen lassen. Jeder Händler mit Bernstein muss das haben. Und an sich ist Bernstein ja echt unscheinbar. Ich zumindest habe noch nie direkt danach geschaut.
15.45 Uhr war dann wieder der Treffpunkt am Grünen Tor. Zwischendurch hatte es doch ab und an geregnet, aber nicht so viel, wo ich sagen würde, was für ein Mistwetter. Die Momente der Güsse haben wir gut umgehen können im Olivia Star und in der Kirche.
Tja, 16 Uhr am Bus. Rushour. Eine gute Stunde haben wir durch die Dreistadt benötigt, um wieder gut am Schiff anzukommen. Was für ein geschichtsträchtiger Ausflug. Klasse!
Danach ging es erst mal ne halbe Stunde aufs Bett lang machen. War ich hinüber. Aber ich wollte gern noch das Auslaufen mitmachen. Also ging ich an Deck 5 zu meiner Bekannten und pünktlich bei Abfahrt kam ein heftiger Regenschauer hinunter. Tja, die Dreistadt trauerte um unsere Abreise.
Wir gingen gemeinsam zum Abendbrot und dann ging es im Anschluss zum Aktiv-Bingo. Auch das war wieder ein Gaudi. Das zog sich dieses Mal auch ordentlich in die Länge. Wir mussten uns dann noch beeilen, um den schönen Sonnenuntergang zu erleben.
Danach gab es noch einen Cocktail an der Bar und dann ging es ab in die Kabinen. Zwischendurch gab es noch einen komischen Alarm, wo wir leider nicht alles vollständig verstanden hatten. Aber unser Entertainment-Manager gab dann eine Info später noch in die Kabinen heraus, dass einige Sprenkler-Anlagen auf einmal losgingen, weil der Wasserdruck zu hoch war. Wie auch immer. Nun mache ich mich in meine Koje und wünsche auch euch eine erholsame Nachtruhe. Bis morgen dann.
Heute legten wir an der Ostseeinsel Gotland an, einer der bedeutendsten Städte in der Geschichte. Zumindest scheint es zum Teil ein Dreh- und Angelpunkt gewesen zu sein für den Handel.
Vor 7 Uhr erreichten wir schon den Hafen und hell wurde es schon um 4 Uhr, denn dann schien die Sonne schon in meine Kabine. Schnelle also die Vorhänge zugezogen und noch etwas weiter geschlafen. Halb 7 habe ich mich dann fertig für den Tag gemacht. Denn mein Ausflug sollte heute 9 Uhr schon los gehen. So ging es zeitig zum Frühstück und dann Sachen schnappen und los.
Neben uns, zuvor noch nicht richtig wahrgenommen, stand die MSCpoesia. Die hatte etwa 1000 Passagiere mehr. Das bedeutete, dass die Stadt schon ein wenig überlagert war mit Touries, mich nicht ausgenommen.
Ein schönes Plätzchen im Ausflugsbus gesucht, ging es dann pünktlich los. Zuerst besucht wir die Endre Kyrka, eine Kirche in irgendeinem Ort auf der Insel Gotland. Im Übrigen ist die Insel nur 50km breit und 150km lang. Eine vergleichbar ähnliche Größe wie Mallorca. Nur das Gotland flach wie ne Flunder ist. Der höchste Höhenunterschied besteht aus 80m. Zugegeben, das ist echt wenig.
Endre KyrkaKirche von innenDas TaufbeckenFriedhof mal anders
Weiter ging es mit dem Bus dann nach Dalhem/Hesselby. Dort mussten wir geplant das Gefährt für ganze 6,5km wechseln. So herrlich, man fühlte sich durch alles versetzt in die Zeit der 20er/30er Jahre. Da ging die Strecke auch noch von Visby und noch weiter in den Süden. Historisch sind nun nur noch diese paar Kilometer durch die Touries genutzt. Wir haben die alte Diesellok als Antrieb nutzen dürfen, aber es wäre auch möglich per Schienenradel. Ein tolles Erlebnis. Und auch die Kleidung und das Arbeiten der Mitarbeiter. Das hat einem zum Teil echt zum Grinsen gebracht. Eindrücke per Bilder und Video folgen sogleich.
Am anderen Ende, in Roma wartete dann unser Bus schon auf uns und es ging dann noch in die Altstadt von Visby. Die Geschichte dieser Insel ist wirklich hoch interessant. Insel der Wikinger. Nicht die Wikinger, die wir uns jetzt vielleicht im Kopf vorstellen. Wikinger waren einfach Handelsleute. Visby war eine der reichsten Städte damals. Ich könnte noch so viel erzählen. Fakt ist aber auch, dass dort Pipi Langstrumpf verfilmt wurde und man das Haus sogar noch besichtigen kann. An einigen Orten sind wir heute sogar vorbeigelaufen.
Die Stadtmauer ist ebenfalls sehr gut erhalten. Die Anordnung der Häuser und die kleinen Gassen machen diese doch recht kleine Stadt echt gemütlich. Ein Marktplatz bot zum Bummeln in der halben Stunde Freizeit ein. Da gab es dann auch Souvenirs zu kaufen, sogar in € konnte man zahlen. Aber mit der Plastik-Karte geht das eh alles. Und die SEK (Schwedische Krone) ist aktuell eh etwas teurer als der Euro. Der vierstündige Ausflug war somit ein voller Erfolg bei schönstem Wetter wie immer.
Das Gotland-Schaf. Maskottchen der Insel
Im Hafen angekommen hat der Wind noch einmal zugelegt und die Wellen wurden tatsächlich auch etwas heftiger. Wer weiß, was uns auf See erwartet. Für ein paar Fotos musste aber die See noch herhalten, bevor ich wieder aufs Schiff ging.
Auf dem Schiff angekommen, ging es an Deck. Es war windig, aber die Sonne hatte auch Kraft. Das habe ich am Abend im Gesicht gemerkt. Eingeschlafen auf der Liege habe ich sogar die Abfahrt verpennt. Aber so völlig. In einem Gespräch mit einer Urlauberin kam dann heraus, dass an der Ostküste der Insel Unwetter herrschte. Also wir hatten bestes Wetter, wie immer, wenn Engel reisen. Für die Fahrt bis Danzig wurde etwas mehr Seegang vom Kapitän vorausgesagt. Und es schaukelt wirklich etwas mehr bei frischen Westwind-Brise. Abends gab es die vierte Massage und so langsam wird mein Rücken deutlich entspannter. Das Paket war einfach Gold wert, was ich zuvor gebucht habe. Im Anschluss ging es zur PrimeTime, denn der Lektor war zu Besuch. Diesen Herren kann man immer zuhören. Michael Cornély könnt ihr wohl auch bei Insta und co. finden. Ach, und bevor ich es vergesse, zwischendurch fand auch wieder eine Kunstauktion statt. Das Schauspiel ist ja auch echt was, was ziemlich witzig ist.
Nun sitze ich noch etwas draußen und schreibe hier und genieße den Blick in die Ferne, windgeschützt an der Pool-Bar. Hier gibt es sogar Heizstrahler. Den Wellengang finde ich sehr angenehm. Damit kann man gut einschlafen.
Eine steife Brise von West/Südwest
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