Stockholm, zweiter Ausflugstag

Guten Abend ihr Lieben.

Die Nacht war kurz, es war vielleicht gerade mal zwei Stunden halbwegs dunkel. Dieses Mal war ich aber schlau und habe die Vorhänge so zum Teil zumindest geschlossen. Trotzdem ging es heute zeitig nach draußen an die frische Luft. Heute war es bedeutend wärmer und sogar etwas schöner.

Der Himmel sah in einer Richtung sehr interessant aus. So ging es nach der Frischluftrunde zum entspannten Frühstück, denn mein geplanter Ausflug sollte eh erst 10.45 Uhr losgehen. Im Anschluss gleich mal noch ein Stündchen Sonne getankt, mit Kopf im Schatten, denn die Sonne hatte heute echt Power.

Unten stand schon das Ausflugsobejkt bereit. Ein Ribboot. Es hatte mich bereits auf mehreren Kreuzfahrten gereizt, aber da mein eigentlich gebuchter Ausflug storniert wurde für heute, hatte ich mich dann kurzfristig dafür entschieden. Ein bisschen Nervenkitzel, würde ich behaupten. Und dann ging es auch pünktlich los. 90 Minuten Rib-Abenteuer.

Aufgestiegen aufs Boot ging es los. Ein bisschen Bammel hatte ich anfangs schon, aber das verflog schnell, als wir so eine traumhaft schöne Landschaft zu sehen bekamen bei 45 Knoten (entsprechen ca. 90km/h). Wir schauten uns eine Sommerinsel an, die wirklich nur im Sommer von Einheimischen genutzt wird, wenn sie Urlaub haben. Manche Baustile faszinierten auch und so viele verschiedene Inseln, es ist der Wahnsinn. Zwischendurch steuerte unser Guide direkt auf eine Gruppe Kormorane zu und die flogen dann parallel zu uns. Leider war die Kamera nicht schnell genug gezückt, aber auch das war ein Schauspiel, einfach wunderbar. Einen Stopp gab es dann in Vaxholm. Ein kleines feines Städtchen, welches wir besichtigen konnten und auf der Insel gegenüber befand sich die Festung dazu. Ein bisschen habe ich mir die Gegend angeschaut, eine Schule gesehen, die gerade Mittagspause scheinbar hatten und auch so war so einiges los und nicht weniger Touristen. So ist das eben. Trotzdem hatten wir die tolle Möglichkeit, mal uns zu bewegen. Denn das Sitzen im Ribboot ist gar nicht bequem. Es folgen ein paar Eindrücke der Stadt Vaxholm.

Ich mag solche Ausflüge sehr, wo man dann selbst noch Erkundungen machen kann oder es eben doch etwas außergewöhnlich ist. Wir waren mit dem Guide nur 9 Personen. Also überschaubar. Das Wetter hat sich auch bis zum Schluss gut erhalten, wir sind lediglich mal durch drei Wassertropfen von oben hindurch gefahren. Bei dem Tempo holt uns so schnell kein Regen ein. Nein, wirklich, wir hatten so richtig klasse Wetter, denn der Fahrtwind war am Ende doch schon krass. Und ohne Brille braucht man auf so einem Boot nicht gehen. Falls ihr mal so etwas vorhabt, Sonnenbrille einpacken. Die 1 1/2 Stunden vergingen wie im Fluge und ich war am Ende auch neugierig, wie weit wir von Stockholm weg waren. Und da hatte ich dann nicht schlecht gestaunt. Laut Google Maps waren es knappe 20km. Es sieht auf der Karte etwas weiter aus. Und so hatten wir ein bisschen Inselshow und den Schärengarten etwas aus der Nähe betrachten können. Es folgen für euch einige Eindrücke von der Fahrt, auch einige Videos.

Nach der Tour, wir waren der letzte Ausflug, ging es aufs Schiff und 14 Uhr legten wir pünktlich ab. Ich hatte 14 Uhr dummerweise meinen Massagetermin gelegt, sodass ich mir das Auslaufen leider nicht komplett anschauen konnte. Was soll’s. Die Massage war auch wieder top. 16 und 17 Uhr gab es dann die nächsten Ereignisse. Es gab wieder das Super-Jackpot-Bingo. Dieses Mal ging es sogar noch länger, ehe jemand sein Bingo rufen konnte. Mir fehlten da noch immer zwei Zahlen. Im Anschluss kam gleich der Lektor, der uns etwas Geschichtsträchtiges über Visby, Danzig und Kopenhagen erzählte. Der hätte Geschichtslehrer werden können, denn er hat das alles mit soooo viel Leidenschaft rübergebracht, das hat echt begeistert. Draußen war es dann wieder recht frisch geworden und der Schärengarten verabschiedete sich allmählich von uns. Und nun sind wir auf dem Weg nach Visby, auf der Ostseeinsel Gotland. Dort kommen wir wohl 7 Uhr im Hafen an. Auch da wird wieder viel geboten und ich lasse mich überraschen. Bis dahin gibt’s noch zwei Eindrücke vom Schärengarten vom gemütlichen schweren Lastschiff AIDA.

Das hat uns auch der Lektor erklärt. Harald Blauzahn hat wohl das Bluetooth gegründet. H und B in Runenschrift zusammengesetzt. Darum ist es so ein komisches Symbol geworden.

In diesem Sinne immer mal etwas hinterfragen. Ich wünsche euch einen schönen Abend noch und eine gute Nacht. Morgen wird wieder ein interessanter Tag. Bis bald!

Stockholm, Ausflugstag 1

Guten Abend ihr Lieben.

Was für ein komischer Start in den Tag war das heute. Es wurde so schnell wieder hell oder anders gefragt, war es jemals richtig dunkel? Vielleicht habe ich deshalb auch nicht in den Schlaf gefunden. Aber es hatte mich sicher auch noch etwas beschäftigt. Egal, neuer Tag, neue Erlebnisse.

Heut konnte das Schiff überpünktlich im Hafen von Stockholm anlegen. Stock = Baum und Holm = Insel

Bevor wir angelegt haben, ging es noch ein wenig durch den Schärengarten, wobei das meiste ja in der Frühe schon erledigt war. Ich war dennoch vor 8 Uhr draußen an Deck, um das Feeling des Wetters einzufangen. Wie würden die Nordländer sagen, eine steife Brise. Zudem mit 12°C echt frisch. Es gab am Pooldeck Kaffee oder warmen Kakao und eine Zimtschnecke. So typisch schwedisch halt.

Die Möwen waren auch schon wieder auf Futtersuche und folgten uns fleißig in den Hafen. Angekommen ging es dann erst einmal zum Frühstück. Dabei traf ich doch tatsächlich eine vom Treff gestern. Wir unterhielten uns sehr intensiv, da wir auch noch den gleichen Job haben. Sie in Berlin, ich in Halle. Wir haben lange geschnattert. Später ging es mit dem Hopp-on-hopp-off Bus durch die Stadt. Mit einem Guide über Kopfhörer hatte man eine doch recht angenehme Tour und ich bin dann am Stadthaus ausgestiegen und so einige Haltestellen nach der Außenbesichtigung gelaufen. Navi macht es möglich. Wobei die Karte auch gut verständlich war. An einer passenden Haltestelle angekommen fing es dann doch kurzzeitig etwas heftiger an mit Regnen. Also schnell was zum Unterstellen suchen. Als der Bus dann kam, hörte es auch auf mit Regnen. Ich dachte zwischendurch ganz kurz, dass sich jetzt die Strecke noch einmal wiederholt, aber nein, der Bus fährt eben einfach so. Also ging es wieder zum Schiff und ich landete nach erschreckender Sichtung des Wahlergebnisses noch ein wenig im Bett, etwas Schlaf nachholen.

Übrigens, wer es noch nicht weiß: in Schweden wird immer der Nobelpreis verliehen außer eine Richtung nicht, die wird in Norwegen verliehen. Wisst ihr, welche?

Es ging dann am späten Nachmittag zur zweiten von insgesamt fünf gebuchten Massagen. Also war auch wieder ein wenig Verwöhnung dabei. Dort hat es bei kurzer Wartezeit ziemlich heftig geregnet, wo ich mir doch sage, dass ich heute wieder Glück mit dem Wetter hatte. Das ist Karma.

Im Anschluss umgezogen und noch ein wenig an die frische Luft an Deck. Und schwups, treffe ich das nächste bekannte Gesicht von gestern. Wir gingen eine Runde übers Außendeck und dann an die Bar, einen Cocktail zu sich nehmen. Wir hatten uns dann geeinigt, dass wir gemeinsam zum Abendessen gehen, da ich dann auch 20 Uhr den nächsten gebuchten Ausflug hatte. Bevor die Tour begann, bin ich noch schnell ins Casino gehuscht und habe wieder Bingo-Scheine geholt. Morgen ist wieder Spielzeit.

Warm angezogen ging es hinaus auf die Pier zum Treffpunkt für eine zweistündige Bootsfahrt zum Entdecken Stockholms auf dem Wasserweg. Ist ja nicht schon genug, dass ich ne Kreuzfahrt mache. Ich war zu Beginn wirklich die Einzige, die sich direkt nach hinten und draußen gesetzt hat. Der beste Blick ever, denn viel hören wollte ich eh nicht. Ich möchte einfach nur sehen und Bilder knipsen. Das habe ich auch zur Genüge getan. Und so verging die Tour wie im Fluge und es wurde noch einmal etwas frischer oder ich vielleicht müder? Es würde mich nicht wundern.

Wieder angekommen, ging es zum Aufwärmen noch einmal an die Bar, ein Tee und im Anschluss noch ein Cocktail trinken, alkoholfrei versteht sich. Und dann schlich ich hinunter, schreibe diesen Beitrag und sende euch hiermit noch ein paar Eindrücke der Bootstour. Morgen werde ich normal aufstehen und diese Nacht hoffentlich besser schlafen. Dieses Mal müssen die Vorhänge dann doch mal genutzt werden.u

Und so wünsche ich euch noch viel Spaß beim Bilder durchschauen und sage mal, bis morgen Abend. Ach so, der Ausflug war wieder von schönem Wetter geprägt.

Bis morgen dann!

Die Schleuse, Verbindung zum Binnensee, der ca. 80cm höher ist als die Ostsee
Das Vasa-Museum

Helligkeit

Es ist 23.50 Uhr am Abend und noch immer dämmerungshell. Unheimlich, aber dennoch spannend.

Mir geht gerade so vieles durch den Kopf. Die letzten Wochen, Monate, Jahre passieren Revue. Warum gerade jetzt? Warum komme ich nicht zur Ruhe? Was ist los? Was beschäftigt mich?

Crazy

Seetag und wichtiger denn je, Wahltag

Guten Abend ihr Lieben.

Ein recht ruhiger und angenehmer Tag liegt hinter mir und ich genieße es sehr. Denn die nächsten Tage sind gut durchgeplant.

Am Morgen war ich zwar, wie so häufig, zeitig munter, bin aber noch chillig im Bett bei einem guten Buch liegen geblieben. Ich schaute nur mal auf die Navigationskarte, wo wir in etwa sind mit dem Schiff. Wir hatten schon einiges an Strecke hinter uns gebracht.

Allmählich machte ich mich dann fertig, um zum Frühstück zu gehen. Zwischen drei Buffetrestaurants gibt es hier ja die Qual der Wahl. Überall war es voll. Aber normal an einem Seetag. Die wenigsten, so vermute ich fast, sind direkt früh gegangen. Wobei tatsächlich beim vorhergehenden Rundgang an der frischen Seeluft auch schon einige an Deck waren. Das Schiff ist aber auch wirklich gut ausgebucht. Ich hab da mal nachgefragt. Nach dem Frühstück ging es mal hier, mal dort schauen, immer mal eine Runde lesen und sich mit ein paar Leuten unterhalten und dann hieß es 15 Uhr Super-Jackpot-Bingo.

4000€ waren im Jackpot, der aber leider nicht geknackt wurde. Denn um diesen zu erreichen, müssen nach bestimmter Anzahl gezogener Zahlen die Felder ausgefüllt sein. So ging es weiter zur Ausschüttung der Tageseinnahmen. Na ja, in zwei Feldern fehlten mir jeweils zwei Zahlen. Aber nicht schlimm, jemand anderes hat sich riesig gefreut, denn es waren 1210€. Also nicht wenig Geld, würde ich behaupten. Es ist Spaß an der Freude und mittlerweile auch so eine kleine Tradition. Mal schauen, ob es noch einmal die Möglichkeit gibt bei dieser Fahrt.

Nach Bingo folgte die Kunstauktion. Auch das ist immer wieder ein Schauspiel, wobei die geplanten Bilder immer kaum vom Tisch gehen. Dafür aber die drei Blind-Dates. Und da hebe ich sogar immer mal die Hand.

Später ging es zum Alleinreisenden-Treff, und wie ich schon vermutet hatte, sind es auf dieser Fahrt nicht allzu viele. Dennoch hat man neue Bekanntschaften geschlossen. Im Anschluss ging es in die Almhütte zum gemeinsamen Abendessen. Ansonsten würde ich da nicht wirklich essen gehen wollen. So typisch deutsche Küche… Da probiere ich mich doch lieber aus. Ich musste dann etwas auf die Zeit achten, denn 20 Uhr hatte ich einen Termin, auf den noch weitere vier Termine warten in diesem Urlaubszeitraum. Eine wundervolle 50min Ganzkörpermassage im Spa XL-Paket. Insgesamt 5 Anwendungen. Entspannung pur, würde ich mal behaupten.

Ja, vom Wetter her war heute Vormittag mal ein kleiner Regenguss dran, auf einmal waren die Außendecks wie leer gefegt. Echt witzig. Ich musste innerlich so grinsen. Ansonsten hat sich das Wetter auf See gut gehalten, auch wenn in der Ferne immer ein paar Schauer zu sehen waren. Aber so ist das eben bei diesem unbeständigen Sommer. Es folgen ein paar bildliche Eindrücke vom Blick in die Ferne, den ich sehr liebe und auch bevorzuge als irgendwelche Partys.

Es gibt auch leichten Seegang, aber harmlos. Trotzdem sind einige Menschen an Bord selbst dafür schon sensibel. Was machen sie denn erst, wenn sie so etwas erleben wie ich 2022 auf der Norwegen-Tour? -> die ich übrigens auch dokumentiert habe. Und so endet wieder ein Tag voller kleiner schönen Erlebnisse, jedes für sich. Der aktuelle Standpunkt befindet sich nun hier:

Ein ganzes Ende geschafft. Morgen zeitig raus, um den Schärengarten von Schweden sehen zu können. Von mir gibt es dann morgen wieder Bericht. So wünsche ich euch aber erst einmal einen angenehmen Sonntagabend und eine gute Nacht!

Ach, und ich hoffe, ihr wart alle fleißig zur Wahl?! Das vorläufige Ergebnis war ja abzusehen.

Warnemünde und Einchecken auf der Diva

Guten Abend ihr Lieben.

Das war eine recht unbequeme Nacht für mich, aber auch nur, weil dieses Bett einfach zu weich für mich war. Ansonsten habe ich wohl durchgeschlafen bis morgens 6 Uhr. Aber nicht, dass ihr denkt, ich bin da schon aufgestanden. Nein, ich konnte noch gechillt liegen bleiben im Neste und die Zeit genießen. Es hat eben auch mal Vorteile, wenn die Hunde nicht mit am Start sind und man noch etwas unabhängiger ist.

Gegen kurz nach halb 9 ging es dann zum Frühstück. Auch das war mit guter Auswahl bestückt. Und bevor ich dann wieder ausgecheckt habe, musste noch mal Post raus. Meinen Koffer konnte ich für einen Spaziergang am Strand noch im Hotel belassen. Denn das wäre sonst wirklich unhandlich geworden. Also ging es Richtung Hafen und schwupp, wurde ich angeworben zu einer Hafenrundfahrt. Hach ja, das kenne ich ja sogar schon, aber es war trotzdem sehr interessant wieder einmal. Es wird eben immer ein bisschen anders erzählt.

Der eigens genutzte Kran von Liebherr, Traglast bis 3200 Tonnen
Diese Kräne wurden alle bestellt und verkauft, warten nur noch auf die Abholung
Getreidelager
noch Getreidelager
AIDAdiva und AIDAmar im Passagierkai
der hübsche allseits bekannte Kussmund

So war ich schon eine Stunde beschäftigt, wieder durch die Gegend zu schauen. Weiter ging es dann direkt im Anschluss zum Strand. Einfach laufen, laufen, laufen und genießen. Es waren echt nur sehr wenige im Wasser, aber bei 15°C Wassertemperatur kein Wunder. Dabei waren die Kinder mutiger als manch Erwachsene. Ein paar schöne Bilder konnte ich auch knipsen.

Dieses Strandlaufen und dann noch zurück durch den Wald ist immer wieder ein Erlebnis für sich. Tatsächlich mag ich aber dann auch lieber etwas weniger belebte Strandabschnitte. Auf den Rückweg gab es dann Fish&Chips und zu Fuß zum Hotel zurück, um den Koffer zu holen.

Das Container-Hostel

Es ging schnell zur S-Bahn und von der Haltestelle aus zu sehen war bereits die Diva, oder doch die Mar? Wer weiß das schon. Den schweren Koffer konnte ich am Bahnhof Warnemünde dann schon wieder abgeben und ich lief dann zum Passagierkai. Dort war durch die zwei Kreuzfahrtschiffe natürlich ordentlich Betrieb. Aber ich war dieses Mal nicht die Letzte. Oh man, diese Erinnerung bringt mich so sehr zum Lachen. Einfach herrlich.

Eingecheckt mit Perso und Reiseunterlagen ging es noch zum Sicherheitscheck des Handgepäck und dann endlich Entspannung. Der Koffer war noch unterwegs. Aber nicht schlimm. Ich konnte nun ankommen und genießen. Schauen wir mal, wie sich das Wetter entwickelt.

Das Sailaway ist wie immer ein Schauspiel gewesen. In Warnemünde waren so viele Touries, die dann die beiden AIDA Flotten verabschiedet haben, einfach ein herrliches, unbeschreibliches Feeling.

ich liebe diese Melodie

Und nun sind wir schon wieder drei Stunden unterwegs auf hoher See und der erste Regen und die ersten Wellen haben uns gesucht. Aber das soll nicht stören. Es gibt so vieles zu sehen und Abendessen stand auch noch an.

Am Abend eines der schönsten gesichteten Dinge, was noch zu sehen war, ein Regenbogen in schönsten Farben. Davon gibt es leider kein Bild. Aber ich glaube, ihr könnt es euch vorstellen von tiefblauem Lila bis zum Gelbgrün.

Und so endet schon wieder ein Urlaubstag mit vielen kleinen feinen Erlebnissen. Die Kabine ist richtig groß und hell ausgefallen mit VARIO. Das freut mich tatsächlich sehr. Nun sitze ich noch ein wenig an der Bar und lasse den Abend gemütlich ausklingen und freue mich auf den morgigen Seetag. Es wird wieder Bingo gespielt und es wird wieder einen Allleinreisenden-Treff geben. Dieses Mal dürften es nicht so viele sein wie bei der Norwegen-Kreuzfahrt vor 2 Jahren. Ich lasse mich überraschen.

Aber nun geht es noch ein wenig durch den Regen hindurch spazieren und etwas runterfahren. Ich wünsche euch einen schönen Abend und sage mal: bis morgen.

Ich liebe diese Melodie.

Öffentlicher Nahverkehr

Guten Abend ihr Lieben.

Heute beginnt wieder mein täglicher Reiseblog für die nächste interessante Kreuzfahrt. Die beginnt tatsächlich erst morgen richtig, aber die Anreise heute bis zum Abfahrtshafenort war schon spektakulär. Und so kann ich bereits so einiges erzählen.

Das Auto steht mal zu Hause dumm rum für ne Woche, weil ich einfach stressfrei und definitiv kostengünstig nach Warnemünde kommen wollte. Mit dem Bus ging es dann erst einmal bis nach Halle. Es gab noch einen kurzen Boxenstopp und dann weiter zum Bahnhof. Ich konnte mich entscheiden zwischen einer Verbindung mit 4x oder 5x umsteigen. Denn mit dem Quer-durchs-Land-Ticket für 46€ kann man deutschlandweit den Nahverkehr nutzen. Das ist wohl gerade mal ein halber Autotank voll. Ich entschied mich für die etwas zeitlich längere Strecke mit dem 5x umsteigen. So bleibt man auch ein bisschen in Bewegung. Die Züge gen Norden liefen super. Erster Streckenabschnitt von Halle nach Magdeburg und der zweite Teil von Magdeburg nach Uelzen.

Im Bahnhof Uelzen angekommen, fiel ein markanter Baustil auf, Hundertwasser. Wisst ihr, ob dieser Stil auch damit zutun hat, dass Züge in Uelzen so grundsätzlich zu spät sind? Ein anderer Passant meinte jedenfalls, dass die Züge dort nie pünktlich sind. Das ist schon ein ziemlich interessantes Phänomen.

Und so kam unser Zug 15 Minuten zu spät und somit hätte ich durch nur 6 Minuten geplanter Umstiegszeit den Anschlusszug in Lüneburg eh nicht geschafft. Ich hatte noch nie so einen vollen Regionalzug gesehen, der bis nach Hamburg dann ging. So bin ich dann, statt in Lüneburg und Büchen umzusteigen, in Hamburg abgestiegen und habe dort eine knappe Stunde auf den Zug nach Rostock gewartet. Der fährt dann übrigens an Büchen vorbei bzw. hält dort.

Auch dieser Zug war einfach nur echt voll… Und das fast 2 1/2 lang als Fahrt. Die längste Sitzfleisch-Strecke. In Rostock war dann der letzte Umstiegspunkt in die S-Bahn nach Warnemünde. Dort angekommen, eine Haltestelle vor Ende des Zuges, an der Warnow-Werft, fällt man von der S-Bahn direkt ins Hotel Dock Inn. Ein cooler Baustil ähnlich den Schiffen, dabei ist das vielleicht eh nur Containerbau. Aber clever gelöst.

Nach 9 Stunden und 8 Minuten Zugfahrt bzw. 11 Stunden Reisedauer von Haustür zu Haustür, habe ich erst einmal alles abgelegt und bin Richtung Hafen gelaufen und zum Abendessen ins Peter Pane.

Der Verdauungsspaziergang folgte im Anschluss am Strand entlang. Und ich muss zugeben, dieses Feeling am Wasser ist noch immer unbegreiflich. Nicht beschreibbar und doch für mich eines der höchsten Zufriedenheitsgefühle nach der komisch chaotischen Woche, die hinter mir liegt.

Das entschädigt einfach alles. Und das Lächeln wird immer breiter. Und ja, meine Güte, wenn ich da so stehe, fang ich auch tatsächlich an zu heulen. Ich finde das wichtig. Was auch immer für Gefühle, Gedanken da durch den Kopf schießen, es ist einfach mit Zufriedenheit gepolstert.

So ging es dann allmählich ins Hotel zurück und nun liege ich im „Bunker“ und werde nun schlafen gehen.

Im Übrigen hätte ich auch mit dem Fernverkehr morgen auf Kosten der Reise fahren können, aber ich möchte nicht wieder die Letzte sein, die dann vielleicht eintrudelt. Deshalb hatte ich mich so entschlossen für diese entspannte Variante. Zurück gibt es dann den ICE.

Meinen beiden Chaoten geht es auch bestens, was mich sehr beruhigt. Trotzdem würde ich sie viel lieber mitnehmen.

In diesem Sinne wünsche ich euch einen schönen Abend und ne erholsame gute Nacht. Bis morgen!

Niksen

Guten Abend ihr Lieben.

Wow, es ist tatsächlich schon wieder einige Zeit her, dass ich etwas geschrieben hatte. Aber so ist das manchmal.

Eine Kornblume, so wunderschön anzusehen. Es ist wieder einiges passiert und ich bin wirklich sehr froh, eine Auszeit zu haben. Ich habe das für mich nicht häufig nutzen können und musste auch meine liebe Doreen diesbezüglich um Rat fragen, ob auch so ein Zustand in Ordnung ist. Aber ja, einfach mal niksen zwischen stressigen Tagen ist vollkommen in Ordnung. Meine Cousine in Holland kennt dieses Wort vielleicht.

Wenn es ein Ampelsystem gäbe für Körper, Geist und Seele, wo ständest du jetzt?

Ich: mittendrin zwischen rot, gelb und grün.

Es sollte nicht mehr gefragt werden „wie geht es dir?“ oder „wie fühlst du dich?“, sondern eher noch „was fühlst du gerade?„. Es macht den wesentlichen Unterschied. Die Frage des ehrlichen Interesses. Und so freue ich mich wirklich, wenn mich Menschen ansprechen in meinem Umfeld. Auch wenn sie die reguläre Frage stellen, so werde ich diese doch ehrlich beantworten.

Ich erinnere mich zurück an die Zeiten, wo ich intuitiv gehandelt habe und wie mir bewusst wurde, welche Schritte ich wofür gemacht habe, denke ich mir „wow, das bin alles ich„. Eben erst jetzt bewusst für voll genommen. Jeder geht seinen Weg mit einem eigenen Rucksack. Man kann ihn zwar mal auspacken und zeigen, aber er wird nie von jemandem abgenommen. Diese Bewusstseinslage muss eindeutig werden. Viele benötigen für dieses Verständnis noch etwas Reife, was gar nicht schlimm ist. Ich finde es zum Beispiel sehr interessant, wie jeder anders mit Themen umgeht, die sich doch manchmal ähneln. Wir Menschen sind sehr durchschaubar, wenn man eine gleiche Wellenlänge hat. Man spürt angespanntes Verhalten und hat das Bedürfnis, auf dieses hinzuzugehen.

Um sich lenken zu lassen, sollte man nie zu sehr die Gefühle bewusst lenken lassen, denn am Ende geschieht doch alles unbewusst mit dem Unterbewusstsein, welches ja auch massive Gefühle beinhaltet. Eine Weisheit, die so viel Wert hat. Und dann wird man von einigen Seiten angesprochen, warum man dies oder jenes tut, für mich im speziellen der Bezug zur Arbeit, und dann finde ich keine eindeutige Begründung. Es läuft eben intuitiv der Entscheidungsprozess. Klar sind es auch einige bewusste Vorgänge, aber am Ziel ist die unbewusste Lenkung. Und mal ganz davon abgesehen, was bedeutet in unserer heutigen Zeit denn Sicherheit? Glück und Zufriedenheit können Sicherheit widerspiegeln. Denn wenn ich zufrieden bin, strahle ich doch Sicherheit aus, oder? Von Wertschätzung ganz zu schweigen, die ich gerade erlebe. Erst wenn ich mich verändere, verändert sich eben auch das Umfeld. Und so passiert es eben auch einmal, dass es unbequem wird, dass man einfach mal ehrlich wird in seinen Aussagen. Nicht alles „hinunterschluckt“ oder „hinunterspült„.

Um seine Grenzen kennenzulernen, muss man über sich hinaus wachsen. Das können dabei auch kleine Schritte sein. Manchmal landet man eben in der Pfütze.

Die ist dann auch mal schlammig. Wichtig ist doch aber, wieder aufzustehen und sich den Schlamm abzuschütteln und sich selbst wieder frei zu machen.

Es ist beeindruckend, wieviele Menschen sich abhängig machen von Dingen, anderen Menschen oder was auch immer. Sich von Gefühlen leiten zu lassen ist im gewissen Maße in Ordnung, aber nie zu bewusst. Ich wäre sonst nicht da, wo ich jetzt stehe. Und das kann jeder andere von sich selbst auch behaupten.

Was fühlst du gerade? – Freiheit in mir selbst, aber auch etwas Rückenschmerzen und ein leichter Hauch von Unzufriedenheit, etwas noch nicht geschafft zu haben. Doreen weiß sogar, was. 🙂

Ehrlichkeit zu sich selbst ist ein winziger Schritt zu sich selbst. Und ja, manchmal stinkt Eigenlob, aber die Menschen strahlen auch ein gutes Selbstbewusstsein aus. Achtet mal drauf.

In diesem Sinne hoffe ich, dass ich wieder zum Nachdenken anregen konnte und wünsche euch eine erholsame Nachtruhe und einen schönen Start in die neue Woche.

Bis bald und denkt dran – einfach mal niksen!

Die letzte Chance

oder: Das Ultimatum

Guten Abend ihr Lieben.

Was hat dieses Bild mit dem aussagekräftigen Titel zutun, werdet ihr euch fragen. Na ja, am Ende profitieren wir ja doch voneinander.

Was ich damit sagen möchte, ist, dass sich gerade meine Chefin ziemlich ins Zeug legt, dass ich doch bleibe. Die letzten Gespräche waren ziemlich intensiv und ideenbringend. Aber für mich tatsächlich auch sehr wertschätzend. Das meine Arbeit geschätzt wird und es auch vorangehen kann. Trotzdem gibt es ein zeitliches Ultimatum. Und so habe ich das Zepter abgegeben für eventuell neue Wege. Vielleicht erreichen wir ja doch ein Ziel. Ich möchte mich noch weiter spezialisieren und intensiver mit dieser Thematik auseinandersetzen und damit auch Patienten und Pflegekräfte, aber auch Ärzte, unterstützen. Dabei kann auch die Qualität nochmals gesteigert werden. Nun ist die Frage, ob der Betrieb für die Ideen so offen und diese ermöglichen kann.

Ich bin dankbar für die Menschen, die an mich und meine Arbeit glauben. Dabei kann ich es nur immer und immer wieder wiederholen. Wir sind alle nur Menschen und machen Fehler. Wichtig hierbei ist doch, dass wir auf Fehler aufmerksam gemacht werden. Keiner ist fehlerfrei. Und ich bin für Hinweise wie heute dankbar.

Habe ich einem Menschen die Pistole auf die Brust gesetzt? Wahrscheinlich ja, aber vielleicht habe ich das Recht zu fordern? Habe ich zu lange die Füße still gehalten? All diese Fragen lassen sich nicht konkret beantworten, aber ich kann behaupten, dass es sich entwickelt mit wachsendem Selbstbewusstsein. Und ihr dürft mir glauben, dass diese Wertschätzung, die ich durch den Einsatz gerade erlebe, unheimlich schätze und es mir gut tut. Ich habe einen Mehrwert. Den hat jeder Einzelne. Aber es wirkt jetzt besonders nach. Jetzt, wo es um Nägel mit Köpfen geht.

Interessant finde ich trotzdem immer noch, dass man doch so wenig persönlich darauf angesprochen wird. „Hinterrücks“ wissen das doch eh schon fast alle. In solch einem Betrieb bleibt ja nicht allzu lange was geheim. Wobei so das ein oder andere Geheimnis ist noch nicht durchgedrungen. Aber das bleibt auch so.

Letzte Woche gab es zu diesen Ereignissen auch noch ein tolles Naturspektakel, welches noch ein i-Tüpfelchen gesetzt hat. Und ich habe wohl einige mit angesteckt. Es gab doch tatsächlich über eine knappe Stunde ein größeres Spektrum von Polarlichtern zu sehen. Ein Grund, um auch irgendwann mal wieder gen Norden zu reisen. Aber das es hier soooo deutlich zu sehen sein wird, hat mich sehr beeindruckt. Folgen werden einige Bilder, die ich in dieser wachen Stunde gemacht habe. Realität ist wie ein kleiner Nebelschwaden gewesen, aber mit Kamera einfach wunderbar. Dank der Sonnenaktivität und unserem funktionierenden Magnetfeld sieht das dann so aus:

Es ist einfach die reine Faszination, wie so etwas möglich ist. Physikalische Gesetze ganz einfach gesehen. Scheinbar unsichtbare Materie wird sichtbar. Kunst, die gezeichnet wird und jeder kann sie anders interpretieren. Aber wirklich alle, die ich angesteckt habe mit der Info, waren begeistert.

Was denke ich, wenn ich so etwas sehe. Es schickt der Himmel sein schönstes Farbenkleid. Oder ist es doch der lange Atem, den man manchmal noch spüren möchte? Es gibt einfach eine ganz besondere Verbindung zum Nachthimmel. Egal wie, es lässt mich wirklich abschalten. Dabei ist es unwichtig, ob Tag oder Nacht. Ein Blick nach oben und drei Mal tief durchatmen und es erdet mich von all den Faktoren drumherum. Noch dazu kommt das Wissen, dass jeder seinen eigenen schweren Rucksack zu tragen hat und dadurch vielleicht so tickt, wie er tickt. Gar nicht schlimm. Auch nicht, wenn jeder seine eigene Meinung hat. Wichtig ist doch, dass man sich objektiv austauschen kann, ohne es zu sehr persönlich zu nehmen. Wir leben schließlich voneinander, weil wir soziale Wesen sind. Und somit habe ich den Bogen zum Bild wieder gefunden.

Kunst ist das, was du mit den Sinnen wahrnehmen kannst. Interpretation ist das, was dein Kopf daraus machst.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen schönen Abend. Lasst euch schätzen oder nehmt die kleinen Anzeichen wahr in eurer Umgebung. Vielleicht wird Großes daraus.

Gute Nacht!

Altes neues Ich

Alter….. Was zur Hölle? Alt, neu, Ich?!

Guten Abend ihr Lieben.

Das erste Wort wird eine liebe Kollegin hassen, welches ich geschrieben habe. Ein bisschen ärgern muss schon mal drin sein.

Die Ereignisse überschlagen sich gerade im Kopf. Jetzt schalte ich doch das erste Mal bewusst mein Herz mit ein und lasse es mitbestimmen. Die Veränderung jetzt ist offiziell ein Jobwechsel oder Stellenwechsel. Wie auch immer man es bezeichnen mag. Ein heutiges Gespräch war im Kopf ziemlich aufwühlend. Klar, die Meinung und Einstellung kann ich voll verstehen. Am Ende geht wohl eine gute Arbeitskraft und die Enttäuschung ist riesig und würde vielleicht persönlich genommen. Aber die Entscheidung liegt allein bei mir. Einfach fällt sie mir aufgrund lieber Menschen im Umfeld nicht. Aber das macht das System nicht besser. Nur ein Mü erträglicher. Ich habe viel mitnehmen können und bin auch an meinen Aufgaben und Herausforderungen gewachsen. Ich werde auch immer der Praktiker bleiben. Es ist ja auch nicht alles schlecht. Und klar, wer weiß, was mich Neues erwartet.

Ich habe mich entwickelt, aber kennt ihr mein wahres Ich? Kennt ihr mich wirklich? Ich habe mein Wahres Ich freigeschaufelt, aus eigener Kraft, und es möchte sich nun noch weiterentwickeln. Neue Herausforderungen suchen und mehr und mehr unter Leuten kommen. Dank der Hundegruppe und des Förderverein des Planetariums in Halle gibt es viel zutun. Da ist man nicht mehr viel zu Hause und mir tut das richtig gut. Ich ziehe mich nicht zurück. Ich kann mir Gefühle eingestehen. Am Abend stand ich mit dem Auto am Seitenrand eines Feldweges und musste meiner Wut mal freien Lauf lassen. Wut, um mal alles zu sortieren. Auch Schmerz. Aber am Ende liegt die Entscheidung im Herzen. Und das hat so richtig Bock auf neue Abenteuer. Egal, was es am Ende wird.

Ich habe mich entwickelt, nehme bewusster wahr, erkenne meine Grenzen, habe mit vielen alten Dingen abgeschlossen und stehe Neuem offen gegenüber. Ich liebe die Entscheidungsfreiheit und die Spontanität. Ich bin wissbegierig, suche immer mal neue Ziele und der Wissensdurst ist enorm. Ich möchte weiter praktisch arbeiten und keine Konzepte schreiben. Dann hätte ich Wirtschaft studieren müssen. Pfui, welch trockenes Thema. Dabei gibt es ja bereits Qubits.

Und am Ende bin ich nicht aus der Welt, aber ein Verlust für einige. Seid gern wütend auf mich oder was auch immer, aber sprecht mit mir.

Vielleicht sollte ich mal in die Politik wechseln. Da kann man ja doch ein wenig erreichen. Wer weiß, was uns noch hier erwartet. Europawahlen stehen ja nun auch bald an. Ich schaue nicht zurück, sondern nach vorn und treffe meine Wahl. Ich kann eure Gefühle nachvollziehen und hoffe trotzdem, dass ihr mich und meine Entscheidung versteht und akzeptiert. Die Sonne geht abends unter, aber am anderen Ende wieder auf. Neues Licht, neugieriges Licht.

Ihr Lieben, das Abenteuer ruft, also, bis bald.

Kein alter Monat

Was bitte waren das für emotionale 5 Tage im Mai bisher?

Was passiert gerade? Warum passiert es? Welche Auslöser gab es?

Fragen über Fragen im Kopf, und dennoch komme ich zu einem Ergebnis. Man hält es kaum für möglich.

Somit wünsche ich euch erst einmal einen guten Abend, ihr Lieben.

Als ich meinen letzten Beitrag schrieb, dachte ich noch nicht an die Ausmaße, die alles nimmt in diesem Monat. Nachdem mich wirklich liebe Menschen direkt darauf angesprochen haben und ich diese Veränderung bejaht habe, wurde die Stimmung etwas trübe. Tue ich das Richtige? Wenn ich egoistisch bin und an mich denke, dann ja. Und im Leben muss man das leider manchmal tun. Es würde mich sonst zu sehr zermürben. Ich kämpfe jetzt schon jeden Tag. Dabei mag ich meinen Job sehr und die Verantwortung, die ich mittlerweile gewonnen und erlernt habe.

Der erste riesige Schritt ist nun erfolgt. Jetzt folgen weitere, die definitiv einfacher werden. Denn einer Person das mitzuteilen wie am Donnerstag, die einem doch sehr am Herzen liegt, das tut tatsächlich weh. Und der Wink mit dem Zaunpfahl ebenso. Für manche Menschen in meinem aktuellen Umkreis tut es mir sehr sehr Leid. Ich bin hier halt doch groß geworden, bin innerlich gewachsen und mit Erfahrungen noch weiter gereift.

Wenn ich einen Zeitpunkt benennen sollte, wie alles anfing, kann ich es nicht definieren. Daran erkennt man ja aber, dass Wachstum ein Prozess ist. Geistige Reife. Ich kann es nicht beschreiben, aber man betrachtet viele Schritte dieser doch immer mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Aber reif bin ich noch lange nicht. Dafür bin ich noch viel zu jung. Erfahrungen, neue Dinge möchten gesammelt werden. Wissensdurst? Das Leben leben? Mögt ihr es bezeichnen, wie ihr wollt. Ich benötige diese Veränderung für mein Wohlergehen. Das bedeutet ja nicht, dass auch die sozialen Kontakte schwinden. Wer mich gut kennt, und da nenne ich nur Steffi und Marika, die wissen, dass ich auch gern aus der Ferne Kontakt halte, auch wenn es nicht häufig ist.

– ….. –

Wenn ich bei den Emotionen bleiben möchte, habe ich dank eines Diensttausches einer lieben Kollegin wieder an der kreativen Schreibwerkstatt teilnehmen können. Zwei sehr intensive Tage mit wieder interessanten Menschen und wahnsinnig tollen Texten. Freitag waren es drei Stunden, am Samstag sechs Stunden. Geistig emotionale Arbeit. Mit Kunst verarbeiten wir eben auch Themen. Mehr als man wirklich selbst bewusst mitbekommt. Aber das Feedback ist dafür umso offener und erzählt von dem, was wirklich in einem arbeitet. Psychoanalyse in Texten. Es begeistert mich immer wieder. Und so habe auch ich aus früheren Tagen etwas von mir gegeben und merkte, was wirklich noch Thema ist. In Anbetracht dessen, dass ich da schon tiefer in der Materie unterwegs war. Trotzdem emotional überladen. Wirklich überladen. Bislang dachte ich, da ist einiges erledigt. Aber dieses Thema wird immer bestehen bleiben. Nur mein Umgang damit ist anders. Offener. Ich kann darüber reden, ich kann Gefühle zeigen und ich werde immer ungeklärte Fragen haben, die mich aber antreiben, so weiter zu machen, wie ich mein Leben lebe. Egal um jeden Preis, wer mich beeinflussen möchte. So ist die Erkenntnis immer entstanden, mich von belastenden Dingen loszulösen. Ganz unbewusst mein bisher junges Leben lang. Auch und eben gerade jetzt wieder. Loslassen, der Schlüssel zum Glück oder eher zum zufriedenen Leben. Danke für diese neun lehrreichen Stunden, womit ich wieder Inspiration und Ideen bekommen habe.

Abends ging es dann noch auf „Arbeitseinsatz“ fürs Planetarium zur Museumsnacht in Halle. Vier Stunden aufpassen auf die kleinen Wunderwerke und Fragen beantworten. Ich gebe zu, der Großteil der Mitglieder im Förderverein ist recht gehoben, aber dennoch hat man ja das gleiche Interesse irgendwie. Es war auf jeden Fall eine gut besuchte Location und ein kleiner Ausgleich zum emotionalen Nachmittag.

Heute ging es mit einer sehr guten Freundin dann noch zur Landesgartenschau nach Bad Dürrenberg. Aber wesentlich war doch der gemeinsame Austausch, um ehrlich zu sein. Dankbarkeit für gegenseitiges Vertrauen. Und dazu ein wunderschön gestaltetes Gelände.

So kann ich abschließend zu diesen Tagen sagen, dass ich Emotionen gesammelt, aber auch gegeben habe und stelle wieder einmal fest, dass jeder, aber wirklich jeder, sein eigenes Päckchen zu tragen hat. Wichtig ist, damit gut umgehen zu können und auch mal richtig abzuschalten. Ich habe meine Möglichkeit dafür gefunden und auch Wege, um dies zu entschlüsseln oder loszulösen. Wir gehen eben jeder seine eigenen Wege. Schade, dass das von manchen schwer akzeptiert werden kann. Man ist ja nicht aus der Welt. Im Gegenteil. Es kann ganz anders wachsen oder eben auch gar nicht.

Und so saß ich nach diesen vielen Erlebnissen für mich noch einmal dort, wo ich die Nähe spürte, erzählte und konnte dann tatsächlich noch tiefenentspannen mit einer kurzen Selbsthypnose. Handwerkzeug. Anwendung simpel, aber bei tiefen Themen nicht allein stemmbar. Selbsthypnose => Meditation. Fast zumindest. Mach dir positive Bilder und halte dir diese im Unterbewusstsein fest. Eine Lehre, der ich sehr sehr dankbar bin, wie allen Menschen in meinem Umfeld, die mit mir gut klarkommen. Herzlichen Dank.

Und nun geht es ab in die Koje, damit morgen wieder durchgestartet werden kann. Danke fürs Lesen. Ich freue mich auch über Kommentare. Bis bald und guts Nächtle!

Abschalten und Entspannen

Ein kurzer Nachtrag, den ich gern mit euch teilen möchte.

Ich habe ja früher schon Texte geschrieben, nur in anderer Form. Einen möchte ich euch gern in leicht überarbeiteter Form mal vorstellen.

Entstanden im Januar 2011, überarbeitet im Mai 2024

Stille

Du stehst an einem Meeresstrand

und vor Dir siehst Du Wasser und Sand.

Dein Kopf ist voller Verwirrung

und Du weißt, es ist keine Irrung.

…..

Setz Dich nieder am Meeresrand

und lausche dem Meer gespannt.

Es liegt eine besondere Ruhe in der Luft

und ein Gedanke nach dem anderen verpufft.

…..

Einen Augenblick der Leere in Dir,

das wünsch‘ ich mir.

Einfach mal abschalten können,

nicht immer im Leben weiter rennen.

…..

Genieße den Augenblick der Stille,

denn es ist eine winzige Lebensrille.

Hier entlang fließt Deine innere Kraft,

die Dir auch neuen Lebensmut verschafft.

…..

In der Stille bist Du nie allein.

Das Meer hört Dir zu; so wird es sein.

Der Lebenswille hat eine große Macht,

sodass er im Wasser sogar Feuer entfacht.

…..

Du musst daran glauben!

Und du darfst Dir dabei alles erlauben!