Die Suche des eigenen Ichs beginnt bei sich selbst

Kennt ihr das? Ihr stellt Probleme fest von anderen, aber eigentlich seht ihr eure eigenen nicht. Die Fehlersuche ist so einfach.

Erst einmal Entschuldigung dafür, dass ihr lange nicht mehr von mir gelesen habt. Ich wollte zum neuen alten Jahr einen Beitrag schreiben, jedoch fand ich einfach nicht die richtigen Worte. Zum Schreiben brauche ich eben auch meine Laune dazu.

Nun aber wieder zum angesprochenen Thema. Selbstfindung. An sich nur eine Phase in der Pubertät, nimmt man an. Aber Gegenteile beweisen, dass es ein Leben lang stattfindet. Krass, oder? Also wenn ich von mir selbst ausgehe, befinde ich mich seit meines 15./16. Lebensjahres in dieser Phase. So wirklich weiß ich immer noch nicht, was ich will. Inwiefern sich das bemerkbar macht. Indem ich beispielsweise heute mal wieder einen Text schreibe oder einfach Erkenntnisse in den Lebensjahren gesammelt habe, die das Leben immer wieder verändern. Veränderung heißt Leben lernen. Wir sind zwar Gewohnheitstiere, aber das macht uns auch oftmals blind. Neues ausprobieren ist cool. Neue Kulturen kennenlernen ist cool. So eine zweiwöchige Karibik-Rundreise kann einen echt beeinflussen.

Ja, ihr lest richtig, ich habe meinen großen Urlaub dieses Jahr schon weg. Eine Karibikkreuzfahrt mit Anfahrten von 8 verschiedenen Ländern. Jeder Liegeplatz wurde genutzt, um Land und Leute kennenzulernen. Dominikanische Republik, der Norden Kolumbiens, Panama, Costa Rica, Jamaika, St. Kitts, Guadeloupe und Antigua. Wunderbare Länder mit vielen kulturellen Unterschieden. Der Wahnsinn. Und doch viele durch die Kolonien geprägt. Christopher Columbus war natürlich Entdecker jeder dieser Inseln laut den verschiedenen Guides. Irgendwie witzig. Mein englisches Verstehen konnte ich in diesen zwei Wochen gut aufbessern. Noch interessanter jedoch war es für mich zu beobachten, wie die Menschen dort leben. Ja, sie leben oft vom reinen Tourismus, aber eine Sattelitenschüssel hat dort sogar der Ärmste aller Armen. Teilweise Bruchbuden, wo wahrscheinlich keiner jemals von uns drin wohnen würde. Aber dort findet das Leben eh nicht in den Wohnungen statt, sondern draußen auf der Straße, outdoor life. In manchen Orten hatte man das Gefühl, dort kenne jeder jeden. Dabei unterhalten sie sich einfach nur auf eine kommunikative Art und Weise. Und die Leute dort haben die Ruhe weg. Was sie bis Mittag nicht geschafft haben, bleibt eben liegen, denn in der Mittagssonne ist eh kein Aushalten. Eine Mentalität, von der wir uns ein Scheibchen von Abschneiden könnten. Zumindest ein bisschen von der Gelassenheit. Wir sind einfach zu perfektionistisch veranlagt, sagte auch ein Guide. Ach, und übrigens, der Panama-Kanal ist für dieses Land eigentlich die Goldgrube.

Aber mal im Ernst, wir müssen mal wieder zu schätzen lernen, was wir hier in unserem Land geboten bekommen und das wir doch gut dargestellt sind. Hätten die dort den Tourismus nicht noch, wären diese Länder doch am Grunde zerstört. Wie derzeit eine Insel der Philippinen, falls ihr davon schon gehört oder gelesen habt.

Ja, diese Reise hat mich auch wieder ein Stück verändert. Wie, kann ich noch nicht genau feststellen, aber ich spüre es einfach. Vielleicht merkt man einfach, was einem wichtig im Leben ist. Freie Zeit ist kostbar. Effektive Nutzung von Arbeitszeit, ohne Stress zu verbreiten. Fehler erst bei sich suchen, bevor man andere kritisiert. Wir sind nur Menschen und machen Fehler. Diese Fehler müssen unsere Gegenüber akzeptieren, aber vor allem wir uns selbst auch mal zugestehen.

Selbstfindung. Ich finde mich selbst. Ein Prozess, der noch lange nicht abgeschlossen ist. Was ich dazu brauche? Neue Erlebnisse, neue Wagnisse, neue Leute und Interessen verfolgen. Nichts ist unmöglich. Das gilt für alle Lebenslagen und -situationen. Steht ein Mann oder eine Frau vor mir…Egal. Ich bin weder Bibelgegner noch -befürworter. Aber wie heißt es so schön: Vor Gott sind alle gleich.

Ach so: Interpretiert den Text, wie ihr wollt. Sind ja letztlich nur meine Gedanken, die mir zur Abendstunde durch den Kopf gehen. Da gibt es gerade einen schönen Sonnenuntergang zu sehen. Schwupp, und weg isse.

Schönen Abend euch allen Lesern und Leserinnen.

Avatar von Unbekannt

Autor: famyvo

Ich geh arbeiten, meine Hobbies sind die Fotografie, das Erkunden neuer Wanderwege für mich und meinen Hund, zudem bin ich spontan immer mal unterwegs im Landesgebiet. Willkommen im Leben!

Hinterlasse einen Kommentar