Kennt ihr dieses Gefühl, welches ich mit diesem Titel verbinde? Es wäre wahnsinnig schade, wenn nicht. Denn auch das gehört zum Leben.
Eigentlich erstaunlich, was wir im Leben alles meistern. Ich gehe mal von meinem Beruf aus. Ich arbeite mit Menschen, die teils schwer krank sind. Kollegen und das interdisziplinäre Team ebenso. Dabei sehen wir viel, was man vielleicht nicht immer denkt. Eine Situation, die mich besonders beeindruckt hat, war diese, dass man doch „leidet“ mit solchen Menschen ähnlichen Alters. Man sieht sich selbst, man schaut auf sich… dabei ist doch aber der andere betroffen. Solche Situationen muss man bewältigen lernen. Gerade als Berufsanfänger nicht einfach, wenn man nicht schon mal vorher andere Erfahrungen gesammelt hat. Man lernt das Leben schätzen, auch wenn man im ersten Moment dies nicht so sieht. Der-/diejenige, die es vielleicht lesen, kennen das Gefühl. Aber man ist damit nicht allein. Man kann und sollte auch darüber mit jemanden reden. Sei es gleich oder zu späteren Zeitpunkten. Für sich behalten macht kaputt… Burn out, Depressionen und andere Dinge können wohl die Folge sein.
Ähnlich, so sehe ich es zumindest, geht es den Workaholics. Sie müssen auch auf sich selbst achten. Sicher macht man seinen Job gern, aber Ausgleich ist auch wichtig. Im Umkreis sehe ich momentan drei Betroffene in dieser Richtung. Ich nehme es so wahr. Und auch das kann gefährlich werden.
Ich liebe auch meinen Job und mache diesen gern. Manchmal denke ich zwar auch an völlig andere Berufsrichtungen, aber nein, ich möchte in dieser Branche bleiben. Aber ich gönne mir Ausgleich. Einfach soooo wichtig.
Was aber macht uns so umtriebig, wenn ich mir die Arbeitssüchtigen anschaue. Es ist die schnelllebige Zeit, Zahlen und Fakten bringen, sich hocharbeiten. Für welchen Preis? –>Risiko der eigenen Gesundheit. Patienten des eigenen Gesundheitssystems.
Da wären wir wieder beim Thema der Politik. Traurig, aber wahr. Unsere Regierung ist seit einem Jahr mit sich selbst beschäftigt. Warum? Das weiß sicher jeder von euch. Ich denke, wenn nun bald die Landtagswahlen in Bayern und Hessen gelaufen sind, werden unsere Politiker vielleicht doch erwachen. Wobei, so wirklich daran glauben tue auch ich nicht mehr.
Bezüglich dieser Dieselaffäre fällt mir nur ein: die Wirtschaft bestimmt das Regime. Siehe Autoindustrie.
Na gut, zurück zum Thema. Eigentlich geht es mir mal wieder um das soziale Leben, das Leben miteinander, Kommunikation, Interaktion untereinander im Kreis der Freunde, Familie und der Bekannten, Kollegen und weiteren. Die soziale Bindung sucht unser Unterbewusstsein. Unseresgleichen, Seelenverwandte, mit denen man auch interagieren kann. Wenn du diese Menschen aber vor dir siehst, wie sie bereits im gleichen Alter schwer krank sind, was denkst du da als erstes? Das würde mich interessieren, wie gerade Laien darüber denken. Bei uns ist es berufliche Erfahrung und die Entwicklung von Bewältigungsstrategien, wie man damit umgeht. Oder einem kann nichts mehr „schocken“.
Ich lebe aus meiner persönlichen Erfahrung damit recht locker. Und eines der wichtigen Dinge dabei für mich ist, nichts mit nach Hause nehmen. Aus der Tür von Arbeit gehen, tief Luft holen und bei der Hunderunde Entspannung holen. So sieht es bei mir aus. Jeder hat seine Strategie. Sonst wäre auch der Beruf falsch gewählt. Im Dienstleistungswesen geht es da, glaube ich, immer nur so.
Es mag etwas philosophisch klingen: Aber was bringt es uns über Dinge nachzudenken, die wir eh nicht verhindern bzw. beeinflussen können?
Wo wir Einfluss nehmen können ist eben mittels Demokratie etwas zu bewegen. Hierachie ist da manchmal unangebracht. Darum bin ich auch dankbar, dass es im Kollegium und im interdisziplinären Team kommunikativ ganz gut funktioniert. Nicht immer reibungslos. Aber wenn man unvoreingenommen herangeht, dann können auch Berge erklimmt werden, die man allein nicht schafft. Man schafft es eben nur im Team. Und dazu gehören alle Berufsgruppen in der Branche, wo ich beschäftigt bin.
Ich danke den Leuten, denen ich im Kollektiv vertrauen kann und bin jederzeit offen für neue Ideen und Anregungen.
In diesem Sinne: I dance with me. Happy day to you.
Ich wünsche euch allen einen wunderschönen entspannten Abend. Genießt den Abendhimmel. Sternenklar. Bevor morgen früh wieder Nebelsuppe herrscht.
