Warnemünde und Einchecken auf der Diva

Guten Abend ihr Lieben.

Das war eine recht unbequeme Nacht für mich, aber auch nur, weil dieses Bett einfach zu weich für mich war. Ansonsten habe ich wohl durchgeschlafen bis morgens 6 Uhr. Aber nicht, dass ihr denkt, ich bin da schon aufgestanden. Nein, ich konnte noch gechillt liegen bleiben im Neste und die Zeit genießen. Es hat eben auch mal Vorteile, wenn die Hunde nicht mit am Start sind und man noch etwas unabhängiger ist.

Gegen kurz nach halb 9 ging es dann zum Frühstück. Auch das war mit guter Auswahl bestückt. Und bevor ich dann wieder ausgecheckt habe, musste noch mal Post raus. Meinen Koffer konnte ich für einen Spaziergang am Strand noch im Hotel belassen. Denn das wäre sonst wirklich unhandlich geworden. Also ging es Richtung Hafen und schwupp, wurde ich angeworben zu einer Hafenrundfahrt. Hach ja, das kenne ich ja sogar schon, aber es war trotzdem sehr interessant wieder einmal. Es wird eben immer ein bisschen anders erzählt.

Der eigens genutzte Kran von Liebherr, Traglast bis 3200 Tonnen
Diese Kräne wurden alle bestellt und verkauft, warten nur noch auf die Abholung
Getreidelager
noch Getreidelager
AIDAdiva und AIDAmar im Passagierkai
der hübsche allseits bekannte Kussmund

So war ich schon eine Stunde beschäftigt, wieder durch die Gegend zu schauen. Weiter ging es dann direkt im Anschluss zum Strand. Einfach laufen, laufen, laufen und genießen. Es waren echt nur sehr wenige im Wasser, aber bei 15°C Wassertemperatur kein Wunder. Dabei waren die Kinder mutiger als manch Erwachsene. Ein paar schöne Bilder konnte ich auch knipsen.

Dieses Strandlaufen und dann noch zurück durch den Wald ist immer wieder ein Erlebnis für sich. Tatsächlich mag ich aber dann auch lieber etwas weniger belebte Strandabschnitte. Auf den Rückweg gab es dann Fish&Chips und zu Fuß zum Hotel zurück, um den Koffer zu holen.

Das Container-Hostel

Es ging schnell zur S-Bahn und von der Haltestelle aus zu sehen war bereits die Diva, oder doch die Mar? Wer weiß das schon. Den schweren Koffer konnte ich am Bahnhof Warnemünde dann schon wieder abgeben und ich lief dann zum Passagierkai. Dort war durch die zwei Kreuzfahrtschiffe natürlich ordentlich Betrieb. Aber ich war dieses Mal nicht die Letzte. Oh man, diese Erinnerung bringt mich so sehr zum Lachen. Einfach herrlich.

Eingecheckt mit Perso und Reiseunterlagen ging es noch zum Sicherheitscheck des Handgepäck und dann endlich Entspannung. Der Koffer war noch unterwegs. Aber nicht schlimm. Ich konnte nun ankommen und genießen. Schauen wir mal, wie sich das Wetter entwickelt.

Das Sailaway ist wie immer ein Schauspiel gewesen. In Warnemünde waren so viele Touries, die dann die beiden AIDA Flotten verabschiedet haben, einfach ein herrliches, unbeschreibliches Feeling.

ich liebe diese Melodie

Und nun sind wir schon wieder drei Stunden unterwegs auf hoher See und der erste Regen und die ersten Wellen haben uns gesucht. Aber das soll nicht stören. Es gibt so vieles zu sehen und Abendessen stand auch noch an.

Am Abend eines der schönsten gesichteten Dinge, was noch zu sehen war, ein Regenbogen in schönsten Farben. Davon gibt es leider kein Bild. Aber ich glaube, ihr könnt es euch vorstellen von tiefblauem Lila bis zum Gelbgrün.

Und so endet schon wieder ein Urlaubstag mit vielen kleinen feinen Erlebnissen. Die Kabine ist richtig groß und hell ausgefallen mit VARIO. Das freut mich tatsächlich sehr. Nun sitze ich noch ein wenig an der Bar und lasse den Abend gemütlich ausklingen und freue mich auf den morgigen Seetag. Es wird wieder Bingo gespielt und es wird wieder einen Allleinreisenden-Treff geben. Dieses Mal dürften es nicht so viele sein wie bei der Norwegen-Kreuzfahrt vor 2 Jahren. Ich lasse mich überraschen.

Aber nun geht es noch ein wenig durch den Regen hindurch spazieren und etwas runterfahren. Ich wünsche euch einen schönen Abend und sage mal: bis morgen.

Ich liebe diese Melodie.

Öffentlicher Nahverkehr

Guten Abend ihr Lieben.

Heute beginnt wieder mein täglicher Reiseblog für die nächste interessante Kreuzfahrt. Die beginnt tatsächlich erst morgen richtig, aber die Anreise heute bis zum Abfahrtshafenort war schon spektakulär. Und so kann ich bereits so einiges erzählen.

Das Auto steht mal zu Hause dumm rum für ne Woche, weil ich einfach stressfrei und definitiv kostengünstig nach Warnemünde kommen wollte. Mit dem Bus ging es dann erst einmal bis nach Halle. Es gab noch einen kurzen Boxenstopp und dann weiter zum Bahnhof. Ich konnte mich entscheiden zwischen einer Verbindung mit 4x oder 5x umsteigen. Denn mit dem Quer-durchs-Land-Ticket für 46€ kann man deutschlandweit den Nahverkehr nutzen. Das ist wohl gerade mal ein halber Autotank voll. Ich entschied mich für die etwas zeitlich längere Strecke mit dem 5x umsteigen. So bleibt man auch ein bisschen in Bewegung. Die Züge gen Norden liefen super. Erster Streckenabschnitt von Halle nach Magdeburg und der zweite Teil von Magdeburg nach Uelzen.

Im Bahnhof Uelzen angekommen, fiel ein markanter Baustil auf, Hundertwasser. Wisst ihr, ob dieser Stil auch damit zutun hat, dass Züge in Uelzen so grundsätzlich zu spät sind? Ein anderer Passant meinte jedenfalls, dass die Züge dort nie pünktlich sind. Das ist schon ein ziemlich interessantes Phänomen.

Und so kam unser Zug 15 Minuten zu spät und somit hätte ich durch nur 6 Minuten geplanter Umstiegszeit den Anschlusszug in Lüneburg eh nicht geschafft. Ich hatte noch nie so einen vollen Regionalzug gesehen, der bis nach Hamburg dann ging. So bin ich dann, statt in Lüneburg und Büchen umzusteigen, in Hamburg abgestiegen und habe dort eine knappe Stunde auf den Zug nach Rostock gewartet. Der fährt dann übrigens an Büchen vorbei bzw. hält dort.

Auch dieser Zug war einfach nur echt voll… Und das fast 2 1/2 lang als Fahrt. Die längste Sitzfleisch-Strecke. In Rostock war dann der letzte Umstiegspunkt in die S-Bahn nach Warnemünde. Dort angekommen, eine Haltestelle vor Ende des Zuges, an der Warnow-Werft, fällt man von der S-Bahn direkt ins Hotel Dock Inn. Ein cooler Baustil ähnlich den Schiffen, dabei ist das vielleicht eh nur Containerbau. Aber clever gelöst.

Nach 9 Stunden und 8 Minuten Zugfahrt bzw. 11 Stunden Reisedauer von Haustür zu Haustür, habe ich erst einmal alles abgelegt und bin Richtung Hafen gelaufen und zum Abendessen ins Peter Pane.

Der Verdauungsspaziergang folgte im Anschluss am Strand entlang. Und ich muss zugeben, dieses Feeling am Wasser ist noch immer unbegreiflich. Nicht beschreibbar und doch für mich eines der höchsten Zufriedenheitsgefühle nach der komisch chaotischen Woche, die hinter mir liegt.

Das entschädigt einfach alles. Und das Lächeln wird immer breiter. Und ja, meine Güte, wenn ich da so stehe, fang ich auch tatsächlich an zu heulen. Ich finde das wichtig. Was auch immer für Gefühle, Gedanken da durch den Kopf schießen, es ist einfach mit Zufriedenheit gepolstert.

So ging es dann allmählich ins Hotel zurück und nun liege ich im „Bunker“ und werde nun schlafen gehen.

Im Übrigen hätte ich auch mit dem Fernverkehr morgen auf Kosten der Reise fahren können, aber ich möchte nicht wieder die Letzte sein, die dann vielleicht eintrudelt. Deshalb hatte ich mich so entschlossen für diese entspannte Variante. Zurück gibt es dann den ICE.

Meinen beiden Chaoten geht es auch bestens, was mich sehr beruhigt. Trotzdem würde ich sie viel lieber mitnehmen.

In diesem Sinne wünsche ich euch einen schönen Abend und ne erholsame gute Nacht. Bis morgen!

Niksen

Guten Abend ihr Lieben.

Wow, es ist tatsächlich schon wieder einige Zeit her, dass ich etwas geschrieben hatte. Aber so ist das manchmal.

Eine Kornblume, so wunderschön anzusehen. Es ist wieder einiges passiert und ich bin wirklich sehr froh, eine Auszeit zu haben. Ich habe das für mich nicht häufig nutzen können und musste auch meine liebe Doreen diesbezüglich um Rat fragen, ob auch so ein Zustand in Ordnung ist. Aber ja, einfach mal niksen zwischen stressigen Tagen ist vollkommen in Ordnung. Meine Cousine in Holland kennt dieses Wort vielleicht.

Wenn es ein Ampelsystem gäbe für Körper, Geist und Seele, wo ständest du jetzt?

Ich: mittendrin zwischen rot, gelb und grün.

Es sollte nicht mehr gefragt werden „wie geht es dir?“ oder „wie fühlst du dich?“, sondern eher noch „was fühlst du gerade?„. Es macht den wesentlichen Unterschied. Die Frage des ehrlichen Interesses. Und so freue ich mich wirklich, wenn mich Menschen ansprechen in meinem Umfeld. Auch wenn sie die reguläre Frage stellen, so werde ich diese doch ehrlich beantworten.

Ich erinnere mich zurück an die Zeiten, wo ich intuitiv gehandelt habe und wie mir bewusst wurde, welche Schritte ich wofür gemacht habe, denke ich mir „wow, das bin alles ich„. Eben erst jetzt bewusst für voll genommen. Jeder geht seinen Weg mit einem eigenen Rucksack. Man kann ihn zwar mal auspacken und zeigen, aber er wird nie von jemandem abgenommen. Diese Bewusstseinslage muss eindeutig werden. Viele benötigen für dieses Verständnis noch etwas Reife, was gar nicht schlimm ist. Ich finde es zum Beispiel sehr interessant, wie jeder anders mit Themen umgeht, die sich doch manchmal ähneln. Wir Menschen sind sehr durchschaubar, wenn man eine gleiche Wellenlänge hat. Man spürt angespanntes Verhalten und hat das Bedürfnis, auf dieses hinzuzugehen.

Um sich lenken zu lassen, sollte man nie zu sehr die Gefühle bewusst lenken lassen, denn am Ende geschieht doch alles unbewusst mit dem Unterbewusstsein, welches ja auch massive Gefühle beinhaltet. Eine Weisheit, die so viel Wert hat. Und dann wird man von einigen Seiten angesprochen, warum man dies oder jenes tut, für mich im speziellen der Bezug zur Arbeit, und dann finde ich keine eindeutige Begründung. Es läuft eben intuitiv der Entscheidungsprozess. Klar sind es auch einige bewusste Vorgänge, aber am Ziel ist die unbewusste Lenkung. Und mal ganz davon abgesehen, was bedeutet in unserer heutigen Zeit denn Sicherheit? Glück und Zufriedenheit können Sicherheit widerspiegeln. Denn wenn ich zufrieden bin, strahle ich doch Sicherheit aus, oder? Von Wertschätzung ganz zu schweigen, die ich gerade erlebe. Erst wenn ich mich verändere, verändert sich eben auch das Umfeld. Und so passiert es eben auch einmal, dass es unbequem wird, dass man einfach mal ehrlich wird in seinen Aussagen. Nicht alles „hinunterschluckt“ oder „hinunterspült„.

Um seine Grenzen kennenzulernen, muss man über sich hinaus wachsen. Das können dabei auch kleine Schritte sein. Manchmal landet man eben in der Pfütze.

Die ist dann auch mal schlammig. Wichtig ist doch aber, wieder aufzustehen und sich den Schlamm abzuschütteln und sich selbst wieder frei zu machen.

Es ist beeindruckend, wieviele Menschen sich abhängig machen von Dingen, anderen Menschen oder was auch immer. Sich von Gefühlen leiten zu lassen ist im gewissen Maße in Ordnung, aber nie zu bewusst. Ich wäre sonst nicht da, wo ich jetzt stehe. Und das kann jeder andere von sich selbst auch behaupten.

Was fühlst du gerade? – Freiheit in mir selbst, aber auch etwas Rückenschmerzen und ein leichter Hauch von Unzufriedenheit, etwas noch nicht geschafft zu haben. Doreen weiß sogar, was. 🙂

Ehrlichkeit zu sich selbst ist ein winziger Schritt zu sich selbst. Und ja, manchmal stinkt Eigenlob, aber die Menschen strahlen auch ein gutes Selbstbewusstsein aus. Achtet mal drauf.

In diesem Sinne hoffe ich, dass ich wieder zum Nachdenken anregen konnte und wünsche euch eine erholsame Nachtruhe und einen schönen Start in die neue Woche.

Bis bald und denkt dran – einfach mal niksen!

Die letzte Chance

oder: Das Ultimatum

Guten Abend ihr Lieben.

Was hat dieses Bild mit dem aussagekräftigen Titel zutun, werdet ihr euch fragen. Na ja, am Ende profitieren wir ja doch voneinander.

Was ich damit sagen möchte, ist, dass sich gerade meine Chefin ziemlich ins Zeug legt, dass ich doch bleibe. Die letzten Gespräche waren ziemlich intensiv und ideenbringend. Aber für mich tatsächlich auch sehr wertschätzend. Das meine Arbeit geschätzt wird und es auch vorangehen kann. Trotzdem gibt es ein zeitliches Ultimatum. Und so habe ich das Zepter abgegeben für eventuell neue Wege. Vielleicht erreichen wir ja doch ein Ziel. Ich möchte mich noch weiter spezialisieren und intensiver mit dieser Thematik auseinandersetzen und damit auch Patienten und Pflegekräfte, aber auch Ärzte, unterstützen. Dabei kann auch die Qualität nochmals gesteigert werden. Nun ist die Frage, ob der Betrieb für die Ideen so offen und diese ermöglichen kann.

Ich bin dankbar für die Menschen, die an mich und meine Arbeit glauben. Dabei kann ich es nur immer und immer wieder wiederholen. Wir sind alle nur Menschen und machen Fehler. Wichtig hierbei ist doch, dass wir auf Fehler aufmerksam gemacht werden. Keiner ist fehlerfrei. Und ich bin für Hinweise wie heute dankbar.

Habe ich einem Menschen die Pistole auf die Brust gesetzt? Wahrscheinlich ja, aber vielleicht habe ich das Recht zu fordern? Habe ich zu lange die Füße still gehalten? All diese Fragen lassen sich nicht konkret beantworten, aber ich kann behaupten, dass es sich entwickelt mit wachsendem Selbstbewusstsein. Und ihr dürft mir glauben, dass diese Wertschätzung, die ich durch den Einsatz gerade erlebe, unheimlich schätze und es mir gut tut. Ich habe einen Mehrwert. Den hat jeder Einzelne. Aber es wirkt jetzt besonders nach. Jetzt, wo es um Nägel mit Köpfen geht.

Interessant finde ich trotzdem immer noch, dass man doch so wenig persönlich darauf angesprochen wird. „Hinterrücks“ wissen das doch eh schon fast alle. In solch einem Betrieb bleibt ja nicht allzu lange was geheim. Wobei so das ein oder andere Geheimnis ist noch nicht durchgedrungen. Aber das bleibt auch so.

Letzte Woche gab es zu diesen Ereignissen auch noch ein tolles Naturspektakel, welches noch ein i-Tüpfelchen gesetzt hat. Und ich habe wohl einige mit angesteckt. Es gab doch tatsächlich über eine knappe Stunde ein größeres Spektrum von Polarlichtern zu sehen. Ein Grund, um auch irgendwann mal wieder gen Norden zu reisen. Aber das es hier soooo deutlich zu sehen sein wird, hat mich sehr beeindruckt. Folgen werden einige Bilder, die ich in dieser wachen Stunde gemacht habe. Realität ist wie ein kleiner Nebelschwaden gewesen, aber mit Kamera einfach wunderbar. Dank der Sonnenaktivität und unserem funktionierenden Magnetfeld sieht das dann so aus:

Es ist einfach die reine Faszination, wie so etwas möglich ist. Physikalische Gesetze ganz einfach gesehen. Scheinbar unsichtbare Materie wird sichtbar. Kunst, die gezeichnet wird und jeder kann sie anders interpretieren. Aber wirklich alle, die ich angesteckt habe mit der Info, waren begeistert.

Was denke ich, wenn ich so etwas sehe. Es schickt der Himmel sein schönstes Farbenkleid. Oder ist es doch der lange Atem, den man manchmal noch spüren möchte? Es gibt einfach eine ganz besondere Verbindung zum Nachthimmel. Egal wie, es lässt mich wirklich abschalten. Dabei ist es unwichtig, ob Tag oder Nacht. Ein Blick nach oben und drei Mal tief durchatmen und es erdet mich von all den Faktoren drumherum. Noch dazu kommt das Wissen, dass jeder seinen eigenen schweren Rucksack zu tragen hat und dadurch vielleicht so tickt, wie er tickt. Gar nicht schlimm. Auch nicht, wenn jeder seine eigene Meinung hat. Wichtig ist doch, dass man sich objektiv austauschen kann, ohne es zu sehr persönlich zu nehmen. Wir leben schließlich voneinander, weil wir soziale Wesen sind. Und somit habe ich den Bogen zum Bild wieder gefunden.

Kunst ist das, was du mit den Sinnen wahrnehmen kannst. Interpretation ist das, was dein Kopf daraus machst.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen schönen Abend. Lasst euch schätzen oder nehmt die kleinen Anzeichen wahr in eurer Umgebung. Vielleicht wird Großes daraus.

Gute Nacht!

Altes neues Ich

Alter….. Was zur Hölle? Alt, neu, Ich?!

Guten Abend ihr Lieben.

Das erste Wort wird eine liebe Kollegin hassen, welches ich geschrieben habe. Ein bisschen ärgern muss schon mal drin sein.

Die Ereignisse überschlagen sich gerade im Kopf. Jetzt schalte ich doch das erste Mal bewusst mein Herz mit ein und lasse es mitbestimmen. Die Veränderung jetzt ist offiziell ein Jobwechsel oder Stellenwechsel. Wie auch immer man es bezeichnen mag. Ein heutiges Gespräch war im Kopf ziemlich aufwühlend. Klar, die Meinung und Einstellung kann ich voll verstehen. Am Ende geht wohl eine gute Arbeitskraft und die Enttäuschung ist riesig und würde vielleicht persönlich genommen. Aber die Entscheidung liegt allein bei mir. Einfach fällt sie mir aufgrund lieber Menschen im Umfeld nicht. Aber das macht das System nicht besser. Nur ein Mü erträglicher. Ich habe viel mitnehmen können und bin auch an meinen Aufgaben und Herausforderungen gewachsen. Ich werde auch immer der Praktiker bleiben. Es ist ja auch nicht alles schlecht. Und klar, wer weiß, was mich Neues erwartet.

Ich habe mich entwickelt, aber kennt ihr mein wahres Ich? Kennt ihr mich wirklich? Ich habe mein Wahres Ich freigeschaufelt, aus eigener Kraft, und es möchte sich nun noch weiterentwickeln. Neue Herausforderungen suchen und mehr und mehr unter Leuten kommen. Dank der Hundegruppe und des Förderverein des Planetariums in Halle gibt es viel zutun. Da ist man nicht mehr viel zu Hause und mir tut das richtig gut. Ich ziehe mich nicht zurück. Ich kann mir Gefühle eingestehen. Am Abend stand ich mit dem Auto am Seitenrand eines Feldweges und musste meiner Wut mal freien Lauf lassen. Wut, um mal alles zu sortieren. Auch Schmerz. Aber am Ende liegt die Entscheidung im Herzen. Und das hat so richtig Bock auf neue Abenteuer. Egal, was es am Ende wird.

Ich habe mich entwickelt, nehme bewusster wahr, erkenne meine Grenzen, habe mit vielen alten Dingen abgeschlossen und stehe Neuem offen gegenüber. Ich liebe die Entscheidungsfreiheit und die Spontanität. Ich bin wissbegierig, suche immer mal neue Ziele und der Wissensdurst ist enorm. Ich möchte weiter praktisch arbeiten und keine Konzepte schreiben. Dann hätte ich Wirtschaft studieren müssen. Pfui, welch trockenes Thema. Dabei gibt es ja bereits Qubits.

Und am Ende bin ich nicht aus der Welt, aber ein Verlust für einige. Seid gern wütend auf mich oder was auch immer, aber sprecht mit mir.

Vielleicht sollte ich mal in die Politik wechseln. Da kann man ja doch ein wenig erreichen. Wer weiß, was uns noch hier erwartet. Europawahlen stehen ja nun auch bald an. Ich schaue nicht zurück, sondern nach vorn und treffe meine Wahl. Ich kann eure Gefühle nachvollziehen und hoffe trotzdem, dass ihr mich und meine Entscheidung versteht und akzeptiert. Die Sonne geht abends unter, aber am anderen Ende wieder auf. Neues Licht, neugieriges Licht.

Ihr Lieben, das Abenteuer ruft, also, bis bald.

Kein alter Monat

Was bitte waren das für emotionale 5 Tage im Mai bisher?

Was passiert gerade? Warum passiert es? Welche Auslöser gab es?

Fragen über Fragen im Kopf, und dennoch komme ich zu einem Ergebnis. Man hält es kaum für möglich.

Somit wünsche ich euch erst einmal einen guten Abend, ihr Lieben.

Als ich meinen letzten Beitrag schrieb, dachte ich noch nicht an die Ausmaße, die alles nimmt in diesem Monat. Nachdem mich wirklich liebe Menschen direkt darauf angesprochen haben und ich diese Veränderung bejaht habe, wurde die Stimmung etwas trübe. Tue ich das Richtige? Wenn ich egoistisch bin und an mich denke, dann ja. Und im Leben muss man das leider manchmal tun. Es würde mich sonst zu sehr zermürben. Ich kämpfe jetzt schon jeden Tag. Dabei mag ich meinen Job sehr und die Verantwortung, die ich mittlerweile gewonnen und erlernt habe.

Der erste riesige Schritt ist nun erfolgt. Jetzt folgen weitere, die definitiv einfacher werden. Denn einer Person das mitzuteilen wie am Donnerstag, die einem doch sehr am Herzen liegt, das tut tatsächlich weh. Und der Wink mit dem Zaunpfahl ebenso. Für manche Menschen in meinem aktuellen Umkreis tut es mir sehr sehr Leid. Ich bin hier halt doch groß geworden, bin innerlich gewachsen und mit Erfahrungen noch weiter gereift.

Wenn ich einen Zeitpunkt benennen sollte, wie alles anfing, kann ich es nicht definieren. Daran erkennt man ja aber, dass Wachstum ein Prozess ist. Geistige Reife. Ich kann es nicht beschreiben, aber man betrachtet viele Schritte dieser doch immer mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Aber reif bin ich noch lange nicht. Dafür bin ich noch viel zu jung. Erfahrungen, neue Dinge möchten gesammelt werden. Wissensdurst? Das Leben leben? Mögt ihr es bezeichnen, wie ihr wollt. Ich benötige diese Veränderung für mein Wohlergehen. Das bedeutet ja nicht, dass auch die sozialen Kontakte schwinden. Wer mich gut kennt, und da nenne ich nur Steffi und Marika, die wissen, dass ich auch gern aus der Ferne Kontakt halte, auch wenn es nicht häufig ist.

– ….. –

Wenn ich bei den Emotionen bleiben möchte, habe ich dank eines Diensttausches einer lieben Kollegin wieder an der kreativen Schreibwerkstatt teilnehmen können. Zwei sehr intensive Tage mit wieder interessanten Menschen und wahnsinnig tollen Texten. Freitag waren es drei Stunden, am Samstag sechs Stunden. Geistig emotionale Arbeit. Mit Kunst verarbeiten wir eben auch Themen. Mehr als man wirklich selbst bewusst mitbekommt. Aber das Feedback ist dafür umso offener und erzählt von dem, was wirklich in einem arbeitet. Psychoanalyse in Texten. Es begeistert mich immer wieder. Und so habe auch ich aus früheren Tagen etwas von mir gegeben und merkte, was wirklich noch Thema ist. In Anbetracht dessen, dass ich da schon tiefer in der Materie unterwegs war. Trotzdem emotional überladen. Wirklich überladen. Bislang dachte ich, da ist einiges erledigt. Aber dieses Thema wird immer bestehen bleiben. Nur mein Umgang damit ist anders. Offener. Ich kann darüber reden, ich kann Gefühle zeigen und ich werde immer ungeklärte Fragen haben, die mich aber antreiben, so weiter zu machen, wie ich mein Leben lebe. Egal um jeden Preis, wer mich beeinflussen möchte. So ist die Erkenntnis immer entstanden, mich von belastenden Dingen loszulösen. Ganz unbewusst mein bisher junges Leben lang. Auch und eben gerade jetzt wieder. Loslassen, der Schlüssel zum Glück oder eher zum zufriedenen Leben. Danke für diese neun lehrreichen Stunden, womit ich wieder Inspiration und Ideen bekommen habe.

Abends ging es dann noch auf „Arbeitseinsatz“ fürs Planetarium zur Museumsnacht in Halle. Vier Stunden aufpassen auf die kleinen Wunderwerke und Fragen beantworten. Ich gebe zu, der Großteil der Mitglieder im Förderverein ist recht gehoben, aber dennoch hat man ja das gleiche Interesse irgendwie. Es war auf jeden Fall eine gut besuchte Location und ein kleiner Ausgleich zum emotionalen Nachmittag.

Heute ging es mit einer sehr guten Freundin dann noch zur Landesgartenschau nach Bad Dürrenberg. Aber wesentlich war doch der gemeinsame Austausch, um ehrlich zu sein. Dankbarkeit für gegenseitiges Vertrauen. Und dazu ein wunderschön gestaltetes Gelände.

So kann ich abschließend zu diesen Tagen sagen, dass ich Emotionen gesammelt, aber auch gegeben habe und stelle wieder einmal fest, dass jeder, aber wirklich jeder, sein eigenes Päckchen zu tragen hat. Wichtig ist, damit gut umgehen zu können und auch mal richtig abzuschalten. Ich habe meine Möglichkeit dafür gefunden und auch Wege, um dies zu entschlüsseln oder loszulösen. Wir gehen eben jeder seine eigenen Wege. Schade, dass das von manchen schwer akzeptiert werden kann. Man ist ja nicht aus der Welt. Im Gegenteil. Es kann ganz anders wachsen oder eben auch gar nicht.

Und so saß ich nach diesen vielen Erlebnissen für mich noch einmal dort, wo ich die Nähe spürte, erzählte und konnte dann tatsächlich noch tiefenentspannen mit einer kurzen Selbsthypnose. Handwerkzeug. Anwendung simpel, aber bei tiefen Themen nicht allein stemmbar. Selbsthypnose => Meditation. Fast zumindest. Mach dir positive Bilder und halte dir diese im Unterbewusstsein fest. Eine Lehre, der ich sehr sehr dankbar bin, wie allen Menschen in meinem Umfeld, die mit mir gut klarkommen. Herzlichen Dank.

Und nun geht es ab in die Koje, damit morgen wieder durchgestartet werden kann. Danke fürs Lesen. Ich freue mich auch über Kommentare. Bis bald und guts Nächtle!

Abschalten und Entspannen

Ein kurzer Nachtrag, den ich gern mit euch teilen möchte.

Ich habe ja früher schon Texte geschrieben, nur in anderer Form. Einen möchte ich euch gern in leicht überarbeiteter Form mal vorstellen.

Entstanden im Januar 2011, überarbeitet im Mai 2024

Stille

Du stehst an einem Meeresstrand

und vor Dir siehst Du Wasser und Sand.

Dein Kopf ist voller Verwirrung

und Du weißt, es ist keine Irrung.

…..

Setz Dich nieder am Meeresrand

und lausche dem Meer gespannt.

Es liegt eine besondere Ruhe in der Luft

und ein Gedanke nach dem anderen verpufft.

…..

Einen Augenblick der Leere in Dir,

das wünsch‘ ich mir.

Einfach mal abschalten können,

nicht immer im Leben weiter rennen.

…..

Genieße den Augenblick der Stille,

denn es ist eine winzige Lebensrille.

Hier entlang fließt Deine innere Kraft,

die Dir auch neuen Lebensmut verschafft.

…..

In der Stille bist Du nie allein.

Das Meer hört Dir zu; so wird es sein.

Der Lebenswille hat eine große Macht,

sodass er im Wasser sogar Feuer entfacht.

…..

Du musst daran glauben!

Und du darfst Dir dabei alles erlauben!

Ein Song berührt alle Sinne

Guten Abend ihr Lieben.

Lang ist’s her, dass der letzte Beitrag entstanden ist. Was soll ich sagen, die Zeit ist gerade nicht einfach und doch auch irgendwie turbulent. Der Weg zum nächsten Ziel ist in greifbarer Nähe und in Arbeit.

Neuanfang ist schwer, aber viel schlimmer ist es doch, in Strukturen „gefangen“ zu sein, wo man doch merkt, dass sie einem nicht mehr gut tun. Sicher habe ich mich verändert und weiterentwickelt und so ein oder zwei Schritte werden mir nicht einfach fallen, aber ich muss aus diesem Rad der Unzufriedenheit hinaus. Dabei tun mir die ein oder anderen Menschen durchaus Leid.

Wir interpretieren in Kunst immer unser eigenes Thema. In diesem Song sehe ich zum Teil diese Befangenheit der aktuellen Strukturen. Aber auch die Sehnsucht und gewisse Kraft, dort das neue entwickeln zu lassen. Vielleicht ahnen es einige im Umkreis bereits, andere sind bereits eingeweiht. Wieder andere werden es vielleicht nie verstehen, weil sie so viel in mir gesetzt haben. Es wird enttäuschte Gesichter geben, vielleicht aber auch erleichterte. Am Ende geht es doch aber darum, was mir gut tut.

Ein großer Schritt ins Ungewisse, aber vielleicht erfülltere Leben. Autark sein, dabei aber immer bei mir selbst bleiben. Das habe ich für mich gelernt. Und ich merke leider auch mittlerweile sehr bewusst, wenn mir etwas nicht gut tut. Energie zu verschwenden, wo es in geringen Maße anerkannt wird. Das ist nicht böse gemeint, aber leider meine Wahrnehmung, die wohl sehr sensibel ist. Von Beginn an, aber nie so bewusst wahrgenommen wie seit dem vergangenem Jahr dank der Hypnosetherapie.

Wir drehen uns im Kreise der Unzufriedenheit und brechen nicht aus. Was ist die Folge? Wir machen uns fertig. Klar, Perspektiven-Wechsel ist dabei sehr hilfreich, um den Blick anders zu lenken, von „oben“ herab objektiv betrachten. Vereinbarkeit mit seinen eigenen Einstellungen sind da manchmal wirklich schwierig.

Es hat jeder sein Päckchen auf gewisser Art zu tragen und es spiegelt sich in jedem Handeln wieder. Warum ist zum Beispiel die Verkäuferin shhlecht gelaunt? Wer weiß, was privat vorgefallen ist. Warum reagiert ein Patient genervt? Fragen wir ihn. Vielleicht macht die Partnerin Stress oder er leidet durch Schmerzen und kompensiert es mit mieser Laune. Warum fragen wir die Menschen nicht einfach. So kommen wir ins Gespräch und können unser Gegenüber doch besser verstehen.

Kommunikation ist mir so wichtig geworden und dennoch ziehe ich mich gerade wieder zurück, was ich aber nicht möchte. Aus diesem Kreislauf möchte ich wieder hinaus. Und dafür bedarf es einen großen Schritt ins Ungewisse, aber vielleicht Bessere. Wer weiß das schon. Wie heißt es so schön, wer wagt, der gewinnt. Und sei es nur an Erfahrung. Das Leben ist zu kurz, um sich im Kreis zu bewegen und nur zu meckern oder es sich hineinzufressen. Windräder drehen sich zwar auch im Kreis, sie ändern aber dennoch ab und an mal die Richtung.

Und ja, am Ende hat der Buschfunk wohl doch recht gehabt. Am Ende gehört es zum selbstbestimmten Leben, sich verändern zu dürfen. Lang genug war man in gewissen Strukturen gefesselt, ohne dies mit böser Absicht zu meinen.

So genieße ich nun die letzten Minuten des Tageslicht auf dem Balkon und werde morgen einen großen Schritt tätigen. Um ehrlich zu sein, wird es einer der schwersten, tatsächlich.

In diesem Sinne wünsche ich euch einen schönen Abend an diesem ersten Mai-Tag.

Bis bald.

Konkretere Pläne

Guten Abend ihr Lieben.

Es war mal wieder eine kleine Pause dazwischen, aber das ist auch manchmal notwendig.

Eine Woche Urlaub liegt hinter mir und diese Woche habe ich wohl auch gebraucht, um von meinen Gedanken herunterzufahren. Es ist nichts Schlimmes, aber trotzdem beschäftigt es hier und da mal mehr und mal weniger. Dafür wurden jetzt Mitte der Woche die weiteren Pläne etwas konkreter. Mit gutem Gefühl geht es in kleinen Schritten voran. Klein ist besser als gar nicht. Oder wie seht ihr das?

Dazu haben meine Hunde zeitweise mich zum Verzweifeln gebracht. Der Alte wird halt aktuell echt alt. Und die Verrückte jagt mir einen riesigen Schrecken ein. Dafür könnt ich sie manchmal…. lieb haben. Ahhhhhhhh……..

Schauen wir mal, wie sich die weitere Zeit entwickelt. Das Wetter steht ja echt an diesem Wochenende voll auf Sommer. Dafür war die Woche sehr interessant. Der April macht eben doch, was er will. Nur zu warm wie jeder der bisherigen Monate in diesem Jahr.

Ich mag diese Gegend tatsächlich, auch wenn Wälder sicher auch schön sind, wenn sie denn noch gesund sind. Aber dieser Blick in die weite Ferne hat immer etwas Besonderes zu bieten. Dabei sind diese Bilder alle innerhalb einer Stunde entstanden in einem Umkreis von nicht einmal zehn Kilometern. Ich mag das wirklich sehr. Und ich bin so gut wie trocken geblieben, davon abgesehen, dass ich mit dem Auto unterwegs war.

Solche Auszeiten, solche Interessen bringen andere Ebenen mit sich. Jeder interpretiert die Bilder anders. Und so kann sich jeder vielleicht seinen Teil denken oder überlegt, was der Künstler damit sagen möchte. Und ja, es sind nur Handyfotos. Man mag es kaum glauben. Ich bin schwer beeindruckt.

So endet eine eindrucksvolle Woche mit erholsamen Tagen und die kommenden Wochen sind ziemlich vollgepackt mit organisatorischen Terminen und einem vollen Arbeitsplan.

Ich wünsche euch allen morgen noch einen schönen Sonntag und nun eine geruhsame Nacht. Bis die Tage.

Glück ist…

… mit kleinen Gesten gezeigt zu bekommen, was wirklich wert geschätzt wird.

Guten Abend ihr Lieben.

Was? Es war etwas still hier geworden? … Ja, ich weiß. Es gibt eben auch noch das normale Leben, welches in den letzten 2 1/2 Wochen echt aufregend und leicht stressig war. Und dann gab es Momente voller Gedanken, die nie richtig arbeiten konnten, aber dennoch immer mal wieder auftauchten. Heute schaffen sie vielleicht sogar Sinn.

Es ist tatsächlich viel passiert. Für viele ist es wohl eher unscheinbar, aber für mich bedeutend. Nachdem es Spike zwischenzeitlich nicht gut ging und damit zwei Termine einher gingen, hat das ziemlich etwas losgelöst. Ich achte wieder mehr auf kleine Anzeichen und hatte nur kurze Nächte. Aber auch das lenkte sich wieder in die geregelte Bahn. Zum Glück. Eine Lösung für spätere Zeiten muss trotzdem noch gut überlegt werden. Zahnschmerzen können schon echt mies sein. Aber Fressen ging weiterhin, komischerweise.

Dann mal 24h ohne Auto, denn auch hier kränkelte etwas rum, was versorgt werden musste. Dank netter Freunde und Kolleginnen bin ich aber gut zur Arbeit und zurück gekommen. Danke an euch.

Viele, viele kleinere Termine, hier und dort. Viele intensive Gespräche oder Momente, die einfach auch in mir etwas wach rüttelten. Einige Beobachtungen, die ziemlich aufgewühlt haben. Und so ist es in Social Media echt ruhig geworden. Eher unbeabsichtigt, aber genau das empfinde ich nicht als schlimm. Freunde wissen eben, dass ich mich wirklich ab und an melde. Eine Freundesliste beim Gesichtsbuch stattdessen sagt nicht viel aus mit knapp 240 „Freunden“. Ganz ehrlich, darauf kann ich verzichten. Und so bin ich ab April nicht mehr präsent auf dieser Seite. Mehrfach kund getan gab es bisher zwei Rückmeldungen. Menschen, denen ich doch etwas wichtig bin bzw. ihnen der Kontakt einfach wichtig ist. Danke auch für diese Meldungen. Ich schätze das tatsächlich sehr.

Noch mehr schätze ich jedoch diesen erlebten Moment in dieser vergangenen Woche. Nach zig Frühdiensten und intensiver Betreuung von Tumorpatienten in einem Bereich, gab es ein Strahlen, welches keine Sonne gut machen kann. Wenn du einem Menschen die Angst nehmen kannst vor dem Schritt, der massiv dein Körperbild verändert. Hierbei ging es einfach um das eigenständige Einsetzen der Trachealkanüle. Ängstliches Händezittern… Bestärkung durch die Fachkraft und am Ende dieses wunderbare Strahlen eines Gesichtes. Er wird vielleicht nie wieder ohne dieses Teil auskommen, aber wir haben gemeinsam einen Schritt geschafft, um zu Hause zurecht zu kommen. Der Patient hat es geschafft! Als Dank gab es eine Umarmung. Genau das ist es, warum ich dort arbeite. Die noch so kleinen Schritte bestärken und bei Stagnation etwas aufbauen, um wieder voranzukommen. Glücksmomente wie diese zeigen mir, dass ich meinen richtigen Weg gehe. Dabei brauche ich keine Bestätigung. Das bin ich selbst, mein Selbstwert und das, was ich verkörpern kann. Wozu brauche ich andere, wenn ich mir selbst so ein wunderbares Geschenk machen kann?

So ein Ereignis deckt ein gewisses Maß an Geltungsbedürfnis ab. Anerkennung von außen. Solche Momente füllen es für mich. Das ist ausreichend. Viel mehr wünsche ich mir gar nicht.

Schade, dass manche ein gesteigertes Geltungsbedürfnis haben. Auch das hat wohl seine Ursachen. An Ende ist es für das Umfeld ziemlich nervig. Ändern können wir daran nichts. Das kann nur die Person selbst. Wir müssen es akzeptieren und wohl etwas ignorieren. Vielleicht ist es falsch, es zu ignorieren. Darauf ansprechen wird eventuell zu Diskrepanzen führen. Denn am Ende hat jeder seine eigene Geschichte, warum er ist, wie er ist. Oder weißt du immer alles von deinem Gegenüber?

Auf der einen Seite muss man manchmal einfach etwas egoistisch unterwegs sein, um den Weg der Zufriedenheit zu finden und alles andere um sich herum entspannt zu betrachten. Jeder geht seinen Weg und manchmal teilt man diesen Weg ein Stück mit jemanden an seiner Seite. Aber man bedenke, es ist immer nur ein Teilstück. Es kennt keiner die ganze Geschichte des Anderen. Dennoch dürfen wir uns Meinungen bilden. Es ist  unsere Einstellung. Dabei kann eben auch nicht jeder jeden leiden. Ava hat schließlich auch andere Tiere zum Töten gern. 🙂

In diesem Sinne genießt einfach immer mal wieder diese kurzen Momente des Glücks. Denn es zeigt euch doch, dass ihr auf euren richtigen Weg seid.

Gute Nacht und bis bald!

Kindergartenniveau

Guten Abend ihr Lieben.

Was passiert gerade mit der Gesellschaft?

Sind wir wieder auf Schritten zurück unterwegs?

Egal, wo man gerade schaut; sei es auf Arbeit, in der Politik oder bei Verhandlungen. Es wird gestachelt und hinterrücks aufgezogen. Akzeptanz, Respekt und das wichtige Wort Kommunikation bleibt auf der Strecke. Es werden nur noch die Ellenbogen herausgefahren. Und da ist es egal, wo man sich befindet. Selbst in der Nachbarschaft. Wir machen Dinge zu Problemen, die nicht sein müssen, weil es uns doch ziemlich gut geht. Ich aus dieser Perspektive kann mich zumindest nicht beschweren. Wir sollten auch gewisse Erwartungshaltungen zurückschrauben. Dann erleben wir weniger Enttäuschungen.

Das A und O ist dann aber dennoch die Kommunikation miteinander in einem vernünftigen Umgangston. Klar, kann man Emotionen dazu nicht immer unterbinden und jeder reagiert anders, zum Beispiel auf Kritik.

Viele hacken jetzt beispielsweise auf die Grünen herum, wobei es doch am Ende immer auch Beschlüsse der gesamten Regierung bzw. des Bundestages sind. Man sollte da wirklich vorsichtig sein und überlegen, was man da so verteilt an Klatschen. Schön ist manches nicht und klar, haben sie eine starke Position. Aber die anderen beiden Parteien stimmen ja dennoch im gewissen Anteil mit zu.

Am Ende können wir trotzdem froh sein, in einer Demokratie leben zu dürfen, wo wir doch ein Mitbestimmungsrecht haben zu den Wahlen. Schade nur, dass die Parteien den Blick nach unten verloren haben, denn am Ende stand auch jeder Einzelne von denen mal unten. Und so ist das auch in jeglichem Berufsbild. Die oberen Ebenen verlieren den Blick nach unten, obwohl sie auch mal so angefangen haben. Da nehme ich mich in manchen Situationen nicht aus. Man muss sich nur ab und an mal daran erinnern.

Und dann sind irgendwelche Anspielungen auch echt nicht schön. Warum zur Hölle kommuniziert man nicht unter vier oder sechs Augen? Haben wir es verlernt durch das gesamte soziale Medien Gedöns? Manchmal habe ich schon so das Gefühl.

Diese Karte beschreibt das, wie es noch vor einiger Zeit lief. Denn über die multimediale Kommunikationsform kann man weder Stimmung noch Mimik oder Gestik beurteilen.

Müssen wir Kommunikation wieder neu lernen?

Diese Frage lasse ich mal offen im Raum stehen…

Am Ende hat jeder seine Stärken und Schwächen und die sollten, gerade in einem Team, einfach akzeptiert werden bzw. eben auch einfach offen kommuniziert werden. Fehler können nur behoben werden, wenn das Gegenüber auch davon erfährt. So können wir uns und unsere Arbeit reflektieren.

Ich bin vielleicht aus den Kinderschuhen herausgewachsen und sollte die Schuhgröße wechseln. Wer weiß, was dann für neue Chancen laufen könnten. Es stehen alle Türen offen.

Was auch immer das bedeuten soll…

In diesem Sinne wünsche ich euch eine gute Nacht und einen angenehmen Start ins Wochenende.