Guten Abend ihr Lieben.
Heute wird es mal wieder sehr fragwürdig. Aber es regt wohl zum Nachdenken an. Und das ein oder andere lässt sich auch tatsächlich spiegeln. Viel Spaß beim Grübeln.
Wonach suche ich?
Ist es das Gefühl der Anerkennung oder gesehen zu werden?
Ist es die lange Suche nach wirklicher Liebe oder einfach das Gefühl sich mit Gleichgesinnten austauschen zu können?
Suche ich nach einer festen Bindung?
Braucht mein Herz die Wärme, nach der es sich sehnt oder erfüllt es einfach schon ein Gespräch?
Man sehnt sich nach etwas, man ist auf der Suche. Man ist unerfüllt.
Was also sehe ich in verschiedenen Personen?
Erfüllt mich das wirklich oder sind es dann nur „Augenblicke“?
Sehnsucht nach Nähe, aber dennoch nicht zu viel, aber warum eigentlich nicht?

Und so wird mir mehr und mehr bewusst, was ich in einzelnen Personen und Situationen sehe und vom Gegenüber erhalte. Ich habe Angst zu scheitern. Aber was habe ich zu verlieren? -> Nichts!!!
Ich habe mir mein eigenständiges Leben aufgebaut. Habe einen tollen Job und wunderbare Menschen um mich. All das ist doch mein Leben. Scheitern ausgeschlossen.
Und trotzdem merke ich an bewusst gewordenen Beispielen, wie ich immer wieder auch viel Zeit für mich selbst brauche. Sei es zu viel Wuhling auf Arbeit oder auch auf der Kreuzfahrt vor knapp 1 1/2 Jahren. Die Runde mit den Leuten abends war immer sehr gut zum Austausch. Dennoch suchte ich irgendwann das Weite, um etwas Ruhe für mich zu finden. Dieser Ausgleich ist für mich enorm wichtig. Aber auch zu viel von diesem Alleinsein ist für mich nicht mehr gut. Das ist mir seit dem letzten Jahr bewusst geworden. Und so betrachte ich das Muster aus der Vergangenheit jetzt mit ganz anderen Augen. Davon mal abgesehen, dass ich bereits als Kind wohl sehr weit in der Entwicklung war, dies aber nie richtig zeigen konnte außer extern. Die Suche nach Anerkennung, nach Gesprächen auf einer verstandenen Ebene. Selbst die wenigsten im Freundeskreis konnten dies damals. Was ich ihnen nicht für übel nehme, keinesfalls.
Aber der wahre Austausch fehlt eben häufig. Und so finde ich mich sehr viel in der Musik wieder und ziehe mich zeitweise zurück, um dann aber zu merken, dass es ein nicht so gut gewählter Weg ist. Denn hier ist die Sehnsucht am größten und schlägt wieder um in anderes Verhalten.
Woran muss ich also arbeiten?
Muss ich den Menschen einfach etwas mehr vertrauen?
Ich muss mehr an mich glauben! An meine Menschenkenntnis, an mein Einfühlungsvermögen, an meine Expertise, an mein Wissen, was ich mitbringe, an meine Anpassung ans Gegenüber im Dialog, an meine Gesprächsbereitschaft.
Man soll Berufliches mit dem Privaten ja trennen. Vielleicht sollte ich einfach im beruflichen autarker arbeiten können, damit ich auf privater Ebene mehr Bindung eingehen kann?
Puh… Fragen über Fragen mal wieder. Ich bin froh, dass ich mich nach und nach weiterentwickle in diesen Punkten. Aber es ist wohl doch noch ein längerer Weg.
Ich bin dennoch jeden Einzelnen dankbar für die vergangene Zeit. Die Entwicklung, die dahinter steckte, wird mir eben erst jetzt deutlich und bewusst. Und so schaffe ich mir auch privaten Ausgleich neben den Hunden. Die beiden bedeuten mir viel, aber machen eben nicht alles aus im Leben. Nach Möglichkeit sind sie aber trotzdem dabei.
Die Entwicklung hat ein Maß erreicht, mich und mein Verhalten besser zu verstehen. Warum fresse ich manchmal rum? Es sind Situationen, die schwupp, mal schnell belastend sind. Hier erfolgt ein Umdenken. Und so schreibe ich es gern.
Mir stellt sich nun noch immer die Frage aller Fragen: Was ist Liebe? -> Ich kenne sie nicht… Fehlt sie mir? Ich weiß es nicht……..
Unerfülltes Leben und trotzdem erfüllt.
In diesem Sinne wünsche ich euch eine gute Nacht.






















