Guten Abend ihr Lieben.
Hui, schon wieder länger her mein letzter Beitrag, aber ja, so spielt das Leben manchmal. Es gibt eben auch Phasen außerhalb des WorldWideWeb. Und das ist auch gut so in der heutigen modernen Medienzeit.
Dennoch möchte ich euch gern vom letzten Wochenende erzählen heute. Gestern war ich noch nicht dazu in der Lage. Dafür benötigte der Kopf noch etwas Erholung und Verschnaufpause.
Es waren drei Tage voller neuer Herausforderungen. All diese habe ich mit meinem Durchhaltevermögen gemeistert. Ihr fragt euch, was genau los war? Lasst das Abenteuer beginnen:

Dieses Mal gab es ein schönes Wochenende mit den Hunden in der Sächsischen Schweiz. Aber mal ganz anders. Dieses Mal reisten wir nicht allein, sondern mit der lieben Katja und Anuk. Mal nicht selbst zu fahren, war komisch und ja, ich habe wohl so einige Kommentare in den geschlossenen Raum geworfen. Man schläft eben doch nicht als Beifahrer. Anuk befand sich auf dem Rücksitz in der Box und meine beiden neben der Fressalienbox im Kofferraum. Das Auto war bis oben hin also gefüllt. So ging es durch die dunklen Wolken bis nach Papstdorf. Dort schien doch tatsächlich die Sonne. Tja, wenn Engel reisen… Ähm, das soll bitte nicht aufs Berufliche bezogen werden, Grußwort an Frau Dr. G. 🙂

In der Unterkunft angekommen, warteten schon einige von der Hundefamilie. Ja, es war ein Ausflug der Extraklasse. Alle mit dem gleichen Hobby namens Hund. Die Unterkunft war nur für uns als Gruppe gebucht, keine weiteren Menschen. Und dennoch kannten wir uns am Ende nur durch unser Hobby etwas. So war es wirklich noch nicht, so privat. Aber uns alle verbindet eben etwas.
Wir drehten nach Auspacken und Co dann dort vor Ort eine Runde einfach drauf los, ohne große Orientierung. Wie so häufig halt. Aber das Wetter war spitzenklasse bis zum Abend hin.
Es waren alle Zimmer verteilt an 15 Personen und 10 Hunden. Das tolle an dieser Einrichtung war tatsächlich der Gemeinschaftsraum. Dort trafen wir uns 19 Uhr alle zusammen und warteten auf eine Person, auf das Geburtstagskind, das Küken in der Runde, die Lena. Und trotzdem ist sie eine der Organisatoren des Ausflugs.


So wurde am Abend schon ausgelassen gefeiert, gegessen und getrunken und die Stimmung war wunderbar entspannt. Wohl gemerkt, man kennt diese Menschen nur durch Hunderunden. Ich finde es nach wie vor beeindruckend, denn ich kenne das so nicht.

Der nächste Morgen begann recht zeitig, aber auch wieder mit schönem Sonnenschein. Es stand nach einem gemeinsamen Frühstück die große Wanderung an. Ich war etwas spät dran, aber vor dem Frühstück mussten meine beiden noch einmal kurz vor die Tür. Im Anschluss, nachdem alles erledigt war und das Frühstück gesackt ist und Proviant eingepackt, ging es mit dem Auto nach Krippen, Ausgangspunkt für die Wanderung. Nur gut, dass ich nicht geahnt habe, was mich erwartet. Ich glaube, am Ende waren wir knapp 7 Stunden unterwegs. Es ging entlang des Caspar-David-Friedrich-Weges. Ein Wanderrundweg. Der Plan war ursprünglich anders, aber Pläne können ja verworfen werden.
Als wir entlang der Bahntrasse liefen, wurde Spike erst einmal fast vom Auto mitgenommen. Die Rute hat jedenfalls gewackelt. Aufregung bei allen Hundebesitzern. Innerlich habe ich mich ja schon ein wenig amüsiert. Als wir dann an der Stelle ankamen, wo es bergauf ging, schaute ich vermutlich ganz anders…

So liefen wir dann alle einige Etagen höher, um auf dem Weg weiter zu laufen. Der Anstieg war für mich wirklich schon anstrengend dank nasskalter Luft und Asthma, aber der Ausblick im Anschluss hat schon gelohnt. Hierbei bin ich schon dankbar, dass Lena mir die verrückte Ava abgenommen hatte. Ich brauchte Konzentration für die Treppen hinauf. Der Weg entlang der Elbe war dann folgendermaßen schmal und es ging linker Hand echt gut tief nach unten. Aber auch die Hunde haben sich alle benommen. Selbst die verrückte Prinzessin Ava hat sich wieder und wieder zurückgenommen. Das muss für sie auch sehr anstrengend gewesen sein.






Nur, um mal ein Gefühl zu bekommen, wie schmal der Wanderweg wirklich war.
Nach etwa 4,3km gab es die erste kurze Rast und eine Verschnaufpause. Wir lagen gut in der Zeit, was aber nichts zu bedeuten hatte. Weiter ging es dann mal kurz an ein bisschen Zivilisation vorbei um dann an einen Punkt zu gelangen, wo ich zwischendurch mehrfach bremsen musste. Ein Treppenaufstieg der Extraklasse. Während alle ziemlich zügig oben waren, machte ich mit meinen beiden mein Tempo und Lena mit mir den Abschluss. Ich dachte, der Brockenaufstieg war schon heftig, aber das hat es noch getoppt. Trotzdem habe ich es durchgezogen. Mental wie körperlich eine massive Herausforderung, aber die Belohnung ist ja dennoch diese Aussicht. Oben also angekommen, waren alle schon schön entspannt am Pause machen und ich durfte dann auch. Ganz ehrlich, so viel Verständnis ist auch nicht selbstverständlich. Danke an euch!
Nun ging es Richtung Kaiserkrone nach Schöna in etwas flacheren Gefilde.






In Schöna angekommen, durfte sich die Gruppe entscheiden, ob man zur Kaiserkrone hinauf geht oder nicht. Ich bin mit dem alten Herren und vier weiteren Personen und zwei Hunden unten geblieben. Ava durfte mit hoch und die Aussicht genießen. Aber es gibt ja auch genügend Menschen, die Fotos machen.










Währenddessen genossen wir am Fuße der Kaiserkrone die Sonne.



Als alle nach und nach von unterschiedlichen Richtungen wieder zum Treffpunkt kamen, war für die Hunde auch noch eine kleine Pause angesagt.


Nun wurde der Heimweg angetreten, es war bereits halb 2. Es ging durch die Ortschaft Schöna und Reinhardtsdorf dann wieder auf einen Feldweg, der wunderschön war. Landschaftlich einfach herrlich. Ein Moment, um kurz inne zu halten und zu genießen.





Nach einer nochmaligen kurzen Rast ging es dann zum krönenden Abschluss der Tour. Krippen war nicht mehr weit, aber das, was wir hochgelaufen sind, mussten wir ja auch irgendwie wieder hinunter. Und da kam sie, die steile Herausforderung. Ich dachte mir nur so, hoch okay, aber runter: what the fuck… Und das mit beiden Hunden und mit Laub, sodass man den Weg, die Stufen und alles nicht richtig abschätzen konnte. Da kam mir nur der Spruch der Arbeitskolleginnen in den Sinn: Komm heile wieder an. Joar, ich gebe mir Mühe…
Ich glaube, dieser Abstieg hat bestimmt eine Stunde gedauert. Aber auch hier danke ich allen für Geduld und Unterstützung! Lena nahm Ava, Thomas Spike und ich hatte Stefans Wanderstock erhalten, damit ich mich beim Abstieg etwas sicherer fühlte. Ava hatten wir immer etappenweise nach unten gelassen. Irgendwann kam Stefan uns von unten noch einmal entgegen und nahm uns Spike und Ava ab und wir konnten uns ganz auf den Weg konzentrieren. Einige von unserer Gruppe waren noch hinter uns, aber hier war Überholen nicht mehr möglich. Von diesem Abstieg gibt es kein Bild, aber ich glaube, das Vorstellungskraft auch manchmal gesund ist. Und wenn Interesse besteht, könnt ihr gern selbst diesen Caspar-David-Friedrich-Weg gehen. Ich habe mich jedenfalls riesig gefreut mit Unterstützung auch diesen Weg gemeistert zu haben. Sprüche, die aufgemuntert haben, mal eine Hand, die etwas Stütze gibt und ein sicheres Gefühl in dieser Gruppe. DANKE!!!
Körperlich und geistig völlig im Eimer ging es duschen und dann in den Gemeinschaftsraum, aber kurze Zeit später holte mich die Erschöpfungskälte so ein, dass ich mich ins Bett verkrümeln musste. Zwar war ich dann erst ne Stunde später beim Abendessen dabei, aber das war auch in Ordnung so. Alt bin ich trotzdem nicht geworden und am nächsten Tag stand ja auch noch etwas auf dem Plan. Also ging es zeitnah wieder ins Bett und zuvor noch eine Pinkelrunde für die beiden Schätze.



Ganz gut erholt wurde ich vom Wecker am Sonntag geweckt. Ab ins Bad, schon ein paar Sachen gepackt, ging es kurz hinaus in die Kälte, aber Sonne. Einfach herrlich zu dieser Jahreszeit!

Es war ein guter Start mit wenig Muskelkater. Gefrühstückt, alles gepackt und wieder ins Auto verstaut ging es dann zum Felsenlabyrinth. Aber vollständig waren wir nicht mehr ganz. Zwei Hunde und drei Personen waren bereits weniger. Der harte Kern zog das noch durch. Ich musste nur kurz den Kopf schütteln, denn es gab wieder so tolle Treppen und na ja. Egal. Augen zu und durch. In Gemeinschaft klappt das! Und es war wirklich so, hoch wie runter und auch im Labyrinth selbst. Stefan nahm dieses Mal Ava, die sichtlich Spaß in diesem Gelände hatte, das verrückte Huhn. Spike und ich machten gemütlich und vorsichtig.







Es war schon interessant, als ich mich von Ava immer mal weg bewegte bzw. wieder näher kam, denn Stefan lief immer mal woanders lang mit ihr. Ava zeigte deutlich an, wenn ich in der Nähe war. Aber man merkte ihr dennoch an, dass sie von gestern noch etwas drüber war. Man stelle sich überdrehte Kinder vor im Zoo, wo die Eltern ein Tagesticket gekauft haben. Wir müssen noch sechs Stunden durchziehen.
Nein, wir sind dann noch so ein Stück außerhalb entspannt gelaufen und hatten noch einen herrlichen Waldspaziergang. Trotzdem waren wir wohl alle etwas hinüber.



Und so ging es Richtung Fahrzeuge und dann wieder gen neblige Heimat. Ich hatte eigentlich vor, etwas Sonne mitzubringen, aber wahrscheinlich war ich doch etwas zu erschöpft. Die Autofahrt war entspannt und angekommen zu Hause gab es nur noch Abendessen, eine warme Dusche und ab unter die warme Decke.
Trotzdem möchte ich behaupten, dass das eines der herausfordernsten Touren für mich war. Mental und körperlich. Zusammen geht aber mehr und man kann Hürden schaffen, die man sich allein vielleicht nicht getraut hätte. Und das auf doch recht geringer Bekanntheit. Vertrauen ist manchmal wirklich Gold wert. Danke an euch alle: Stefan und Lena als Organisatoren und Guides; Katja mit Anuk, mit denen ich mir eine Ferienwohnung teilte; Alina mit Suko, Maike mit Bathilda, Kathrin und Thomas mit Buddy, Anika + Mutti mit Hildi, Sandra mit Wilma, Steffi und Susi mit Kira, Caro mit Laura. Es war ein absolut genialer Ausflug mit vielen neuen Erfahrungen!
Dazu kommt noch: ein Leben zwischen Veganern, Vegetariern, Fleischessern und Menschen, die Unverträglichkeiten haben, ist möglich. Austausch und Organisation ist alles. Jeder brachte was für jeden mit. Zumindest fast. Wow, Applaus!!!!
Ein Hobby verbindet und somit habe ich wieder viel gelernt für mich.
In diesem Sinne wünsche ich euch auch gern solche Erlebnisse! Gute Nacht!









































































